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| Schwarze Löcher Diskussion über Schwarze Löcher |
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#1051
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Hallo Herr Uebbing,
ich möchte mir jetzt doch noch mal kurz die Zeit nehmen, um auf einen Ihrer Vorschläge einzugehen, nämlich die Inbetriebnahme des LHC stufenweise vorzunehmen, um zwischendurch sicherheitsrelevante Ergebnisabschätzungen vornehmen zu können (so habe ich Sie zumindest verstanden). Vielleicht ist Ihnen gar nicht bewusst, dass dies in genau dieser Form auch passiert. Und zwar nicht am LHC (denn der läuft ja noch gar nicht), sondern durch die Beobachtungen an anderen Beschleunigern. Vorweg ein kleiner technischer Hinweis: An Protonenbeschleunigern kann man aus technischen Gründen höhrere Gesamtenergien erreichen. Das ist aber auch notwendig, da ja einzelne Quarks kollidieren, die nur einen Teilimpuls des Protons tragen. Elektronenbeschleuniger haben im Vergleich dazu niedrigere Enerigen, aber dafür geht die Gesamtenergie in die Kollision ein (Elektronen sind punktförmig). Bis zum Jahr 2000 lief am CERN der Elektron-Positron-Collider LEP, der bis etwa 0,209 TeV Kollisionsenergie schaffte. Bis 2007 lief am DESY in Hamburg der Elektron-Proton-Beschleuiniger HERA, Schwerpunktsenergie um die 0,3 TeV. Seit etwa 20 Jahren läuft am Fermilab in den USA der Proton-Beschleuniger Tevatron, der auf knapp 2 TeV Kollisionsenergie kommt. Und der läuft übrigens heute noch und wird das - trotz LHC - auch noch ein paar Jahre machen. Bei diesen Maschinen an der 'energy frontier' wird vom Prinzip her die gleiche Physik studiert wie am LHC. Und die vielen Millionen Teilchenkolllisionen, die insgesamt ausgewertet wurden, wurden natürlich auf Ihre Vorhersagekraft für den LHC-Energiebereich untersucht. Alle Experimente zeigen, dass es überhaupt keinen Hinweis auf Extra-Dimensionen oder Schwarze Löcher gibt! Eine LHC-Vorstufe mit 2 TeV Kollisionsenergie bringt da also nichts neues, das Tevatron tut das schon sehr lange. Die Teilchenphysik arbeitet am LHC nicht im luftleeren Raum ohne Netz! Es gibt wohlbegründete Annahmen über die erreichbare Physik am LHC. Und es gibt sichere Abschätzungen über das Risiko! Denn verglichen mit den 10^20 eV, die die kosmischen Beschleungier erreichen, ist der LHC ein Zwerg. nomad. |
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#1052
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Danke nomad!
Das ist die Sprache, die Klarheit schafft. Nebenbei hab ich jetzt auch verstanden, warum man in künftigen Beschleunigern mit Elektronen arbeiten will. Gruss Orbit |
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#1053
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Hallo Orbit,
danke! Obwohl ich manchmal den Eindruck habe, dass auch klare Worte hier nicht gelesen werden.... Zitat:
![]() nomad. |
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#1054
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Hi all,
aus dem Tenor der Beiträge der 'CERN-Kritiker' der letzten Tage lese ich immer noch eine - für mein Verständnis - grundfalsche Interpretation der Ausgangslage. Dies spiegelt sich z.B. in diesem Beitrag von Herrn Uebbing wider (habe ich aber auch in anderen gelesen): Zitat:
Herr Rössler hatte eine neue Idee und bittet um Widerlegung. Erst jetzt - kurz vor Inbetriebnahme des LHC - bequemt sich die 'Mainstream-Physik' und schickt die Papiere von Herrn Rössler ans AEI, wo sie auch prompt widerlegt werden. Das ist ja gerade noch mal gutgegangen... Das kann man so natürlich nicht stehenlassen. Wenn Herr Rössler wirklich versucht haben sollte, seine Papiere bei einer seriösen Zeitschrift zur Veröffentlichung einzureichen, dann hat er seine Widerlegung durch Fachleute bereits seit einiger Zeit schriftlich! Für die, die es nicht wissen sollten: der wissenschaftliche Veröffentlichungsprozess folgt dem sogenannten 'peer-review' Verfahren. D.h. die eingereichten Papiere werden von Experten aus dem Fachgebiet anonym begutachtet. Diese sog. 