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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schneller als das Licht



Vertico
03.02.2005, 03:24
Angeregt durch die Space Night Sendung "Schneller als das Licht" hab ich mich gefragt was es in dem Bereich so neues gibt.
Das letzte was ich so mitbekommen hab, ist die erfolgreiche Teleportation eines Teilchens durch "Negativ Geschwindigkeit".

Weis jemand ob es da etwas neues zu berichten gibt?

BEN2506
03.02.2005, 18:14
Hmm

Soweit bekannt kann nichts die Lichtgeschwindigkeit überschreiten, da nahe der Lichtgeschwindigkeit die Masse gegen unendlich geht.

Ich habe auch gehört, dass ein paar Atome gebeamt wurden, mehr aber leider nicht.

DungeonKeeper1
03.02.2005, 18:53
tja... Dem Einstein füge auch mich zwar, aber:


Soweit bekannt kann nichts die Lichtgeschwindigkeit überschreiten

Die Schallmauer galt auch lange als oberste Geschwindigkeitsgrenze...


Ich bin mir sicher:

Irgendwann (in 300 - 600 Jahren evtl.) wird es schneller als Licht gehen, ohne irgendeine Zeitverschiebung.

Also:

Legende: - = aktuell
~ = Zukunft

- 1969 kamen wir zum Mond. Entfernung: ca. 0,3mio km

- Die erste bemannte Marslandung wird evtl. zwischen 2015 und 2030 stattfinden: Entf. (im günstigsten Falle): 58mi. km

- Die Voyager Sonden sind aktuell ca. 14.134.000.000 km (14,13 Mia. km) entfernt. (Stand: 12.11.2004 bei Missionsdauer: 9.930 Tage)

~ bemannte Missionen in aktzeptabler Zeit zu Neptun oder Pluto (fragt nicht, was Menschen dort zu suchen haben :D ) könnten bis 2060 oder 2080 geschafft werden

~ Also ich denke mal, dass bis ins Jahr 2200 die Reise zum nächsten Stern (Proxima Centauri/ Alpha Centauri) vollendet sein könnte (Ohne Tiefschlaf und so'n Zeugs)


Vielleicht lässt sich ja auch sowas ähnliches wie aus der PC Technik in die Astronomie umrechen? (Genauer: Morre's Law)

Alle bestimmte Zeit verdoppelt sich die Entfernung bemannter Raumschiffe


Ich bin kein Experte in Astrophysik, aber ich halte fest an meinem Glauben fest! (Auch wenn ich solche Meilensteine erlebe, wenn ich schon 2m unterhalb der Erde den Radischen beim wachsen zuschaue :D )

Beste Grüße!

Stefan

BEN2506
03.02.2005, 19:00
Du hast die Massenzunahme vergessen, die beträgt bei einem sagen wir mal 40 Tonnenraumschiff, dass sich mit 270.000 km/s bewegt mehr als das Doppelte, das Raumschiff würde bei dieser Geschwindigkeit schon ganze 91766. Kg wiegen. Da spielen noch viele Fakten mehr rein, wie du schon sagtest die Zeitdehnung. Ich kann mir das mit Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit eher durch "mogeln" vorstellen indem wir den Raum krümmen.

So long

Ben

Roland
03.02.2005, 21:05
Hallo miteinander :-)

Eine interessante und anspruchsvolle Diskussion führt Ihr hier bereits, und zumindest als (auch) Neuling hier wage ich mich mal gleich "mittendrin" zu stürzen. Deine, Dungeonkeeper, Theorie finde ich sehr interessant, insbesondere Deine Vorstellungen zeitlicher Art, wie sich die "bemenschte" Raumfahrt entfalten könnte.

Eigentlich sind "spekulative" Themen weniger mein "Ding", aber da Sonden in "doch schon" 50 Jahren ja wirklich nur im "Schneckentempo" unser Sonnensystem begonnen haben zu entdecken ... Tja, und die Menschheit selber ... die hat die Raumfahrt "beinahe" - in den letzten 36 Jahren! - wieder "vergessen" ... :(

Also habe ich mich selber etwas mit Sonden-Missionen beschäftigt, mit der ESA und auch mit "anderen" Space Agencies als der NASA ;-)
Bei der NASA wiederum interessieren mich sehr deren Mars-, Saturn- (in Zusammenarbeit mit der ESA), Jupiter- und insbesondere "Deep Space" Missionen. Dazu bei Gelegenheit und im richtigen Forum mehr, aber ich möchte es "langsam" angehen. Ebenso ein "Steckenpferd": Mars-Missionen, bemenscht, und dieses sog. "Space Race" ;)

O.e. dient eigentlich dazu, auch etwas über mich zu erzählen ...

Konkreter, wieder zum Thema: Habt Ihr gewusst, WIE konkret resp. überraschend "ernst" die NASA - offen gesagt nicht meine "Lieblings Raumfahrtagentur" - das Thema "Überlicht" angeht!? Als Beispiel das

NASA - GLENN RESEARCH CENTER
Unter dem Stichwort Warp Drive (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/warpstat.html) (richtig, wirklich aus Star Trek resp. "Enterprise") wird tatsächlich u.a. DIESES Thema behandelt. Sogar relativ ausführlich :cool:
Interessanter sogar noch, weitere Hyperlinks (habe selbst noch nicht alle durchgesehen), wie:
tachyons (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/warpfaq.html)
wormholes (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/ideachev.html)
spacetime warping (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/ideachev.html)
Special Relativity
Light Speed Barrier (http://www.nasa.gov/centers/glenn/images/content/84543main_warp27.gif) [graphic]
Worm Hole transportation (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/ideachev.html)
Alcubierre’s "Warp Drive" (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/ideachev.html)
Why is interstellar travel so tough? (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/scales.html)
From Inspirations to Inventions (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/inspinv.html)
Ideas based on what we know (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/ideaknow.html)
Ideas based on what we’d like to achieve (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/ideachev.html)
Some Emerging Possibilities (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/possible.html)
Links to Related NASA Activities (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/nasalink.html)
So, can we do it? (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/socanwe.html)
Frequently Asked Questions (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/warpfaq.html)

Quelle: NASA Glenn Research Center -http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/warpstat.html (http://www.nasa.gov/centers/glenn/research/warp/warpstat.html)

Vielleicht sind wird ja bei Proxima Centauri - oder viiiieeel interessanter: Epsilon Eridani - schon SEHR viel früher angelangt:
Es gäbe da noch "etwas" mehr, weil ja nicht nur die NASA und nicht nur dieses eine Institut, schon gar nicht ...aber vorerst ja mal ein "Einstand" :-)

Schöne Grüsse, übrigens aus der Schweiz,

Roland

BEN2506
03.02.2005, 21:58
Du hast zwar recht, dass die Schallmauer auch früher eine "Grenze" darstellte, aber nicht eine Grenze im Sinne der Lichtgeschwindigkeit ; Bei der Schallgeschwindigkeit ging es einfach nur darum, dass man sie TEchnsich noch nicht erreichen konnte. Bei der Lichtgeschwindgkeit liegt es nicht NUR daran, dass wir sie nicht erreichen können ; das habe ich oben ja alles schon erwähnt.

