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Spearmint
25.08.2005, 14:54
Hawking-Stahlung
Meine Frage ist: Wenn sich in der Nähe eines Schwarzen Lochs ein virtuelles Teilchenpaar bildet, und aufgrund der Gezeitenkräfte ein Partner in das schwarze Loch gezogen wird, materialisiert sich das zweite Teilchen, sofern es entkommen kann. Die dazu nötige Energie entzieht es dem Schwarzen Loch, das damit „strahlt“ und dadurch Energie verliert sprich langfristig verdampft. Was geschieht nun mit dem anderen nun ebenfalls realen Teilchen, welches ins Loch gefallen ist? Führt es nicht genau den Betrag an Energie dem Loch wieder zu, den das andere Teilchen zur Materialisierung genommen hat? Ist das Ganze so nicht ein Nullsummenspiel?

Bynaus
25.08.2005, 18:19
Damit die beiden virtuellen Teilchen überhaupt aus dem Vakuum entstehen können, muss sich ihre Energie zu 0 addieren. Sprich, das eine Teilchen hat eine positive, das andere eine negative Masse. Fällt jenes mit der negativen Masse ins Loch, so reduziert sich damit die Masse des schwarzen Lochs um diesen Betrag, während sich die Masse ausserhalb um diesen Betrag (= die Masse des Teilchens ausserhalb) vergrössert.

Was mich bei der Sache immer etwas verwundert hat: wenn etwa gleich viel positive und negative Teilchen ins SL fallen - warum sollte das insgesamt die Situation verändern? Und wenn nicht, warum sollten nicht gleich viele negative wie positive Teilchen ins SL fallen?

Zap
25.08.2005, 21:30
Damit die beiden virtuellen Teilchen überhaupt aus dem Vakuum entstehen können, muss sich ihre Energie zu 0 addieren. Sprich, das eine Teilchen hat eine positive, das andere eine negative Masse. Fällt jenes mit der negativen Masse ins Loch, so reduziert sich damit die Masse des schwarzen Lochs um diesen Betrag, während sich die Masse ausserhalb um diesen Betrag (= die Masse des Teilchens ausserhalb) vergrössert.
Das ist leider so nicht richtig. Die Teilchen entstehen aufgrund der Heisenbergschen Unschaerferelation. Allerdings hier in einer etwas weniger bekannten Formulierung (Delta t * Delta E >= h/4Pi). D. h., dass spontan ein virtuelles Teilchen und sein Antiteilchen fuer eine sehr kurze Zeit entstehen koennen und in dieser kurzen Zeit die klassische Sicht der Energieerhaltung verletzt ist. Diese virtuellen Teilchen werden durch die Gravitation des schwarzen Loches so schnell getrennt, dass sie nicht mehr annihilieren koennen. Durch diesen Prozess werden sie auf die sogenannte Massenschale gehoben. Die dazu noetige Energie kommt aus der Gravitation des schwarzen Loches, welches die Masse verliert, die der des entkommenden Teilchens entspricht.

Gruss,

Zap

Spearmint
26.08.2005, 04:59
Habe ich das nun endlich richtig verstanden? Beide virtuelle Teilchen beziehen ihre Energie aus dem schwarzen Loch wenn sie sich materialisieren. Eines entommt und es ist gleich welches Teilchen entkommt, ob positiv oder negativ, das andere fällt ins schwarze Loch und gibt diesem damit die Energie zurück, die es zum entstehen gebraucht hat. Somit wird dem schwarzen Loch nur die Hälfte der ursprünglichen Energie entzogen die zum Herstellen beider Teilchen notwendig war?

Beide Teichen entstehen jedoch in unmittelbarer Nähe zueinander (nur wenig über der Planck-Länge von 1.6 x 10^-35 m), und in unmittelbarer Nähe zum Ereignishorizont. Ist überhaupt anzunehmen, dass diese Teilchen nicht generell beide ins Loch gezogen werden müssen? Man muss den Teilchen ja bereits eine große Eigengeschwindigkeit bei der Entstehung unterstellen um ihnen unmittelbar am Ereignishorizont eines schwarzen Lochs überhaupt eine Chance auf Flucht einzuräumen oder nicht? Mit Lichtgeschwindigkeit können die Teilchen sich ja schon bei ihrer Entstehung nicht voneinander entfernen, da sie sonst auch ohne Schwarzes Loch sich nicht gegenseitig vernichten könnten, da sich keine Wirkung schneller als das Licht ausbreiten kann.
Gruß Spearmint

Sky Darmos
27.08.2005, 23:46
"Habe ich das nun endlich richtig verstanden? Beide virtuelle Teilchen beziehen ihre Energie aus dem schwarzen Loch wenn sie sich materialisieren. Eines entkommt und es ist gleich welches Teilchen entkommt, ob positiv oder negativ"

Du meinst positiv geladen oder negativ geladen? Ja das spielt keine Rolle. Beide haben eine positive Massenenergie.

"das andere fällt ins schwarze Loch und gibt diesem damit die Energie zurück, die es zum entstehen gebraucht hat. Somit wird dem schwarzen Loch nur die Hälfte der ursprünglichen Energie entzogen die zum Herstellen beider Teilchen notwendig war?"

Nein, das stimmt nicht ganz. Die virtuellen Teilchen haben eine potentielle Energie die so negativ ist dass sie die kinetische Energie und die Massenenergie der virtuellen Teilchen mehr als aufhebt. Beim fall ins Schwarze Loch wird sie sogar noch negativer. Von dem hineinfallenden virtuellen Teilchen bekommt das Schwarze Loch also einen negativen Energiebetrag. Der Energiebetrag den es auf das entkommende Teilchen übertragen hat geht dem Schwarzen Loch verloren.
Es ist jedoch zu betonen dass die Massenenergie selbst nicht negativ werden kann. Das folgt allerdings nicht direkt aus QT und RT. Zur Ausschließung negativer Frequenzen gibt es verschiedene unvollständige Theorie. Ein Beispiel ist die Twistor-Theorie.

"Beide Teichen entstehen jedoch in unmittelbarer Nähe zueinander (nur wenig über der Planck-Länge von 1.6 x 10^-35 m), und in unmittelbarer Nähe zum Ereignishorizont."

Damit eines der Teilchen als Hawking-Strahlung emmitiert werden kann, muss der Abstand zwischen den Teilchen etwa gleich ihrer Wellenlänge sein. Außerdem muss er etwa einem viertel des Horizontumfangs betragen. Da wir es aber mit Quantentheoretischen Objekten zu tun haben, gibt es trotzdem eine spektrale Verteilung, die zudem exakt thermisch ist. Es gibt aber einen Ausdruck für das Maximum dieser Verteilung. Wenn ich mich recht erinnere ist es durch E = hc^3/(27300piGM) gegeben.

