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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Energiegewinnung durch Elektrolyse



krzyzape
23.03.2005, 06:01
Hallo lieber Leser
Mich wüde intressieren ob das theoretisch funktioniert.
Meine Konstruktion ist unter http://www.energiequelle.mynetcologne.de beschrieben. Sie kann fast beliebig Energie erzeugen.
Vieleicht ist die Dunkle Energie deshalb die Gegenkraft zur Gravitation.
Energieerhaltung usw.

MfG

peter

M_Hammer_Kruse
23.03.2005, 13:14
Hallo Peter,


Vieleicht ist die Dunkle Energie deshalb die Gegenkraft zur Gravitation.

Wo ist da der Zusammenhang?

Fragende Grüße, mike

krzyzape
23.03.2005, 15:31
Damit die Energiebilanz wieder 0 ist.
Wie bei einer Gleichung.

Sky Darmos
24.03.2005, 21:38
Hallo Peter!

Ich hab auf der Seite keinen Text laden können. Kannst du es nicht im Groben hier erklären?

Willst du sagen dass man mit Gravitation unbegrenzt Energie gewinnen kann?
Das ist nämlich nicht richtig. Jeder Körper in einem Gravitationsfeld hat potentielle Gravitationsenergie und diese ist immer negativ. Null würde síe werden wenn man den Körper unendlich weit vom Urheber des Gravitationsfeld weg positionieren würde. Erhält man Energie aus dem Fall eines Körpers, wird dessen Gravitationsenergie negativer und seine kinetische Energie höher. Das gleicht sich aus, d.h. es verletzt nicht den Energiesatz.
Willst du den Vorgang wiederholen musst du wieder Energie aufwenden um den Körper im Gravitationsfeld anzuheben.
Die potentielle Gravitationsenergie ist auch nicht einfach etwas das man so hinschreibt. Zwei Körper sind nähmlich etwas leichter wenn sie sich nahe beieinander befinden, weil sie dann eine negativere Gravitationsenergie haben!

Kannst du das was ich hier geschrieben habe mit deiner Theorie wiederlegen?

Gruß,
Sky.

krzyzape
24.03.2005, 21:52
Der Text ist unter der Animation. Ich hab erst einen Monat Interneterfahrung.
Deshalb sieht die Seite so schrottig aus.Sorry.
Erstmal bin ich nicht vom Fach sondern Amateur.Ich hab nur früher mal
Chemielaborjungwerker gelernt dann aber nicht im Beruf gearbeitet.
Ich sage deshalb Gravitation ,weil sich das alles über die Auftriebskraft
abspielt.Der Energieerhaltungssatz ist nicht verletzt weil es sich um ein
offenes System handelt.
Meiner Meinung nach müsste mein Verfahren kostenlos ohne Ende Energie
erzeugen können.
Aber ich lass mich gerne eines besseren belehren.

Danke für deine Mitarbeit

MfG
Peter Krzyzanowski

Sky Darmos
24.03.2005, 22:06
Der Text ist unter der Animation. Ich hab erst einen Monat Interneterfahrung.
Deshalb sieht die Seite so schrottig aus.Sorry.
Erstmal bin ich nicht vom Fach sondern Amateur. Ich hab nur früher mal
Chemielaborjungwerker gelernt dann aber nicht im Beruf gearbeitet.
Ich sage deshalb Gravitation ,weil sich das alles über die Auftriebskraft
abspielt.Der Energieerhaltungssatz ist nicht verletzt weil es sich um ein
offenes System handelt.

Gut, wenn der Energiesatz nicht verletzt ist, wieso sagst du dann dass damit "kostenlos Energie ohne Ende" erzeugen lässt. Das würde ja eine verletzung der Energieerhaltung bedeuten. Worauf willst du hinaus?


Meiner Meinung nach müsste mein Verfahren kostenlos ohne Ende Energie erzeugen können.
Aber ich lass mich gerne eines besseren belehren.

Jetz entscheide dich mal. Kostenlos Energie erzeugen bedeutet ganz einfach, die Energieerhaltung zu verletzen.
Wenn du willst dass wir deine Theorie auf ihre Logische kosistenz hin überprüfen, muss du dir schon die Mühe machen sie hier noch mal aufzuschreiben. Kopier doch einfach das was du geschrieben hast noch mal hier rein.