So long

Ben

Bynaus
04.02.2005, 00:15
Vielleicht sind wird ja bei Proxima Centauri - oder viiiieeel interessanter: Epsilon Eridani

Oder noch viiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeelll interessanter ;): Tau Ceti. Oder Alpha Centauri A und B, das liegt etwas näher. Oder Delta Pavonis...

Die einzige Chance, die ich derzeit für Überlichtgeschwindigkeit sehe, ist jene, die auch in der bereits zitierten Telepolis-Ausgabe angegeben wurde: der Heim'sche Feldantrieb, auch wenn das ganze zur Zeit sehr spekulativ ist. Auf jeden Fall besser als Warpantriebe, die die Energie einer ganzen Galaxie brauchen, um eine kleine Spritztour zum nächsten Stern zu machen...

Grüsse, ebenfalls aus der Schweiz
Bynaus

Roland
04.02.2005, 00:38
Oder noch viiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeelll interessanter ;): Tau Ceti. Oder Alpha Centauri A und B, das liegt etwas näher. Oder Delta Pavonis...

Die einzige Chance, die ich derzeit für Überlichtgeschwindigkeit sehe, ist jene, die auch in der bereits zitierten Telepolis-Ausgabe angegeben wurde: der Heim'sche Feldantrieb, auch wenn das ganze zur Zeit sehr spekulativ ist. Auf jeden Fall besser als Warpantriebe, die die Energie einer ganzen Galaxie brauchen, um eine kleine Spritztour zum nächsten Stern zu machen...

Grüsse, ebenfalls aus der Schweiz
BynausHallo Bynaus :-)

Ja, ja das schöne Hinwil, Bezirkshauptort, Endpunkt von S14 oder war's die S9, KEZO, nun SEHR grosses Industriequartier, gäll ;) Habe ein paar Jährchen dort gewohnt und komme aus dem "Oberland", wenn auch "Stadtzürcher" und sogar noch "stolz" darauf :-)

Epsilon Eridani ist mit "Bedacht" gewählt: Gerade "nur" ca. 10,5 Lichtjahre von der Erde entfernt - stöhn :o Aber: Gleich mehrere planetare Begleiter, und mit einer "hohen Wahrscheinlicheit" könnte einer davon eine "Wasserwelt" (wortwörtlich) sein. Gemäss Cristiano Cosmovici vom Institut für kosmische und planetare Wissenschaften in Rom soll dieser für (sehr viel) Wasser "typische Mikrowellenstrahlung" festgestellt haben, übrigens auch bei Lalande 21185, sogar NUR 8 Lichtjahre von Sol entfernt ;)
Quellen wären http://www.extrasolar-planets.com (http://www.extrasolar-planets.com/) und genauso interessant, aber viel illustrativer http://www.solstation.com/stars/eps-erid.htm (http://www.solstation.com/stars/eps-erid.htm). War ursprünglich ein Ableger einer "SciFi" Fansite, aber was daraus geworden ist, kann nur als wahre Fundgrube bezeichnet werden :-)

Aber sonst hast Du Recht, obwohl Proxima Centauri - eine "Schutthalde", wie die "Zwillinge" übrigens - müsste der nächste Nachbar sein (3.8 LJ).
Weiter wären in etwa: Alpha Centauri, Barnard's Stern, Lalande 21185, Luyten 726-8 AB, Ross 154, Sirius 2, SO025300.5+165258 (?), Wolf 359, alle innerhalb von 10 Lichtjahren.

Die Angaben stammen im wesentlichen aus den zwei o.e. Quellen, zusammengeklaubt, die Forschung von Prof. Cosmovici hatte ich noch in Notizen.

Habe übrigens schon bemerkt, dass noch jemand aus dem schönen Kanton Zürich im Forum aktiv ist, schön :-)

Herzlich, "wir" sollen ja sonst nicht so sein,

Roland

Roland
04.02.2005, 00:50
Hallo :-)

Entschuldigt bitte, habe schnell ein Mail beantwortet - aus dem Forum sogar - und irrtümlich den Artikel von vorhin ein zweites Mal gepostet (Backtaste).
Leider konnte ich ihn nicht löschen, daher dieser "Platzhalter" - tschuldigung :o

Ich wünsche zumindest auf diesem Weg eine gute Nacht,

Roland

Vertico
04.02.2005, 04:57
Also ich sehe auch keine möglichkeit normale materie auf überlichtgeschwindigkein zu bringen, einfach deswegen, wie hier schon erwähnt, die masse dann gegen unendlich geht, man müsste erst eine völlig neue art von materie entdecken oder entwickeln.

ABER, überlichtgechwindigkeit ist möglich in gewissen ausnahmefällen, stichwort TUNNELN, ein effekt bei dem z.B microwellen ein vielfaches der lichtgeschw. erreichen!

Dann kann man, wie hier auch schon erwähnt, durch raumkrümmund schneller als das licht sein.

Desweiteren hat man rausgefunden das sich ein teilchen, wenn man es laut Quantenphysik verdoppelt, genauso verhält wie sein zwillingsbruder, und das unabhängig davon wie weit die beiden teilchen von einander entfernt sind, das heist, das sich die beinden teilchen irgendwie "absprechen" und das schneller als das licht, ja sogar schneller als die zeit! denn das teilchen weis schon wie sich sein zwillingsteilchen verhält, ohne das zeit überhaupt vergangen ist. wie sich die teilchen untereinander absprechen ist leider noch ein grosses geheimnis, ich find das echt total geil :D

Bynaus
04.02.2005, 09:52
@Roland:
OT: Du hast mal in Hinwil gewohnt?? Wo denn? Na so was... ;)

Solstation kenne ich, du wirst die Seite auch in den Quellen meiner HP finden...

Unter diesem Link findest du eine Liste der Sternsysteme innerhalb 15 LJ (von meiner Seite):

Sternsysteme innerhalb 15 Lichtjahren (http://www.planeten.ch/pages/planeten/?menu=sternsysteme&submenu=25naechste&include_url=liste.php)

Mit Eps Eri gibts einfach zwei Probleme: er ist 1. jung und ungestüm (Flares...) und 2. die Planeten sind auf einem sehr exzentrischen Orbit... nicht gerade gute Voraussetzungen für terrestrische Planeten näher am Stern... und Monde der Planeten selber sollte nicht einmal im Perihel auftauen... von dem her...

Die von mir genannten Systeme hingegen haben (bis jetzt) noch keinen bekannten Planeten. Das macht es immerhin möglich, dass terrestrische Planeten im richtigen Abstand existieren könnten...


3.8 LJ

4.22, wenn ich mich recht erinnere. Was meinst du mit "Schutthalde" und "Zwillinge"?