"Ist überhaupt anzunehmen, dass diese Teilchen nicht generell beide ins Loch gezogen werden müssen?"

Nein, bis zum Ereignishorizont kann man noch radial entkommen. Eine stabile Umlaufbahn ist aber schon beim 1 1/2 Fachen des Schwarzschildradius (2GM/c^2) nicht mehr möglich.

"Mit Lichtgeschwindigkeit können die Teilchen sich ja schon bei ihrer Entstehung nicht voneinander entfernen, da sie sonst auch ohne Schwarzes Loch sich nicht gegenseitig vernichten könnten, da sich keine Wirkung schneller als das Licht ausbreiten kann."

Ohne das Schwarze Loch entfernen sich die Teilchen ja nicht voneinander. Sie ziehen sich ja elektrisch an.

Gruß,
Sky.

Spearmint
28.08.2005, 14:53
Hi Sky!
Bis auf einen Punkt überzeugt mich Deine Argumentation. Nur müssen Antimaterie-Systeme nicht zwangsläufig weit weg von uns sein. Ausgehend davon, das unsere Galaxien lediglich entstanden sind durch winzige Asymmetrien während der Entstehung des Universums könnte es doch sein, dass in einigen Bereichen die Materie nach gegenseitiger Vernichtung die Oberhand gewonnen hat und in anderen Bereichen die Antimaterie. Solange nun ganze Galaxien aus der einen, bzw. der anderen Materie bestehen, passiert zunächst einmal nichts. Es müsste schon zu Begegnungen von Materie- und Antimateriesystemen kommen bevor man etwas davon merken würde, sicherlich wäre ein solcher Zusammenstoß nicht zu übersehen da die freigesetzten Energien enorm wären. Dennoch kann dies nicht damit ausgeschlossen werden, dass man diese Systeme nicht Teleskopen sehen kann. Vereinzelte verirrte Atome, die von solchen System unter Umständen ausgetauscht werden, solange sie sich in ausreichender Entfernung befinden, dürften bei deren Vernichtung im kosmischen Strahlungshintergrund (ich meine hier nicht die Hintergrundstrahlung, sondern das gesamte Spektrum der Strahlen im Kosmos) unter gehen.
Gruß Spearmint

prim_ass
31.08.2005, 15:21
Hi Sky!
Bis auf einen Punkt überzeugt mich Deine Argumentation. Nur müssen Antimaterie-Systeme nicht zwangsläufig weit weg von uns sein. Ausgehend davon, das unsere Galaxien lediglich entstanden sind durch winzige Asymmetrien während der Entstehung des Universums könnte es doch sein, dass in einigen Bereichen die Materie nach gegenseitiger Vernichtung die Oberhand gewonnen hat und in anderen Bereichen die Antimaterie. Solange nun ganze Galaxien aus der einen, bzw. der anderen Materie bestehen, passiert zunächst einmal nichts. Es müsste schon zu Begegnungen von Materie- und Antimateriesystemen kommen bevor man etwas davon merken würde, sicherlich wäre ein solcher Zusammenstoß nicht zu übersehen da die freigesetzten Energien enorm wären. Dennoch kann dies nicht damit ausgeschlossen werden, dass man diese Systeme nicht Teleskopen sehen kann. Vereinzelte verirrte Atome, die von solchen System unter Umständen ausgetauscht werden, solange sie sich in ausreichender Entfernung befinden, dürften bei deren Vernichtung im kosmischen Strahlungshintergrund (ich meine hier nicht die Hintergrundstrahlung, sondern das gesamte Spektrum der Strahlen im Kosmos) unter gehen.
Gruß Spearmint

Deine Nachfragen bezüglich der Hawkingstrahlung sind mir mehr als plausibel, denn auch ich sehe die hier vorgestellten Mechanismen der Standardtheorie mit einem fahlen Beigeschmack. Ich meine, das Teilchenmodell verschiebt nur die Antwort auf ein anderes Level, gibt aber keine befriedigende Lösung an. Denn der zugrundeliegende Mechanismus des Schrumpfens eines SL ist ja nicht wirklich erklärt. Ein Teilnehmer fragte ja ganz richtig, warum es keinen mittleren Ausgleich gibt.

Ich möchte eine stringtheoretische Antwort anbieten, die ich viel eleganter finde (aber das ist sehr subjektiv, denn als Mathematiker bin ich da extrem Voreingenommen):

Hawkingstrahlung in 10 Dimensionen (http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=251688)

Sky Darmos
03.09.2005, 19:10
Hallo,

Ich kopier diesen Artikel mal hier rein um ihn zu kommentieren:

>Schwarzes Loch ist "Superflüssigkeit"<

Woraus ein Schwarzes Loch besteht ist nach dem Keine-Haare-Theorem, aufgrund der Aussendung von Gravitationswellen an der Horizontfläche nicht mehr abzulesen und sollte somit auch keine Rolle spielen. Ein Schwarzes Loch ist allein durch seinen Horizont definiert. Wöllte man auf diesen Verzichten so müsste man erst einen Mechanismus angeben durch den der Kollaps verhindert wird.

>Bei ihrer Untersuchung fanden die Forscher nun heraus, dass sich ein Schwarzes Loch in zehn Dimensionen durch eine Flüssigkeit mit einer extrem kleinen Zähigkeit oder Viskosität beschreiben lässt. Die Temperatur dieser Flüssigkeit ist mit mehreren Billionen Grad Celsius allerdings so groß, dass sie im Laufe der Zeit verdampft.<

Eine Verdampfende Flüssigkeit soll etwas mit Hawking-Strahlung zu tun haben?! So eine ungeheure Behauptung sollte man nicht ohne eine nähere Erklärung machen.

>Obwohl ein Schwarzes Loch durch seine ungeheuere Gravitation sowohl alle Materie als auch die Photonen des Lichts aus seiner Umgebung aufsaugt, produziert es daher ständig eine durch das Verdampfen verursachte Strahlung.<

Aha, und wie soll die Strahlung entkommen wenn die Flüssigkeit sich im Schwarzen Loch befindet??

>Son zufolge stellt die Strahlung seines Modells nun genau die von dem englischen Physiker Steven Hawking postulierte Strahlung Schwarzer Löcher dar. Die Analogie ist sogar noch ausgeprägter: <

Das lässt sich sicher gut zurechtbasteln bei so vielen Parametern wie die zugrundegelegte Theorie hat.

