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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MILCHSTRASSE: Eingebettet in 1,4 Millionen Grad heißes Plasma



astronews.com Redaktion
05.09.2005, 12:00
Radioastronomen der Universität in Bonn haben jetzt ein astronomisches Mammutprojekt erfolgreich zum Abschluss gebracht: Sie kartierten zusammen mit Kollegen aus den Niederlanden das Vorkommen von Wasserstoff in der Milchstraße. Spektakuläres Ergebnis: Unsere Heimatgalaxie ist in 1,4 Millionen Grad heißes Plasma eingebettet.
mehr: http://www.astronews.com/news/artikel/2005/09/0509-003.shtml

rgf
05.09.2005, 18:06
Hallo Zusammen,

wenn ich einen Artikel wie diesen lese, stellt sich mir immer wieder die Frage inwieweit derartige Bildaufnahmen überhaupt der wirklichen Realität entsprechen. Was ich damit meine ist das Problem der Laufzeit der Radio/Licht-Signale. Wie kann man denn davon ausgehen, daß eine solche Messung der Vor-Ort-Realität entspricht? Werden bei solchen Bildberechnung und Aufnahmen einer Gesamtstruktur denn eine gwisse Näherungsberechnung durchgeführt? Wolken, Materie, Sterne und Galaxienhaufen können doch zu unterschiedlicher Zeit und durch ihre Entfernung bedingt aufgenommen niemals ein tatsächliches Bild liefern, wobei dann auch darauf beruhende Berechnungen verfälscht werden, oder irre ich da?

Alle Messdaten sind doch für die 'Katz wenn die theoretisch bereits schon erloschenen Sterne, oder sich verschobene Materiewolken mit einfließen.
Es handelt sich ja hierbei nicht um kleine Entfernungen, dahinterliegende Galaxien oder Materiewolken existieren teilweise gar nicht mehr, sondern man sieht nur noch ihre Signale die sie vor langer Zeit aussandten.

Mich würde interessieren wie das Berechnet wird, denn auf den Aufnahmen im Lichtspektrum (anderer Aufnahmen) ist eine solche Näherungsberechnung in keinster Weise zu erkennen und entspricht nicht der Vor-Ort-Realität.

Gruß, rgf

Bynaus
05.09.2005, 22:30
Obwohl die Distanzen sehr gross sind, so sind die Lebenszeiten dieser Objekte viel grösser - die allermeisten Objekte, die wir beobachten, existieren auch heute noch. Ein Beispiel? Ein Stern lebt für Milliarden von Jahren (in den meisten Fällen), die Galaxis ist jedoch nur 100'000 Lichtjahre im Durchmesser. Deshalb sehen wir die Galaxis näherungsweise so, wie sie auch wirklich aussieht, denn 100'000 Jahre sind nichts im Leben eines Sterns. Das selbe gilt für alle anderen Objekte wie Gaswolken, Galaxien, etc.

rgf
08.09.2005, 00:00
Obwohl die Distanzen sehr gross sind, so sind die Lebenszeiten dieser Objekte viel grösser - die allermeisten Objekte, die wir beobachten, existieren auch heute noch. Ein Beispiel? Ein Stern lebt für Milliarden von Jahren (in den meisten Fällen), die Galaxis ist jedoch nur 100'000 Lichtjahre im Durchmesser. Deshalb sehen wir die Galaxis näherungsweise so, wie sie auch wirklich aussieht, denn 100'000 Jahre sind nichts im Leben eines Sterns. Das selbe gilt für alle anderen Objekte wie Gaswolken, Galaxien, etc.

das mag ja für lokale Objekte zutreffen (unserer Galaxie) und das meine ich auch nicht, aber wie sieht es denn mit anderen Galaxien aus? Ich spreche nicht von einer einzelnen Galaxie sondern von den Bilder die von der Struktur des Universums erstellt werden und da zu glauben es entspräche der vor-ort-realität ist...realitätsfern!

Grüße, rgf

Sky Darmos
08.09.2005, 03:07
Ich spreche nicht von einer einzelnen Galaxie sondern von den Bilder die von der Struktur des Universums erstellt werden und da zu glauben es entspräche der vor-ort-realität ist...realitätsfern!

Ich verstehe nicht was du hast. Weiter entfernte Galaxien sieht man zu einer früheren Zeit. Nähere Galaxien zu einer späteren. Das ist doch jedem klar. Das ist ja auch das tolle an der Astronomie. Man kann in die Vergangenheit blicken und sehen wie sich die Dinge entwickelt haben.

oliver.1
09.09.2005, 16:57
Als Unwissender fällt es mir schwer mir vorzustellen, dass unsere Galaxis in ein 1,4 Millionen Grad heisses Plasma eingebettet ist, wenn man an die Kälte denkt, die man erfährt, wenn man in unserer Milchdtrasse zB irgendwo zwischen Mars und Erde aussteigen würde...

Sky Darmos
09.09.2005, 17:45
Als Unwissender fällt es mir schwer mir vorzustellen, dass unsere Galaxis in ein 1,4 Millionen Grad heisses Plasma eingebettet ist, wenn man an die Kälte denkt, die man erfährt, wenn man in unserer Milchdtrasse zB irgendwo zwischen Mars und Erde aussteigen würde...

Mit der Temperatur steigt eben die Durchschnittliche Energie der Teilchen. Wenn die Dichte der Teilchen allerdings sehr gering ist merkt man nicht viel von der hohen Temperatur. Im Raum zwischen den Galaxien gibt es nur 5 Teilchen pro Kubikmeter.

Hätten diese Teilchen hohe Energien so wurdest du das kaum spüren können Im übrigen könntest du deinen Raumanzug gar nicht abnehmen weil sonst, aufgrund des fehlenden Luftdrucks deine Adern aufplatzen würden.