'Referees' schicken Ihre detaillierten Kommentare zu diesem Papier an die Editoren der Zeitschrift, zusammen mit einer Empfehlung, ob das Papier für eine Veröffentlichung taugt oder nicht. Die Kommentare der referees bekommt der Autor des Papiers zugeschickt, mit der Möglichkeit, selbst eine detaillierte Antwort zu geben, und u.U. die Einwände der referees zu entkräften. Wenn Herr Rössler wirklich seine Papiere bei einer seriösen Zeitschrift eingereicht hat, dann hat diese Diskussion mit den Referees (also den Experten!) schon vor langer Zeit stattgefunden! Es stimmt also nicht, dass die 'Mainstream-Physik' sich erst jetzt auf Druck z.B. der auch hier vertretenen CERN-Kritiker bewegt. Rössler's Theorie wurde schon vor langer Zeit von der Fachwelt widerlegt! Aber das erzählt er natürlich nicht rum, sondern stellt sich als besorgter Aussenseiter hin, dem die Fachwelt nicht zuhören will, so dass er gezwungen ist, sich zum Wohle der Menschheit direkt an die BILD-Zeitung zu wenden. Das ist durchsichtige Publicitysucht und hat mit dem Wunsch nach wissenschaftlicher Diskussion nicht das geringste zu tun. nomad. |
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#1055
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Hallo,
ich denke zwischenzeitlich, dass die größte Gefahr vom Cern bzw. dem LHC für den menschlichen Verstand ausgeht. Wenn neue Einblicke in die Eigenschaften der Natur und neue wissenschaftliche Ergebnisse festgezurrte Weltbilder zum Einsturz bringen. Die Geschichte hat dies schon mehrmals gezeigt. Ob das mit dem LHC gelingt weis noch keiner, aber genau das ist das spannende daran. Gruß Astrotux |
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#1056
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Zitat:
ich leider noch nicht ![]() Kannst Du oder nomad mir mal ein bisschen auf die Sprünge helfen ? Freundliche Grüsse, Ralf |
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#1057
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Hallo Ralf,
eine gut verständliche Darstellung findest du auf der International Linearcollider Seite bei 'welt der physik', insb. unter dem Unterpunkt 'Komplementär: ILC und LHC': Zitat:
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#1058
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Zitat:
danke für den Hinweis. Ich wusste übrigens noch gar nicht, dass das Higgs-Teilchen während meiner Ferien schon entdeckt worden ist ....... - aber ok, wenn man es anklickt, sieht man, dass es sich um eine Computersimulation handelt. Freundliche Grüsse, Ralf |
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#1059
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Zitat:
das muss man ein wenig präzisieren. Herr Rössler glaubte 1998 gemeinsam mit einigen Studenten herausgefunden zu haben, dass mit der ART etwas nicht stimme. Das Ergebnis dieser 'Chaosvorlesung' schlug sich in einer Veröffentlichung in den 'Lecture Notes in Physics' (Vol. 503/1998, pp. 370ff.) nieder: 'Gravitational slowing down of clocks implies proportional size increase'. Es gab noch eine weitere Veröffentlichung im Jahr 2005, 'The scale change of Einstein’s equivalence principle' bei 'Chaos, Solitons & Fractals', Vol. 25, pp. 897ff. Diese Veröffentlichungen Rösslers, wurden von Physikern nicht ernstgenommen. Es gibt keine Besprechungen und keine Zitierungen ausser durch Rössler selbst. Wie jetzt jüngst gezeigt zu recht. Das paper, mit dem Rössler Ende 2007 auf den 'LHC-Widerstand' des Walter L. Wagner aufspringt, ist dagegen unveröffentlicht. Es befindet sich als Download auf der Website seines 'Endo'-Freundes Artur Schmidt: Abraham-Solution to Schwarzschild Metric Implies That CERN Miniblack Holes Pose a Planetary Risk. Das paper deklarierte er wie folgt: Zitat:
Interessant ist, und da ist deinen Feststellungen zuzustimmen, dass das 2007er paper entweder von Science, Nature und der Zeitschrift für Naturforschung abgelehnt wurde oder noch im review ist. Rössler hat sich dazu nie geäussert. Dafür ist er den Weg auf den Boulevard gegangen: in Kenntnis des Urteils der referees? Grüsse galileo2609 |
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#1060
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Hallo Ralf,
hier gibt es alles zum ILC: http://www.linearcollider.org Besonders empfehlenswert für den Laien: Gateway to the Quantum Universe Und für den Profi: http://www.linearcollider.org/cms/?pid=1000437 Viel Spass, nomad. |
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