>Obwohl sich das All der Stringtheorie zufolge in einer zehndimensionalen Raumzeit befindet, entkommt ein Großteil der Strahlung nur in die bekannten drei Raumdimensionen, da sie in den anderen aufgrund deren extremer Kompaktheit sofort reflektiert wird.<

In der gewöhnlichen Stringtheorie bewegen sich Teilchen immer in allen 10 Dimensionen. Hier können nur die neuerdings populären Versionen mit großen Extradimensionen Grundlage sein. Aber auch das ergibt keinen Sinn da hier nur Gravitonen in Extradimensionen entkommen können.

Gruß,
Sky.

Sky Darmos
03.09.2005, 19:40
Ausgehend davon, das unsere Galaxien lediglich entstanden sind durch winzige Asymmetrien während der Entstehung des Universums könnte es doch sein, dass in einigen Bereichen die Materie nach gegenseitiger Vernichtung die Oberhand gewonnen hat und in anderen Bereichen die Antimaterie.

Das ist nicht möglich da Zerfälle stets zu mehr Materie als Antimaterie führen. Wieso sollte es da in einem anderen Raumbereich Ausnahmen geben. Sollte es doch mal in einem Gebiet einen Überschuss an Antimaterie geben, so wird dieses, der Wahrscheinlichkeit nach, sehr winzig sein und schließlich von den wahrscheinlichen Gebieten in der Umgebung vernichtet werden.


Es müsste schon zu Begegnungen von Materie- und Antimateriesystemen kommen bevor man etwas davon merken würde, sicherlich wäre ein solcher Zusammenstoß nicht zu übersehen da die freigesetzten Energien enorm wären.

Genau und diese Energie würde ununterbrochen von den Grenzen der Materie und der Antimateriegebiete ausgesendet werden. Diese Grenzen wären nicht übersehbar. Und wenn sie es doch wären müssten wir in der kosmischen Strahlung zumindest Antiatome gefunden haben, was jedoch nicht der Fall ist. Auch wenn diese sich zumeist mit der Materie in der Umgebung vernichten würden. Ein kleiner Rest müsste ja dann dennoch immer übrigbleiben.

prim_ass
06.09.2005, 13:57
Hallo,

Ich kopier diesen Artikel mal hier rein um ihn zu kommentieren:

>Schwarzes Loch ist "Superflüssigkeit"<

Woraus ein Schwarzes Loch besteht ist nach dem Keine-Haare-Theorem, aufgrund der Aussendung von Gravitationswellen an der Horizontfläche nicht mehr abzulesen und sollte somit auch keine Rolle spielen. Ein Schwarzes Loch ist allein durch seinen Horizont definiert. Wöllte man auf diesen Verzichten so müsste man erst einen Mechanismus angeben durch den der Kollaps verhindert wird.

>Bei ihrer Untersuchung fanden die Forscher nun heraus, dass sich ein Schwarzes Loch in zehn Dimensionen durch eine Flüssigkeit mit einer extrem kleinen Zähigkeit oder Viskosität beschreiben lässt. Die Temperatur dieser Flüssigkeit ist mit mehreren Billionen Grad Celsius allerdings so groß, dass sie im Laufe der Zeit verdampft.<

Eine Verdampfende Flüssigkeit soll etwas mit Hawking-Strahlung zu tun haben?! So eine ungeheure Behauptung sollte man nicht ohne eine nähere Erklärung machen.

>Obwohl ein Schwarzes Loch durch seine ungeheuere Gravitation sowohl alle Materie als auch die Photonen des Lichts aus seiner Umgebung aufsaugt, produziert es daher ständig eine durch das Verdampfen verursachte Strahlung.<

Aha, und wie soll die Strahlung entkommen wenn die Flüssigkeit sich im Schwarzen Loch befindet??

>Son zufolge stellt die Strahlung seines Modells nun genau die von dem englischen Physiker Steven Hawking postulierte Strahlung Schwarzer Löcher dar. Die Analogie ist sogar noch ausgeprägter: <

Das lässt sich sicher gut zurechtbasteln bei so vielen Parametern wie die zugrundegelegte Theorie hat.

>Obwohl sich das All der Stringtheorie zufolge in einer zehndimensionalen Raumzeit befindet, entkommt ein Großteil der Strahlung nur in die bekannten drei Raumdimensionen, da sie in den anderen aufgrund deren extremer Kompaktheit sofort reflektiert wird.<

In der gewöhnlichen Stringtheorie bewegen sich Teilchen immer in allen 10 Dimensionen. Hier können nur die neuerdings populären Versionen mit großen Extradimensionen Grundlage sein. Aber auch das ergibt keinen Sinn da hier nur Gravitonen in Extradimensionen entkommen können.

Gruß,
Sky.

Nein, in der M-Theorie bewegen sich nicht alle Teilchen in allen 10 Dimensionen. Im anderen Thread zu SL und Raumkrümmung werde ich noch darauf eingehen.

Doch zugegeben, die wissenschaft.de Darstellung war sehr allgemein.

Hier eine genauere Darstellung:

Hawking Strahlung (http://www.physorg.com/news3453.html)

Sky Darmos
07.09.2005, 20:16
Nein, in der M-Theorie bewegen sich nicht alle Teilchen in allen 10 Dimensionen. Im anderen Thread zu SL und Raumkrümmung werde ich noch darauf eingehen.

Aber die Strings müssen doch in 10 Dimensionen Schwingen damit die Theorie konsistent ist.

prim_ass
08.09.2005, 11:30
Aber die Strings müssen doch in 10 Dimensionen Schwingen damit die Theorie konsistent ist.

Sie sind aber, bis auf das Graviton, an der 3-brane gebunden, die unsere drei bekannten Raumdimensionen ausmacht.

Übrigens: Es ist genau diese Sichtweise, dass ja ein z.B. Elektron-string in allen Raumdimensionen schwinkt, aber das Elektron nicht in die anderen Dimensionen entweichen kann, die mich dazu bringt anzunehmen, dass die Verschränkung von Teilchen etwas mit der Existenz der Extradimensionen zu tun hat.

Sky Darmos
08.09.2005, 15:21
Sie sind aber, bis auf das Graviton, an der 3-brane gebunden, die unsere drei bekannten Raumdimensionen ausmacht.

Ja, das ist die eine Variante, mit den Ausgedehnten Extradimensionen und den Bran-Universen. In der anderen können sich die Teilchen frei in allen Dimensionen bewegen, wovon 7 kompaktifiziert sind und SL können auch erst bei der Planck-Energie erzeugt werden.
Diese Versionen mit den Bran-Universen sind eben in letzter Zeit in Mode. Hauptgrund wird wohl sein, dass sie das Hirarchie-Problem lösen.