Zacharias Foxx
04.02.2005, 23:25
Guten Abend

Erstmal ein Danke an das astronews.com Team, das uns die Möglichkeit gab, einen eigenen Beitrag leisten zu können!

Nun, laut Aussage der Sendung "Wissen & Entdecken" am 2.Februar im ZDF Moderator Joachim Bublath, soll nichts schneller sein als das Licht. Im gleichen Atemzug nannten sie Schwarze Löcher und Raumkrümmung durch Masse.

Sie erwähnten in der Sendung, das ein Lichtstrahl beim Vorbeiflug an einem massereichen Stern, oder einem Schwarzen Loch, gebogen und von seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt wird. Sie spielten aber nicht mit den Gadanken, ein Lichtstrahl in ein BlackHole fallen zu lassen.
Wir wissen, wenn einmal im Gravitationsfeld gefangen, nichts dem BlackHole entfliehen kann. Alles wird beschleunigt bis zu dem "Point of no return".

Licht bewegt sich durch jedes Medium mit gleicher Geschwindigkeit, durchs Universum, durch unsere Atmosphäre, durch Wasser...usw. Wenn sich eine Lichtquelle auf uns zu bewegt oder von uns weg, unabhängig davon, wie hoch die Geschwindigkeit der Lichtquelle ist, wir werden immer ungefähr 300.000km/s messen.

Nur, was passiert in einem Schwarzen Loch? Ist die absolute Geschwindigkeit gleich Lichtgeschwindigkeit und erkennen wir deshalb nichts, sehen nur ein umrandetes nichts? Oder erfährt mein Lichtstrahl, den ich ins Loch stürzen lasse, immer noch eine beschleunigte Bewegung? Wenn ja, wie verhält sich dann Licht? Wir werden es wahrscheinlich nicht sehen oder messen können, es ist ja schneller als Licht.

...hmm grübel
gute Nacht

Hector42
04.02.2005, 23:29
Hallo auch, und noch ein neuling in diesem Forum!


ABER, überlichtgechwindigkeit ist möglich in gewissen ausnahmefällen, stichwort TUNNELN, ein effekt bei dem z.B microwellen ein vielfaches der lichtgeschw. erreichen!

Tunneln ist aber auch mogeln, genau wie Raumkrümmung. Soweit ich weiß verschwinden die Teilchen bzw. Wellen (das ist quantenmäßig gesehen eh recht egal, denn eine Menge Dinger, die wir so 'Teilchen' nennen, weisen ebenfalls einen Welle-Teilchen-Dualismus auf) am Eintrittspunkt des Tunnelns und tauchen am Austrittspunkt einfach wieder auf, und zwar sofort, was zu einer VIRTUELL höheren Geschwindigkeit als die Lichtgeschwindigkeit führt, da die ansonsten lichtschnellen Wellen ja Weg quasi ausgelassen haben. Sie haben ihn also überwunden ohne ihn zu durchqueren. Ich glaube sogar, dass die offizielle Definition von 'Geschwindigkeit' einen solchen, nicht durchquerten, Weg garnicht zulässt.
Ähnlich ist es bei der Raumkrümmung: wenn ich den Weg zur Schule von 1 km auf 10 cm verkürze und so in einem kleinen Schritt dort bin (und den Weg danach wieder auf seine normale Länge bringe) habe ich ja nicht 1 km in etwa einer Sekunde zurückgelegt. Ich, als Bezugssystem, habe 10 cm zurückgelegt und zwar nicht schneller als sonst auch. Für das Bezugssystem in dem sich der Schulweg befindet könnte das - bei entsprechender Änderung der Distanzen - bedeuten, dass ich den Weg mit Überlichgeschwindigkeit zurücklege. Ich nehme aber an, dass ich trotzdem nur mit Lichtgeschwindigkeit zu beobachten wäre, sich aber andere an mir beobachtbare Attribute verändern würden, z.B. meine Energie (?) oder bezogen auf den 'Schulweg' vergeht für mich die Zeit langsamer oder sogar rückwärts. Soweit bin ich in der Materie auch nicht drin. Es gibt vermutlich Menschen die dazu eine klare Aussage machen können.

Es gibt viele Antriebsmodelle, um sich der Lichtgeschwindigkeit zu nähern, aber ich denke auch, dass man die 'Lichtmauer' nicht mit der 'Schallmauer' vergleichen kann, was jedoch nicht bedeutet, dass man das Problem der 'Lichtmauer' nicht umgehen kann - durch Tunneln, Beamen, Raumkrümmung...
Damit schließe ich mich der obengenannte Theorie zur 'Verdopplung der Reisedistanz über konstanten Zeiträume', sage ich mal, an und sage trotzdem: etwas, dass schneller als das Licht ist, ist in unserem Bezugssystem nicht beobachtbar, d.h. das gibt es ganz höchstwahrscheinlich nicht (nichts ist sicher, hehe).

Roland
04.02.2005, 23:29
@Roland:
OT: Du hast mal in Hinwil gewohnt?? Wo denn? Na so was... ;)

Solstation kenne ich, du wirst die Seite auch in den Quellen meiner HP finden...

Unter diesem Link findest du eine Liste der Sternsysteme innerhalb 15 LJ (von meiner Seite):

Sternsysteme innerhalb 15 Lichtjahren (http://www.planeten.ch/pages/planeten/?menu=sternsysteme&submenu=25naechste&include_url=liste.php)

Mit Eps Eri gibts einfach zwei Probleme: er ist 1. jung und ungestüm (Flares...) und 2. die Planeten sind auf einem sehr exzentrischen Orbit... nicht gerade gute Voraussetzungen für terrestrische Planeten näher am Stern... und Monde der Planeten selber sollte nicht einmal im Perihel auftauen... von dem her...

Die von mir genannten Systeme hingegen haben (bis jetzt) noch keinen bekannten Planeten. Das macht es immerhin möglich, dass terrestrische Planeten im richtigen Abstand existieren könnten...



4.22, wenn ich mich recht erinnere. Was meinst du mit "Schutthalde" und "Zwillinge"?Hallo Bynaus

Gäll, "Solstation" finde ich zumindest sehr interessant: "Inspiriert" als Fansite zu C.J. Cherry's SOL-Romanen Zyklen (http://www.cherryh.com/), also "Sci Fi" Romanen :o, dazu noch eine der wenigen Frauen, die nebst "schönen Geschichten" auch "SciFi pur" schreiben, und wie sogar! Für die verschiedenen Romane entscheidend: Die Sterne um "Sol herum", damit und der sog. "Solstation" hatte es - in den Romanen natürlich - begonnen. Und daraus wiederum entstand eine informative Astronomie-Site, auf die z.Bsp. mittlerweile sogar "Spezialisten" zurückgreifen - ich kenne einen aus Deutschland, wie er auf Nachfrage "zugegeben" hat ;-)

Danke für den Link zu unseren "Nachbarn in 15 LJ", meine eigene eigentlich sehr umfangreiche Datenbank habe ich online "ausgelagert", leider sehr ineffizent dazu. Du hast Recht, da war ich wirklich vorschnell: Gemäss NASA 4,22 LJ, eine gute Idee wäre gewesen "vorher" auch hier (http://www.astronews.com/news/artikel/2003/03/0303-016.shtml) nachzuschauen - hab' beim Raschschreiben gewischiwascht, peinlich.
Ja, und Tau Ceti würde mich auch interessieren, dankeschön.

