Ich frage mich ja wie das System auf Dauer stabil sein soll wenn da neptungroße Brocken auf relativ engem Raum herumkurven.
In dem Zusammenhang wäre es interessant zu wissen wie groß und wie alt ist dieser Stern ist.
Gruß Alex
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Mit Hilfe des Spektrographen HARPS am 3,6-Meter-Teleskop der ESO in La Silla haben Astronomen einen Stern entdeckt, um den mindestens fünf Planeten kreisen. Zudem fanden sie Hinweise auf zwei weitere Welten in dem System. Das Team entdeckte außerdem eine Regelmäßigkeit bei den Planetenabständen ähnlich der Titus-Bode-Reihe im Sonnensystem. (25. August 2010)
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Ich frage mich ja wie das System auf Dauer stabil sein soll wenn da neptungroße Brocken auf relativ engem Raum herumkurven.
In dem Zusammenhang wäre es interessant zu wissen wie groß und wie alt ist dieser Stern ist.
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Mein privater Welo
Ich beschäftige mich "nur" theoretisch und hobbyistisch mit der Astronomie. Meine Kenntnisse und folglich alles was ich hier schreibe beruhen rein auf einem abgebrochenen Physikstudium und populärwissenschaftlicher Literatur und meinen Schlußfolgerungen aus daraus hervorgehenden nicht vollständigen Informationen. Bei sachlich falschen Aussagen bitte ich darum (und freue mich darauf) von fachlicher Seite her korrigiert zu werden.
7,3E9 Jahre
Herzliche Grüße
MAC
http://en.wikipedia.org/wiki/HD_1018...ass501_3_941-5
http://cdsarc.u-strasbg.fr/viz-bin/Cat?cat=V/130&
Geändert von mac (25.08.2010 um 14:15 Uhr)
Das ist alt.
Die Planetenorbits müssen also trotzdem sehr stabil sein.
Und bei Merkur zweifelt man diese Stabilität an, obwohl der lange nicht so nah am Stern ist und der gravitative Einfluß der nahen Klein-Gasriesen dort deutlich größer (alleine von Planet c auf b das über 600-fache) ausfällt als der von Jupiter?
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Merkurs kleine Masse ist ja gerade der Grund für die - langfristige, statistische - Instabilität. Die Bahen der Planeten im Sonnensystem sind ja schon "stabil", sonst hätten sie sich nicht 4.5 Mrd Jahre gehalten - aber ich nehme an, du sprichst auf die Modelle an, in denen Merkur irgendwann mit der Venus oder der Erde kollidiert. Dies ist aber nur möglich, weil seine Masse gering ist und seine Bahn exzentrisch.
Die Bahnen der "Neptune" wurden jedoch durch Gezeitenkräfte zirkularisiert - die ersten vier sind alle näher am Stern dran als Merkur, und ihre Bahnen sind deutlich weniger exzentrisch. Zudem braucht es auch mehr, um sie quasi aus der Bahn zu schubsen, eben weil ihre Masse deutlich höher ist.
Ich meinte vor allem die Situation des (vermutlich vorhandenen) innersten, kleinsten Planeten. Die Kräfte die an seiner runden Bahn zerren sind wie gesagt deutlich größer als jene des Jupiter an Merkur, auch relativ zur größeren Masseträgheit des Exoplaneten.
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Auf eine solche Nachricht habe ich bereits seit dem Jahr 2006 gewartet, als in diesem Forum über die Titius-Bode Reihe diskutiert wurde.
Nicht nur die Abstände der Planeten von ihrer Sonne auch die Masse der Planeten eines Sonnensystems sind nach meiner Überzeugung logarithmisch-normalverteilt. Dies könnte Mayor leicht mit Hilfe eines logarithmischen Wahrscheinlichkeitsnetzes nachprüfen.Die Daten der neuen Entdeckung und von anderen Planetensystemen lieferten zudem Hinweise auf ein bestimmtes Muster in den Abständen der Planeten von ihrem Zentralstern - ähnlich der Titus-Bode-Reihe im Sonnensystem. "Dies könnte", so Michel Mayor aus Genf, "ein Indiz für die Entstehungsprozesse dieser Planetensysteme liefern."
Meine Freude über eine solche Nachricht wird nur etwas dadurch getrübt, dass wenn meine Vermutung aus dem Jahr 2006 zutrifft, ein Sonnensystem den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie ein simples Vorratslager folgt.
Geändert von kosmos (25.08.2010 um 15:41 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler korrigiert
Aber die Kräfte seines Sterns sind eben noch viel grösser - dieser zirkularisiert die Bahnen der nahe gelegenen Planeten, so wie Jupiter die Bahnen der galileischen Monde zirkularisiert.Die Kräfte die an seiner runden Bahn zerren sind wie gesagt deutlich größer als jene des Jupiter an Merkur, auch relativ zur größeren Masseträgheit des Exoplaneten.
Hallo kosmos,
naja, ein gewisses "Muster" im Abstand und in der Masse der Planeten eines Planetensystems würde mich nicht wundern.
Nach genug Umläufen könnten z.B. Bahnresonanzen für ein gewisses "Muster" der Abstände (der übrig gebliebenen Planeten) sorgen.
Die Geometrie, Zusammensetzung und Kinematik der protoplanetaren Scheibe könnte auch zu gewissen Merkmalen der resultierenden Planeten führen. U.a. eben auch Massenverteilung oder Zusammensetzung (Gestein-, Gas- oder Eisplanet)...
Die "Muster" eines alten Planetensystems sagen aber deshalb vermutlich auch nicht allzuviel über das junge Planetensystem aus. Soll heißen: Planetensysteme können sich im Laufe der Jahrmilliarden verändern...
Gruß,
Christian
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Das spielt bei der Gravitationskraft keine Rolle. Jeder Planet spürt wegen der Äquivalenz von Schwerer und träger Masse nur eine Beschleunigung.
Ich würde mal behaupten, dass die Regelmäßigkeit, die im Artikel angesprochen ist, dafür sorgt, dass das System stabil bleibt - auch wenn sie anderen Gesetzen gehorcht als die Titius-Bode-Reihe im Sonnensystem. Die Planeten sollten alle gegenseitig in Resonanz sein.
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