Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Navigation im Universum
captain kirk
03.07.2008, 19:59
stellen wir uns folgendes vor:
durch eine revolutionäre entdeckung hätten wir plötzlich einen hyperraumantrieb, mit dem wir ohne zeitverzug jeden punkt des universums erreichen könnten.
jetzt kommt das problem: wie navigieren wir zu jedem punkt des universums, wenn uns die entfernungsmessung probleme bereitet?
beispiel die andromeda-galaxie: entfernung früher ca. 2 mio. lichtjahre, heutige messungen 2,5 mio. lichtjahre.
sicher, alpha centauri werden mit diesem antrieb ohne probleme erreichen können, aber was ist mit einer galaxie in 13 milliarden lichtjahren entfernung?
da dürfte der messfehler doch gigantsch sein (500 mio. ly bei andromeda sind ja schon keine kleinigkeit)
darüberhinaus kommt noch die expansion des universums hinzu.
durch die rotverschiebung läßt sich sicher kein exakter bewegungsvektor ermitteln, so das wir die position der galaxie zu jetzigen zeitpunkt bestimmen könnten.
we könnte man diese probleme lösen?
Du solltest Dir nicht auf der Basis von physikalisch Unmöglichem Probleme ausdenken und deren Lösung hier diskutieren wollen.
komet007
03.07.2008, 20:11
durch eine revolutionäre entdeckung hätten wir plötzlich einen hyperraumantrieb, mit dem wir ohne zeitverzug jeden punkt des universums erreichen könnten.
Ich denke, wenn eine Zivilisation dazu fähig ist Hyperraumatriebe zu entwickeln, so sollte sie auch dazu befähigt sein, genaue Entfernungsmessungen vorzunehmen. :)
Gruß
Nathan5111
03.07.2008, 21:14
Wo ist das Problem?
Wir 'fliegen' auf Sicht!
Ende der Diskussion.
Du solltest Dir nicht auf der Basis von physikalisch Unmöglichem Probleme ausdenken und deren Lösung hier diskutieren wollen.
Langsam, meine Herren ;) Man braucht den grundsätzlichen Boden der physikalischen Realität nicht zu verlassen, man muss ihn nur ein klein wenig dehnen ;)
Harald Lesch hat in einer seinen Alpha Centauri Sendungen mal überschlagen wie lange es (bei genügend zur Verfügung stehender Energie) dauern würde um einen Menschen mit angenehmer Beschleunigung auf 99,99schlagmichtot Prozent der Lichtgeschwindigkeit zu bringen, und in welcher subjektiv von ihm empfundenen Zeit er durch das gesamte Universum reisen würde. In seiner Überschlagsrechnung kam er - nach meiner Erinnerung - auf sowas zwischen 12 und 25 Jahren. Auf jeden Fall innerhalb der Lebenserwartung eines erwachsenen Astronauten.
Nur wird dann das Universum zum wahrhaftigen Bienenschwarm. Die Zeit im Raumschiff vergeht im Verhältnis zum übrigen Universum derart langsam, das man Sterne entstehen und vergehen sieht in einem Augenblick, dass Galaxien miteinander Kollidieren, wie Kanonenkugeln. Eine sinnvolle Navigation dürfte dann äusserst schwierig werden und die Wahrscheinlichkeit in irgendeinen Himmelskörper zu krachen immer höher. Denn von der Erde aus betrachtet fliegt das Raumschiff mit nahe LG, aber das für milliarden von Erdjahren mit Reaktionszeiten von millionen von Jahren für irgendwelche eventuelle Ausweichmanöver.
captain kirk
04.07.2008, 18:52
Langsam, meine Herren ;) Man braucht den grundsätzlichen Boden der physikalischen Realität nicht zu verlassen, man muss ihn nur ein klein wenig dehnen ;)
na wenigstens einer, der ein bisschen was wagt und sich mit seiner fantasie auf reisen begibt.
alle anderen scheinen das glatte parkett der spekulation zu fürchten, um sich als ernstzunehnmde naturwissenschaftler nicht angreifbar zu machen.
