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Thema: Bostroms Simulations-Hypothese

  1. #11
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    Moin,
    ist diese Simulation nicht auch Thema des SciFi-Films „Total Recall“ (der mit Arnold)?
    cs, Frank
    frank-specht.de

  2. #12
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    ist diese Simulation nicht auch Thema des SciFi-Films „Total Recall“ (der mit Arnold)?
    Nein, da geht es thematisch um künstlich eingepflanzte Erinnerung. Damit es als Film funktioniert wird dem Zuschauer zwar das Live-Erleben einer Art Simulation/Traum suggeriert, aber eigentlich geht es nur um das Herstellen eines bestimmten Endzustands im Gehirn, zeitlich eher punktuell anzusiedeln. Ich glaube, in der Originalstory ist das auch eher so gelagert.

    "that storing the information required to simulate certain behaviors of even a couple hundred electrons would take more atoms than exist in the universe"
    Prinzipiell muss das simulierende Universum nichts mit dem simulierten Universum gemein haben.
    Ich denke mal, dass die Umgebung, in welcher eine Simulation läuft, in der Regel größer/komplexer sein wird (wahrscheinlich sein muss) als die Umgebung, die simuliert wird.

  3. #13
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    Zitat Zitat von void Beitrag anzeigen
    Aber eine sinnvolle Variante einer Single-Simulation gibt es doch: du selbst bist in Wirklichkeit ein Angehöriger der Spezies, welche diese Simulationen
    durchführt. Du hast dir vor kurzem erst die neueste Sim-Station gekauft, dich angeschlossen und im Menu hast du "Mensch", "Erde 21.Jh" und noch ein paar Details
    ausgewählt und dann den Start-Knopf gedrückt.
    Dann scheine ich den "Easy-Mode" wohl übersehen zu haben
    Ok, zugegeben, die Wahrscheinlichkeit als Deutscher geboren zu werden, war ziemlich klein. War dann wohl doch der "Easy-Mode". Aber der "Very-Easy-Mode" als Milliardärssohn auf die Welt zu kommen, scheint mir dann doch zu anspruchslos gewesen zu sein

  4. #14
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Wobei ich mir das schwierig vorstelle: wie soll man etwas derart komplexes simulieren wenn man keine Vorlage hat?
    Das kommt darauf an, welchen Startpunkt man ansetzt und welche Rechenkapazitäten zur Verfügung stehen. Man könnte ohne weiteres von zellulären Automation und genetischen Algorithmen ausgehen. Die Intelligenz einer Zivilisation zeigt sich letztlich in ihrer Fähigkeit, zu überleben und sich zu reproduzieren. Varianten entstehen durch Mutation.

    Dabei können durchaus komplexe Muster entstehen, die sozusagen emergentes Verhalten aufweisen. Bereits Conway's Game of Life ist äquivalent zu einer universellen Turingmaschine, die offensichtlich nicht in die fundamentalen Regeln hineinimplementiert wurde. Damit resultiert sozusagen ein Zoo von Zivilisationen (die man bei Bedarf auch voneinander isolieren könnte).

    Offen bleibt lediglich die Definition der Sinneswahrnehmung eines Individuums und die Frage, ob der Betreiber der Simulation überhaupt in der Lage ist, diese zu erkennen und zu verstehen.
    Gruß
    Tom

    Ἓν οἶδα, ὅτι οὐδὲν οἶδα.
    Sokrates

  5. #15
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    Im Wiki-Artikel zu dieser Hypthoese (https://de.wikipedia.org/wiki/Simulationshypothese) wird gesagt, dass man davon ausgehen könne, dass jede Simulation, so gut sie auch sein mag, Schwachstellen haben muss und man diese Schwachstellen durch präzise Messungen evtl. aufdecken könnte.
    Aus dem Wikipedia-Artikel: "Bisherige Resultate deuten auf solche Abweichungen hin. Man fand eine Anisotropie in der Verteilung ultra-hoher energiereicher kosmischer Strahlung".

    Ist da was dran? Und kann jemand bitte laienverständlich beschreiben, was genau da gefunden wurde? Bei der Erklärung von Wikipedia bin ich nicht ganz durchgestiegen (zu viele Fachbegriffe).

  6. #16
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    Das generelle Problem der "Schwachstellen"-Argumentation ist, dass wir das Universum nicht wirklich verstehen. Wir wissen also quasi nicht, ob eine seltsame Beobachtung ein Bug oder ein Feature ist. Zu einer Zeit, als man dachte, die Erde sei eine Scheibe, hätte man vielleicht am Horizont verschwindende Schiffe als "Schwachstelle" identifiziert. Das Universum könnte z.B. auch dann Raumeinheiten enthalten, wenn es keine Simulation ist. Das wäre also nur eine (vermutlich) notwendige, aber nicht hinreichende Eigenschaft einer Simulation.
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  7. #17
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Das generelle Problem der "Schwachstellen"-Argumentation ist, dass wir
    die Instanzen, die eine uns vertraute Realität schaffen können, in immer höheren Dimensionen positionieren müssen.

