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Der November hält einmal wieder eine astronomische Besonderheit bereit, nämlich eine totale Mondfinsternis, die in voller Länge von Mitteleuropa aus zu sehen ist: In der Nacht von Samstag, 8. November auf Sonntag, 9. November sollten Nachtschwärmer einmal versuchen, den Mond auszumachen - vielleicht können sie ihn gar nicht sehen. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde erfolgt um 23.15 Uhr, eine deutliche Verdunkelung dürfte man aber erst nach Mittenacht ausmachen können. In den Kernschatten der Erde tritt unser Begleiter 0.32 Uhr ein, die totale Verfinsterung beginnt um 2.06 Uhr und dauert 25 Minuten. Komplett aus dem Kernschatten der Erde tritt der Mond um 4.05 Uhr aus, aus dem Halbschatten um 5.22 Uhr. Eine totale Sonnenfinsternis am 23./24. November bleibt auf der Nordhalbkugel der Erde unsichtbar. Doch auch danach gibt es noch einiges am Himmel zu sehen: Zwischen dem 14. und dem 21. November könnten Sternschnuppenfreunde auf ihre Kosten kommen: Die Leoniden zeigen sich in Richtung des Sternbilds Löwen - daher auch der Name. Die Leoniden bestehen aus Material des Kometen Tempel-Tuttle, der etwa alle 33 Jahre in die Nähe der Sonne kommt und in diesen Zeiten für eine erhöhte Meteoritendichte sorgt. 1998 und 1999 konnte man teilweise beachtliche Meteoritenschauer beobachten. In diesem Jahr dürfte es etwas weniger spektakulär werden, doch haben die Leoniden die Astronomen immer wieder überrascht. Sie erwarten diesmal zwei Maxima (detaillierter Bericht im Nachrichtenteil von astronews.com). Wenn man das Glück hat, den herbstlichen Sternenhimmel aus relativer Dunkelheit beobachten zu können, sollte man einmal versuchen, zwischen den Sternbildern Andromeda und Kassiopeia (dem Himmels-W) einen kleinen verwaschenen Fleck auszumachen. Dieser "Nebel" ist unsere Nachbargalaxie Andromeda und liegt in einer Entfernung von etwa zweieinhalb Millionen Lichtjahren [Findkarte Andromeda-Galaxie]. Durch ein Fernglas betrachtet wird dieser diffuse Fleck zu einem ovalen Objekt, das im Zentrum deutlich heller ist als am Rand. Könnte man die gesamte Ausdehnung der Galaxie am Himmel sehen, würde sie mehr als doppelt so groß wie der Vollmond erscheinen. Astronomen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nannten die Galaxien noch Spiralnebel und hielten sie für Objekte innerhalb unserer eigenen Milchstraße. Erst Edwin Hubble konnte nachweisen, dass diese Nebel weit außerhalb unserer eigenen Galaxie lagen und es sich vermutlich um andere Galaxien handelt. Unter den Planeten ist Mars immer noch ein relativ auffälliges Objekt am abendlichen Himmel, wenngleich er in der Helligkeit nicht mehr an die sommerliche Glanzzeit heranreicht. Er zieht sich zudem aus der zweiten Nachthälfte zurück. Der Gasriese Jupiter ist immer länger in der zweiten Nachthälfte zu sehen und geht gegen Monatsende schon kurz nach Mitternacht auf, der Ringplanet Saturn ist fast die gesamte Nacht über zu beobachten, unser Nachbarplanet Venus ist am Abendhimmel zu sehen. Weitere Informationen über den Fixsternhimmel im November entnehmen Sie bitte den folgenden Karten. Sie gelten für den 15. November, 22 Uhr MEZ. Weitere Gültigkeitszeiten und -daten sind jeweils unter der Karte angegeben. Sternkarten für das gesamte Jahr und unterschiedliche Uhrzeiten finden Sie über unsere astronews.com Sternenkarten-Übersicht. |
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