Natürlich hast Du mit E Eridani nicht Unrecht - blöde Phrase - hier trifft sie aber: Ja, sehr ungestüm, jung und ...

Aber wie erwähnt planetare Begleiter wurden gleich mehrere entdeckt, immerhin "grob ausgedrückt" gar 1% aller bisher entdeckten überhaupt!

Und entscheidender: Dieser Hinweis auf einen "Wasserplaneten", egal ob da nun "Leben" zu erwarten wäre oder nicht, Planetenbahnen und -exzentrik, . Zudem sind sich ja die Forscher noch höchst uneinig, "wann" und "wie", "weshalb" Leben entstehen könnte.

Bsp. Mars, der ja bereits wohl Leben hatte, als auf der Erde das Leben sich zu entwickeln begann. Alles noch Spekulation, aber ebenfalls alles andere, was über "Leben" bekannt ist, geschweige denn "Erdähnliche" Planeten und "richtiger" Abstand. Bislang kennen wir nur einen Vergleich, uns -> eine zu kleine Datenbasis.

Ist z.Bsp. Venus - mit theoretisch möglichem Leben in der oberen Atmosphäre - im richtigen Abstand?
Oder Titan als "Mond" gar eines Gasriesen in 1.4 Mia. KM Entfernung von Sol, mit interessanten aktuellen Hinweisen auf "Leben"!
Oder etwa Europa, Ganymed - was wohl unter deren kilometerdicken Eispanzern steckt, "durchgeknetet" von Jupiters Gravitationskräften ?
Und nicht zu vergessen der heute als "tot" und "lebensfeindlich" geltende Mars?
Lass Dich z.Bsp. hier (Stichworte Prof. Neukum und parallele Untersuchungen anhand anderer Daten in Texas) noch überraschen. Mehr dazu, sobald ich mich hier etwas "orientiert" habe und mehr Zeit finde.
Was also könnte uns dann auch in einem System wie E Eridani erwarten ... !?

Hier verlasse ich mich auf unsere bislang bekannten Forschungserkenntnisse auf keinen Fall mehr, sondern mehr auf das, was dann in xxx Jahren erste Sonden / Missionen uns berichten werden ;)

Mit der "Schutthalde" habe ich Proxima Centauri, den einsamen dritten Begleiter gemeint, mit den "Zwillingen" salopp die eigentlichen Centauren, in ihrem kosmischen Balett. Auch hier nur als Kommentar, ohne weitere Bedeutung.

OT: Zweimal sogar, beide Male nur relativ kurz mit sehr "zügelfreudiger" Mutter: Nähe Badi im "Hochhaus" (aber während der RS, im Grunde nur für Wochen) und zwischen Migros und ehemaligem Kino (beim alten Bahngleis) etwa. Schulen hauptsächlich in Rüti, "KV" in Rapperswil. Danach Uster, Dübendorf, und endlich: Zürich ... Und Du??

Einstweilen einen schönen Abend, Roland :)

M_Hammer_Kruse
04.02.2005, 23:42
Hallo Zacharias,

Licht bewegt sich durch jedes Medium mit gleicher Geschwindigkeit, durchs Universum, durch unsere Atmosphäre, durch Wasser...usw. Wenn sich eine Lichtquelle auf uns zu bewegt oder von uns weg, unabhängig davon, wie hoch die Geschwindigkeit der Lichtquelle ist, wir werden immer ungefähr 300.000km/s messen.
Hier hast Du etwas grob verallgemeinert: Licht bewegt sich in Materie gerade mit einer anderen Geschwindigkeit! Nämlich mit einer kleineren als im Vakuum. Es braucht gewissermaßen länger, weil es sich durch die Materie hindurchquälen muß. Das ist die Ursache der Lichtbrechung; das Verhältnis c_vakuum/c_substanz ist gerade der Brechungsindex n der Substanz.

Gruß, mike

Bynaus
05.02.2005, 16:16
@Roland:
Ja, Solstation ist wirklich eine gute Seite. Viele Infos, die ich in den anderen Quellen nicht gefunden habe, waren dort zu finden... z.B. beim Durchmesser der Sterne und bei deren Massen ist Solstation meist ausführlicher als die ISDB, die ich sonst jeweils zu Rate gezogen habe.

Was die Möglichkeiten für Leben angeht: da würde ich nie etwas ausschliessen. Ich wäre noch so begeistert, wenn sich heraus stellen würde, dass in der Hochatmosphäre der Venus Leben existiert, oder auch auf dem Mars...
Ich frage mich aber, ob dieses Leben jeweils vor Ort entstanden ist oder von der Erde (z.B.) importiert wurde, per Meteoriteneinschläge etc. Damit bräuchte es, damit Leben in einem System existiert, zumindest einen günstig gelegenen Planeten, von dem aus es in den Rest des Systems "exportiert" wird. Von den Maser-Emissionen habe ich gehört, aber ich weiss nicht, ob die auch einfach von Wasserdampf im interplanetaren Medium herrühren können. Oder ob Eis dieselben Emissionen verursachen könnte.


Danke für den Link zu unseren "Nachbarn in 15 LJ", meine eigene eigentlich sehr umfangreiche Datenbank habe ich online "ausgelagert", leider sehr ineffizent dazu.

Wohin hast du sie denn ausgelagert?

OT: gegenüber Hiwi-Märt, seit... hm... mittlerweile 17 Jahren. Wenn ich in vielleicht einem Jahr oder so endlich auf eigenen Füssen stehen kann (Studium beendet), wirds mich auch fortziehen. Wohin, weiss ich noch nicht.

Roland
05.02.2005, 19:10
@Roland:
Ja, Solstation ist wirklich eine gute Seite. Viele Infos, die ich in den anderen Quellen nicht gefunden habe, waren dort zu finden... z.B. beim Durchmesser der Sterne und bei deren Massen ist Solstation meist ausführlicher als die ISDB, die ich sonst jeweils zu Rate gezogen habe.

Was die Möglichkeiten für Leben angeht: da würde ich nie etwas ausschliessen. Ich wäre noch so begeistert, wenn sich heraus stellen würde, dass in der Hochatmosphäre der Venus Leben existiert, oder auch auf dem Mars...
Ich frage mich aber, ob dieses Leben jeweils vor Ort entstanden ist oder von der Erde (z.B.) importiert wurde, per Meteoriteneinschläge etc. Damit bräuchte es, damit Leben in einem System existiert, zumindest einen günstig gelegenen Planeten, von dem aus es in den Rest des Systems "exportiert" wird. Von den Maser-Emissionen habe ich gehört, aber ich weiss nicht, ob die auch einfach von Wasserdampf im interplanetaren Medium herrühren können. Oder ob Eis dieselben Emissionen verursachen könnte.



