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Der Kuiper-Gürtel ist eine scheibenförmige Region, die sich hinter der
Neptunbahn in einer Entfernung von ungefähr 30 bis 100 Astronomischen
Einheiten (eine Astronomische Einheit ist die mittlere Entfernung von
der Erde zur Sonne) erstreckt. In dieser Gegend befinden sich eine
Unzahl von kleinen vereisten Felsbrocken, die gelegentlich aus ihrer
Bahn geworfen werden und dann als Kometen in die Nähe der Sonne und der
Erde kommen. Mit immer besseren Teleskopen kann man die größeren unter
ihnen entdecken und so hat man mittlerweile eine ganze Reihe dieser
Trans-Neptun-Objekte (TNO) ausgemacht. Einige Astronomen glauben, dass
auch Pluto eher ein TNO und kein Planet ist. Die Oortsche Wolke hingegen ist bis heute nur eine Theorie: J.H. Oort hatte erstmals vorgeschlagen, dass es in einem Abstand von rund 40.000 bis etwa 150.000 Astronomischen Einheiten (eine Astronomische Einheit ist die mittlere Entfernung von der Erde zur Sonne) ein riesiges Reservoir an Kometenkernen gibt. Für diese Annahme gibt es gute Gründe: So soll es sich bei der Oortschen Wolke um das Material von der Entstehung unserer Sonne und des Planetensystems handeln, das eben nicht zur Sonne oder zu Planeten wurde. Außerdem nimmt man an, dass durch Wechselwirkungen mit vorbeiziehenden Sternen einige dieser Kometenkerne abgelenkt auf einen Orbit um die Sonne geschickt werden. Diese Kometen beobachten wir dann als nicht-periodische Kometen. (ds/21. April 2005) Haben Sie auch eine Frage? Frag astronews.com. |
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