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Am 21. Juni um 8.46 Uhr MESZ ist es soweit: der astronomische Sommer beginnt. Die Sonne hat den höchsten Punkt ihrer Bahn am Himmel erreicht. Von nun an werden die Nächte wieder länger – für Sternenfreunde also ein doppelter Grund zur Freude. Meteorologisch gesehen beginnt der Sommer übrigens schon am 1. Juni. Vor allem um es mit den monatlichen Statistiken leichter zu haben, hat die Weltorganisation der Wetterkundler die Anfänge der Jahreszeiten auf den jeweiligen Monatsanfang verschoben. Der Jahreszeit entsprechend machen sich die typischen Sommersternbilder am
Nachthimmel breit. Schaut man nach Einbruch der Dunkelheit nach Osten, erkennt
man hier einige helle Sterne, darunter Wega im Sternbild Leier,
die in bläulich-weißer Farbe im Nord-Osten aufgeht. Wega ist auch für
Planetenforscher von großem Interesse, hat man doch um den Stern eine
Staubscheibe entdeckt, die nach Ansicht der Forscher die Folge der Kollision
zweier Planeten vor rund einer Millionen Jahre ist (siehe Bericht). Wega ist 25
Lichtjahre von der Erde entfernt und der fünfthellste Stern am nächtlichen
Himmel. Sie strahlt 60-mal heller als unsere Sonne und ist erst 350 Millionen
Jahre alt. Wer abseits von störenden Lichtern diese drei Sterne ausgemacht hat, kann vielleicht auch das helle Band der Milchstraße erkennen, das sich von Nord-Osten nach Süd-Osten erstreckt. Wir schauen hier auf die mit unzähligen Sternen bevölkerte Scheibe unserer Galaxie. Mit einem Fernglas lassen sich daher in dieser Region eine Vielzahl interessanter Objekte entdecken: So findet man etwa östlich vom Stern Deneb im Sternbild Schwan bereits mit bloßem Auge eine Region, die etwas heller erscheint. Ein Fernglas und gute Sichtbedingungen offenbaren, um was es sich handelt: um ein eigentümlich geformtes Sternentstehungsgebiet, den Nordamerika-Nebel (oder auch NGC 7000) [Findkarte]. Er liegt in rund 2300 Lichtjahren Entfernung und erinnert mit seinen Umrissen an den nordamerikanischen Kontinent. Unter den Planet ist die Venus weiterhin Abendstern und ist im Nordwesten in der Abenddämmerung zu sehen. Der roten Planet Mars ist in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Er nimmt an Helligkeit ständig zu und ist zu dieser Zeit das hellste Objekt am morgendlichen Himmel. Der Jupiter macht Mars keine Konkurrenz: Der Gasriese zeigt sich nämlich vorwiegend in der ersten Nachthälfte. Der Ringplanet Saturn gibt am Abendhimmel im Nordwesten noch ein kurzes Gastspiel, bevor er im Monatsverlauf unbeobachtbar wird. Weitere Informationen über den Fixsternhimmel im Juni entnehmen Sie bitte den folgenden Karten. Sie gelten für den 15. Juni, 22 Uhr MEZ/23 Uhr MESZ. Weitere Gültigkeitszeiten und -daten sind jeweils unter der Karte angegeben. Sternkarten für das gesamte Jahr und unterschiedliche Uhrzeiten finden Sie über unsere astronews.com Sternenkarten-Übersicht. |
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