@orbit: soweit ich weiß, ist der hyperraum nicht nur ein hirngespinst der science fiction literatur, sondern auch wissenschaftler vertreten die theorie das es noch mehr dimensionen gibt als die bekannten vier.
ich wollte eigentlich nur wissen ob da schon jemand weitergedacht hat, den der hyperraum scheint ja theoretisch die einzigste möglichkeit zu sein schneller als das licht zu reisen.
captain kirk
04.07.2008, 18:58
Ich denke, wenn eine Zivilisation dazu fähig ist Hyperraumatriebe zu entwickeln, so sollte sie auch dazu befähigt sein, genaue Entfernungsmessungen vorzunehmen. :)
Gruß
hmm...das ist nicht gesagt. die atomenergie ist uns vor 60 jahren auch so "in den schoß gefallen", ohne das wir sie bis heute 100% beherrschen können (weder in moralischer noch in technischer hinsicht).
Hallo captain kirk,
hmm...das ist nicht gesagt. die atomenergie ist uns vor 60 jahren auch so "in den schoß gefallen", ohne das wir sie bis heute 100% beherrschen können (weder in moralischer noch in technischer hinsicht).also wenn ich Dich richtig verstehe, dann möchtest Du ein Raumschiff zur Verfügung haben, das sich mit beliebiger Geschwindigkeit bewegen läßt, fürchtest Dich aber davor Dich im 'Urwald' zu verlaufen?
Das was Du hier konstruierst, ist ein weit verbreiteter, man könnte schon fast sagen beliebter 'Fehler' der meisten SciFi-Autoren. Irgend ein, für ihre Geschichte besonders wichtiger technischer Aspekt ist in geradezu schwindel erregende Höhen entwickelt, der Rest der Lebenswelt sieht aber genau so aus wie wir sie kennen. Das wird übrigens in den ganz alten SciFi-Filmen besonders deutlich.
captain kirk, wer sich in ein solches Raumschiff setzt, losfliegt und erst dann merkt, daß er die Astrogation noch nicht beherrscht, dem war auch lange vorher nicht mehr zu helfen. Laß ihn fliegen. ;)
Die Anderen werden lange vorher ein exaktes Modell ihrer Umgebung haben, mit dem sie über viele Jahrtausende hinweg und wenn sie weiter wollen, über viele Jahrmillionen hinweg, ausreichend genau berechnen können, wo jeder einzelne Stern mit welcher Geschwindigkeit seine Bahn ziehen wird. Und sie werden das Instrumentarium für solche 'Karten' mit sich führen und alles kartographieren, was ihnen vor ihre Instrumente kommt. Und das auch noch vollautomatisch und lange lange bevor irgend ein Tourist dort hin reist.
Herzliche Grüße
MAC
wer sich in ein solches Raumschiff setzt, losfliegt und erst dann merkt, daß er die Astrogation noch nicht beherrscht, dem war auch lange vorher nicht mehr zu helfen. Laß ihn fliegen.
Sehr schön! :)
captain kirk
05.07.2008, 01:34
captain kirk, wer sich in ein solches Raumschiff setzt, losfliegt und erst dann merkt, daß er die Astrogation noch nicht beherrscht, dem war auch lange vorher nicht mehr zu helfen. Laß ihn fliegen. ;)
MAC
:D
der ist gut!
Planetologist
05.07.2008, 21:23
mal unter dem Aspekt, dass das Raumschiff funktioniert, wuerde sich eine Navigation mittels Neutronensternen geradezu aufdraengen. Vor der Reise eine genaue Karte der Neutronensterne inkl. Rotationsdauer anfertigen und dann mittels Triangulation waehrend der Reise navigieren. Die Erde ist uebrigens nach dieser Methode auf der Voyager Gold - Platte genau so zu finden.
komet007
05.07.2008, 23:36
hmm...das ist nicht gesagt. die atomenergie ist uns vor 60 jahren auch so "in den schoß gefallen", ohne das wir sie bis heute 100% beherrschen können (weder in moralischer noch in technischer hinsicht).
