Natürlich. Mit Hilfe spektroskopischer Beobachtungen konnte man
zwar viele Bestandteile der Jupiteratmosphäre entschlüsseln und
durch Beobachtungen im Infrarot-Bereich auch in tiefere
Wolkenschichten schauen. Doch wie es im Kern von Jupiter aussieht,
glaubt man nur aus theoretischen Überlegungen zu wissen. Aber so
viel scheint klar zu sein: Durch die gewaltige Atmosphäre entsteht
ein ungeheurer Druck, der immer größer wird, je tiefer man in sie
eindringt. Das macht auch Erkundungen mit Sonden unmöglich und die
dort auftretenden chemischen Prozesse recht exotisch. Eine Theorie
ist, dass Jupiter tatsächlich über einen festen Kern verfügt, den
man sich - wegen der extremen Bedingungen - aber nicht wie unter der
Wolkendecke der Venus vorstellen sollte. Andere Wissenschaftler
glauben, dass eben durch den extremen Druck und die Temperatur der
Kern eher flüssig oder vielleicht "matschig" sein
könnte. (ds/24. Januar 2000)
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