    Ich denke, dass wir Menschen mit den 4 Raumzeitdimensionen bereits überfordert sind (siehe die Kritik an der Relativitätstheorie).

    Wir können diese Frage, ob wir Teil einer Simulation sind, nur nach oben offen beantworten: Ja, wir sind Bestandteil, aber wovon ist der Simulierende Bestandteil?
    Irgendwo müsste es einen Ursprung der Simulation geben, die keiner weiteren Ursprünglichkeit bedarf.
    cs, Frank
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  8. #18
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    Die Hinweise deuten eigentlich eher gegen eine Simulation, zumindest von einer Simulation die die Welt so wie ist ist bereits als Startpunkt hatte;

    Zum einen sind die Parameter der Natur und allem was wir beobachten derartig, dass sie eine Geschichte haben - und zwar eine Geschichte, die unglaublich exakt zusammenpasst. Von der Frage wie Sterne, Planeten und Gebirge entstehen (deren Umstände und Messwerte daraus alle hervorragend zusammenpassen) bis hin zur Frage der Evolution.
    Also entweder hat jemand diese simulierte Welt von 0 an exakt so planen können dass er sich sicher war dass dieses Universum nicht nur eine Weile existieren kann, sondern auch dass es stabile Umgebungen für Leben und dann auch noch Leben, und sogar intelligentes generiert. Oder er war so genial eine fertige Welt so zu konstruieren dass er sich die Umweltparameter die wir messen können so exakt hat zurechtlegen können dass wir daraus eine (frei erfundene), völlig konsistente Geschichte ableiten können.

    In beiden Fällen halte ich das Ausmaß der Intelligenz dieses Wesens für abartig. Und man merkt deutlich, dass es religiöse Züge trägt.

    Nochmal für den Fall dass unsere Welt so schon als Simulation gestartet wurde, also mit Mensch, Natur und Katzen, so gibt es auch den Hinweis der Kreativität bezgl.der Lebewesen die hier leben.
    Darin sind Menschen nämlich ziemlich beschissen - Wolpertinger, Zentauren und Yetis stellen der menschlichen Fantasie nun wirklich kein gutes Zeugnis aus. Nichts davon ist so originell wie ein Schnabeltier, ein Dinosaurier oder ein Huhn. Oder eine Katze.
    Jemand, der so eine Welt simulieren will, hätte sicher ein ähnliches Problem, nicht unendlich kreativ sein zu können.

    Es gibt noch einen weiteren Hinweis dass wir keine Simulation sind:

    Der Unterschied zwischen Simulation und Wirklichkeit ist die Ebene, von der aus es aufgebaut wird.

    Die Wirklichkeit baut sich von unten her auf: kleinste Teilchen haben gewisse Eigenschaften - diese Eigenschaften führen zu Wechselwirkungen, die wiederum größere Körper erschaffen, die wechselwirken, und diese Wechselwirkungskette lässt sich bis zu makroskopischen Objekten wie eben uns Menschen verfolgen.
    Eine Simulation findet von oben herab statt. Wieso sollte sich ein Simulator die Mühe machen, eine solche Welt vom kleinsten auf zu definieren, was ja auch nur weitere Arbeit macht (siehe oben: nämlich das alles so arrangieren dass es funktioniert und eine Welt gebiert...). Lebewesen in einer simulierten Welt würden dagegen auf Ungereimtheiten stoßen, auf eine Ebene, in der es keine Wechselwirkung mehr gibt sondern Wirkung von außerhalb induziert wird.
    Und diesen Fall gibt es nachweislich nicht - im Gegenteil, wir haben das Energieerhaltungsgesetz, in dem weder ein Gott noch ein Simulator Freiheiten hat. Die Welt erhält sich also selbst und braucht keine solche Erklärung wieso sie nun so funktioniert wie sie es tut.

    Gruß Alex

  9. #19
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    Man muss die Welt nicht erfinden um sie zu simulieren. Jedes gute Computerspiel simuliert die Welt doch auch, ohne dass der Spiel-Entwickler sich deswegen Dinge wie Dinosaurier (wenn diese im Spiel vorkommen ) oder ähnlich einfallen lassen muss. Deshalb ist ja auch oft von "Ancestor-Simulations" die Rede: die machen nichts anderes, als die Welt der Vorfahren der Simulierer nachzustellen (vermutlich nach bestem Wissensstand).

    Bei einer Simulation muss man auch nicht die Welt bis ins kleinste Detail simulieren (z.B., jedes Atom): die Datenmenge, die ein einzelnes Bewusststein aufnehmen kann, ist ohnehin begrenzt. Deshalb würde die Simulation wohl genau dort ansetzen: sie muss "nur" so gut sein, dass sie nicht der "Auflösung" der menschlichen Sinnesorgane scheitert.
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  10. #20
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    An dem Punkt, an dem simulierte Wesen dann aber Apparate bauen die Experimente auf subatomarer Skala durchführen würde die Simulation aber Inkonsistenzen hervorbringen.

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