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Klangwerk
14.06.2005, 21:38
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......So könnte es irgendwann in der wohl bekanntesten deutschen Tageszeitung stehen. Mich würde es aber auch nicht wundern, wenn Ich dann wenige Wochen später während einer gemütlichen Autofahrt folgendes in den 15 Uhr Kurznachrichten hören würde :

(Achtung : frei erfunden)
"In den letzten Wochen hat die weltweite Suizidrate dramatische Ausmaßen angenommen. Allein am gestrigen Tag nahmen sich in der Bundesrepublik rund 1000 Menschen das Leben, darunter auch Personen des öffentlichen Lebens. Weltweit starben auf dieser Weise bereits 300000 Menschen seit dem Kontakt mit der Außerirdischen Zivilisation vor 4 Wochen. Psychologen aus allen Ländern schlagen jetzt Alarm : 'Die Euphorie ist verflogen, nun müssen wir lernen mit der Tatsache umzugehen, dass wir weder die einzigen, noch die intelligentesten Lebewesen im Universum sind. Viele verkraften diese Belastung nicht. Minderwertigkeitskomplexe in nie dagewesener Enormität überfällt die Menschheit wie ein Virus. Ein Leben im Schatten einer weitaus höher Entwickelten Rasse , man bedenke auch, dass diese bereits, umgerechnet in Erdenjahren, etwa 75 Milliarden Jahre existiert , als die Menschheit, treibt abertausende in die Verzweifelung und folglich wählen die Meisten den Freitod.', so Professor XYZ heute Mittag zu Radio Fiktiv. "

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So sehr sich viele auf der Erde also den ersten Kontakt wünschen, Ich bin ja auch einer davon, habe Ich mal ein wenig über die möglichen Folgen nachgedacht und mir ein Paar fragen gestellt. Diese möchte Ich hier mal loswerden.

1. Wie und besonders wo wird der erste Kontakt stattfinden? In den Usa? Im mittleren Osten? Oder parallel an allen größeren Ballungszentren der Erde?

2. Wie wird der Mensch psychologisch mit der neuen , plötzlichen Änderung fertigwerden? Wird er innerlich bereit sein, einer weitaus höheren Spezies gegenüberzustehen, selbst wenn diese in friedlicher Absicht kommt?

3. Wie wird sich die politische Situation auf der Erde Entwickeln unmittelbar nach dem Kontakt entwickeln? Werden die Völker zusammenrücken, oder aber sehen sich einige Staaten in ihrer Existenz bedroht. Selbst wenn darüber nachgedacht werden würde, sämtliche staatlichen Gruppierungen aufzulösen, um eine "Republik Erde" zu gründen......Wer würde da schon mitmachen? Die Usa wohl kaum. Und von Staaten des mittleren Ostens möchte Ich gar nicht erst anfangen.

4. Wie wird sich der Kontakt auf die Theologie auswirken? Wird sich der Mensch in seinem Glauben bestätigt fühlen, oder sich aber diesem abwenden? Schlimmer noch : Was wäre, wenn gewisse "religiöse Wunder" dann faktisch ein Resultat früherer außerirdischer Erkundungsmissionen waren?

5. Die Erde wäre nun möglicherweise ein Teil größerer politischer Zusammenhänge von Teilen des Universums. Kann der Mensch sich da positiv miteinbringen, wenn er sich selbst nicht einmal unter Kontrolle hat?

Dies sind nur einige Fragen, die mir so im Kopf herumschwirren. Und während sich immer noch die Geister schneiden, ob es nun Leben dort draußen gibt oder nicht, so gehe Ich einfach davon aus und male mir die Konsequenzen für uns ach so einsamen Menschen aus. Sehr optimistisch bin Ich dabei nicht, aber vielleicht sehe Ich in allem auch nur das Schlimme, eine sehr typische menschliche Eigenart.

In dem Sinne, so lasset uns die Besucher in Empfang nehmen :-)

Bynaus
14.06.2005, 23:19
75 Milliarden Jahre

Aber das Universum ist doch nur 13.7 Mrd Jahre alt... ;)

Ich glaube nicht, dass dies so starke Auswirkungen auf die Menschheit hätte. Es kommt natürlich sehr auf die Art und Weise des Erstkontakts an: wenn die Ausserirdischen hier sind, dann wird es sehr wohl Auswirkungen auf das öffentliche Leben haben. Wenn es aber bloss ein Signal aus 1000 Lichtjahren Entfernung ist, dann werden die Medien das einige Zeit lange behandeln, und dann wird es auch wieder +- vergessen gehen - was keinen direkten Einfluss auf den Alltag der Leute hat, bleibt nicht hängen.