Übrigens: Es ist genau diese Sichtweise, dass ja ein z.B. Elektron-string in allen Raumdimensionen schwinkt, aber das Elektron nicht in die anderen Dimensionen entweichen kann, die mich dazu bringt anzunehmen, dass die Verschränkung von Teilchen etwas mit der Existenz der Extradimensionen zu tun hat.

Was für komplizierte Lösungen es doch für dieses Problem gibt. Da wurde schon über Wurmlochverbindungen zwischen Teilchen diskutiert und über Nicht-Separabilität philosophiert. Meine Theorie beantwortet die Frage auf allersympelste Art, so dass man es schon an ihrer Grundformulierung ablesen kann und sogar einem Laien problemlos erklären könnte.

Man kann Theorien nicht dazu zwingen dass sie bestimmte Fragen beantworten, dass muss da selbst alles rauskommen. Die Antwort auf eine einzelne Frage muss unmengen anderer Fragen beantworten, sonst ist eine Theorie für mich unbefriedigend.

Wenn man von der Erweiterung einer guten Theorie spricht, meint man damit eigentlich die Reduzierung ihrer Postulate und die Erweiterung ihres Anwendungsbereiches.

Schöne Grüße, Sky.

prim_ass
08.09.2005, 16:02
Ja, das ist die eine Variante, mit den Ausgedehnten Extradimensionen und den Bran-Universen. In der anderen können sich die Teilchen frei in allen Dimensionen bewegen, wovon 7 kompaktifiziert sind und SL können auch erst bei der Planck-Energie erzeugt werden.
Diese Versionen mit den Bran-Universen sind eben in letzter Zeit in Mode. Hauptgrund wird wohl sein, dass sie das Hirarchie-Problem lösen.



Was für komplizierte Lösungen es doch für dieses Problem gibt. Da wurde schon über Wurmlochverbindungen zwischen Teilchen diskutiert und über Nicht-Separabilität philosophiert. Meine Theorie beantwortet die Frage auf allersympelste Art, so dass man es schon an ihrer Grundformulierung ablesen kann und sogar einem Laien problemlos erklären könnte.

Man kann Theorien nicht dazu zwingen dass sie bestimmte Fragen beantworten, dass muss da selbst alles rauskommen. Die Antwort auf eine einzelne Frage muss unmengen anderer Fragen beantworten, sonst ist eine Theorie für mich unbefriedigend.

Wenn man von der Erweiterung einer guten Theorie spricht, meint man damit eigentlich die Reduzierung ihrer Postulate und die Erweiterung ihres Anwendungsbereiches.

Schöne Grüße, Sky.

Keine Mode, sondern eine konsequente Verfeinerung der M-Theorie.

Wenn man eine "eigene" Theorie hat, dann neigt man dazu andere etabliertere Theorien nicht voll wahrzunehmen. Ich kenne nun Deine Theorie nicht, aber frage Dich, aufgrund Deines eigenen Anspruchs, ob sie sich falsifizieren lässt. Welche nachprüfbaren Vorhersagen macht sie?

Sky Darmos
08.09.2005, 16:53
Ich kenne nun Deine Theorie nicht, aber frage Dich, aufgrund Deines eigenen Anspruchs, ob sie sich falsifizieren lässt. Welche nachprüfbaren Vorhersagen macht sie?

Nach dieser Theorie muss die kosmologische Konstante gleich Null sein. Damit löst sie das Vakuumenergieprobem. Zugleich könnte sie eine Erklärung für die Beschleunigung der Expansion des Universums liefern. Allerings konnte ich die Stärke der Beschleunigung bisher nicht vorhersagen. Das dürfte schwierig werden. Die Theorie löst außerdem das Messproblem. Unitäre Entwicklung und Reduktion der Wellenfunktion bilden eine Einheit. Es gibt ein genaues Kriterium für die Messung. Dieses Ermöglicht darüber hinaus Quantenkohärenz in den Mikrotubuli der Neuronen des Gehirns. Um nicht den Rahmen dieses Beitrags zu sprengen, benutze ich lieber die Liste. Die Theorie heißt übrigens Äquivalenztheorie. Sie kann die Fragen 1, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 11, 14, 16, 18, 19, 22, 25 (teilweise), 27 (den zweiten Teil), 29, 33 (teilweise) beantworten.
Die meisten dieser Fragen sind eher qualitativer Natur. Nach der Theorie kann übrigens keine Information dem SL entkommen. Bei den Frage 11, 18 und 25 ist noch einiges zu tun. Ich habe die Arbeit an dieser Theorie allerings seit einem Monat unterbrochen um mich eher Fragen zu den Elementarteilchen und des Raums, zu widmen.
Die Fragen ab Frage 33, werden von einer Theorie über Bewusstsein beantwortet. Meine Theorie sagt vorraus das Quanteneffekte vorraussetzung für Bewusstsein ist. Das ist allerdings nicht die einzige Vorraussetzung. Ein Quantencomputer hat auch kein Bewusstsein. Die Theorie ermöglicht, ebenso wie Benjamin Libelts Theorie des bewussten mentalen Feldes einen gewissen Einfluss von Gehirnregionen die voneinander abgetrennt sind. Das hat mit der Nichtlokalität des Bewusstseins zu tun.
Fragen die ich jetzt angehen will, sind die Fragen 2, 7,10, 13, 17, 20, 25, 27, 30, 31. Das sind jetzt Fragen die häufiger gestellt werden. Einige der Fragen mit denen ich mich zuvor beschäftigt hab, wurden ja eher verdrängt.
Ich bin als erstes von den Interpretationsproblemen der Quantentheorie ausgegangen. Dieses Gebiet wird ja von den meisten Physikern als zu Philosophisch angesehen und eher gemieden.
Ich habe also drei Theorien. Die ersten zwei passen gut zusammen und können auch als eine Theorie betrachtet werden. Die dritte ist noch nicht wirklich ausformuliert. Von dieser Theorie bin ich auch noch gar nicht überzeugt. Dazu leistet sie noch viel zu wenig.

