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Thema: A 2017 U1: Besuch von jenseits des Sonnensystems

  1. #21
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    https://phys.org/news/2017-11-eso-in...-asteroid.html

    Das Objekt hat ein Seitenverhältnis von ca. 10:1! Wow.
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  2. #22
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    Die künstlerische Darstellung des Objekts erinnert mich so ein bisschen an die Domesday Maschine aus Star Trek Classic.
    Das Ding ist im Lauf der Jahrmilliarden wohl schon Billionen Mal rotiert.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    https://phys.org/news/2017-11-eso-in...-asteroid.html

    Das Objekt hat ein Seitenverhältnis von ca. 10:1! Wow.
    Ein WOW!!! Objekt?

  4. #24
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    Zitat Zitat von CAP Beitrag anzeigen
    Ein WOW!!! Objekt?
    Das ganze Internet so...

    Aber schon bemerkenswert. Allerdings sind sich nicht alle einig, dass das Seitenverhältnis wirklich so gross ist - andere Schätzungen gehen von 6:1 aus, z.B. Das Objekt sieht in den Spektren auch aus wie ein typischer D-Typ Asteroid (wie es sie im äusseren Gürtel und unter den Jupiter-Trojanern häufig gibt).

    Aber warum nicht mal ein bisschen spekulieren? Wenn es ein Raumschiff auf einer interstellaren Mission wäre - dann wäre es vielleicht nicht so erstaunlich, dass das Objekt so nahe an der Sonne vorbei geflogen ist. Das würde man tun, wenn man den letzten Teil der Abbremsung mit einem Reaktionsantrieb (z.B. Fusion) durchführen und dabei den "Oberth"-Effekt nutzen wollte (Abbremsung oder Beschleunigung ist im Perihel am effizientesten). Vielleicht hätte man zuvor schon mit einem Magnetsegel gebremst (sonst wäre die Reisegeschwindigkeit etwas gar niedrig). Die längliche Form ist ideal für ein interstellares Raumschiff, da so nur ein kleiner Querschnitt der Flugrichtung ausgesetzt ist. Die Erde war wohl das Ziel der Reise - an keinem Planeten ist das Objekt näher vorbei geflogen, und zwar NACH dem Sonnenvorbeiflug, so dass man beim gleichen Oberth-Manöver theoretisch direkt Kurs auf die Erde hätte nehmen können. Aber auf dem Weg zum Sonnensystem hat die Besatzung plötzlich realisiert, dass da auf dem dritten Planeten bereits eine Zivilisation ist, und man hat deshalb entschieden, sich angesichts der unbekannten Fähigkeiten der Bewohner erst einmal tot zu stellen bzw. "Asteroid" zu spielen (dazu gehört natürlich auch die Rotation um die Längsachse und vielleicht die Oberflächenfarbe, die man von lokalen Asteroiden im System abgeschaut hat*). Gemäss der NASA können wir es nur noch bis Ende Jahr verfolgen. Erst etwa 2022 wird es auf dem gegenwärtigen Kurs den Orbit von Neptun passieren. Irgendwo weit draussen könnte die Besatzung (?) danach einen erneuten Kurswechsel durchführen (bei ca. 5 AU pro Jahr im Unendlichen machen ein paar Jahre Reise mehr oder weniger auch nicht viel aus). Vielleicht sollten wir mal eine Nachricht hinschicken und signalisieren, dass wir diskussionbereit sind...

    *eine kleine Erinnerung, wie einfach es ist, konstruierte Hypothesen gegen entkräftende Beobachtungen zu immunisieren...
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  5. #25
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    Hallo Bynaus,
    Du hast wohl mal Imre Lakatos gelesen. Bei vielen ad hoc Klauseln werden viele Ockham Razors stumpf.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  6. #26
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    Zitat Zitat von SFF-TWRiker Beitrag anzeigen
    Hallo Bynaus,
    Du hast wohl mal Imre Lakatos gelesen. Bei vielen ad hoc Klauseln werden viele Ockham Razors stumpf.
    Wenn schon, habe ich vielleicht ein bisschen zu viel "Expanse" geschaut in den letzten Tagen... Natürlich ist das alles ad hoc - und auch nicht wirklich ernst gemeint. Aber wie bei 1991VG ist es durchaus berechtigt, auch mal exotische Ideen durchzuspielen um zu schauen, wie man sie z.B. testen könnte.
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  7. #27
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    Ich kleiner, astronomischer Grünschnabel bin wirklich froh, dass dieses Thema irgendwo aufgegriffen wird.

    Seit ich von der vermutlichen Form dieses Gebildes gelesen habe, treiben mich genau diese Fragen um:

    Wie wahrscheinlich - und auf Grund welcher Vorgänge - kann sich ein Körper diesen Ausmaßes mit einer solchen Form bilden?

    Und wenn sich ein solcher Körper bildet, wie wahrscheinlich ist es dann, dass wir ausgerechnet einen wie diesen als allererstes Objekt von außerhalb des Sonnensystems erkennen?

    Die dritte Frage die ich mir mit meinem Wissen nicht beantworten kann: Wenn ein interstellares Objekt von einer zufälligen Richtung (oder ist es wahrscheinlicher, dass mehr Objekte aus Richtung der Milchstraßenekliptik - heißt das so? - kommen) auf unser Sonnensystem trifft... wie wahrscheinlich ist es dann, dass es von allen Planeten ausgerechnet der Erde am nähesten kommt?