Hallo Kirk
ich finde schon, dass wir die Atomenergie weitgehen beherrschen (technisch), ansonsten hätte es wohl bereits mehrere Tschernobyls gegeben. Ansonsten, wenn man die technischen Mittel zur Verfügung hat, wieso sollte man sie nicht nutzen? Gerade in Zeiten hoher Ölpreise werden die Stimmen wieder lauter - pro Atomenergie, soviel zum moralischen Aspekt.
Um allerdings ein Raumschiff mit einem Hyperraumantrieb auszustatten, dürften wohl etwas höhere Energien nötig sein.
Du sprichst im Grunde von Gleichzeitigkeiten, Raumfaltung anhand von Wurmlöchern. Dazu habe ich mal einen ganz interessanten Artikel gelesen, wobei man hochrechnete, welche Energien und Computerleistungen das Raumschiff Enterprise zur Verfügung haben müsste um zu beamen und auf Warp 9 zu beschleunigen. Die Computerleisung weiß ich zwar nicht mehr, um zu beamen müsste man im Grunde jedes einzelne Quant in unserem Körper lokalisieren, in Photonen zerlegen und an der entsprechenden Stelle wieder zusammen setzen. Man müsste also Energien und Temperaturen erzeugen, wie sie zur Zeit des Urknalls herrschten.
Um beispielsweise den Raum zu krümmen, wie es Raumschiff Enterprise macht, wäre die Energie bzw Masse mehrerer Sonnen nötig.
Um eine Einstein-Rosen-Brücke zu erzeugen, müsste man die Energie eines Schwarzen Loches zur Verfügung haben, da reicht ein bisschen Antimaterie, wie beim Raumschiff Enterprise ganz sicher nicht aus.
Es sieht also nicht gut aus, dass wir jemals solche Energie erzeugen können, ausser wir entdecken eine noch unbekannte Energieform, oder es werden sich neue Möglichkeiten auftun, wenn wir wissen was hinter der Dunklen Energie und der Dunklen Materie steckt, finden beispielsweise das Tachyon usw. Ich habe mal von einer Möglichkeit gelesen, Negative Energie für Hyperraumantriebe zu nutzen, also Dunkle Energie zu erzeugen und ein Raumschiff damit zu umhüllen, um es von der Raumzeit abzukoppeln, was letztendlich unendliche Geschwindigkeiten erlauben würde.
Naja, vielleicht bringt uns der LHC ja ein Stück näher an diese Phantasien heran oder es entstehen nur noch mehr unlösbare Fragen, wer weiß. :rolleyes:
captain kirk
06.07.2008, 00:52
mal unter dem Aspekt, dass das Raumschiff funktioniert, wuerde sich eine Navigation mittels Neutronensternen geradezu aufdraengen. Vor der Reise eine genaue Karte der Neutronensterne inkl. Rotationsdauer anfertigen und dann mittels Triangulation waehrend der Reise navigieren. Die Erde ist uebrigens nach dieser Methode auf der Voyager Gold - Platte genau so zu finden.
wow! das mit den neutronensternen hört sich verdammt interessant an! könntest du das mal näher erklären? haben neutronensterne eine strahlung, die auch in anderen dimensionen meßbar wäre? (okay die frage ist wohl kaum zu beantworten, aber lieber dumm fragen als dumm bleiben:))
captain kirk
06.07.2008, 01:09
oder es werden sich neue Möglichkeiten auftun, wenn wir wissen was hinter der Dunklen Energie und der Dunklen Materie steckt, finden beispielsweise das Tachyon usw. Ich habe mal von einer Möglichkeit gelesen, Negative Energie für Hyperraumantriebe zu nutzen, also Dunkle Energie zu erzeugen und ein Raumschiff damit zu umhüllen, um es von der Raumzeit abzukoppeln, was letztendlich unendliche Geschwindigkeiten erlauben würde.