Gruß,
Sky.

prim_ass
08.09.2005, 17:07
Nach dieser Theorie muss die kosmologische Konstante gleich Null sein. Damit löst sie das Vakuumenergieprobem. Zugleich könnte sie eine Erklärung für die Beschleunigung der Expansion des Universums liefern. Allerings konnte ich die Stärke der Beschleunigung bisher nicht vorhersagen. Das dürfte schwierig werden. Die Theorie löst außerdem das Messproblem. Unitäre Entwicklung und Reduktion der Wellenfunktion bilden eine Einheit. Es gibt ein genaues Kriterium für die Messung. Dieses Ermöglicht darüber hinaus Quantenkohärenz in den Mikrotubuli der Neuronen des Gehirns. Um nicht den Rahmen dieses Beitrags zu sprengen, benutze ich lieber die Liste. Die Theorie heißt übrigens Äquivalenztheorie. Sie kann die Fragen 1, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 11, 14, 16, 18, 19, 22, 25 (teilweise), 27 (den zweiten Teil), 29, 33 (teilweise) beantworten.
Die meisten dieser Fragen sind eher qualitativer Natur. Nach der Theorie kann übrigens keine Information dem SL entkommen. Bei den Frage 11, 18 und 25 ist noch einiges zu tun. Ich habe die Arbeit an dieser Theorie allerings seit einem Monat unterbrochen um mich eher Fragen zu den Elementarteilchen und des Raums, zu widmen.
Die Fragen ab Frage 33, werden von einer Theorie über Bewusstsein beantwortet. Meine Theorie sagt vorraus das Quanteneffekte vorraussetzung für Bewusstsein ist. Das ist allerdings nicht die einzige Vorraussetzung. Ein Quantencomputer hat auch kein Bewusstsein. Die Theorie ermöglicht, ebenso wie Benjamin Libelts Theorie des bewussten mentalen Feldes einen gewissen Einfluss von Gehirnregionen die voneinander abgetrennt sind. Das hat mit der Nichtlokalität des Bewusstseins zu tun.
Fragen die ich jetzt angehen will, sind die Fragen 2, 7,10, 13, 17, 20, 25, 27, 30, 31. Das sind jetzt Fragen die häufiger gestellt werden. Einige der Fragen mit denen ich mich zuvor beschäftigt hab, wurden ja eher verdrängt.
Ich bin als erstes von den Interpretationsproblemen der Quantentheorie ausgegangen. Dieses Gebiet wird ja von den meisten Physikern als zu Philosophisch angesehen und eher gemieden.
Ich habe also drei Theorien. Die ersten zwei passen gut zusammen und können auch als eine Theorie betrachtet werden. Die dritte ist noch nicht wirklich ausformuliert. Von dieser Theorie bin ich auch noch gar nicht überzeugt. Dazu leistet sie noch viel zu wenig.

Gruß,
Sky.

Nun habe ich nichts, um Deine Aussagen zu prüfen, aber dazu habe ich eh keine Zeit. Nur, allein schon der exakte Wert 0 für lamda kann ich schon nicht exzeptieren, da gefällt mir die m-theorie mit ihrem Wert nahe 0 schon viel besser (auch die beschleunigte Expansion wird ja in ihr damit gelöst).

Aber gut, belassen wirs dabei...

Sky Darmos
08.09.2005, 18:09
Nur, allein schon der exakte Wert 0 für lamda kann ich schon nicht exzeptieren, da gefällt mir die m-theorie mit ihrem Wert nahe 0 schon viel besser (auch die beschleunigte Expansion wird ja in ihr damit gelöst).

Die M-Theorie lässt alle möglichen Werte für Lambda zu. Eigentlich bietet sie uns nur eine Obergrenze, die allerdings, 121 Größenordnungen neben den Beobachtungen liegt. Zuletzt habe ich auch einen Artikel über Stringtheorie gelesen wo es darum ging ob man irgendwie aus der Fülle von Lösungen irgendeinen bestimmten Wert für Lambda aus der Theorie ableiten könnte. Der Artikel hies denke ich "Die Landschaft der Stringtheorie". Das ist ja schon der springende Punkt. Es ist eine fülle von Lösungen möglich, so dass die Theoretiker nicht um die Widerlegung ihrer Theorie fürchten müssen.

Im Übrigen halte ich es für absurd eine Theorie nicht zu akzeptieren die man noch gar nicht kennt. Ich hatte ja nicht vor sie hier zu veröffentlichen, doch ich finde es schon krass, dass du sie dir nicht einmal angesehen hättest.

Gruß, Sky.

prim_ass
09.09.2005, 09:19
Die M-Theorie lässt alle möglichen Werte für Lambda zu. Eigentlich bietet sie uns nur eine Obergrenze, die allerdings, 121 Größenordnungen neben den Beobachtungen liegt. Zuletzt habe ich auch einen Artikel über Stringtheorie gelesen wo es darum ging ob man irgendwie aus der Fülle von Lösungen irgendeinen bestimmten Wert für Lambda aus der Theorie ableiten könnte. Der Artikel hies denke ich "Die Landschaft der Stringtheorie". Das ist ja schon der springende Punkt. Es ist eine fülle von Lösungen möglich, so dass die Theoretiker nicht um die Widerlegung ihrer Theorie fürchten müssen.

Im Übrigen halte ich es für absurd eine Theorie nicht zu akzeptieren die man noch gar nicht kennt. Ich hatte ja nicht vor sie hier zu veröffentlichen, doch ich finde es schon krass, dass du sie dir nicht einmal angesehen hättest.

Gruß, Sky.


Du willst die Dynamik der M-Theorie eben nicht gelten lassen. Doch unsere Umwelt ist nun mal dynamisch und eine gute Theorie bildet dieses Dynamik dann auch ab. Gerade aufgrund dieser Dynamik kann die kosmologische Konstante einfach keinen exakten Wert annehmen, daher muss ich einer Theorie, die gang genau sagt, der Wert wäre exakt soundso, ablehnen, denn mathematisch ist das schon längst bewiesen (Null als Mittelwert, ok, Null als exakten, absoluten Wert ist einfach falsch).

Um Dich nicht zu beleidigen, will ich Dir das erklären: Wenn jemand zu mir kommt und mir sagt, ihm wäre die Quadratur des Kreises gelungen, dann kann ich das ungeprüft abweisen, weil ich weiß, dass bereits anerkannt bewiesen wurde, dass es dafür keine Lösung gibt. Das ist nichts persönliches, sondern eben mathematische Ökonomie.

Das gleiche ist mir so gegangen als jemand seinen Primzahlzwillingsbeweis zur Begutachtung vorgelegt hat. Schon in den ersten Zeilen hat dieser "Beweis" Grundannahmen gemacht, die eben längst widerlegt sind. Natürlich habe ich nach einem entsprechenden Hinweis sofort empörten Widerspruch des Betroffenen geerntet. Aber so ist das eben. Keine Sorge, ich habe auch einen Primzahlzwillingsansatz vorgelegt, der zwar auch einiges gebracht hat, aber eben nicht für eine Beweisstrategie bzgl. der unendlichen Anzahl der PZ taugt. Aber ich verwende meine Ergebnisse nun für die Kryptographie, und da hats wirklich gesessen...

Also: Versuche Dich mal genauer mit der M-Theorie auseinanderzusetzen. Ich sehe viele Aussagen, die Du nicht wirklich korrekt aus Büchern adaptierst, wie das mit den "Löchern". Du hast hier etwas mit den Spiegelgruppentopologie (Conifold-Operationen) zusammengeschmissen.