Gruß, Sky.

krzyzape
24.03.2005, 22:21
Genau das ist das was ich erfahren möchte. Ich glaube wenn das Gedankenexperiment theoretisch funktioniert werden einige Physiker
und Mathematiker sich neue Gedanken machen müssen.
Ich wollte eigentlich nur einen Denkanstoß geben.
Meine Mathefähigkeiten sind leider sehr begrenzt. Ich habe hiermit nur eine
Frage in den Raum gestellt und versuche eine Antwort zu bekommen.

Danke für deine Mitarbeit

MfG

Peter Krzyzanowski

krzyzape
24.03.2005, 22:35
Besser als auf meiner Homepage kann ich es auch nicht beschreiben.
Zu lange aus der Schule.

Mfg
Peter

M_Hammer_Kruse
24.03.2005, 23:16
Tut mir leid Peter, aber das verärgert mich ein wenig:

"Bitte untersucht die Sache mal, ist mir nämlich wichtig. Aber ich habe weder Zeit noch Lust, die Sache so zu beschreiben, daß Ihr das auch könnt."

Ist es nicht ein wenig blauäugig, da eine sachgerechte Antwort zu erwarten?

Gruß, mike

krzyzape
24.03.2005, 23:49
ok du hast ja Recht. Ich finde die Sache auch wichtig, sonst hätte ich mich mit dem Teil nicht schon 3 Jahre meines Lebens damit beschäftigt.
Also der Tauchkörper wird an der Wasseroberfläsche mit Salzwasser gefüllt (Meerwasser wegen der Leitfähigkeit (Elektrolyt). Ist der Behälter voll taucht er natürlich (der Schwerkraft sei Dank) zum Meeresboden. Dort wird er an die
Elektrolyseapparatur angedockt (reiner Druckbehälter der etwas mehr Volumen als der Tauchkörper hat und mit 2 langen Rohren bis zur Wasseroberfläche reicht. Jetzt wird das Meerwasser aus dem Tauchkörper in
die Elektrolyseapperatur abgelassen (umgefüllt). Da der Tauchkörper jetzt leer ist erzeugt er natürlich eine Auftriebskraft von der Masse Meereswasser die vorher drin war mal die Erdbeschleunigung .Wenn man das mit der Tiefe in Meter multipliziert hat man glaub ich die Potenzielle Energie. Der Tauchkörper
wird abgekoppelt und steigt zur Wasseroberfläche. Durch ein Seilsystem kann
er nun den Generator antreiben und Strom erzeugen.
Nun wir das Meerwasser aus dem Tauchkörper in der Elektrolysekammer mittels
Strom zersetzt. Durch ein Rohr steigt wegen der Auftriebskraft gegenüber der Luft Wasserstoff hoch.Durch das andere Rohr der Sauerstoff.Das sind die gewonnenen Energieträger. Bei einer Tiefe von ca 2000 km wird am Generator soviel Energie erzeugt wie ich an Strom für die Zersetzung des Meerwassers aus dem Tauchkörper benötige.(Faraday Mol Stoffmenge usw.).Die Zersetzung findet unter Normaldruck statt weil nur der Luftdruck auf das zu zersetzende Wasser wirkt.Jetzt ist die Elektrolyseapparaturleer, und das ganze
Spiel kann von vorne beginnen.

MfG

Peter Krzyzanowski

hoffentlich hilfts

Sky Darmos
25.03.2005, 00:05
Bei einer Tiefe von ca 2000 km wird am Generator soviel Energie erzeugt wie ich an Strom für die Zersetzung des Meerwassers aus dem Tauchkörper benötige

Ich dachte es ginge hier um eine Verletzung der Energieerhaltung. Aber wie du hier jetzt selbst sagst stimmt die Energiebillanz.
Warum war erst von Verletzung der Energieerhaltung die Rede?

krzyzape
25.03.2005, 05:00
Die Antwort ist wieder auf der anderen Seite.

Ich glaub ich hab jatzt alles über diese Sache gesagt was ich weiß.

