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Der Mai 2003 ist ein Monat, in dem es auch am Tage einiges zu beobachten gibt: Am Mittwoch, 7. Mai, kann man im Laufe des Vormittags einen Merkur-Transit verfolgen - ein Himmelsschauspiel, das sich im Schnitt nur 13 Mal in einem Jahrhundert ereignet (siehe Bericht). Am letzten Tag des Monats kommt es dann zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die über Teilen Grönlands, auf Island und im äußersten Norden Schottlands ringförmig, im größten Teil Europas aber nur partiell zu sehen ist: Hier geht die Sonne auch schon teilweise verfinstert auf. Das Maximum liegt dabei entweder kurz vor oder kurz nach Sonnenaufgang (siehe auch: Warum ist bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis der scheinbare Durchmesser des Mondes kleiner als der scheinbare Durchmesser der Sonne?). Genau wie bei der Beobachtung des Merkur-Transits gilt auch für die Sonnenfinsternis die Warnung, nie mit ungeschützten Augen in die Sonne zu schauen. Nicht nur tagsüber gibt es im Mai Finsternisse zu sehen: In den frühen Morgenstunden des 16. Mai kann man von Europa aus eine totale Mondfinsternis beobachten: Der Mond tritt um 4.03 Uhr MESZ in den Kernschatten der Erde und ist zwischen 5.14 Uhr MESZ und 6.07 Uhr MESZ komplett verdunkelt. Um 7.18 Uhr ist auch die partielle Finsternis vorüber. Den Nachthimmel beherrschen nun die Sternbilder des Frühlings: Der Große Wagen steht hoch am Himmel. Verbindet man bei diesem Sternbild die beiden der Deichsel abgewandten Sterne zu einer Linie weist diese den Weg zum Polarstern, der am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens liegt. Das Frühlingsdreieck hatten wir schon im April beschrieben: Es wird gebildet aus den Sternen Arktur im Sternbild Bootes, Spica im Sternbild Jungfrau und Regulus im Löwen [Findkarte]. Und auch der Sommer ist am Himmel schon auszumachen: So erscheint im (Nord-)Osten langsam das Sommerdreieck, das aus den Sternen Deneb im Sternbild Schwan, Vega in der Leier und Altair im Adler besteht. Hoch im Osten steht zur Zeit - wie oben schon erwähnt - das Sternbild Bootes mit seinem Stern Arktur. Das Sternbild erinnert entfernt an eine Eistüte: Das Eis zeigt etwa in Richtung Nord-Ost, Arktur ist an der Spitze zu finden. Der hellorange leuchtende Stern ist der vierthellste am Himmel. Ein Grund dafür ist seine relative Nähe von nur rund 34 Lichtjahren. Zudem hat Arktur einen 25 Mal größeren Durchmesser als unsere Sonne. Eine andere Besonderheit des Sterns ist mit bloßem Auge allerdings nicht auszumachen: Arktur gehört zu den am schnellsten am Himmel wandernden Sternen seiner Größenklasse. Jedes Jahr bewegt er sich um 2,3 Bogensekunden auf das Sternbild Jungfrau zu. Zum Vergleich: Der Vollmond bedeckt am Himmel etwa 1800 Bogensekunden. Unter den Planeten ist Jupiter weiterhin sichtbar, zieht sich aber aus der zweiten Nachthälfte zurück. Saturn gibt nur noch ein kurzes Gastspiel am Abend, Venus ist Morgenstern, allerdings ohne große Brillanz. Der rote Planet Mars gewinnt weiter an Helligkeit und entwickelt sich mehr und mehr zum Highlight des Nachthimmels, ist aber vor allem in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Weitere Informationen über den Fixsternhimmel im Mai entnehmen Sie bitte den folgenden Karten. Sie gelten für den 15. Mai, 22 Uhr MEZ/23 Uhr MESZ. Weitere Gültigkeitszeiten und -daten sind jeweils unter der Karte angegeben. Sternkarten für das gesamte Jahr und unterschiedliche Uhrzeiten finden Sie über unsere astronews.com Sternenkarten-Übersicht. |
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