Sky Darmos
09.09.2005, 14:15
Du willst die Dynamik der M-Theorie eben nicht gelten lassen.

Erkenntnistheoretisch gesehen wirft das kein gutes Licht, auf die M-Theorie. Eine Theorie die alles mögliche Vorhersagen kann ist keine Theorie mehr.


Doch unsere Umwelt ist nun mal dynamisch und eine gute Theorie bildet dieses Dynamik dann auch ab.

Die Dynamik die die M-Theorie behauptet, etwa dass sich die Kopplungskonstanten im Laufe der Zeit durch Transformation der Extradimensionen ändern könnten, wurde nicht beobachtet. Auch die Massen der Elementarteilchen haben sich bisher nicht geändert, trotz aller Flop-Übergänge in den Extradimensionen die möglich wären.


Gerade aufgrund dieser Dynamik kann die kosmologische Konstante einfach keinen exakten Wert annehmen, daher muss ich einer Theorie, die gang genau sagt, der Wert wäre exakt soundso, ablehnen, denn mathematisch ist das schon längst bewiesen (Null als Mittelwert, ok, Null als exakten, absoluten Wert ist einfach falsch).

Da merkt man mal dass du von wo ganz anders herkommst. Wir sind hier nicht in der Mathematik sondern in der Physik. Hier musst du dich daran gewöhnen dass sich nichts beweisen lässt. Nur Wiederlegungen sind möglich. Du kannst beweisen dass etwas im Rahmen einer bestimmten Theorie so und so sein muss. Etwa dass nach der ART, Singularitäten existieren müssen. Du kannst aber nicht beweisen dass die ART in der wirklichen Welt uneingeschränkt gilt.
Solange eine Theorie nicht im Widerspruch zu irgendwelchen Beobachtungen steht, ist sie eine möglichkeit die bis zum Untergang der Menschheit geprüft wird. Auch die ART wird seit 80 Jahren geprüft, da eben kein Beweis möglich ist.

Es gibt genug andere Wissenschaftler die die Beschleunigte Expansion ohne eine kosmologische Konstate zu erklären versuchen. Erst kürzlich gab es auch hier bei astronews einen Artikel darüber.
Selbst wenn es diese andere Ansätze nicht gäbe. Eine Theorie die all diese anderen Probleme die ich aufgelistet habe, lösen kann, ist nicht einfach mit so einem billigen Argument, abzulehnen. Das ist keine Widerlegung. Du kennst schließlich meinen Mechanismus für die Beschleunigung der Expansion nicht.
Und dein Beispiel mit den Primzahlen ist nun wirklich unwissenschaftlich. In der Mathematik sind eben exakte Beweise möglich. In der Physik kann man aber nur durch die Beobachtungen widerlegen und meine Theorie ist keineswegs durch die Beobachtungen widerlegt.

prim_ass
09.09.2005, 14:35
Erkenntnistheoretisch gesehen wirft das kein gutes Licht, auf die M-Theorie. Eine Theorie die alles mögliche Vorhersagen kann ist keine Theorie mehr.



Die Dynamik die die M-Theorie behauptet, etwa dass sich die Kopplungskonstanten im Laufe der Zeit durch Transformation der Extradimensionen ändern könnten, wurde nicht beobachtet. Auch die Massen der Elementarteilchen haben sich bisher nicht geändert, trotz aller Flop-Übergänge in den Extradimensionen die möglich wären.



Da merkt man mal dass du von wo ganz anders herkommst. Wir sind hier nicht in der Mathematik sondern in der Physik. Hier musst du dich daran gewöhnen dass sich nichts beweisen lässt. Nur Wiederlegungen sind möglich. Du kannst beweisen dass etwas im Rahmen einer bestimmten Theorie so und so sein muss. Etwa dass nach der ART, Singularitäten existieren müssen. Du kannst aber nicht beweisen dass die ART in der wirklichen Welt uneingeschränkt gilt.
Solange eine Theorie nicht im Widerspruch zu irgendwelchen Beobachtungen steht, ist sie eine möglichkeit die bis zum Untergang der Menschheit geprüft wird. Auch die ART wird seit 80 Jahren geprüft, da eben kein Beweis möglich ist.

Es gibt genug andere Wissenschaftler die die Beschleunigte Expansion ohne eine kosmologische Konstate zu erklären versuchen. Erst kürzlich gab es auch hier bei astronews einen Artikel darüber.
Selbst wenn es diese andere Ansätze nicht gäbe. Eine Theorie die all diese anderen Probleme die ich aufgelistet habe, lösen kann, ist nicht einfach mit so einem billigen Argument, abzulehnen. Das ist keine Widerlegung. Du kennst schließlich meinen Mechanismus für die Beschleunigung der Expansion nicht.
Und dein Beispiel mit den Primzahlen ist nun wirklich unwissenschaftlich. In der Mathematik sind eben exakte Beweise möglich. In der Physik kann man aber nur durch die Beobachtungen widerlegen und meine Theorie ist keineswegs durch die Beobachtungen widerlegt.

Nein: Deine Theorie ist bis dato in der Wissenschaft nicht existend, mithin auch nicht widerlegt. Ich finde es vermessen, wenn Du das Wort "Theorie" in den Mund nimmst, aber eine etablierte Theorie, die eben Existend ist, kritisierst, ohne überhaupt in die Grundlagen eingedrungen zu sein. Meine Vergleiche waren korrekt, denn die zugrundeliegenden Gleichungen lassen sich beweisen. In meinen Beitragen habe ich stets auf die Anwendbarkeit und Labor-Prüfung verwiesen. Nein, eine inhaltliche Diskussion ist mit Dir leider nicht möglich, da Du unter dem Druck stehst "Deine Theorie" - die keiner kannt - verteidigen zu müssen. Die M-Theorie ist mathematisch konsistent und bietet nun schon Möglichkeiten zur Verifizierung in den Laboren. Sie string lensing etc. Und genau das ist der Unterschied zwischen einer Theorie - und einem TOE-Kandidaten - und einer fixen Idee, wie sie Dich zur Zeit quält. nach einigen Vorlesung theoretische Physik (für jeden angehenden Mathematiker Pflicht), wird sich ein tiefergehender Disput sicher lohnen...

Aber ist schon ok. "Young and wild", heißt es nicht so?

Schönes Wochenende...

Sky Darmos
09.09.2005, 14:55
Meine Vergleiche waren korrekt, denn die zugrundeliegenden Gleichungen lassen sich beweisen.

Beweise gibt es nur innerhalb von Theorien.


In meinen Beitragen habe ich stets auf die Anwendbarkeit und Labor-Prüfung verwiesen.