Naja, vielleicht bringt uns der LHC ja ein Stück näher an diese Phantasien heran oder es entstehen nur noch mehr unlösbare Fragen, wer weiß. :rolleyes:
hallo komet! eine diskussion über die atomenergie wäre jetzt off topic. die atomenergie war nur ein beispiel von mir für eine technologie, die weit vor ihrer zeit in eine technisch viel primitivere Lebenswelt "eingeführt" wurde.
aber ich schließe mich deinen obigen hoffnungen an. vielleicht haben wir ja das glück und sind dann auch geistig reif für diese neuen entdeckungen. nicht auszudenken wenn wir immernoch von unseren trieben beherrscht werden und mit einer technik, die die energie von sonnen erzeugen kann, das universum "erobern".
mmgarbsen
07.07.2008, 11:07
Mich haut´s um:
Da hat nun Harald Lesch, die heilige Kuh aller Süddeutschen, laut jonas # 5 angeblich ausgerechnet, daß ein Mensch in einem lichtschnellen Raumschiff das gesamte Unversum in rd. 12 - 25 Jahren durchqueren kann. Vielleicht sogar, die am äußersten Rand, ca. 14 mrd Lichtjahre entfernten Galaxien erreichen kann.
Wo bleibt hier eigentlich der Protest, der mathematisch gebildeten Akademiker? Für einen solchen Unsinn muß man wohl wirklich die Weihen der höheren Mathematik empfangen haben?
Hallo mmgarbsen,
Mich haut´s um:aber nur rhetorisch :(
Da hat nun Harald Lesch, die heilige Kuh aller Süddeutschen, laut jonas # 5 angeblich ausgerechnet, daß ein Mensch in einem lichtschnellen Raumschiff das gesamte Unversum in rd. 12 - 25 Jahren durchqueren kann.ziemlich falpsig, aber nicht grundsätzlich falsch, wenn auch nach heutiger Sicht technisch unmöglich.
Vielleicht sogar, die am äußersten Rand, ca. 14 mrd Lichtjahre entfernten Galaxien erreichen kann.das hast Du mal eben dazu gedichtet und das ist falsch. Sogar dann, wenn obiges technisch möglich wäre. Das wäre nur möglich gewesen, wenn er wesentlich eher gestartet wäre.
Wo bleibt hier eigentlich der Protest, der mathematisch gebildeten Akademiker? Für einen solchen Unsinn muß man wohl wirklich die Weihen der höheren Mathematik empfangen haben?Wie wär’s, wenn Du uns hier mal Schritt für Schritt vorrechnen würdest, was daran denn nun genau falsch ist, statt es nur zu behaupten?
Herzliche Grüße
MAC
Ich hab kürzlich diese Sequenz mit Harald Lesch als Einspielung gesehen. Am Schluss verwarf er unmissverständlich die Hände, welche kurz vorher noch die künstlich erzeugte Raumkrümmung visualisiert hatten.
Mac
Oioioi...
Hoffentlich musst Du Dich nicht schon bald wie Goethes Zauberlehrling über
"...die Geister, die ich rief..." beklagen. :)
Orbit
mmgarbsen
07.07.2008, 12:43
Hallo Mac,
dafür braucht man doch nicht Schritt für Schritt zu berechnen. Man braucht sich nur zu fragen, wie ein Raumschiff, welches sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegt und in 25 Jahren eine Entfernung von bestenfalls 25 Lichtjahren zurücklegen kann, in der gleichen Zeit eine Distanz von 14 Milliarden Lichtjahren zurücklegen soll.
MfG
komet007
07.07.2008, 14:01
dafür braucht man doch nicht Schritt für Schritt zu berechnen. Man braucht sich nur zu fragen, wie ein Raumschiff, welches sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegt und in 25 Jahren eine Entfernung von bestenfalls 25 Lichtjahren zurücklegen kann, in der gleichen Zeit eine Distanz von 14 Milliarden Lichtjahren zurücklegen soll.
