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Thema: Abell 520: Dunkle Materie gibt neue Rätsel auf

  1. #1

    Standard Abell 520: Dunkle Materie gibt neue Rätsel auf

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    Beobachtungen von Abell 520 mit dem Weltraumteleskop Hubble haben einen schon länger gehegten Verdacht bestätigt: Die Dunkle Materie in diesem Überrest einer gewaltigen Kollision zweier Galaxienhaufen scheint sich nicht so zu verhalten, wie die Astronomen es eigentlich erwartet hatten. Der Fund könnte damit die bisherige Theorie über Dunkle Materie infrage stellen. (5. März 2012)

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  2. #2
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    Zitat: In Abell 520 hat sich offenbar die Dunkle Materie von den Galaxien getrennt. Zitat Ende

    So ein Quark!

    Dann würden sich die Galaxien ab sofort ja auflösen oder anders drehen, weil nur durch die DM auf das Verhalten von Galaxien geschlossen wurde.

    Ich wundere mich immer wieder über diese mit Photoshop gefärbten Bildchen.

    Kopfschüttelnd

    Tom

  3. #3
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    Dann würden sich die Galaxien ab sofort ja auflösen oder anders drehen, weil nur durch die DM auf das Verhalten von Galaxien geschlossen wurde.
    Wie kommst du darauf? Sowei ich das beurteilen kann, geht es nur um die DM des Haufens, nicht unbedingt der einzelnen Galaxien. Genausowenig muss "getrennt" heissen, dass diese Galaxien nun völlig frei von DM sind. Schliesslich bezweifle ich, dass irgendwer in diesen Galaxien Rotationskurven bestimmt hat. Das Verhalten einer Galaxie, die einen Teil ihrer DM verliert, dürfte sich natürlich ändern, aber da wir nur einen Schnappschuss der Kollision sehen und nicht deren ganzer Verlauf, können wir natürlich auch nicht das Rotationsverhalten vorher und nachher vergleichen.

    Ich wundere mich immer wieder über diese mit Photoshop gefärbten Bildchen.
    Was spielt es für eine Rolle, mit welchem Programm die Bilder eingefärbt wurden? Die Farben, die du siehst, sind das Ergebnis harter Arbeit, der Zurückrechnung von Gravitationslinseneffekten.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wie du vermutlich weisst, hege ich gewisse Sympathien für Moffats MOG (die völlig ohne DM auskommt), so dass ich solche Meldungen immer mit Interesse verfolge. Aber ich finde es völlig falsch, wenn man die Arbeit der Wissenschaftler, die hinter einer jeden solchen Meldung steht, so unbedarft als "Quark" abtut, ohne sich mit den Details befasst zu haben. Wenn es "Quark" wäre und das so trivial einfach zu belegen wäre, wäre die Arbeit bestimmt nicht durchs peer review gekommen. Und das renomierte Astrophysical Journal ist auch alles andere als ein wissenschaftliches Käse-(oder von mir aus: Quark)blatt.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Was spielt es für eine Rolle, mit welchem Programm die Bilder eingefärbt wurden? Die Farben, die du siehst, sind das Ergebnis harter Arbeit, der Zurückrechnung von Gravitationslinseneffekten.
    Wie unterscheidet man den Gravitationslinseneffekt der Dunklen Materie von dem des intergalaktischen Gases, so dass man beide getrennt darstellen kann?

    Orange zeigt die Konzentration des Sternenlichts aus Galaxien, grün die des heißen Gases und blau die der Dunklen Materie.
    In gewisser Weise muss ich Tom rechtgeben. Was immer die Wissenschaftler errechnet haben, so erscheint das Bild doch eher wie eine "künstlerische Darstellung" des errechneten Ergebnisses. Was ist denn z.B. die 'Konzentration des Sternenlichts aus Galaxien'? Mit so einem Lichtschleier, ob orange oder sonstwie, habe ich Galaxien noch nicht gesehen, und Licht sollte doch wohl irgendwie sichtbar sein! Oder ist hier was anderes gemeint?

    Gruss, Delta3.
    Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand begabt hat, von uns verlangt, dass wir auf ihren Gebrauch verzichten! Galileo Galilei

  5. #5
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    Wie unterscheidet man den Gravitationslinseneffekt der Dunklen Materie von dem des intergalaktischen Gases, so dass man beide getrennt darstellen kann?
    Gas strahlt, wenn es geheizt wird...

