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Thema: A 2017 U1: Besuch von jenseits des Sonnensystems

  1. #41
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    Hallo Zusammen,

    ich war schon in Sorge, man hätte mich evtl. aus dem Forum verbannt wegen zu vieler Fragen, aber es scheinen dann doch "nur" Serverprobleme gewesen zu sein ;-)

    Das hier leuchtet mir ein:

    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Zur Form eine mögliche Erklärung:

    Das Ding könnte durch eine Kollision entstanden sein bei dem ein größerer Brocken, vielleicht sogar Planet, getroffen wurde.
    Dabei können sicherlich erstmal alle möglichen Formen entstehen, zumal wenn das ursprüngliche Objekt schon massiv war.

    Wir sind es in unserem Sonnensystem gewohnt dass solche Brocken dann über die lange Zeit hin abrunden, da sie ständig wechselnden Grafitationspotentialen ausgesetzt und sind und damit immer etwas geknetet werden. Dazu kommt noch die größere Menge Staub und kleinere Bröckchen von denen jeder Körper hier regelmäßig getroffen wird.

    Ein Bruchstück das aber quasi direkt nach seiner Entstehung ins interstellare Medium hinausfliegt begegnet keinen nennenswerten Gezeitenkräften mehr und auch keinem Mikrometeoritenbombardement und hat es daher viel leichter völlig unverändert zu bleiben.

    ...
    Und auch eure übrigen Erklärungen machen das ganze nun leichter verständlich für mich. Vielen Dank!

  2. #42
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    Nur hypothetisch, damit ich das richtig verstehe: Wenn tatsächlich ein großes Raumschiff einer fremden Zivilisation in unser Sonnensystem einfliegen würde, würden wir das gar nicht bemerken können, selbst wenn es 400 bis 600 Meter lang wäre, sobald es sich "stumm stellt", also keine Radiosignale aussendet, "zu rotieren beginnt" und sich, so weit wie dieser Asteorid, von der Erde entfernt hält?

    Mit unseren jetzigen (riesigen) Teleskopen und technischen Errungenschaften würden wir davon auf Fotos maximal ein Lichtpixel sehen können und es für einen Asteroiden halten, während im Hintergrund vielleicht schon 20 Mutterschiffe einfliegen und die Invasion planen?

    Auch wenn das nur hypothetisch ist, ist das korrekt?

  3. #43
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    Moin Ionit,
    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    Nur hypothetisch, damit ich das richtig verstehe: Wenn tatsächlich ein großes Raumschiff einer fremden Zivilisation in unser Sonnensystem einfliegen würde, würden wir das gar nicht bemerken können, selbst wenn es 400 bis 600 Meter lang wäre, sobald es sich "stumm stellt", also keine Radiosignale aussendet, "zu rotieren beginnt" und sich, so weit wie dieser Asteorid, von der Erde entfernt hält?

    Mit unseren jetzigen (riesigen) Teleskopen und technischen Errungenschaften würden wir davon auf Fotos maximal ein Lichtpixel sehen können und es für einen Asteroiden halten, während im Hintergrund vielleicht schon 20 Mutterschiffe einfliegen und die Invasion planen?

    Auch wenn das nur hypothetisch ist, ist das korrekt?
    So, wie du die Frage stellst, kann ich persönlich nur mit einem Jein antworten.
    Wichtig ist zunächst einmal die Bestimmung der Bahn des neu entdeckten Himmelskörpers. Der vermeintliche Asteroid wird über mehrere Tage beobachtet, um sicher eine Bahn berechnen und seine Lichtkurve bestimmen zu können.
    Solange diese Bahn den physikalischen Gesetzen eines nicht selbstgesteuerten Körpers gehorcht (Keplerbahn), wird niemand Verdacht schöpfen und etwas anderes vermuten als einen natürlichen Brocken - wie bei 'Oumuamua.

    Wenn jedoch plötzlich 20 oder mehr Objekte auf einer gleichen oder ähnlichen Trajektorie folgen, dürften die Ohren der Astronomen sehr bald spitzer werden
    Es könnte sich zwar um einen interstellaren Asteroidenschwarm handeln (was man wohl zuerst vermuten würde), aber die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte beinahe im Unendlichen liegen.
    Und, wie man bei 'Oumuamua gesehen hat, dürfte es dann auch bereits zu spät für etwaige Maßnahmen sein - 'Oumuamua wurde auch erst entdeckt, nachdem er seinen kürzesten Abstand zur Erde hatte.

    Wobei mir in diesem Zusammenhang auch gleich der Meteor über Chelyabinsk einfällt: Es ist auch eine Frage des Winkels zur Ekliptik (und Richtung Sonne), aus der das Objekt relativ zur Erde in das Sonnensystem eintritt.
    Aus der Richtung Sonne dürften wir es gar nicht bemerken - könnte tatsächlich 'ne verhängnisvolle Strategie sein

    PS: Du liegst mit der Vermutung richtig, dass man mit den heutigen Großteleskopen nicht mehr sieht als einen Lichtpunkt, bei der gegebenen Größe und Entfernung wie bei 'Oumuamua!
    Aber mit Hilfe der Lichtkurve in verschiedenen Wellenlängenbereichen zur Bestimmung einer Rotation und der Albedo kann man auch aus einem Lichtpunkt jede Menge brauchbarer Informationen herausfiltern.
    Geändert von FrankSpecht (25.11.2017 um 01:17 Uhr) Grund: Mehrere Ergänzungen, die mir im Nachhinein einfielen ;-)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  4. #44
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    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, Frank! Jetzt versteh eich Thematik etwas besser.