Nicht in der gleichen Zeit, in der Zeit des Raumschiffs (Zeitdilation?). :rolleyes:
Hallo mmgarbsen,
dafür braucht man doch nicht Schritt für Schritt zu berechnen. Man braucht sich nur zu fragen, wie ein Raumschiff, welches sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegt und in 25 Jahren eine Entfernung von bestenfalls 25 Lichtjahren zurücklegen kann, in der gleichen Zeit eine Distanz von 14 Milliarden Lichtjahren zurücklegen soll.Eben! Und wenn man das klar hat, dann hat man auch nicht mehr das Problem (wie Du hier) verschiedene Bezugssysteme wild durcheinander zu würfeln. :)
Vielleicht hilft Dir ja dieser Thread? http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=11676
Herzliche Grüße
MAC
mmgarbsen
07.07.2008, 15:12
Ach du liebe Zeit,
jetzt versucht auch noch einer, der nichtmal Zeitdilatation schreiben kann, die Kleinigkeit einer Differenz von 25 Lichtjahren zu 14 mal 1000 mal 1000 Millionen Lichtjahren mit dem Unterschied, ausgetüftelter Bezugssysteme zu erklären.
Das wird ja immer verrückter in diesem Laden hier.
Tja mani,
manchmal passieren halt beim Tippen Tippfehler oder beim Denken Denkfehler. Ersteres ist Dir auch schon passiert, letzteres eher nicht, weil Du in Deiner Märchenwelt nicht denken musst, sondern jeden Stuss, der Dir gerade in den Sinn kommt, kurzer Hand zum Naturgesetz erhebst. :D
fast 500 Millionenfache Lichtgeschw. :eek: -> sofort Lopez informieren und in GOM-Liste aufnehmen! :D
Helmut
mmgarbsen
08.07.2008, 10:40
Das war weder ein Tipp- noch ein Denkfehler. Das war schlicht und einfach Dummheit.
Übrigens sind 14 Milliarden nicht 14 mal 1000 mal 1000 Millionen, sondern nur 14 mal 1000 mio. Aber solche profanen Fehler werden von den Rechenkünstlern hier gar nicht bemerkt.
Zitat von mmgarbsen
Da hat nun Harald Lesch, die heilige Kuh aller Süddeutschen, laut jonas # 5 angeblich ausgerechnet, daß ein Mensch in einem lichtschnellen Raumschiff das gesamte Unversum in rd. 12 - 25 Jahren durchqueren kann.
ziemlich falpsig, aber nicht grundsätzlich falsch, wenn auch nach heutiger Sicht technisch unmöglich.
Harald Lesch betont ja mehrmals, dass es sich nur um ein Denk-Beispiel handelt.
Video (http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-lichtgeschwindigkeit--2005-ID1207917973107.xml)
Trotzdem scheint ihm ein Fehler unterlaufen zu sein. Vermutlich hat sein Doktorand das Beispiel ausgerechnet und er hat es versäumt, nachzurechnen ;)
Wenn ich mit einer konstanten Beschleunigung von 10m/s² ausgehe, dann erreiche ich nach meiner Berechnung nach 333 Tagen 96 % der LG und nicht erst nach zwei Jahren. Bitte korrigiert mich, sollte ich wiederum falsch liegen :rolleyes:
mfg maru
mmgarbsen
08.07.2008, 12:27
Hallo maru,
ich sehe keinen Anlass, Deine Berechnungen anzuzweifeln. Eine ganz einfache Überlegung sagt jedoch: Wenn ein Raumschiff aus dem Stand heraus eine Geschwindigkeit von ca. 300 000 km/s erreicht, kann es sich in 25 Jahren nur soweit bewegen wie das Licht.auch und nicht etwa 13 999 999 975 Lichtjahre weiter. Das jetzt mit der theoretischen Zeitdilatation erklären zu wollen, ist schon ein Affront.
