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Thema: Alternative Expansionstheorie

  1. #1
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    Standard Alternative Expansionstheorie

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    http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/151057.html

    Diesen Artikel möchte ich als Ausgangpunkt verwenden, um alternative Ursachen zu diskutieren, die möglicherweise zu einer beschleunigten Expansion des Universums beitragen.

    Hans-Jörg Fahr und James Overduin gehen in diesem Artikel davon aus, dass sich die negative Gravitationsenergie exakt mit der Materie-Vakuum-Energie die Waage hält.

    Ich ging im unten stehenden Beitrag davon aus, dass sich beide Faktoren allerdings dauerhaft nicht die Waage halten können, dass dieses Gleichgewicht letztendlich nur zu Beginn des Universums bestand und sich aufgrund der Umwandlung von Masse in Strahlung im Universum kontinuierlich verändert.

    Masse wird in Strahlung umgewandelt, die Energiebilanz im Universum verändert sich nicht, davon gehe ich natürlich auch aus.
    Genauso könnte man allerdings sagen, Gravitation wird stetig in Strahlung umgewandelt, es geht also gravitative Bindungsenergie verloren. Dies muss, ebenso wie in einem Stern, Konsequenzen auf das Expansionsverhalten des Universums haben.
    http://www.astronews.com/forum/showp...48&postcount=1

    Allerdings verändert sich der gravitative Masseanteil im Universum durch die Umwandlung von Masse in Strahlung stetig. Beide Energien können sich also dauerhaft nicht die Waage halten, was zwangsläufig zu einer Expansion der barionischen Materie führen müsste. Diese spiegelt sich vielleicht in diesem Wert der Kosmologischen Konstante von 10^-71?
    http://www.astronews.com/forum/showp...5&postcount=28

    @Toni, vielleicht willst du deine Theorie des Strahlungsdruckes mit hier übernehmen?

  2. #2
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    Zum Artikel:
    Die Idee ist mir höchst sympathisch, dass die Gesamtenergie identisch 0 bleibt. Allerdings glaube ich nicht, dass es so ist.
    Ich zitiere aus dem Link von Ispom:
    Zitat Zitat von Fahr
    But to tell
    the truth, the cosmological parameters derived from the
    WMAP (Bennet et al., 2003) and the distant SN (Perlmutter
    et al., 1998) data, are not observational facts by
    themselves. They are, one should clearly see that, highly
    ”ideology-loaded” best fit data representations, applicable
    only on the basis of the standard cosmological Friedman
    model, enlarged by the admission of terms for dark
    matter and dark energy. But it must be seen that these
    cosmological model parameters are found assuming that
    b, d scale with S−3, and that vac is constant which
    is completely different in the economical universe presented
    here. In the near future we shall have to show
    how WMAP data can be understood on the basis of this
    new economic cosmological model.
    "ideology-loaded" gehört nicht in einen wissenschaftlichen Aufsatz. Das gibt Minuspunkte.
    Und vor allem: Sie müssen zeigen, dass ihr Modell mit den Daten vereinbar ist. Und da sehe ich ziemlich schwarz, zumindest wenn sie eine Gesamtenergiedichte von Null behalten wollen.
    Und nochmal:
    Allerdings verändert sich der gravitative Masseanteil im Universum durch die Umwandlung von Masse in Strahlung stetig.
    Strahlung ist nicht verschwundene Masse, sonder gravitiert auch.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    "ideology-loaded" gehört nicht in einen wissenschaftlichen Aufsatz. Das gibt Minuspunkte.
    Hallo Ich

    Wenn ich so etwas lese:

    C.E. Guillaume (1896): 5-6 K; Arthur Eddington (1926): 3,18 K; E. Regener (1933): 2,8 K; George Gamov (1952) 50 K (!).
    Erstaunlich: Alle Autoren, die allein vom Sternenlicht ausgingen, kamen auf ziemlich gute Werte. Allein Gamov, der vom Urknall ausging, errechnete eine völlig falsche Temperatur. Mehr noch: Als die Erkenntnis der Hintergrundstrahlung sich in der Fachwelt durchsetzte, wies Gamov in einem Brief an die Entdecker darauf hin, dass er genau die gemessene Temperatur (2,7 Kelvin) vorausgesagt hätte - dabei war sein Wert zwanzigmal höher!
    Entnommen aus: http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id309.htm

    musst du dich nicht wundern, wenn sogar etablierte Wissenschaftler wie Fahr von einem ideologisierten Friedmann-Weltmodell sprechen.