Wohin hast du sie denn ausgelagert?

OT: gegenüber Hiwi-Märt, seit... hm... mittlerweile 17 Jahren. Wenn ich in vielleicht einem Jahr oder so endlich auf eigenen Füssen stehen kann (Studium beendet), wirds mich auch fortziehen. Wohin, weiss ich noch nicht.Hallo Bynaus und "Ihr Anderen" natürlich auch :)

Freut mich, das von Dir zu hören: Von den Leuten im letzten Forum, bis auf die eine erwähnte Ausnahme, war nicht auf so viel Aufgeschlossenheit zu stossen, wenn nur schon "SciFi" erwähnt worden ist ... waren halt "seriöse" Wissenschaftler und Ingenieure ;)

Deine Seite werde ich mir sicherlich noch genau ansehen! ... bin aber mit meinen "Online-Pendenzen" weit, weit im Rückstand.

Leben: Alleine schon die Definition, beschäftigt ja nicht nur Philosophen, sondern auch die Wissenschaft an für sich, wenn einmal "Begriffe, wie Mehrzeller, organische Verbindungen" alleine schon auf der Seite gelassen werden. Geschweige denn etwas, das unser Begriffsvermögen erst gar nicht erfassen könnte ...

Die Beispiele "Venus", "Mars", gar "Titan" und - derzeit ja reine Spekulation - die Jupiter-Monde habe ich hier eben erwähnt, weil sie zum einen erläutern, dass auch die anerkannte Theorie vom "richtigen Abstand" mehr als nur Lücken vorweist. Schön, diese Aufgeschlossenheit bei jemand anders wieder einmal zu hören!

Richtig, die Frage nach dem "woher" ist nochmals eine andere:
Kometen, Parallelentwicklung, "Leben wandert von möglichem Standort zum nächsten" (mit Kometen z.Bsp.), aber es gibt ja auch organische Verbindungen im freien Raum, gar "auf Sternen"? Leben durch "Novae", Leben als wortwörtlich "Schöpfung der Sterne" ... ???

Und um Deinen Gedanken dann weiterzuführen: Käme das Leben dann z.Bsp. in unserem System vom Mars zur Erde, von der Erde zur Venus und Titan z.Bsp. - wäre das überhaupt von den Bahnkonstellationen möglich? - und davor und wiederum davor und wieder ... ?

Zum andern, weil "Suche nach Leben" m.E. zum Thema "Raumfahrt und Forschung" und "Geschwindigkeitsbegrenzung" durch die Lichtgeschwindigkeit untrennbar dazugehört: Warum sonst all der Aufwand, um zu "fremden Sternen" reisen zu wollen/können ???

Unsere Überbevölkerung "exportieren" - illusorisch - einen zwar nicht "sterbenskranken", aber immerhin doch durch unser verantwortungsloses Wirken "ramponierten" Planeten durch einen neuen zu ersetzen, als "Fluchtwelt" wenn der "Zivilisationskiller" aus dem Asteoridengürtel die Erde treffen sollte oder vor uns selbst ???

Daher glaube ich auch, kommt überhaupt die Faszination nach der Raumfahrt mit "Überlichtgeschwindigkeit", weil dann endlich die Sterne immerhin in einem Menschenleben und deutlich früher erreichbar werden ;)

OT1: "Auslagerung" ist etwas falsch von mir formuliert. Ich hatte massig Ideen, Raumfahrt im beschriebenen Sinne, von Astronomie verstehe ich im Grunde weniger etwas, "nur" von der "lokalen" bin ich wirklich begeistert, von unseren erwähnten Nachbarn ;-) Daher habe ich in einem Forum begonnen, eine ziemlich grosse Anzahl von Beiträgen zu posten, eigentlich im Gedanken, damit diese Ideen und Daten (waren ziemlich viele, aktuelle sogar) zu "archivieren" und gleichzeitig zu "teilen". Die Beiträgen liegen dort aber relativ "sinnlos", sodass ich nach und nach - wo noch nicht geschehen - die Daten doch "lokal ablegen" werde, sind aber noch nicht "Datenbank-mässig" erfasst, was Monate dauern würde. Priorität bei mir aber gering. Eine Webseite entspräche nicht meiner eigenen Art. Daher: Respekt :-)

OT2: "Stadtzentrum", stimmt das, "oberhalb" vom Bahnhof ca. 800m Luftlinie? Ist bei mir fast so lange schon her, im übertragenen Sinn, dass ich im Zentrum war. ETH, Astronomie, Physik? Keine Antwort nötig, aber dann würde ich mich abhängig von "Berufszielen" erst später wohnlich festlegen, es stände Dir ja alles offen :-)

Übrigens: Zum Thema "Überlicht" hätte ich faktisch auch nur die erwähnten Dinge zu ergänzen, aber ohne "wissenschaftlichen" Background :o
Auf das Stichwort "Warp" bin ich bei der NASA einmal gestossen, sowie auf weitere, viel interessantere Forschungen, die aber in Richtung "Alternativen" zielen und sehr konkret werden.

Übrigens betreibt auch die amerikanische Luftwaffe diesbezügliche Forschungen, bis hin zu "Antimaterie" - kein Witz, s. space.com.
Oder noch viel interessanter die "DARPA" (DOT gov) - Hier wird's für Raumfahrt-Interessierte erst richtig interessant, so als Surftipp ...
Wie erwähnt, ich mag's eigentlich gerne etwas "konkreter".

Allen Anwesenden und sowieso Nachbarn innerhalb von 30km - hier kann ich mir noch "Vorstellungen" dazu machen - wünsche ich einen schönen Samstag Abend,

Roland

russ
10.02.2005, 00:16
ich hab da einen kleinen gedanken der mich schon länger "quält":
man könnte ja mit den verschränkten quanten, daten über sehr große distanzen schicken (lichtjahre) man nehme nun an in vielleicht 100 jahren haben wir einen assembler (baukasten für atome) z.b. auf aplha centauri (oder wo auch immer hin) geschickt, würde man dann einen menschen "hinbeamen" können und wäre das dann noch der gleiche oder ein anderer.
es ist ja nicht zwingend das der mensch auf der erde dann tot ist. :confused:

Bynaus
10.02.2005, 09:12
Doch, der Mensch auf der Erde würde sich dann auflösen... (siehe Spektrum der Wissenschaft, die Ausgabe über die Quantenteleportation) und in diesem Sinne wäre er dann auch tot - aus seiner Perspektive, denn aus der Sicht aller anderen, inklusive seines bei Alpha Centauri zusammen gesetzten neuen ichs, wäre alles beim alten geblieben.