MfG
Hallo maru,
Harald Lesch betont ja mehrmals, dass es sich nur um ein Denk-Beispiel handelt.klar! Technisch ist das zumindest so lange unmöglich, wie man die Energie zum Beschleunigen mitnehmen muß.
Trotzdem scheint ihm ein Fehler unterlaufen zu sein. Vermutlich hat sein Doktorand das Beispiel ausgerechnet und er hat es versäumt, nachzurechnen ;)nö, der wußte nur besser bescheid als Du. ;)
Wenn ich mit einer konstanten Beschleunigung von 10m/s² ausgehe, dann erreiche ich nach meiner Berechnung nach 333 Tagen 96 % der LG und nicht erst nach zwei Jahren. Bitte korrigiert mich, sollte ich wiederum falsch liegenDu hast das (mit einer, nur für niedrige Geschwindigkeiten ausreichend genauen Methode) zwar richtig gerechnet, aber tatsächlich hätte er da erst rund 74% c erreicht.
Lies unter http://de.wikipedia.org/wiki/Relativistische_Geschwindigkeitsaddition
nach.
Herzliche Grüße
MAC
http://math.ucr.edu/home/baez/physics/Relativity/SR/rocket.html
Wenn ich mit einer konstanten Beschleunigung von 10m/s² ausgehe, dann erreiche ich nach meiner Berechnung nach 333 Tagen 96 % der LG und nicht erst nach zwei Jahren. Bitte korrigiert mich, sollte ich wiederum falsch liegen :rolleyes:
Ja, wenn das Raumschiff im Ruhesystem der Erde ständig mit a=10 m/s^2 beschleunigen würde. Lesch ist sicher wie üblich von einer innerhalb des Raumschiffs konstant spürbaren Beschleunigung von 10 m/s^2 ausgegangen. Das ist sicher sinnvoller. Oder willst du dem armen Astronauten bei 99,9 % c im Ruhesystem der Erde mehr als 22g zumuten?
Und im Ruhesystem der Erde ist nach 347 Tagen 5 Stunden und 20 Minuten die Forderung a=10 m/s^2 nicht mehr erfüllbar.
Aus Spezielle Relativitätstheorie, Domenico Giulini, S.97 gilt für Beschleunigung von 10 m/s^2 im Raketensystem:
x=0,5*(e^t'+e^-t')-1
t=0,5*(e^t'-e^-t')
Gamma=x+1
t, x = Zeit, Strecke im Erdsystem in Jahren, bsw. Lichtjahren
t' = Zeit im Raketensystem in Jahren
Demnach vergehen im Ruhesystem der Rakete 1,946 Jahre und im Ruhesystem der Erde 3,429 Jahre bis das Raumschiff im Ruhesystem der Erde v=0,96c (Gamma 3,57) erreicht. Ergo hat Lesch oder sein Doktorand oder wer auch immer schon richtig gerechnet.
Gruß Helmut
Thank's Leut's, war ein Schnellschuss von mir, die relativistische Geschwindigkeitsaddition aussen vor zu lassen. Ich werde mich bessern ;)
maru
captain kirk
08.07.2008, 20:45
mal unter dem Aspekt, dass das Raumschiff funktioniert, wuerde sich eine Navigation mittels Neutronensternen geradezu aufdraengen. Vor der Reise eine genaue Karte der Neutronensterne inkl. Rotationsdauer anfertigen und dann mittels Triangulation waehrend der Reise navigieren. Die Erde ist uebrigens nach dieser Methode auf der Voyager Gold - Platte genau so zu finden.
wow! das mit den neutronensternen hört sich verdammt interessant an! könntest du das mal näher erklären? haben neutronensterne eine strahlung, die auch in anderen dimensionen meßbar wäre? (okay die frage ist wohl kaum zu beantworten, aber lieber dumm fragen als dumm bleiben:))
nachdem wir jetzt harry lesch abgefrühstückt haben;) könnte sich mal jemand meiner frage annehmen?:)
mmgarbsen
09.07.2008, 10:01
Hallo captain kirk,
Deine Frage ist durchaus berechtigt, aber wahrscheinlich nicht zu beantworten. In einer Welt, in der tatsächlich alles in Bewegungs ist ( auch die sogenannten Neutronensterne ), wird man keinen Fixpunkt finden, von dem aus eine zuverlässige Navigation möglich ist.
