Das Maunder Minimum beschreibt eine Zeit zwischen 1645 und 1715 in der
auf der Sonne nahezu keine Sonnenflecken zu sehen waren, die Sonne als
praktisch inaktiv gewesen sein muss. Die Zeit stimmt mit einer Periode
auf der Erde überein, in der es (zumindest in Europa) relativ kalt war
und die auch "kleine Eiszeit" genannt wird. Die Sonnenfleckenanomalie
wurde zuerst von Edward Walter Maunder Ende des 19. Jahrhunderts
bemerkt, der alte Beobachtungsberichte ausgewertet hatte. Lange Zeit
schenkte man seinen Arbeiten allerdings wenig Beachtung, bis auch
moderne Methoden seine Entdeckung bestätigten. Wie es genau zu dieser
solaren Ruhephase kam, ist bis heute noch unklar.
Das Maunder Minimum ist nicht die einzige Phase gewesen, in denen die
Sonne eine zeitlang fast keine Aktivität zeigte. So deutet die
Auswertung von Baumringen auf ein weiteres Minimum, das so genannte
Spörer Minimum, von 1420 bis 1570 hin.
(ds/8. März 2006)
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