Das deckt sich durchaus mit meinem Eindruck in den letzten Jahren: die Bewohnbarkeit eines Planeten hängt am stärksten von seiner Atmosphäre ab. Sicher, Entfernung zum Stern und solche Dinge spielen eine Rolle, aber da gibt es grossen Spielraum, so lange nur die Atmosphäre stimmt (gilt z.B. auch für einen Planeten mit gebundener Rotation: gewisse Atmosphärenbedingungen können die Probleme, die diese Situation mit sich bringt, entschärfen). Die Erdatmosphäre ist wohl tatsächlich aussergewöhnlich dünn für die Grösse des Planeten, was widerum nur deshalb über Jahrmilliarden möglich ist, weil ein Magnetfeld die Atmosphäre vor der Erosion durch den Sonnenwind schützt. Bei Mars und Venus hingegen sehen wir die Alternativen: dünne, erodierte Lufthülle bzw. nahezu "primordiale" (ursprüngliche) dichte Atmosphäre. In ein paar Jahren schon (wenn JWST oben ist) werden wir vermutlich erste Informationen über die Atmosphären der Kepler-Planeten erhalten, und da würde eine enorme Variation erwarten - von ausgedehnten Wasserstoffhüllen bei Suberden bis hin zu Supererden ohne nenneswerte Atmosphäre.


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