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Manche warten vielleicht immer noch auf den Sommer, doch im September geht die "warme" Jahreszeit aus astronomischer Sicht wieder zu Ende: Am 23. September um 0.23 Uhr Sommerzeit beginnt offiziell der Herbst. Die Nächte sind fortan wieder länger als die Tage, ideale Voraussetzungen also, um an den noch nicht zu kalten Abenden einen Blick an die Himmel zu wagen. So könnte man beispielsweise einmal versuchen, ein etwas schwächeres Sternbild am Himmel zu finden, das wegen seiner Form auch hin und wieder als "Lächeln am Himmel" bezeichnet wird – das Sternbild Steinbock [Findkarte]. Man kann es zurzeit abends am Südhimmel sehen. Um das Sternbild zu finden, sucht man am besten den hellen Stern Fomalhaut im Sternbild Südliche Fische und Atair im Adler. Das Sternbild Steinbock liegt gerade unterhalb der gedachten Verbindungslinie dieser beiden Sterne. Wer gute Augen hat, dürfte leicht erkennen, dass der Hauptstern des Steinbocks, Alpha Capricorni (die westliche Ecke des Sternbildes), eigentlich aus zwei Sternen besteht. Mit einem Fernrohr kann man auch das einzige Deep-Sky-Objekt ausmachen, das der Steinbock zu bieten hat: den Kugelsternhaufen M30. Das ganze Jahr zu sehen ist das Sternbild Cepheus, das hoch oben am
Himmel steht und von seiner Form her an ein Haus erinnert. Die Spitze des Hauses
deutet ungefähr auf den Himmelspol. Der Stern Delta Cephei ist der
"Prototyp" der so genannten Cepheiden, einer Gruppe von pulsierenden Sternen,
die gerne zur Entfernungsmessung im All verwendet werden. Die Leuchtkraft dieser
Cepheiden ändert sich in einer bestimmten Periode. Nach einer genau bestimmbaren
Zeit hat der Stern also wieder dieselbe Helligkeit. Doch damit nicht genug: 1912
entdeckte H. S. Leavitt, dass es eine Verbindung zwischen der Helligkeit eines
Cepheiden gibt und der Periode mit der seine Helligkeit schwankt. Wenn man also
diese Periode beobachtet, kann man berechnen, wie hell der Stern wirklich ist.
Diesen Wert kann man dann mit der scheinbaren Helligkeit des Sterns auf der Erde
vergleichen, woraus sich seine Entfernung ermitteln lässt. Unter den Planeten ist Mars der unbestrittene Star: Er wird Ende des Monats ähnlich hell sein wie der Gasriese Jupiter und ziemlich die ganze Nacht über zu beobachten ist. Die Venus ist als Abendstern am Südwesthorizont auszumachen, Jupiter geht immer früher unter und zieht sich im Laufe des Monats vom Nachthimmel zurück. Der Ringplanet Saturn erobert langsam die gesamte zweite Nachthälfte. Weitere Informationen über den Fixsternhimmel im September entnehmen Sie bitte den folgenden Karten. Sie gelten für den 15. September, 22 Uhr MEZ/23 Uhr MESZ. Weitere Gültigkeitszeiten und -daten sind jeweils unter der Karte angegeben. Sternkarten für das gesamte Jahr und unterschiedliche Uhrzeiten finden Sie über unsere astronews.com Sternenkarten-Übersicht. |
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