Hallo Jocelyne,
Du stellst drei Fragen:
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1) Was ist Eurer Meinung nach der experimentelle Bezug der von Einstein in seiner Theorie gemeinten absoluten konstanten Geschwindigkeit des Lichts, die wir heutzutage mit „c“ bezeichnen?
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Mit dem "experimentellen Bezug" meinst Du sicher das Inertialsystem, auf welches sich die Lichtgeschwindigkeit bezieht, um die es in einem Experiment geht?
Einstein setzt sich meines Wissens "in seiner Theorie" (die ist umfangreich) mit den Aussagen über die Lichtausbreitung auseinander, die sich aus dem Michelson-Morley-Experiment gewinnen lassen. (Wohlgemerkt: Ich schreibe nicht von "Messung der Lichtgeschwindigkeit", sondern von "Aussagen über die Lichtausbreitung"). Wo dabei die Lichtgeschwindigkeit ein Rolle spielt, bezieht sie sich auf das Inertialsystem des Interferometers, also gleichzeitig des Labors, der Erdoberfläche usw.
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2) Welcher Wert von "c" war 1905 als gültig experimentell ermittelt worden und von Einstein bei Aufstellung seiner Relativitätstheorie gemeint und verwendet?
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Bei der Theorie spielt der konkrete Meßwert der Lichtgeschwindigkeit keine Rolle. Über die historisch ermittelten besten Werte weißt Du besser bescheid als ich. Daraus ergibt sich auch, welcher Wert zu Einsteins Zeit als bester Meßwert galt. Für die Theorie genügt es zu wissen: Das Licht hat im Vakuum eine sehr große Geschwindigkeit. Einstein bezeichnet sie übrigens in seinen ersten Arbeiten mit V (Großbuchstabe) und noch nicht wie heute üblich mit c.
Einstein "meint und verwendet" in der Relativitätstheorie diese Größe, ohne dabei einen bestimmten Zahlenwert dafür zu brauchen.
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3) War das Experiment von 1983, das in meiner Zusammenstellung der offiziell und international anerkannten Experimente zur Messung der Lichtgeschwidigkeit im meinem Thread „Warum hat man die Maßeinheit Meter neudefiniert?“ zuletzt aufgelistet ist, geeignet, die Anwendbarkeit oder Nicht-Anwendbarkeit des Additionstheorem bei der Lichtausbreitung nachzuprüfen?
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Die Experimente von 1978, 1979 und 1983, die Du aufführst, sind allesamt geeignet, eine sehr exakte zahlenmäßige Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit zu liefern. Eine Nachprüfung des Additionstheorem war meines Wissens gar nicht ihre Aufgabe und kann daher von ihnen auch nicht geleistet werden..
Das "Additionstheorem" heißt eigentlich auch "relativistisches Additionstheorem der Geschwindigkeiten" und sagt aus, wie man zwei beliebige Geschwindigkeiten relativistisch addieren muß. Wenn Du vom "Additionstheorem bei der Lichtausbreitung" sprichst, meinst Du damit sicher, daß jenes Theorem die Aussage liefert, daß c zu irgendeiner Geschwindigkeit v "addiert" immer noch c ergibt? Das ist nichts anderes als die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit gegenüber einem Wechsel des Inertialsystems. Und eben dazu sind die obigen Experiment nicht konzipiert gewesen.
Gruß, mike