Das kommt ein wenig darauf an, was man unter "möglich" versteht, also
welches Ergebnis und welchen Zeitrahmen man im Auge hat. Mit "Terraforming"
bezeichnet man die Umwandlung eines lebensfeindlichen Planeten in eine
für Menschen bewohnbare Welt und es gibt durchaus Wissenschaftler, die
sich ernsthaft mit solchen Projekten befassen. Allerdings handelt es
sich bei diesen Studien um keine konkreten Planungen, denn dafür weiß
man viel zu wenig über den roten Planeten. Man darf sich Terraforming
auch nicht so einfach vorstellen, wie es in manchen
Science-Fiction-Filmen gezeigt wird. Es dürfte sich um einen Prozess
handeln, der mehrere Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende in
Anspruch nimmt.
So müsste man beispielsweise Wege finden, die Temperatur auf der
Marsoberfläche zu erhöhen. Man könnte also in riesigen Fabriken
Treibhausgase produzieren, mit Spiegeln im All die Oberfläche aufheizen
oder Asteroiden auf den Mars stürzen lassen, die dann Treibhausgase
freisetzen. Ich denke es wird schon deutlich, dass dies keine Vorhaben
sind, die sich innerhalb einer Generation verwirklichen lassen. Es ist
also keine schlechte Idee, die Erde ein wenig besser zu behandeln, da
wir so schnell keinen Ersatz parat haben.
Der Mars bietet sich für das Terraforming allerdings weitaus besser an
als die Venus: Seine Taglänge entspricht in etwa der der Erde und seine
Drehachse ist ähnlich geneigt wie die der Erde, so dass es ähnliche
Jahrszeiten gibt. Die Venus dürfte hingegen unserer Sonne zu nahe sein.
In unserem Forum wurde
übrigens schon mehrfach über dieses Thema diskutiert. (ds/22.
November 2006)
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