    Ich weiß P.M. , wäre allerdings interessant der Geschichte mal nachzugehen.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Strahlung ist nicht verschwundene Masse, sonder gravitiert auch.
    Schon, aber nicht mehr da wo sie vorher war.
    Eine Galaxie beispielweise verliert ständig an Gravitation. Die größten Strahlungs- und Materieschleudern im Universum wurde hier auch noch gar nicht genannt - Quasare.
    Hier werden gigantische Mengen an Materie und Strahlung durch Jets ins Universum geblasen. Die Materie wird zwar größtenteils gravitativ wieder eingefangen, die Strahlung entfleucht allerdings auf nimmer Wiedersehen in die Tiefen des Alls.

  5. #5
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    If vacuum energy
    for instance is taken to be constant, as done in many
    cases of the present literature, then a vacuum of twice
    the volume simply represents twice the energy. Nevertheless
    there exist many indications that vacuum energy
    density should not be constant, but should decay with
    the expansion of the universe, its energy equivalent most
    probably reappearing in form of a gain of mass density
    of real matter.
    Falls ich diesen Abschnitt richtig interpretiere, so geht Fahr darin ebenfalls davon aus, dass bei doppeltem Volumen sich die Vakuumenergie ebenfalls verdoppeln müsste um die Expansion noch zu erklären.
    Dies ist mir in Zusammenhang mit der Expansion schon immer ein Rätsel und auch völlig unlogisch.
    Generell wäre das auch nur möglich, wenn kontinuierlich neue Materie entsteht, wodurch sich der Druck erhöht, davon ging auch Fred Hoyle in seiner Steady-State-Theorie aus.

    Langsam wird's ziemlich verrückt.

  6. #6
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    Vorausgesetzt es entsteht keine neue Materie, auch nicht aus der Vakuumenergie, so können wir das Druckmodell, das sich aus der Dunklen Energie ableitet, vergessen.

    Bleibt meiner Ansicht nach fast nur noch als Verursacher die sich ständig verändernden Gravitationsverhältnisse aufgrund Masseumwandlung.

  7. #7
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    Hallo Wolfgang,
    Zitat Zitat von komet007 Beitrag anzeigen
    Vorausgesetzt es entsteht keine neue Materie, auch nicht aus der Vakuumenergie, so können wir das Druckmodell, das sich aus der Dunklen Energie ableitet, vergessen.
    halte ich für verfrüht.

    Stell Dir folgende Situation vor: Gravitation bremst die Ausdehnung, eine bisher nicht identifizierte Kraft, (dunkle Energie, Elektronenüberschuß, Protonenüberschuß), was auch immer, gleicht die Gravitation so weit aus, daß sie um einen Betrag X stärker ist, als Gravitation. Resultat: Expansion.

    Durch zunehmendes Volumen wird die Gravitation/Volumen schwächer und in gleichem Verhältnis die Kraft die die Expansion verursacht auch. Das Verhältnis dieser beiden Kräfte ändert sich aber dadurch nicht. Resultat: beschleunigte Expansion.

    Was damit nicht erklärbar ist: Die beschleunigte Expansion ist nicht gleichförmig beschleunigt. Wenn ich's richtig verstanden habe, nimmt das Ausmaß der Beschleunigung zu.

    Mögliche? Lösung: Photonen machen keine Gravitation.

    Herzliche Grüße

    MAC

  8. #8
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Was damit nicht erklärbar ist: Die beschleunigte Expansion ist nicht gleichförmig beschleunigt. Wenn ich's richtig verstanden habe, nimmt das Ausmaß der Beschleunigung zu.
    ...und woher wissen wir das? Ausschließlich aus den Rotverschiebungsdaten, da möchte ich allerdings nun nicht näher darauf eingehen. Fahr spricht in diesem Artikel allerdings auch ein grundsätzliches Problem an, das sich aus dem kosmologischen Modell ergibt, dass es lokale Unterschiede im Expansionsverhalten geben müsste, sofern man das Druckmodell zugrunde legt.

  9. #9
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    Hallo Wolfgang,

    Zitat Zitat von komet007 Beitrag anzeigen
    Fahr spricht in diesem Artikel allerdings auch ein grundsätzliches Problem an, das sich aus dem kosmologischen Modell ergibt, dass es lokale Unterschiede im Expansionsverhalten geben müsste, sofern man das Druckmodell zugrunde legt.
    na und? Gibt es die nicht in großer Zahl? Werden glaube ich Einstein/Strauss Vakuolen genannt.

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #10
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    Nachtrag:

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    eine bisher nicht identifizierte Kraft, (dunkle Energie, Elektronenüberschuß, Protonenüberschuß), was auch immer, ...
    das mit dem Protonen- und Elektronenüberschuß war spontan und nicht richtig durchdacht. Zumindest als Auslöser für die Expansion kommen sie nicht in Betracht und wenn Photonen doch Gravitation machen, kommen sie als alleinige 'Schuldige' gar nicht in Betracht.

    Herzliche Grüße

    MAC

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