Hallo Bernhard, ist zwar schon etwas her aber ich möchte trotzdem antworten.
Das Zitat von dir bezieht sich auf einen Teil der Diskussion, bei dem wir wohl etwas vom Thema abgekommen sind. Es sollte ja eigentlich nicht um Möglichkeiten und Ausnutzen des Diebstahls geistigen Eigentums im Internet gehen.
Ich habe aber für mich erkannt, dass das Internet und Schutz geistigen Eigentums nicht miteinander kompatibel sind. Möchte man das Eine, kann man das Andere nicht haben. So oder So. Die Zukunft wird das zeigen. Entweder die Gesellschaft schränkt das Internet massiv ein (zb. ACTA), oder der Schutz geistigen Eigentums wird gelockert. Übrigens kann eine Welt ohne im Gesetz verankertes geistiges Eigentum funktionieren, aber das ist wohl eine andere Debatte.
Genauso wie die Copyrightdebatte, gibt es eine Moraldebatte.
Man kann versuchen, dass Internet zu beschränken, indem man eine Moral vorgibt.
Glücklicherweise, gibt es bei der Moraldebatte keine extrem finanzstarke Lobby, die für die eine oder andere Seite ihr Kapital einsetzt. und leider zeigt die Copyrightdebatte exemplarisch, wie leicht sich Politik durch Wirtschaft beeinflussen lässt. (Dass ist, finde ich, moralisch stark fragwürdig, aber Politiker haben eben ihre eigene Moral)
Es gibt auf der Welt unendlich viele Moralvorstellungen und niemand sollte sich das Recht herausnehmen diese für seine Mitmenschen zu bewerten. (Selbstbestimmungsprinzip)
ein dummes Beispiel:
Vielleicht hätte sich auch jemand beschwert, wenn das Bild auf einer Seite gehostet gewesen wäre, auf der auch ab und zu Bilder von tierischen Lebensmittelprodukten auftauchen.
Für mich ist das Internet eine Öffnung der Möglichkeiten, ich kann fremde Kulturen, andere Sitten und Bräuche kennenlernen. Ich sage nicht dass mir alles gefällt. Aber ich möchte nicht von irgendjemandem vorgeschrieben bekommen, was richtig und was falsch ist. Wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich ganz leicht oben rechts das kleine Kreuz clicken und das Problem ist gelöst. (Selbstbestimmungsprinzip)
Ich möchte aber ganz klar betonen, dass ich prinzipiell der Ansicht bin, dass der Webmaster selbst den moralischen Rahmen seiner Webseite festlegen kann und dass er sich nicht von Nutzern beeinflussen lassen muss/sollte. (ebenfalls Selbstbestimmungsprinzip)
Der Webmaster kann also entweder den von mir geposteten Link stehen lassen oder löschen, ganz wie ihm beliebt.
Ich selbst war mit der Entscheidung deshalb unzufrieden, weil mir in dem Moment der moralische Rahmen nicht konsistent erschien, also als ob er plötzlich, für mich ohne ersichtlichen Grund, etwas eingeschränkt wurde.
Gruß
Geändert von SRMeister (31.03.2012 um 02:52 Uhr)
Absence of evidence does not mean evidence of absence. - Dan Werthimer
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