Natürlich wäre es etwas total anderes, wenn die Ausserirdischen hier wären. Da würde sich alles darauf konzentrieren, wie man mit den Ausserirdischen am besten umgehen soll, wie man Missverständnisse vermeiden könnte, was wir schon über sie wissen, was wir noch wissen wollen, was ihre Absichten sind, etc. etc.

Natürlich wird es solche geben, die sich umbringen werden, aber das gab es ja bekanntlich auch, als sich Take That auflösten... Genauso wird es auch neue Kulte geben, neue Fundamentalisten, die die Ausserirdischen schnellstens wieder vertreiben wollen, und so weiter. Irgendwann wird man sich dann vielleicht doch im Rahmen einer internationalen Organisation mit den Ausserirdischen sprechen, ein erster Schritt zu einer vereinten Menschheit wäre durchaus getan, da nun die Menschheit zum ersten Mal ein gemeinsames Interesse hat.

Ich denke aber nicht, dass ein solche Kontakt in absehbarer Zeit bevorsteht. Ich kann mich natürlich irren - aber ich denke auch, dass wir auch ganz falsche Vorstellungen darüber haben, wie ein solcher Erstkontakt aussehen wird. Ich arbeite gerade an einem entsprechenden Artikel für meine Seite, ich werd dann später den entsprechenden Link hier posten.

Emil
16.06.2005, 10:53
Na, dann wollen wir mal...

1. Wie und besonders wo wird der erste Kontakt stattfinden? In den Usa? Im mittleren Osten? Oder parallel an allen größeren Ballungszentren der Erde? Also, der erste Kontakt findet am Freitag, 13.09.2008 um 20:15 Uhr statt, gleich nach der Tagesschau. Treffpunkt ist die Neverland-Ranch von Michael Jackson - für Kinder unter 15 Jahren ist der Zutritt untersagt.


2. Wie wird der Mensch psychologisch mit der neuen , plötzlichen Änderung fertigwerden? Wird er innerlich bereit sein, einer weitaus höheren Spezies gegenüberzustehen, selbst wenn diese in friedlicher Absicht kommt? Der Mensch ist schon mit anderen Katastrophen fertig geworden, wie z.B. Erdbeben, Seuchen, Hühnerpest, George W. Bush, Polarlichterscheinungen... - die Aliens überlebt er auch noch. Selbstverständlich wird die Spezies höher sein, denn sie muß ja erst zu uns herabsteigen, damit wir ihre Friedenspfeife rauchen können.


3. Wie wird sich die politische Situation auf der Erde Entwickeln unmittelbar nach dem Kontakt entwickeln? Werden die Völker zusammenrücken, oder aber sehen sich einige Staaten in ihrer Existenz bedroht. Selbst wenn darüber nachgedacht werden würde, sämtliche staatlichen Gruppierungen aufzulösen, um eine "Republik Erde" zu gründen......Wer würde da schon mitmachen? Die Usa wohl kaum. Und von Staaten des mittleren Ostens möchte Ich gar nicht erst anfangen. Nach dem mißglückten Referendum für die EU-Verfassung werden sich die Völker um Oscar Lafonataine scharen und ihn auf Knieen darum bitten, die Union der Sozialistischen Republik Erde anzuführen. Der Entenhausener Taler wird dabei zur allgemeingültigen Währung. Und die Länder des mittleren Ostens sind sowieso die Schlimmsten! Sie stecken mit den Aliens unter einem Kopftuch und sind jetzt schon daran schuld, daß wir bald Olivenöl tanken werden, weil sie den kostbaren Rohstoff den Fremdlingen für ihre Ufos überlassen und dafür im Gegenzug zu Allah geflogen werden wollen.


4. Wie wird sich der Kontakt auf die Theologie auswirken? Wird sich der Mensch in seinem Glauben bestätigt fühlen, oder sich aber diesem abwenden? Schlimmer noch : Was wäre, wenn gewisse "religiöse Wunder" dann faktisch ein Resultat früherer außerirdischer Erkundungsmissionen waren? In mehreren Pilgerfahrten werden die Gläubigen fromm darüber disktieren, in wie weit die heiligen Weihrauchstäbchen zu Ehren unseres Benedikts zum Treibhaus-Effekt beitragen. In einer wundersamen Diskussionsrunde bei Sabine Christiansen werden sich außerdem Madame Tessier und Erich von Däniken darüber unterhalten, ob die Pyramiden Phallus-Symbole von einstmals beerdigten Außerirdischen sind.


