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Thema: Blick in Atmosphäre einer fernen Welt

  1. #1
    Michael Johne ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
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    531

    Standard Blick in Atmosphäre einer fernen Welt

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    [Hinweis des Webmasters: Dieses Thema existiert noch in einer zweiten Version im Bereich "Gegen den Mainstream". Aus dem Themenstrang hier wurde alle mehr in den Bereich "Gegen den Mainstream" gehörenden Beiträge gelöscht. Zitate aus diesen gelöschten Beiträgen wurden aus nicht gelöschten Beiträgen allerdings nicht entfernt. Der gesamte Originalthread befindet sich unverändert in "Gegen den Mainstream". Ich bitte bei weiteren Beiträgen entweder hier oder - bei alternativen Ideen und Konzepten - in "Gegen den Mainstream" zu posten (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=1300). Vielen Dank. Stefan Deiters]

    Hallo!

    Hubble gelang jetzt ein Blick tief in die Atmosphäre eines extrasolaren Planeten. Bei HD 209458b entdeckten Forscher eine 1.000 Kilometer dicke und 5.300 Grad heiße Zone in einer Höhe von 8.500 Kilometern. Vermutlich beginnt hier das Abströmen heißen Wasserstoffs aus der Planetenatmosphäre ins Weltall, was zur Ausbildung eines kometenartigen Schweifs bei dem Planeten führt. [...]
    Dieser Forumseintrag basiert auf die Astronews.de-News Blick in Atmosphäre einer fernen Welt:

    Es zeigt sich, wie interessant und faszinierend die Erforschung von Exoplaneten sein kann. Im Falle von HD 209458 b haben wir sogar einer der am besten untersuchten Exemplare. Weil die Bahn von HD 209458 b fast genau in der Ebene mit der Erdbahn ist, können wir ihn dank der Transit-Suchmethode genauer unteruschen. Mit der Transit-Suchmethode sind wir sogar in der Lage, die wahre Größe & Masse eines Exoplaneten zu bestimmen und somit einen direkten Vergleich zu Jupiter zu stellen. Daraus folgt, dass wir auch Zugang zum Planetenspektrum haben. Bei HD 209458 b wurde zuerst Wasserstoff seiner Atmosphäre nachgewiesen. Im Jahre 2001 konnte man auch Natrium nachweisen. Schließlich kam man im Jahr 2004 zur Erkenntnis, dass HD 209458 b in Folge seiner sehr nahen Abstands zu seinem Zentralstern einen kometenartigen Schweif mit sich führt (ich denke, dass dieses Phänomen auch bei vielen weiteren Hot Jupiters anzutreffen ist). Und zudem entdeckte man 2004 auch noch Sauerstoff und Kohlenstoff. HD 209458 b ist ein gutes Paradebeispiel für die Entdeckung & Erforschung von Exoplaneten und fremder Welten. Das freut mich!

    MfG, Michael!
    Geändert von Webmaster (06.02.2007 um 10:12 Uhr) Grund: Hinweis zu Beginn eingefügt. Der Text des Users wurde nicht geändert.
    Nebenbei gesagt: Ich selbst bastle an einer Exoplaneten-Datenbank (EXO-DB2 genannt) für DOS und Windows. Mit EXO-DB2 ist man in der Lage neuentdeckte Exoplaneten in die Datenbank hinzuzufügen, zu ändern, zu löschen ect. Zudem stehen diverse grafische Module wie Sternkarte, Orbit, Masse-Vergleich, Diagramme etc zur visuellen Anzeigen bereit.
    Weitere Infos wie Download, Screenshots, Hilfe etc. gibt unter www.exodb.de.vu .

  2. #2
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    Standard

    Hallo Michael,

    erst mal möchte ich mich bei Dir herzllich bedanken für die vielen Informationen, die ich Dank Deiner Arbeit mundgerecht und ohne Sucherei erhalte.

    Zitat Zitat von Michael Johne Beitrag anzeigen
    dass HD 209458 b in Folge seiner sehr nahen Abstands zu seinem Zentralstern einen kometenartigen Schweif mit sich führt
    war mir ganz neu! Aber eigentlich naheliegend?

    Gibt es dazu eigentlich irgend welche Daten/Berechnungen? Das kann er ja nun nicht ewig durchhalten, oder? Der einzige Schutzmechanismus der mir dazu einfällt, wäre ein starkes planetares Magnetfeld, daß bis zur Rotationssynchronisation den totalverlust hinauszögern könnte?

    Konnte man eine solche Schweifbildung auch bei engen Doppelsternen beobachten? Bisher hab ich nur vom Gegenteil, also 'Kanibalismus' gehört.

    Herzliche Grüße

    MAC

  3. #3
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    Standard

    Hallo Michael,

    ich ergänze vielleicht besser, daß ich den Materieverlust durch den 'Kometenschweif' mit meiner Frage meinte.

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #4
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    Standard

    Hallo,

    die Schweifbildung könnte an der großen Nähe liegen, Jupiter ist mehr als 4x soweit von der Sonne entfernt, oder?
    mfg Klaus

  5. #5
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    Frage Hähh???

    Zitat Zitat von Kunibert Beitrag anzeigen
    Jupiter ist mehr als 4x soweit von der Sonne entfernt, oder?
    Also, Klaus!! Dieser Exoplanet ist 6,75 Millionen Kilometer von seinem Stern entfernt! Jupiter ist 778 Millionen (!) Kilometer weit weg positioniert! - Dein Taschenrechner hat wohl das Zeitliche gesegnet?