    In gewisser Weise muss ich Tom rechtgeben. Was immer die Wissenschaftler errechnet haben, so erscheint das Bild doch eher wie eine "künstlerische Darstellung" des errechneten Ergebnisses.
    Es ist keine künstlerische Darstellung (also eine freie Zeichnung), sondern gewissermassen eine "Graustufen"-Darstellung der Dichte der verschiedenen Komponenten, aber nicht in Grau sondern in Grün, Blau und Orange weils eben drei Komponenten sind bei denen wichtig ist dass man sie auseinander halten kann. Man hätte auch Konturen zeichnen können, aber das sieht bei weitem nicht so gut aus. Niemand behauptet, dass man dieses grün-blau-orange-Gewaber sieht, wenn man durchs Teleskop blickt (im Übrigen gilt das für viele Astrobilder, die durch verschiedene Filter aufgenommen wurden, teilw. in Bereichen, die das menschliche Auge gar nicht sehen kann, und die dann zu einem "farbigen" Bild zusammengesetzt werden)!

    Was genau mit der "Konzentration des Sternlichts aus Galaxien" gemeint ist, müsste ich jetzt auch in der Orginalarbeit nachlesen.
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  6. #6
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    Hi Bynaus,

    nur mal am Rande... Wurde die MOG mit der vorhergesagten und tatsächlich(?) beobachteten Änderung der Feinstrukturkonstante mal ausführlicher diskutiert? Hört sich bei Wiki... ganz spannend an.

    Matthy

  7. #7
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    Hallo,
    Eine weitere Möglichkeit besteht zudem darin, dass es Dunkle Materie gibt, die in gewisser Weise "klebrig" ist. Während normale Materie bei Kollisionen abgebremst wird, sollte dies bei Dunkler Materie eigentlich nicht der Fall sein - es sei denn, dass es auch Dunkle Materie gibt, die mit sich selbst wechselwirken kann und deswegen bei einer Kollision zurückbleibt.
    Irgendwo habe ich vor einigen Jahren eine Theorie gelesen, die voraussagt wie DM untereinander reibt oder klebt. Der Theorie wurde aber verrissen wegen Spekulation ohne Basisfakten.
    Kennt die jemand? Ich finde die Theorie nicht mehr.


    Namaste
    Mein Deutsch ist inzwischen leidlich.
    Die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln.
    (A.Einstein)
    Namaste

  8. #8
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Gas strahlt, wenn es geheizt wird...
    Davon steht nichts in dem Bericht.

    Dieses Phänomen ist als Gravitationslinseneffekt bekannt. Aus der Analyse der dadurch entstandenen Verzerrungen der Bilder von entfernten Objekte können Astronomen auf das Vorhandensein von Dunkler Materie und ihre Verteilung schließen.
    Hört sich an, als ob die Verteilung berechnet wurde. Hat Gas keine Masse, die einen Gravitationslinseneffekt bewirkt? Wenn ja, wie kann man den vom Gravitationslinseneffekt der DM trennen?

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Man hätte auch Konturen zeichnen können, aber das sieht bei weitem nicht so gut aus.
    Also doch künstlerische Darstellung.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Niemand behauptet, dass man dieses grün-blau-orange-Gewaber sieht, wenn man durchs Teleskop blickt (im Übrigen gilt das für viele Astrobilder, die durch verschiedene Filter aufgenommen wurden, teilw. in Bereichen, die das menschliche Auge gar nicht sehen kann, und die dann zu einem "farbigen" Bild zusammengesetzt werden)!
    Das sieht aber anders aus, da es aus Beobachtungen in verschiedenen Wellenlängen kombiniert wurde, und nicht auf Berechnungen beruht!

    Gruss, Delta3.
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  9. #9
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    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Das sieht aber anders aus, da es aus Beobachtungen in verschiedenen Wellenlängen kombiniert wurde, und nicht auf Berechnungen beruht!.
    Genau!! Besonders, wo die Beobachtungen mit dem Orangefilter sowohl im Artikel als auch im preprint so präzise beschrieben wurden!

  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Gas strahlt, wenn es geheizt wird...
    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Davon steht nichts in dem Bericht.
    Das ist wieder einer der Punkte, der stillschweigend als wissend vorausgesetzt wird

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