Hector42
10.02.2005, 23:46
Ich hab' die Spektrum gerade nicht so zur Hand, verlieren die Teilchen meines Körpers auf der Erde, wenn ich auf diese Weise gebeamt werde, ihre Eigenschaften (die man auf die Teilchen weiter weg überträgt) und sterbe ich deshalb? Würde nicht auch die thermische Teilchenbewegung übertragen werden was bedeutet, dass mein alter Körper genau im Augenblick des Beamens plötzlich 0 K (!) hätte? Er würde natürlich sofort wieder durch die Umgebung aufgeheizt.
Oder tauschen sich die Zustände der Teilchen hier und dort einfach aus?
Oh, äh, kann es sein, dass ich von einer anderen Art des Beamens spreche? Ich erinnere mich an etwas, bei dem man sich auflösen würde, nämlich dann, wenn man sich zerstrahlen würde und die entstehenden Photonen woanders auffangen würde und mit ihren Informationen den Körper wieder zusammensetzen würde. Das hat aber nichts mit *verschränkten* Quanten (-zuständen) zu tun und damit auch nichts mit der Art zu beamen, die bereits praktiziert wurde und (meiner Meinung nach) die aussichtsreichere ist, denn alle 'meine' Photonen ordnungsgemäß am Bestimmungsort ankommen zu lassen halte ich für inpraktikabel bzw. sehr wahrscheinlich praktisch unmöglich.
Oder sprecht Ihr über eine weitere Möglichkeit dessen, was man als 'Beamen' bezeichnen kann?

@Zacharias Foxx:

Äh, enschuldige die Frage, aber Du hast nicht zufälligerweise mit den Galaxy Rangern zu tun?!?

Sky Darmos
22.02.2005, 20:03
Ich hab' die Spektrum gerade nicht so zur Hand, verlieren die Teilchen meines Körpers auf der Erde, wenn ich auf diese Weise gebeamt werde, ihre Eigenschaften (die man auf die Teilchen weiter weg überträgt) und sterbe ich deshalb? Würde nicht auch die thermische Teilchenbewegung übertragen werden was bedeutet, dass mein alter Körper genau im Augenblick des Beamens plötzlich 0 K (!) hätte? Er würde natürlich sofort wieder durch die Umgebung aufgeheizt.
Oder tauschen sich die Zustände der Teilchen hier und dort einfach aus?


Beamen bedeutet den Quantenzustand eines Objekts auf ein anderes übertragen. Würdest du gebeamt werden könntest du nicht den selben Quantenzustand wie deine (fast) Kopie haben. Das macht dir aber überhaupt nichts (wer von den beiden bist jetzt eigentlich du? ;-), denn dein Zustand ändert sich ja eh ständig. Quantenteleportation hat aber nichts mit Überlichtgeschwindigkeit zu tun, denn um wirklich "dort drüben" eine Kopie von einem Objekt "hier" zu machen muss man wissen wie der Quantenzustand gemessen werden muss um nicht dabei wieder zerstört zu werden. Das ist bei ein paar Teilchen jedenfalls so. Um mit denen Informationen übertragen zu können muss der Quantenzustand genau kopiert werden (wobei das kopierte Objekt sich natürlich etwas verändern muss). Da mit Quantenteleportation Information nur mit Lichtgeschwindigkeit übertragen wird, behaupten die meisten Quantenphysiker es gäbe keinen Konflikt mit den Regeln der speziellen Relativitätstheorie (auch wenn manche einräumen dass es mit dem Geist der Relativitätstheorie einen Konflikt gäbe). Wäre es aber nun möglich ganze Menschen zu beamen wäre die Situation aber wohl eine andere. Der Quantenzustand müsste nicht ganz genau kopiert werden um Informationen übertragen zu können. Der gebeamte mensch könnte einem anderen Meschen verbal etwas mitteilen und damit Informationen schneller als das Licht übertragen. Ich weiss nicht wie die Quantenphysiker in diesem Fall gegen einen wiederspruch mit der SRT argumentieren würden, aber meiner Meinung nach kommt es auf einen widerspruch mehr oder weniger nicht mehr an, wenn sich RT und QT in den Prinzipien wiedersprechen (eine der beiden muss sich ändern und ich denke es ist die QT). Ich weiß nicht ob es prinzipiell möglich wäre einen Menschen zu beamen, aber ich kann mir das zumindest kaum vorstellen. Wie soll man den soviele Teilchen dazu bringen sich sofort zu einem Menschen zu Organisieren. Nun ja aber was zählt ist ja ob es im Prinzip möglich wäre und ob dabei ein Nachricht mit Lichtgeschwindigkeit parrallel übertragen werden müsste (wie es bei einzelnen Teilchen der Fall ist).

SKY

Webmaster
16.03.2005, 23:01
siehe http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=133

Sky Darmos
31.03.2005, 01:51
Würde nicht auch die thermische Teilchenbewegung übertragen werden was bedeutet, dass mein alter Körper genau im Augenblick des Beamens plötzlich 0 K (!) hätte

Die Temperatur 0 Kelvin ist prinzipiell unerreichbar, da die Unschärferelation dies verbietet. Es bleiben immer Grundzustandsfluktuationen übrig.

no_urknall
04.04.2005, 02:14
Also ich hab da mal nen interessanten Vortrag zum Thema Überlichtgeschwindigkeit gehört indem gesagt wurde: "Überlichtgeschwindigkeit wäre als würde man versuchen seinen eigenen Schatten zu überholen" - Also unmöglich!

Man kann aber einen interessanten versuch machen! Man nehme einen Laserpointer und halte ihn auf ein Objekt X - Danach bewege man den Laserpointer auf ein Objekt Y, welches aber "eigentlich" sehr weit (in menschlichen Maßstäben) von Objekt X entfernt ist - So habe ich meinen "Strahl" des Laserpointers schneller bewegt als das Licht, denn sagen wir zwischen X und Y liegen 10 LJ - dann hab ichs in einer Sekunde geschafft...

Schade ist nur die Tatsache, dass es bei der Lichtgeschwindigkeit um das übertragen einer Information geht - und das hab ich in meinem Beispiel leider nicht getan...

MIST :D

Grüße

Sky Darmos
04.04.2005, 02:33
Nur, was passiert in einem Schwarzen Loch? Ist die absolute Geschwindigkeit gleich Lichtgeschwindigkeit und erkennen wir deshalb nichts, sehen nur ein umrandetes nichts? Oder erfährt mein Lichtstrahl, den ich ins Loch stürzen lasse, immer noch eine beschleunigte Bewegung? Wenn ja, wie verhält sich dann Licht? Wir werden es wahrscheinlich nicht sehen oder messen können, es ist ja schneller als Licht.