Und ich habe darauf hingewiesen, dass die Stringtheorie flexibel genug ist um sich den Experimentellen Ergebissen, eine sehr lange Zeit anzupassen.


Nein, eine inhaltliche Diskussion ist mit Dir leider nicht möglich, da Du unter dem Druck stehst "Deine Theorie" - die keiner kennt - verteidigen zu müssen.

Es würde meine Theorie in keinster Weise wiederlegen wenn die Stringtheorie richtig wäre. Der Stringtheorie kann man auch eine modifizierte Quantentheorie zugrunde legen.

Meine Kritik an der Stringtheorie hat also überhaupt nichts mit meiner Theorie zu tun! Ich bin also völlig objektiv bei meiner Kritik.


Und genau das ist der Unterschied zwischen einer Theorie - und einem TOE-Kandidaten - und einer fixen Idee, wie sie Dich zur Zeit quält.

Aha, ein TOE-Kandidat ist also keine Theorie??!
Und eine Theorie die fast niemand kennt ist automatisch eine fixe Idee? Oder hängt das damit zusammen das sie von mir kommt?

prim_ass
09.09.2005, 14:59
Aha, ein TOE-Kandidat ist also keine Theorie??!
Und eine Theorie die fast niemand kennt ist automatisch eine fixe Idee? Oder hängt das damit zusammen das sie von mir kommt?

Natürlich nicht. Da ich Dich nicht kenne hat das nichts mit Deiner Person zu tun, aber mit Deinen streckenweise unreflektierten Äußerungen über die M-Theorie.

Belassen wirs erst mal dabei.

Sky Darmos
09.09.2005, 15:25
Natürlich nicht. Da ich Dich nicht kenne hat das nichts mit Deiner Person zu tun, aber mit Deinen streckenweise unreflektierten Äußerungen über die M-Theorie.

Ich hab ja gar nichts gegen die M-Theorie. Nur dagegen sie als TOE zu bezeichen, das ist etwas naiv. Was ist mit Bewusstsein, das ist etwas fundamentales und wird nicht von ihr erklärt. Lies dazu vielleicht mal diesen kurzen Text von Penrose durch:

http://www.quantumconsciousness.org/TOE.htm

Wenn dir "Des Keisers neue Kleider" gefallen hat, dann verstehe ich nicht wie du dann noch die M-Theorie als das Ende der Grundlagenphysik ansehen kannst. Genauso unbegründet, dachten viele Physiker anfang des letzten Jahrhunderts noch die Physik wäre zuende. Damals hätte man auch eine lange Liste erstellen können mit fundamentalen Fragen. Vielleicht hätten die Physiker von damals auch wie du gesagt, dass man das durch ein paar keine Änderungen erklären könnte. Es kam jedoch anders und die Physik wurde durch RT und QT auf den Kopf gestellt.
Penrose hätte sicherlich ebensoviel dagegen einzuwenden hier von einer TOE zu sprechen wie ich. Und du musst das auch gar nicht als Angriff gegen die Stringtheorie verstehen. Es heißt nur dass es nicht die letzte Theorie der Grundlagenphysik sein kann, mehr nicht.

Spearmint
12.09.2005, 07:51
Ich kann mich noch immer nicht ganz zufrieden geben mit der Hawking-Strahlung.
Zur Zeit beträgt die "Oberflächentemperatur" eines Schwarzen Lochs weniger als die Hintergrundstrahlung des Universums. Das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße hat beispielsweise eine Temperatur von 10^-13 °K die effektive Temperatur bedingt durch die Hintergrundstrahlung beträt aber z. Z. etwa 3°K. Nach den Gesetzen der Thermodynamik wandert Energie aber immer von Warm nach Kalt. Wie, so frage ich mich, können dann die Teilchen welche entstehen in den freien Raum entkommen anstatt ins Schwarze Loch zu stürzen, da sie doch ohnehin unmittelbar am Ereignishorizont entstanden sind wo so gewaltige Gezeitenkräfte auftreten, dass sie überhaupt entstehen konnten.
Gruß
Spearmint

Sky Darmos
12.09.2005, 13:54
Wie, so frage ich mich, können dann die Teilchen welche entstehen in den freien Raum entkommen anstatt ins Schwarze Loch zu stürzen, da sie doch ohnehin unmittelbar am Ereignishorizont entstanden sind wo so gewaltige Gezeitenkräfte auftreten, dass sie überhaupt entstehen konnten.

Die Grenze für Stabile Umlaufbahnen ist das 1,5 Fache des Schwarzschildradius. Es gibt also um ein Schwarzes Loch keine Umlaufbahnen mit einem kleineren Umfang als 6πGM/c^2. Auf dieser befindet sich der sogenannte Lichtkreis. Er ist in vielerlei hinsicht von Bedeutung. Etwa endet hier die Ergosphäre eines Schwarzschildschen Schwarzen Lochs. Außerdem kehrt sich die Zentriphentalkraft hier um!
Weiter innen gibt es noch den Ereignishorizont. Er ist die Grenze bis zu der man dem Schwarzen Loch in Radialer Richtung entkommen kann. Umlaufbahnen sind hier jedoch nicht möglich. Der Ereignishorizont wird allerdings von Lichtstrahlen gebildet. Obwohl eigentlich der Lichtkreis im Eineinalhabfachen des Schwarzschildradius die Letzte stabile Umlaufbahn sein sollte, haben wir hier auf dem Ereignishorizont wider einen Lichtkreis. Dieser kommt aufgrund des Kippens der Lichtkegel, durch die Krümmung der Raumzeit zustande. Das sieht man sofort wenn man ein Lichtkegeldiagramm von einem Schwarzen Loch anfertigt.
Von den virtuellen Teilchen können nur ganz bestimmte dem Schwarzen Loch entkommen. Sie müssen die Richtige Wellenlänge haben. Ideal sind solche mit einer Wellenlänge die etwa ein Viertel des Horizontumfangs beträgt und die räumlich etwa eine Wellenlänge getrennt sind. Da die Gezeitenkraft die Teilchen radial auseinander zieht, können sie auch radial entkommen. Kein Physikalisches Gesetz verbietet dass Teilchen direkt über dem Ereignishorizont in radialer Richtung entkommen. Zweifellos brauchen sie dazu eine hohe Beschleunigung, doch die bekommen sie vom Schwarzen Loch durch die Gezeitenkraft. Natürlich schaffen es auch nur ganz ganz wenige der virtuellen Teilchen tatsächlich aus dem Schwarzen Loch. Die meisten Paare fallen wider zurück. Deshalb ist die Leuchtkraft eines Schwarzen Lochs stellarer Masse auch unglaublich gering.

Gruß, Sky.