Hallo Mani
Die Satelliten, mit deren Hilfe Du heutigentags Dein Auto oder Dein Schiffchen sicher ans Ziel lenken kannst, sind auch ständig in Bewegung. :)
Orbit
Hallo captain kirk,
Deine Frage nach der ‚Sichtbarkeit‘ in anderen Dimensionen hattest Du Dir schon selbst beantwortet.
In der ‚normalen‘ Welt könnten sie ähnlich wie Leuchttürme/Leuchtfeuer verwendet werden. Dabei gibt es allerdings ein paar Probleme, wie sie in der christlichen Seefahrt nicht existieren.
Viele Neutronensterne lassen sich durch ihre Rotationsfrequenz identifizieren. Dazu muß allerdings ihr Radio-Kegel (http://de.wikipedia.org/wiki/Neutronenstern#Pulsare) am jeweiligen Ort Deines Raumschiffes vorbei kommen. In der ‚Praxis‘ Deines Raumschiffes muß also eine 3D-Karte existieren mit den Rotationsfrequenzen, Positionen, Geschwindigkeitsvektoren und den Richtungsvektoren der Drehachsen, samt Kegelwinkeln möglichst vieler Neutronensterne. Der Rest ist simple dynamische Trigonometrie und wenn man es genauer wissen muß, oder über einen längeren Zeitraum, Keppler und Newton.
Den gleichen Zweck würden aber auch andere ‚Lichtquellen‘ erfüllen. Z.B. die sehr seltenen besonders massereichen Sterne, die mit ihrer ungeheuren Leuchtkraft über tausende von Lichtjahren sicher identifizierbar sind und das aus jeder räumlichen Richtung zu ihnen.
Die nötigen Fähigkeiten sowas über längere Zeiträume zu berechnen, existieren schon seit geraumer Zeit. Das (auf absehbare Zeit) noch nicht gelöste Problem ist die nötige Genauigkeit. Wir können (im Gegensatz zu Dir :D) nicht in der Milchstraße umhershippern und die Positionen und Geschwindigkeitsvektoren der verschiedenen, auch weiter entfernten Objekte ausreichend genau bestimmen, um mit diesen Daten genauere ‚Karten‘ zu erstellen. Aber wenn Du uns mal Dein Raumschiff für ein paar Tage leihen könntest, hättest Du in kürzester Zeit eine ausreichend exakte 3D-Karte, mit der Du an jedem Ort der Milchstraße, auf eine astronomische Einheit genau, feststellen könntest, wo (und wann) Du gerade bist.
Herzliche Grüße
MAC
mmgarbsen
09.07.2008, 11:20
Hallo Orbit
immerhin hat der GPS - Satellit eine Bewegungsbahn um die Erde ( die berechenbar ist ) und als Fixpunkt den Erdmittelpunkt.
Sicherlich kann man heutzutage mit diesen Gegebenheiten innerhalb des planetarischen Raums navigieren. Aber kein interstellares Raumschiff durch das Universum.
auf eine astronomische Einheit genau
Ob ich nun in der Gluthitze im Sonnenzentrum lande oder in der habitablen Zone der Erde ist dann allerdings nicht vorher zu sagen. Da warte ich lieber noch ein wenig, bis ich mich mit einem intergalaktischen GPS auf den Weg mache. :)
Mani
Jawoll. Nach macs Beitrag gebe ich mich geschlagen, wie Du meinem letzten Beitrag auch entnehmen kannst.