5. Die Erde wäre nun möglicherweise ein Teil größerer politischer Zusammenhänge von Teilen des Universums. Kann der Mensch sich da positiv miteinbringen, wenn er sich selbst nicht einmal unter Kontrolle hat? Naja, wenn wir irgendwann die Arbeitslosigkeit aus dem Universum schaffen, dann können wir auch den Staatshaushalt unter Kontrolle kriegen, obwohl die Schulden bereits astronomisch sind. Die beste Möglichkeit, sich positiv einzubringen, wäre, schlicht zur Arbeit zu gehen.

Gibt es sonst noch weitere Fragen zu diesem herrlichen Thema? Ein verrückter Astronom aus Karlsruhe hat gerade Spechstunde in seiner Psycho-Praxis für verirrte Außerirdische... *grins*

Bynaus
16.06.2005, 14:29
Gibt es sonst noch weitere Fragen zu diesem herrlichen Thema? Ein verrückter Astronom aus Karlsruhe hat gerade Spechstunde in seiner Psycho-Praxis für verirrte Außerirdische... *grins*

Naja, jetzt wissen wir wenigstens, warum du dich Emil nennst und nicht Ernst... :D ;)

spacefan
19.01.2011, 22:37
Natürlich steht eine Zivilisation, die es in der Form erst seit etwa 150 Jahren gibt, im Mittelpunkt der Diskussionen aller außerirdischen Völker:D.

Ne mal ehrlich, eine Zivilisation, die die Technik besitzt, interstellare Reisen durchzuführen, wird höchstwahrscheinlich schon etwas älter sein, als die "westliche" Mentalität, und damit auch wahrscheinlich auch fortschrittlicher. Wieso sollte man Kontakt zu einem Wesen wie dem Menschen aufbauen (wenn möglich), das sich vielleicht schon selbst ausgelöscht hat, wenn die Funk-/Lichtsignale ankommen?

Sollte es da draußen wirklich eine ETI geben, die interstellar kommunizieren kann, wird es unwahrscheinlich sein, dass sie Kontakt zu uns Menschen aufbaut, ich versuche ja auch nicht, meinem Retriever das Bruchrechnen beizubringen...

Alex74
20.01.2011, 07:56
Glückwunsch zum Ausgraben dieses Threads, eine archäologische Meisterleistung. :D


Natürlich steht eine Zivilisation, die es in der Form erst seit etwa 150 Jahren gibt
Falls Du die Menschheit meinst, die kann auf rund 10.000 Jahre Zivilisation zurückblicken (ist natürlich abhängig davon, wie man das definiert. Ich habs mal bei den ersten Städten angesiedelt).


Sollte es da draußen wirklich eine ETI geben, die interstellar kommunizieren kann, wird es unwahrscheinlich sein, dass sie Kontakt zu uns Menschen aufbaut, ich versuche ja auch nicht, meinem Retriever das Bruchrechnen beizubringen...
Auch für Außerirdische wird Kontakt mit anderen nicht alltäglich sein, und so werden auch wir für andere sehr interessant sein.
Wenn wir z.B. Außerirdische finden wollen, dann ja auch nicht um denen was beizubringen sondern um selber was zu lernen.
Und zwar nicht irgendwelche wissenschaftlichen Sachen (denn die sind bei uns genau wie bei denen - eine Auskunft der Aliens wie etwa "wir haben festgestellt daß Licht immer gleich schnell ist!" wäre ziemlich langweilig), sondern eher Fragen über deren Kultur, wie hat sie begonnen, gibt es bei denen Liebe, Musik, Kunst, Religion? Wie lösen sie ihre politischen Probleme?
Wenn ich mal einem begegnen würde, ich würde ihn jedenfalls nicht fragen ob sie das Higgs-Boson schon gefunden haben.

(Man stelle sich umgekehrt vor, ein UFO landet, grüne Viecher kommen heraus, der UNO-Generalsekretär schüttelt ihnen zur Begrüßung die Hand und E.T. fragt: "Habt Ihr ne bessere Theorie über Schwarze Löcher als wir?" ...das will man dann doch nicht wirklich wissen, oder?)

Gruß Alex

spacefan
02.03.2011, 12:23
Das stimmt auch wieder, ich habe mit dem Anfang unserer Zivilisation Mensch den ungefähren Zeitpunkt gemeint, an dem ein großer Teil der Nationen Industrialisierung und Telekommunikation kannte.