Licht wird in einem Gravitationsfeld nicht schneller oder langsamer. Es verändert sich nur die Wellenlänge. Das Licht das in ein Schwarzes Loch fällt wird sehr stark blauverschoben. Die Massenenergie innerhalb des Schwarzen Lochs kann dadurch unbegrenzt zunehmen, ohne dass man von außen etwas davon merkt, denn auch die Gravitationswellen, die Änderungen im Gravitationsfeld übertragen, können dem Schwarzen Loch nicht entkommen. Das Schwarze Loch kann also 100000000000000000 Sonnenmassen haben und von außen immer noch aussehen als hätte es 5 Sonnenmassen (Eine Sonnenmasse = 1,989*10^30 kg)

Shooty
28.04.2005, 20:57
Stell Dir bitte eine Kinderwippe vor. Wenn die eine Seite nach oben geht, bewegt sich die gegenüberliegende Seite nach unten - und zwar gleichzeitig.
Diese Szene kann man sich in einem Bild vorstellen. Stell Dir nun eine riiiiiiesige Kinderwippe vor, die sich zwischen Erde und Mars befindet. Wenn sich die eine Seite nach unten bewegt, dann bewegt sich die andere Seite nach oben ( auch HIER gleichzeitig !!! ).
Deshalb ist mir total egal, ob ein Lichtteilchen für diese Strecke 8 Minuten benötigt oder länger.
Bemerkung: Es könnte sein, dass alles viel, viel einfacher aufgebaut ist, als es uns die Physik absichtlich kompliziert zu erklären versucht.

Sky Darmos
29.04.2005, 04:01
Stell Dir bitte eine Kinderwippe vor. Wenn die eine Seite nach oben geht, bewegt sich die gegenüberliegende Seite nach unten - und zwar gleichzeitig.

Nein, erstens mal müsstest du sagen von welchem Bezugssystem aus gesehen sich beide Seiten gleichzeitig bewegen und zweitens kann sich die Wirkung deines Anschiebens auf der einen Seite nicht mit überlichtgeschwindigkeit auf die andere Seite auswirken. Zudem Brauchst du mit zunehmender Länge deiner "Wippe" mehr Energie um diese anzuschieben. Auch wenn du sie ganz langsam anschieben wolltest, wäre sie zu lang, so dass sich ein Ende mit überlichtgeschwindigkeit bewegen müsste, so bräuchtest du unendlich viel Energie. Natürlch denkst du, daran wie du jemandem überlichtschnell ein Signal geben könntest indem du die Wippe drehst, aber das geht eben nicht überlichtschnell, da die Kräfte die da Wirken sich erst über die Wippe ausbreiten müssen und das geht eben nicht überlichschnell.

Gruß,
Sky.

Shooty
29.04.2005, 12:52
Nein, erstens mal müsstest du sagen von welchem Bezugssystem aus gesehen sich beide Seiten gleichzeitig bewegen und zweitens kann sich die Wirkung deines Anschiebens auf der einen Seite nicht mit überlichtgeschwindigkeit auf die andere Seite auswirken. Zudem Brauchst du mit zunehmender Länge deiner "Wippe" mehr Energie um diese anzuschieben. Auch wenn du sie ganz langsam anschieben wolltest, wäre sie zu lang, so dass sich ein Ende mit überlichtgeschwindigkeit bewegen müsste, so bräuchtest du unendlich viel Energie. Natürlch denkst du, daran wie du jemandem überlichtschnell ein Signal geben könntest indem du die Wippe drehst, aber das geht eben nicht überlichtschnell, da die Kräfte die da Wirken sich erst über die Wippe ausbreiten müssen und das geht eben nicht überlichschnell.
Gruß,
Sky.

Einige kleine zusätzliche Erklärungen.
Was ich nicht deutlich heraus gestellt habe sind die Begriffe "STARRES System" und "zentraler Mittelpunkt".
Eine Wippe ist ein starres System das 2 Punkte miteinander verbindet und einen zentralen Mittelpunkt besitzt.
Eine Wippe wird nicht angeschoben - sie wippt gegenpolig - um einen zentralen Mittelpunkt.
Wenn Sie wippt, dann in einem Stück - in seiner Gesamtheit.
Alle starren Systeme haben die glückliche Eigenschaften, dass sich nichts ausbreiten muss und auch keine Wellen nötig sind.

Wenn ich mich mit meinem Gewicht auf einen starren Balken setze, der sich um einen Mittelpunkt bewegt, dann geht meine Seite nach unten und die gegenüberliegende nach oben - und mit Sicherheit gleichzeitig.
Dafür ist weder eine Welle, noch die Lichtgeschwindigkeit nötig.

Oder schreib mir wo mein Denkfehler liegt.
Shooty

Zap
29.04.2005, 12:59
Wenn ich mich mit meinem Gewicht auf einen starren Balken setze, der sich um einen Mittelpunkt bewegt, dann geht meine Seite nach unten und die gegenüberliegende nach oben - und mit Sicherheit gleichzeitig.
Dafür ist weder eine Welle, noch die Lichtgeschwindigket nötig.
Schon mal was von Massentraegheit gehoert? Genaugenommen musst Du es als Welle betrachten, die durch das Wippenmaterial laeufft. Das dies bei kurzen Wippen nicht noetig ist liegt daran, dass die Wellenlaenge auf Grund der hohen Geschwindigkeit im Material laenger als die Wippenlaenge ist.

Gruss,

Zap

RiSa
04.05.2005, 22:41
Woher kennt die Masse Ihre Geschwindigkeit, erkennt also quasi ob Sie zunehmen soll oder nicht? Ist doch alles nur relativ? Es gibt Körper am"Rande " des Kosmos mit über 50% Lichtgeschwindigkeit gegenüber der Erde, aber mit Bruchteilen davon gegenüber Ihrer Umgebung. Sollen die nun zunehmen oder sollen sie es lassen?

Sky Darmos
04.05.2005, 23:12
Woher kennt die Masse Ihre Geschwindigkeit, erkennt also quasi ob Sie zunehmen soll oder nicht? Ist doch alles nur relativ? Es gibt Körper am"Rande " des Kosmos mit über 50% Lichtgeschwindigkeit gegenüber der Erde, aber mit Bruchteilen davon gegenüber Ihrer Umgebung. Sollen die nun zunehmen oder sollen sie es lassen?

Massenenergie ist relativ. Ein schnell bewegter Körper hat für uns sehr viel mehr Energie als seiner Ruhemasse entspricht. Er selbst merkt jedoch nichts davon. Für die Energie eines Objekts gilt: E = (mc^2) / Wurzel (1-v^2/c^2).