Hallo Orbit,
Ob ich nun in der Gluthitze im Sonnenzentrum lande oder in der habitablen Zone der Erde ist dann allerdings nicht vorher zu sagen. Da warte ich lieber noch ein wenig, bis ich mich mit einem interstellaren GPS auf den Weg mache. :)auch in der christlichen Seefahrt kam und kommt kein Kapitän auf die Idee, im Hafen von New York Kurs und Geschwindigkeit nach Rotterdam festzulegen und sich bis 25 m Abstand zum Pier 4 im Rotterdamer Überseehafen, aufs Ohr zu legen. ;)
Siehe auch Navigation von Raumsonden.
Herzliche Grüße
MAC
mmgarbsen
09.07.2008, 11:53
Mensch Orbit,
nun laß Dich doch von dieser blöden Expansion des Universums nicht beeinflussen. Versuch´ doch erstmal, das Bewegungsverhalten der Himmelsobjekte zu erkennen.
Das schaff ich einfach nicht; denn wenn ich die stetig sich vergrössernde Distanz meines Bauchnabels vom Rückgrat nicht als Folge einer Expansion verstehe, dann gehört der Bauchnabel oder das Rückgrat (wie Du willst) nicht mehr zu meinem Körper. Und mit dieser Dekomposition kann ich mich nicht anfreunden. :D
Ob ich nun in der Gluthitze im Sonnenzentrum lande oder in der habitablen Zone der Erde ist dann allerdings nicht vorher zu sagen. Da warte ich lieber noch ein wenig, bis ich mich mit einem intergalaktischen GPS auf den Weg mache. :)
Wenn Kirk das Sonnensystem gefunden hat, wird er dann schon von der intergalaktischen (auf ein Lichtjahr genau) auf die interplanetare Karte (auf eine Lichtsekunde genau) gewechselt haben. Oder so.
Auf der Erde verwendet auch niemand für einen kleinen Spaziergang eine Weltkarte im Maßstab 1:100 Millionen.
Und das Ziel muß man auch nicht ohne jegliche Kurskorrektur erreichen. Zwischendrin Fehler rauskorrigieren ist schon erlaubt. Oder sind Steuerdüsen im Weltraum polizeilich verboten?
Gruß Helmut
mmgarbsen
09.07.2008, 14:16
@ Orbit
Daß sich die Distanz zwischen Deinem Bauchnabel und dem Rückenmark immer mehr vergrößert kommt vom Biersaufen und nicht von der Rotverschiebung.
Oh Manimann, Du wirst mir zusehends sympathischer. :)
Das schaff ich einfach nicht; denn wenn ich die stetig sich vergrössernde Distanz meines Bauchnabels vom Rückgrat nicht als Folge einer Expansion verstehe...Dann friss halt nicht so wie schwarzes Loch :D
jonas
Du bist mir einer! Würde ich wie ein SL fressen, dann bräuchte ich nicht Messer und Gabel, um der Nahrung auf ihrem Weg vom Teller in meinen Körper nachzuhelfen. Ich würde mich ganz auf die Gravitation meiner Körpermasse verlassen. Die ist aber noch zu gering, und deshalb ist 'Fressen wie ein SL' die todsichere Methode um abzumagern.
captain kirk
10.07.2008, 00:26
Aber wenn Du uns mal Dein Raumschiff für ein paar Tage leihen könntest, hättest Du in kürzester Zeit eine ausreichend exakte 3D-Karte, mit der Du an jedem Ort der Milchstraße, auf eine astronomische Einheit genau, feststellen könntest, wo (und wann) Du gerade bist.
Herzliche Grüße
MAC
hallo mac!
scotty würde ausrasten:mad:, wenn ihr am warp-antrieb herumspielt. außerdem müßte ich ihm beichten, daß ich keinen blaßen schimmer von interstellarer raumfahrt habe...:D
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