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Auch wenn man es angesichts der winterlichen Verhältnisse kaum glauben mag: Im März beginnt der Frühling. Am 20. März um 13.33 Uhr MEZ wechselt die Sonne von der Süd- auf die Nordhalbkugel des Himmels und wir haben, jedenfalls aus astronomischer Sicht, die kalte Jahreszeit hinter uns. Nun sind die Tage wieder länger als die Nächte. Außerdem begeht in der Nacht vom 26. auf den 27. März die Sommerzeit: Um zwei Uhr werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Am Fixsternhimmel sind im März auch schon die ersten Frühlingsboten, wie etwa das Sternbild Löwe auszumachen. Es ist Mitte März abends im Südosten zu sehen und bietet Amateurastronomen mit der der Balken-Spiralgalaxie NGC 2903 ein beliebtes Beobachtungsobjekt [Findkarte]. Dank ihrer relativen Helligkeit ist die rund 25 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie schon mit kleinen Teleskopen auszumachen. Die Spiralstruktur offenbart sich allerdings erst mit Profi-Teleskopen wie Hubble (siehe Bericht) oder bei langen Belichtungszeiten. NGC 2903 hat einen Durchmesser von 80.000 Lichtjahren und ist damit etwas kleiner als unsere Milchstraße. Doch auch wer kein Teleskop besitzt, kann am Sternenhimmel einiges entdecken: So bilden etwa die Sterne Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arktur im Bootes das so genannte Frühlingsdreieck [Findkarte], das abends eindrucksvoll im Osten zu sehen ist. Hoch am Himmel steht derzeit das Sternbild Großer Wagen, die wahrscheinlich bekannteste Konstellation am Nordhimmel. Weniger bekannt sein dürfte allerdings, dass der Große Wagen gar kein richtiges Sternbild ist, sondern nur ein Unter-Sternbild oder, wie das in der Fachsprache der Astronomen heißt, ein Asterismus: Das richtige Sternbild heißt Großer Bär und nur dessen sieben hellste Sterne bilden den Großen Wagen. Der Große Wagen kann auch hilfreich sein, wenn man den nördlichen Himmelspol sucht, also den Punkt, um den sich der Sternhimmel zu drehen scheint. Er liegt ganz in der Nähe des Polarsterns, der wiederum am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens liegt. Wer den Kleinen Wagen nicht auf Anhieb findet, kann den bekannteren Großen Wagen zur Hilfe nehmen: Legt man nämlich in Gedanken eine Linie durch die hinteren beiden Sterne des Großen Wagens und verlängert sie Richtung Norden, ist der erste hellere Stern auf den man trifft der Polarstern.
Dass sich um diesen Stern der gesamte Nachthimmel zu drehen scheint, ist im
Grunde genommen Zufall: Da die Erdachse zurzeit fast genau auf den Polarstern
zeigt, scheint er als einziger Stern still zu stehen. Da die Erdachse aber
leicht "trudelt" wird der Polarstern nicht immer diese exponierte Stellung
behalten: In etwa 12.000 Jahren wird beispielsweise die Wega im Sternbild Leier
nahe dem nördlichen Himmelspol stehen. Der Polarstern ist mehr als nur ein
Stern: Bei ihm handelt es sich vermutlich um ein Dreifachsystem. Dessen
Hauptstern Alpha Ursae Minoris A hat die etwa achtfache Masse unserer Sonne und
eine Leuchtkraft, die die unserer Sonne um das 1.600fache übertreffen dürfte.
Der Polarstern ist rund 360 Lichtjahre von der Erde entfernt. Weitere Informationen über den Fixsternhimmel im März entnehmen Sie bitte den folgenden Karten. Sie gelten für den 15. März, 22 Uhr MEZ. Weitere Gültigkeitszeiten und -daten sind jeweils unter der Karte angegeben. Sternkarten für das gesamte Jahr und unterschiedliche Uhrzeiten finden Sie über unsere astronews.com Sternenkarten-Übersicht. |
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