Zur Galaxien-Bewegung: Der Doppler-Effekt kann drei verschiedene Ursachen haben: 1) Die Lichtquelle bewegt sich 2) die Lichtquelle hat ein starkes Gravitationsfeld und "zerrt" am emmitierten Licht oder 3) Der Raum zwischen der Lichtquelle und dem Beobachter ist expandiert.
Wenn der Raum expandiert werden die Lichtwellen auseinander gezogen, d.h. das Licht wird rotverschoben. Umso weiter die Galaxie ist aus der das Licht stammt, umso länger werden die Lichtwellen auseinander gezogen. Wenn man die Rotverschiebung bei den Galaxien gemäß (1) interpretieren würde, müsste man sagen, dass die Geschwindigkeit der Galaxien mit der Entfernung zunimmt. Das erweckt den Falschen Eindrück dass die Galaxien sich von einem Mittelpunkt, nämlich unserer Galaxie fortewegen würden. Es gibt aber gar keinen Mittelpunkt im Universum, da es in sich selbst gekrümmt ist und somit die Oberfläche einer vierdimensionalen Kugel bildet (was aber NICHT die Einbettung in einen Hyperraum erfordert). Man sagt nur aus Bequemlichkeit manchmal dass die Galaxien sich mit der Entfernung immer schneller von uns fortbewegen. In wirklichkeit jedoch bewegen sich alle Galaxien voneinander weg - wei die Punkte auf einem Ballon der aufgeblasen wird.

Gruß,
Sky.

RiSa
05.05.2005, 14:21
Geht man nur von der Geschwindigkeit relativ zur Erde aus , könnte man sich folgende Situation vorstellen :
In Verlängerung der Erdachse befindet sich nördlich irgendwo eine Galaxie die sich mit 60% der Lichtgeschwindigkeit von der Erde entfernt, eine weitere Galaxis befindet sich irgendwo in südlicher Verlängerung der Erdachse und entfernt sich ebenfalls mit 60% der Lichtgeschwindigkeit von der Erde. Die nördlich u. die südliche Galaxis könnten nun nichts voneinander Feststellen. Es hätte somit jede dieser Galaxien einen eigenen Kosmos in deren Durschnitt im obigen Beispiel z. B. die Erde liegen würde. ( Kann wohl nicht so einfach sein,konnte aber nie ein Antwort auf diese sicher schon oft gestellte Frage finden)

Sky Darmos
05.05.2005, 20:27
In Verlängerung der Erdachse befindet sich nördlich irgendwo eine Galaxie die sich mit 60% der Lichtgeschwindigkeit von der Erde entfernt, eine weitere Galaxis befindet sich irgendwo in südlicher Verlängerung der Erdachse und entfernt sich ebenfalls mit 60% der Lichtgeschwindigkeit von der Erde.

Also nochmal: Nicht die Galaxien bewegen sich, sondern der Raum zwischen ihnen Expandiert. Die Regeln der Relativitätstheorie würden es dabei sogar erlauben dass er mit Überlichtgeschwindigkeit expandiert. Die Galaxien selbst bewegen sich natürlich auch ein bisschen, aber bestimmt nicht mit 60% Lichtgeschwindigkeit. Auf solche Geschwindigkeiten kommt man wenn man die Rotverschiebung im Spektrum der Galaxien als durch deren Eigenbewegung verursacht, denkt. In wirklichkeit ist aber die Raumexpansion die Ursache.

RiSa
09.05.2005, 22:00
Mag nun die vermeintliche Geschwindigkeit durch Raumexpansion oder Eigenbewegung entstehen, ist es möglich, daß sich die Nord- u Süd-Galaxien wegen extremer Verschiebung der Wellenlänge in Richtung 0 Herz, gegenseitig nicht mehr "sehen" können ?

Sky Darmos
09.05.2005, 22:51
Mag nun die vermeintliche Geschwindigkeit durch Raumexpansion oder Eigenbewegung entstehen, ist es möglich, daß sich die Nord- u Süd-Galaxien wegen extremer Verschiebung der Wellenlänge in Richtung 0 Herz, gegenseitig nicht mehr "sehen" können ?

Das kann man so nicht sagen, da wir nicht wissen wie groß, das Universum ist. Es kann sein dass eines Tages Licht von Teleskopen aufgefangen wird das schon den ganzen Umfang des Universums zurückgelegt hat. Dann wüssten wir wie groß es ist. Jetzt wissen wir das nicht. Wir können auch nur den Teil des Universums sehen der innerhalb des Hubble-Radius liegt. Uns kann kein Licht von Galaxien erreichen, die weiter als ungefähr 15 Milliarden Lichtjahre sind, da das etwa die Zeit ist die seit dem Urknall vergangen ist. Es gibt also für jeden von uns sowas wie einen Hubble-Horizont, ganz ähnlich dem Horizont eines Schwarzen Lochs. Nichts was außerhalb dieses Horizonts liegt kann das innere Beeinflussen. Beim Schwarzen Loch ist es eben gerade umgekehrt. Der Hubble Horizont expandiert immer weiter mit Lichtgeschwindigkeit und wenn er einmal so groß ist dass seine Oberfläche verschwindet, dann gibt es keinen Horizont mehr (wenn das Horizontinnere die Hälfte des Universums umfasst, wächst die Oberfläche nicht mehr mit dem Volumen, sondern nimmt ab).

Deine Frage erinnert mich an eine Frage die ich mir selbst mal gestellt hab: Gibt es eine Mindestenergie für Teilchen, wenn sie nicht gebunden sind (etwa in einer Atomhülle). In der Stringtheorie wird es das wohl geben, denn da kommt die Energie des Photons aus den Rotationsschwingungen des zugrundeliegenden Strings. Und diese Schwingungen sind quantisiert. Also muss es auch ein Minimum geben. Nach einer Theorie von Lee Smolin und anderen, soll es auch ein Maximum geben. Aber das ist Thema der Quantengravitation und hat mit deiner Frage eigentlich nichts zu tun...

Gruß,
Sky.

defind1
30.05.2005, 20:07
Wurmlöcher: Science oder Fiction?

Sie gehen hervor aus Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie, konnten bis jetzt aber nie nachgewießen werden. Ist die Existenz von Wurmlöchern überhaupt möglich? Wenn ja, eignen sich die mysteriösen Gebilde wirklich für interstellare Reisen von Stern zu Stern? Fraser Chain (UniverseToday) im Interview mit Dr. Stephen Hsu

Quelle:
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/29052005211959.shtml

Sky Darmos
30.05.2005, 20:53
Zum Thema Wurmlöcher:
Man könnte Wurmlöcher mit den negativ gewundenen Strings aus der Stringtheorie offenhalten. Dabei handelt es sich um Strings die um die Extradimensionen gewickelt sind. Diese haben negative Energie und entsprechen Exotischer Materie. Sie sind nach der Superstringtheorie zahlreich beim Urknall entstanden und haben sich gegenseitig vernichtet. Wenn diese ein Wurmloch durchdringen könnte dieses dadurch offengehalten werden.
Die Windungsenergie eines solchen Strings ist übrigens durch

E_w = 2 pi w R T_s

gegeben. Dabei ist w die Windungszahl, R der Umfang der kompaktifizierten Extradimensionen, also R = Wurzel (G h / 2 pi c^3) und T_s ist die Stringtension (=Stringspannung). Für w sind nur ganzzählige Werte erlaubt.
Gewundene Strings haben aber enorm große Massen, die nahe an der Planck-Masse liegen. Diese ist gegeben durch

M_PL = Wurzel (G h / 2 pi c^3) c^2 / 4 pi G

Gruß,
Sky.