    Ich habe mir bei allen Gedankenspielen rund um astronomische Sonderlichkeiten auch immer brav angewöhnt, Ockhams Rasiermesser zu benutzen. Das hier ist das erste Mal, dass ich damit nicht weiterkomme und es mir irgendwie schwer fällt, diese o. g. Fragestellungen richtig einzuordnen....

    Ich aus meinem Amateurverständnis heraus würde alle drei Fragen:

    - wie oft entsteht so eine Form auf natürlichem Weg?
    - wie oft nimmt eine Zivilisation ein Objekt mit solcher Form als allerersten, systemfremden Besucher wahr?
    - Wie oft verläuft die Flugbahn eines solchen Objekts am einzigen, belebten Planeten vorbei?

    vom Gefühl her mit "sehr selten" beantworten. Wenn ich aber dann zum Ockhamschen Rasiermesser greife, gelange ich - im Gegensatz zu sonst - nicht mehr zu einer natürlichen Erklärung für diesen Besucher....

    Wo liegt denn mein Denkfehler?
    Geändert von szwerg (21.11.2017 um 17:29 Uhr)

  8. #28
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    Ich bin, wie meine Signatur unten besagt, auch nur engagierter Laie, aber da von den Wissenschaftler emotionale und verblüffte Reaktionen kommen, könnte man, zumal noch keine andere als unsere Zivilisation nachgewiesen ist, die Fragen mit singulär oder nahe an 1 durch unendlich beantworten, wobei die ca 0,2 AU Abstand von der Erde als nahe zu bezeichnen imho unscharf bis anthropozentrisch ist und wir ja auch erst relativ kurz zu dieser Entdeckung in der Lage sind. Logisch könnte man auch argumentieren, dass es ziemlich fragwürdig ist von einem, bzw einem ersten Faktum auf andere zu schließen.
    Emotional möchte ich hinzufügen, dass die vorige, diese und die nächste Generation der Menschen in einem faszinierenden Zeitpunkt leben, in dem es viele spannenden neuen Erkenntnisse gibt und dieses Ereignis einfach ein astronomisch/kosmologischer Leckerbissen ist, quasi Realität gewordene SciFi.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  9. #29
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    Reden auffällig inaktiv

    Ich bin schon erstaunt.
    Die Idee, das dieses Objekt mit so einer unwahrscheinlichen Form ja auch künstlichen Ursprungs sein könnte, wäre vor wenigen Jahren der große Renner für UFO-Anhänger gewesen. Ich habe aber so gut wie nichts davon mit bekommen.

    Die Form ist schon ungewöhnlich, die Größe könnte zu einem interstellaren Raumschiff gehören, die Rotation entsteht von alleine nach den ersten Begegnungen mit Sternen oder planeten (Das Raumschiff ist tot), oder wurde künstlich erzeugt um tot zu wirken (Manschaft hat uns entdeckt). Danke Bynaus - deine Ausführungen sind richtig gut gelungen.

    Leider gibt es außer der ungewöhnlichn Form, keinen weiteren Hinnweis auf einen künstlichen Ursprung. Es sei denn man beachte die ungewöhnlich deutliche Inaktivität. Ein "natürliches" Objekt sollte doch wie ein Komet aktiv werden in Sternennähe. Was meint ihr dazu? Extrem alt und daher schon viele Sternenbegegnungen oder gibt es noch andere Erklärungen dafür, außer UFO meine ich?


    Wir dürfen wohl trotzdem noch einige tausen Jahre weiter suchen, bis wir einen Außenseiter erkennen werden.

    Gruß
    Geändert von Kickaha (21.11.2017 um 20:43 Uhr) Grund: xxx
    Die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln.
    (A.Einstein) zum Thema Ethik und Glauben
    Namaste

  10. #30
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    @szwerg: es gibt sehr viel Dinge, die "möglich sind", aber nur eine Realität. Von all den "möglichen" Erklärungen für eine Beobachtung kann nur eine richtig sein. Deshalb muss man, wenn man eine Erklärung für eine Beobachtung vorschlagen will, eindeutige Belege bringen, nicht nur (wie ich das zu Demonstrationszwecken oben gemacht habe) "mögliche" Erklärungen auflisten. Objektiv gesehen gibt es NICHTS, das in diesem Fall einen künstlichen Ursprung zwingend erfordert. Die Form mag ungewöhnlich sein, aber es ist nicht so, dass sie nicht natürlich entstehen könnte. Wir wissen ja auch nicht, ob es irgendwelche Prozesse im interstellaren Medium gibt, die gelegentlich zu einer solchen Form führen könnten. Wenn dem so wäre, wäre es nicht mehr so erstaunlich, dass das erste interstellare Objekt, das wir finden, gleich eine derart ungewöhnliche Form hat (einfach weil diese Form verbreitet ist). Aber auch sonst: seltene Dinge geschehen, manchmal auch beim ersten Mal - frag mal die Titanic. Der Vorbeiflug an der Erde war näher als an jedem anderen Planeten, ja, aber nicht sehr nahe (ca. 24 Mio km oder gut 60 Mondentfernungen). Das Reflektionsspektrum sieht natürlich aus. Das Objekt ist auf einer passiven Bahn. Es sendet keine Radio- oder Lasersignale aus. Und so weiter. Alles deutet also darauf hin, dass es natürlich ist, und nichts erfordert, dass es künstlich ist. Also ist es wohl, nach aller Wahrscheinlichkeit und nach gegenwärtigem Wissensstand, natürlich.

    Das heisst nicht, dass ich mir nicht wünschen würde, wir hätten eine Sonde, mit der wir dem Objekt nachfliegen könnten, um zumindest ein paar Aufnahmen aus der Nähe zu machen...
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