    Besten Dank und schöne Grüße
    Matthias

  5. #45
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    Die Forschungsorganisation Breakthrough Listen will "Oumuamua" übrigens ab Mittwoch auf "signs of alien technology" untersuchen.

    http://breakthroughinitiatives.org/news/14

    https://www.theguardian.com/science/...ien-technology
    https://www.scientificamerican.com/a...n-to-oumuamua/

  6. #46
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    Breakthrough: weiß nicht, langsam kann ich die nicht mehr ernst nehmen ...

  7. #47
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Breakthrough: weiß nicht, langsam kann ich die nicht mehr ernst nehmen ...
    Wenn ich ein Multimilliardär, wie Yuri Milner (der das alles finanziert), wäre, würde ich auch Geld in solche Projekte stecken. Ich finde das unglaublich spannend, selbst dann wenn die Vorhersagen zu 99,9 Prozent von einem (natürlichen) Asteroiden ausgehen.

    Nur mal hypothetisch: Wir springen 3000 Jahre in die Zukunft und die Menscheit hat ihr erstes großes Raumschiff zu einem fremden Sonnensystem geschickt UND wir wüssten, dass es dort intelligente Lebewesen gibt, die über Radar und astronomische Beobachtungseinrichtungen verfügen aber wir wüssten auch, dass ihre Raumfahrttechnologie noch in den Kinderschuhen steckt.

    Wie würde wir unser Raumschiff tarnen, damit es nicht entdeckt wird, um das System zu erkunden? Würden wir es auf einer natürlichen Bahn ins System fliegen und "Asteroid spielen" lassen, damit es natürlich aussieht und nicht auffällt? Ich denke genau SO würden wir es tun.

    Daher finde ich es gar nicht so abwegig wenn man "Oumuamua" noch einmal genauer unter die Lupe nimmt. Die Form des Körpers ist wirklich ungewöhnlich und sehr selten. Dass unser erster interstellarer "Besucher" trotzdem solch eine Form hat, ist von der Wahrscheinlichkeit her schon bemerkenswert.

    Ich jedenfalls finde das unglaublich interessant und bin auf die Ergebnisse gespannt.
    Geändert von Ionit (12.12.2017 um 23:35 Uhr)

  8. #48
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen

    Nur mal hypothetisch: Wir springen 3000 Jahre in die Zukunft und die Menscheit hat ihr erstes großes Raumschiff zu einem fremden Sonnensystem geschickt UND wir wüssten, dass es dort intelligente Lebewesen gibt, die über Radar und astronomische Beobachtungseinrichtungen verfügen aber wir wüssten auch, dass ihre Raumfahrttechnologie noch in den Kinderschuhen steckt.

    Wie würde wir unser Raumschiff tarnen, damit es nicht entdeckt wird, um das System zu erkunden? Würden wir es auf einer natürlichen Bahn ins System fliegen und "Asteroid spielen" lassen, damit es natürlich aussieht und nicht auffällt? Ich denke genau SO würden wir es tun.
    also "wir" können um die Ecke denken (wohl weil wir einen Ionit haben ... ) , aber die von uns besuchten Aliens wohl nicht?

    und die hypothetischen Absender von 'Oumuamua können nicht drauf kommen, daß wir um die Ecke denken können ...
    Geändert von zabki (13.12.2017 um 09:54 Uhr)

  9. #49
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    Würden wir es auf einer natürlichen Bahn ins System fliegen und "Asteroid spielen" lassen, damit es natürlich aussieht und nicht auffällt? Ich denke genau SO würden wir es tun. [...] Die Form des Körpers ist wirklich ungewöhnlich und sehr selten. Dass unser erster interstellarer "Besucher" trotzdem solch eine Form hat, ist von der Wahrscheinlichkeit her schon bemerkenswert.
    Extra die Bahn und Tarnung wählen um ja nicht aufzufallen - aber dann ausgerechnet ungewöhnlich länglich bauen?

    Aber klar, wenn man (Breakthrough) irgendwann mal was entdecken will, muss man auch irgendwann mal anfangen was auszumessen. Auch wenn bei diesem Versuch keine Ergebnisse zu erwarten sind.

  10. #50
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    Extra die Bahn und Tarnung wählen um ja nicht aufzufallen - aber dann ausgerechnet ungewöhnlich länglich bauen?
    Dass ein Raumschiff in Flugrichtung einen kleinen Querschnitt hat, ist NICHT ungewöhnlich, sondern optimal! Jede intelligente Spezies würde diese Form wählen, da das vielfältige Vorteile hat, besonders beim Schutz des Schiffes vor interstellarem Staub und Micropartikel in Flugrichtung. Wer da mit einer "Schrankwand" fliegen würde, müsste beim Schutz des Schiffes viel mehr Aufwand betreiben und somit auch viel mehr Ressourcen mitführen. Wenn man technologisch so weit ist, andere Sonnensysteme anfliegen zu können, würde man sicherlich nicht die Form der Schiffe anpassen, damit man am Ziel "nicht auffällt", sondern man würde, beim Einfliegen, die Keplerbahn wählen und genügend Abstand halten ... das würde ausreichen um die dortigen "Eingeborenen" mit ihren "primitiven" Beobachtungsmöglichkeiten in die Irre zu führen.

    Nur weil die Form des Körpers so ungewöhnlich ist, will Breakthrough ja eine extra Untersuchung durchführen.
    Geändert von Ionit (13.12.2017 um 11:11 Uhr)

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