Laß die andern sich doch jetzt das Hirn zermartern.

Gruß Peter

steto123
25.03.2005, 09:38
Da ich die Abbildung nicht sehen kann,einfach ein paar Fragen dazu (ohne es nachzurechnen):
-Die Reibungsveluste und der Wirkungsgrad des Generators sind berücksichtigt?
- Der Aufwand,um das Wasser aus deinem Tauchbehälter herauszupumpen und auch? Ebenso die benötigt Pressluft (Transport, Lagerung, Erzeugung)?

Frohe Ostern :)

Steffen

krzyzape
25.03.2005, 10:03
Die Animation kanst du durch den Link im ersten Beitrag erreichen.
Die Reibung und Wikungsgrad sind unwichtig.


gruss

peter

Unter der Rubrik (forschung allgemein) sind auch noch

Beiträge.

Sky Darmos
25.03.2005, 13:13
Hallo Peter!

Wenn dein mit Salzwasser gefüllter Behälter tiefer tauchen soll, dann muss seine Dichte größer sein. Entsprechnend mehr Strom brauchst du dann für die Elektrolyse. Somit hebt sich beides gegenseitig auf und es gibt keine Verletzung des klassischen Energieerhaltungssatzes.

Gruß,
Sky.

krzyzape
25.03.2005, 13:52
Hallo Sky
Das Meerwasser welches zersetzt werden soll ,ist doch vom hydrostatischen
Druck abgeschirmt durch die Druckbehälter.
Ich glaube das ist ein sogenanntes offenes System also der 1.Hauptsatz
der Thermodynamik sowieso hinfällig . Von daher wird kein Satz verletzt.

Wieso hat eigentlich noch keiner meine Hypothese zerissen?
Haben doch genug angeklickt.


Gruss

Peter

Sky Darmos
25.03.2005, 15:00
Hallo Sky
Das Meerwasser welches zersetzt werden soll ,ist doch vom hydrostatischen
Druck abgeschirmt durch die Druckbehälter.

Ich stell mir diesen Behälter eben wie ein U-Boot vor das seine Dichte erhöhen muss um tiefer zu tauchen.


Ich glaube das ist ein sogenanntes offenes System also der 1.Hauptsatz der Thermodynamik sowieso hinfällig. Von daher wird kein Satz verletzt.

Der 1. Hauptsatz muss für ein klassisches System immer gelten. Wenn es offen ist, dann muss man eben die ganze Umgebung die sich noch innerhalb des Lichtkegels in der Raumzeit befindet, berücksichtigen. Die Erde ist ja auch ein offenes System da sie Energie geringer Entropie von der Sonne erhält.

Gruß,
Sky.

krzyzape
25.03.2005, 15:27
Die Entropie bei meinem System nimmt doch zu oder?


Peter

Sky Darmos
25.03.2005, 15:46
Die Entropie bei meinem System nimmt doch zu oder?


Peter

Wenn dein System den ersten Hauptsatz erfüllt, dann auch den zweiten. Es gibt Außnahmen von dieser Regel, wie etwa ein Taub-Endkollaps (da bin ich selbst drauf gekommen) oder die Zeit vor dem Urknall (irgendetwas muss ja für die niedrige Entropie gesorgt haben). Dein System ist aber wohl nicht so exotisch. Da es sich um ein klassisches System handelt, denke ich dass der Energiesatz erfüllt ist und damit auch der Entropiesatz. Das ist es aber gerade das du in Frage stellst (dass der Energiesatz erfüllt ist).

SKY

krzyzape
25.03.2005, 17:14
Bis jetzt hat noch niemand ein Gegenargument gebracht, mit wieviel
Prozent würdest du schätzen, daß diese Anlage theoretisch funktioniert?


gruss peter

Sky Darmos
25.03.2005, 18:17
Bis jetzt hat noch niemand ein Gegenargument gebracht, mit wieviel
Prozent würdest du schätzen, daß diese Anlage theoretisch funktioniert?


gruss peter

Es sollte wohl erstmal geklärt werden dass der Wirkungsgrad, keinesfalls bei über 100% liegen kann. Deine Maschine kann ja nicht einfach Energie aus dem Nichts zaubern.

krzyzape
26.03.2005, 03:27
wo kann man sowas denn "kostenlos" checken lassen ?