Spearmint
12.09.2005, 15:13
Hi Sky
Wie lange wird es dauern bis ein supermassives Schwarzes Loch verdampft ist? Das müssen ja enorme Zeiträume sein 10^500 Jahre oder so etwas, vieleicht noch mehr!
Gruß Spearmint

Sky Darmos
12.09.2005, 16:08
Wie lange wird es dauern bis ein supermassives Schwarzes Loch verdampft ist? Das müssen ja enorme Zeiträume sein 10^500 Jahre oder so etwas, vieleicht noch mehr!

Die Verdampfungszeit eines Schwarzen Lochs ist gegeben durch:

t = M^3 / (3 K) , K = h c^4 / (30720 π^2 G^2)

Schöne Grüße,
Sky.

PS: Wenn ich die Masse des Supermassiven Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße eingebe wird die Zahl zu groß für meinen Taschenrechner. Daheim hab ich auf dem PC so einen Taschenrechner der auch mit komplexen Zahlen rechnet und bis zu 500 Stellen oder so ausrechnet. Bin aber gerade leider, nicht daheim.

Spearmint
12.09.2005, 17:41
Hallo Sky!
Danke für die Formel! Mein Rechner kann das zwar auch aber ich wüsste gerne was 30720 π bedeutet. Ist das eine Konstante?
Abgesehen davon, was bleibt übrig vom Universum wenn alle Schwarzen Löcher verdampft sind? Bleiben dann nur noch Positronen mit riesigen Umlaufbahnen, größer als Galaxien?
Gruß Spearmint

Sky Darmos
12.09.2005, 18:30
Danke für die Formel! Mein Rechner kann das zwar auch aber ich wüsste gerne was 30720 π bedeutet. Ist das eine Konstante

Die genaue Verdampfungszeit hängt teilweise von komplizierten Details der Quantengravitation ab. Die Konstante 30720 stammt aus Hawking Näherungsberechnungen. Die Herleitung zu der von mir erwähnten Formel und einer anderer Formel zu Schwarzen Löchern findest hier:

http://library.thinkquest.org/C007571/german/advance/core4.htm


Abgesehen davon, was bleibt übrig vom Universum wenn alle Schwarzen Löcher verdampft sind? Bleiben dann nur noch Positronen mit riesigen Umlaufbahnen, größer als Galaxien?

Umso kleiner das Schwarze Loch wird umso Energiereicher wird seine Strahlung. Am Ende der Verdampfungszeit können alle möglichen Elementarteilchen emmitiert werden.
Da die alle Elementarteilchen letztendlich in Up-Quarks, Down-Quarks, Photonen, Elektronen und Neutrinos Zerfallen, - supersymmetrische Teilchen mal Ausgenommen (diese Zerfallen hypothetisch in Neutralinos), besteht das Universum letztendlich nur aus diesen Teilchen. Wenn es das X-Teilchen gibt, dann müssen auch Protonen zerfallen. Die Zerfallsprodukte sind Positronen und Pionen. Die Positronen vernichten sich mit den umgebenden Elektronen. Dabei entsteht Gammastrahlung, also hochenergetische Photonen. Die Pionen zerfallen auch in Photonen. Letztendlich hätten wir ein Universum nur aus Licht! Da Lichtstrahlen Nullgeodätischen sind, die die Länge Null haben, könnte man nicht mehr zulässigerweise sagen, das Universum hätte eine Größe. Es hätte eine konforme Geometrie - erinnert mich an die Twistortheorie von Penrose. Nach der beginnt das Universum mit einer konformen Geometrie und Teilchen entstehen durch die Verbindung von Lichtstrahlen. Nur so ein Gedanke...

Buchtipp: "Vom Urknall zum Zerfall" von Harald Fritsch.

Ein sehr gutes Buch über Elementarteilchenphysik ist "Quarks", was ebenfalls Harald Fritsch geschrieben hat. Die weitere Entwicklung des Universums unter der Annahmen einer ewigen Expansion ist in "Die fünf Zeitalter des Universums" erschöpfend beschrieben.

Schöne Grüße,
Sky.

Spearmint
12.09.2005, 19:04
Das Buch "Die fünf Zeitalter des Universums" habe ich! Leider ist mir dort das ganze nicht genug im Detail beschrieben. Es geht mir nicht um das Verständnis dieses Buches, dass ist sehr einfach. Ich möchte mehr Hinturgrundwissen zu den einzelnen Vorgängen beschrieben haben! Sollten die anderen von Dir beschriebenen Bücher dies tun, so werde ich mir diese zulegen.
Danke und Gruß
Spearmint

Sky Darmos
12.09.2005, 21:38
Das Buch "Die fünf Zeitalter des Universums" habe ich! Leider ist mir dort das ganze nicht genug im Detail beschrieben.

Ich hab das Buch selbst nicht gelesen. Vielleicht einen kleinen Teil. Ich habs mal aus der Bücherrei ausgeliehen.


Es geht mir nicht um das Verständnis dieses Buches, dass ist sehr einfach. Ich möchte mehr Hinturgrundwissen zu den einzelnen Vorgängen beschrieben haben! Sollten die anderen von Dir beschriebenen Bücher dies tun, so werde ich mir diese zulegen.

Das beste populärwissenschaftliche Buch zum Thema Schwarze Löcher ist denke ich "Gekrümmter Raum und verbogene Zeit" von Kip S.Throne. Dort gibt es ein ganzes Kapitel über die Hawking-Strahlung. Das Buch ist sehr historisch orielntiert. Du wirst also auch einiges über die Wissenschaftler erfahren. Auch wirst du erfahren auf wessen Arbeiten Hawking zurückgriff als er seine Arbeit zur Hawkingstrahlung verfasste. Seldowitsch hatte nämlich schon vor Hawkings Arbeit behauptet dass Schwarze Löcher strahlen, nur sollte diese Strahlung eben die Rotation des Lochs bremsen und aufhören wenn das Loch nicht mehr rotiert. Im Modell von Seldowitsch wurden die virtuellen Teilchen durch die Rotation der Raumzeit um das Schwarze Loch herum, beschleunigt und in reelle Teilchen umgewandelt.

Ich denke Penrose hätte Hawkings entdeckung ebenso machen können. Schließlich entdeckte er in den 60er Jahren einen ganz analogen Mechanismus um Energie aus einem Schwarzen Loch zu gewinnen, bei dem man eben reelle Teilchen nutzt.

Schöne Grüße,
Sky.

PS: Wenn du dich auch für Spekulationen über das Innere von Schwarzen Löchern, in Verbindung mit Möglichkeiten zu Zeitreisen, interessierst, dann kann ich dir "Jenseits der Zeit" von John Gribbin empfehlen.