    Nichts für ungute Grüße und ein fröhliches "Helau!" von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  6. #6
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    Standard

    Hallo,
    Sorry, ich hatte mich darauf bezogen:
    Zitat Zitat von Michael Johne Beitrag anzeigen
    ...Weil die Bahn von HD 209458 b fast genau in der Ebene mit der Erdbahn ist...
    Spricht ja umso mehr für Schweifbildung durch Nähe zum Zentralgestirn.
    Geändert von Kunibert (02.02.2007 um 13:29 Uhr)
    mfg Klaus

  7. #7
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    Standard

    Hallo Klaus,

    sehe ich da ein Schmunzeln auf Deinem Benutzerbildchen?

    Die Brille nochmal putzende Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  8. #8
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    1.064

    Standard

    Na, da mische ich mich dann doch auch mal ein....

    @Mac:
    Mit einer Masse von ca. 1,3E27 kg (0,69 Jup. Masse) und einer Verlustrate von 1E7 kg/s ergibt eine kleine Überschlagsrechnung 1,3E20 Sekunden (4152 Mrd. Jahre) bis zur totalen Auflösung.
    Eine Verlustrate von ca. 10000 Tonnen pro Sekunde stört den Planeten nicht die Bohne...

    Zitat Zitat von Heinrich Katscher Beitrag anzeigen
    Die Frage nach dem hypothetischen Materieverlust im "Kometenschweif" ist meiner Ansicht nach illusorisch.
    [...]
    Dieser reisst die Luft nicht von der Erde weg. Warum soll daher ein allfälliger HD_209458 - Wind Gase vom HD_209458b - Planeten wegblasen ?
    Hierzu möchte ich http://vega.lpl.arizona.edu/~gilda/extrass.html vorschlagen. Besonders unter "Publication #1" sind ein paar schöne Animationen (siehe besonders die rechte...). Ein realer Schweif ist also sehr wahrscheinlich...

    Zitat Zitat von Heinrich Katscher Beitrag anzeigen
    Als Profi hätten Sie meines Erachtens Stellung zur Erkenntnis nehmen sollen, dass die Aktivität des Raumes im HD_209458 - System den gleichen Wert Gamma = 1,33E20 m3s-2 hat wie im Sonnensystem. Im Beitrag Nr. 3 konstatiere ich dies. Der Grund hiefür ist mir jedoch unklar, da z.B. schon die geozentrische Gravitationskonstante einen anderen Wert hat (Gamma_E = 3,99E14 m3s-2). Eine professionelle Erklärung wäre, zu beweisen, dass Gamma ein charakteristischer Kennwert des im Raum vorhandenen und Vakuum genannten Urstoffes ist. Einen Ansatz könnte Bild 5 meiner Arbeit http://www.volny.cz/katscher/Hypothe...er_und_Raum_2/
    bilden. Den konkreten Beweis können Sie jedoch von jemandem, den astronews.com-Forum als "Anfänger" deklassifiziert, nicht verlangen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Heinrich Katscher, Prag
    Die Übereinstimmung der "heliozentr. Gravitationskonstante" und der von HD209458 überrascht wenig, wenn man bedenkt, daß HD209458 mit 1,05 Sonnenmassen massenmässig als Zwilling der Sonne angesehen werden kann (wow, welch Erkenntnis).
    Aus nur zwei, recht willkürlichen, Werten gleich etwas universelles machen zu wollen ist nicht allzu professionell...

  9. #9
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    5.899

    Standard

    Hallo Chrischan,


    Zitat Zitat von Chrischan Beitrag anzeigen
    Na, da mische ich mich dann doch auch mal ein....
    Danke!

    Zitat Zitat von Chrischan Beitrag anzeigen
    @Mac:
    Mit einer Masse von ca. 1,3E27 kg (0,69 Jup. Masse) und einer Verlustrate von 1E7 kg/s ergibt eine kleine Überschlagsrechnung 1,3E20 Sekunden (4152 Mrd. Jahre) bis zur totalen Auflösung.
    Eine Verlustrate von ca. 10000 Tonnen pro Sekunde stört den Planeten nicht die Bohne...
    ja, das ist mir schon klar. Mir ging es um einen möglicherweise aus diesen Beobachtungen ableitbaren Meßwert zur tatsächlichen Verlustmenge.

    Übrigens linear kann das nicht verlaufen, da es sicher auch von der Stärke des Gravitationsfeldes und bis zur Rotationssynchronisation von der abnehmenden Stärke eines Magnetfeldes abhängt.

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #10
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    25.06.2005
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Gibt es dazu eigentlich irgend welche Daten/Berechnungen? Das kann er ja nun nicht ewig durchhalten, oder? Der einzige Schutzmechanismus der mir dazu einfällt, wäre ein starkes planetares Magnetfeld, daß bis zur Rotationssynchronisation den totalverlust hinauszögern könnte?
    Hallo MAC,

    ganz 'frisch' gibt es dazu das paper Roche lobe effects on the atmospheric loss of “Hot Jupiters”.
    Alles 'mainstream'-Physik, die es mal wieder erlaubt, solche Phänomene einfach durchzurechnen. Eine 'crank'-science wie:
    Zitat Zitat von Heinrich Katscher Beitrag anzeigen
    Die Frage nach dem hypothetischen Materieverlust im "Kometenschweif" ist meiner Ansicht nach illusorisch.
    usw. usf. braucht's da einfach nicht!

    Grüsse galileo2609

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