Gruß

peter

krzyzape
26.03.2005, 13:01
Ich hab heute mein erstes Gegenargument bekommen. Er meinte ,daß
in dieser Meerestiefe ( 2000 km ) die Temperatur des Wassers 4000 Kelvin
betragen würde .
Wenn dort der Meeresboden wäre dann würde meiner
Meinung nach die Temperatur 4 Grad Celsius sein, weil Wasser seine
höchste Dichte bei 4 Grad C hat oder nicht?
Wie kommt der Typ auf 4000 Kelvin? Wollt er mir nicht sagen.
Kennst du noch ein gutes Forum wo mehr Physik-Profis sind und das gut
besucht ist?

Gruß

Peter

Ich hoffe ich hab Recht mit meiner Idee.
:confused:

Sky Darmos
26.03.2005, 13:45
Ich hab heute mein erstes Gegenargument bekommen. Er meinte ,daß in dieser Meerestiefe ( 2000 km ) die Temperatur des Wassers 4000 Kelvin betragen würde . Wenn dort der Meeresboden wäre dann würde meiner Meinung nach die Temperatur 4 Grad Celsius sein, weil Wasser seine
höchste Dichte bei 4 Grad C hat oder nicht?

Was heißt das für die Energiebillanz?

Bynaus
26.03.2005, 14:42
Uh... persönliche E-Mail öffentlich zu machen... nicht gerade das gelbe vom Ei.

Also, erst mal 2000 km ist ein bisschen tief, nicht? Das ist etwa drei Viertel der Strecke bis zum Erdkern. Da waren wohl 2 km gemeint, nicht? Die Angabe 4000 K ist falsch - in dieser Tiefe sollten tatsächlich rund 4 (oder 0, AFAIR, bei Meerwasser, das bei dieser Temperatur am dichtesten ist) °C herrschen, sprich rund 273 K.

Der prinzipielle Fehler liegt IMO darin, dass der aufsteigende Körper durch seine Bewegung niemals genug elektrische Energie erzeugen kann, um sein ganzes Wasservolumen durch Elektrolyse zu spalten, vor allem wenn man Reibungs- und vor allem Umwandlungsverluste etc. berücksichtigt. Ich müsste das aber noch nachrechnen, ich bin sicher, dass sich hier ein Fehler finden lässt.

krzyzape
26.03.2005, 14:53
Sorry wegen der Mail hab zu wenig Erfahrung im Netz.

Erstmal Hallo und Danke für deine Mühe!
Ich meine wirklich 2000 Km.
Es handelt sich hierbei um ein theoretisches Modell.
Der erste Beitrag enthält auch eine Animation + darunter eine Beschreibung.
Schau dir die Beiträge hier bitte genau an dort ist alles beschrieben.
Je tiefer die Anlage desto höher die Energiausbeute am Generator.
Der Energieaufwand der Elektrolyse bleibt konstant.
Bei 4000 km hätte man doppelt soviel Energie gewonnen usw.
Bitte mach dir die Mühe.

Gruß Peter

Bynaus
26.03.2005, 17:09
Naja, wenn du 2000 km meinst (das gibts so nirgendwo auf der Erde!), dann kann dein Kollege mit seinen 4000 K doch richtig gelegen haben. Unter dem gewaltigen Hydrostatischen Druck würde eine beträchtliche Kompression stattfinden, wodurch das Wasser sehr heiss würde.

Aber ja, ich werds mal nachrechnen, aber wenn 2000 km notwendig wären, um das Ganze zum Laufen zu bringen, dann kann mans ja gleich vergessen.

krzyzape
26.03.2005, 18:11
Gibts da ne Formel womit man die Temperatur ausrechnen kann?
Wasser wird ja normal nur 100 Grad warm hab ich gelernt.
Vergiss bitte nicht es geht nur um die theoretische Möglichkeit.


Gruß

Peter

Zap
26.03.2005, 18:22
Ich kann mir anhand der Diskussion jetzt langsam ableiten, worum es geht, obwohl ich die Animation immer noch nicht gesehen habe (Java ist schon seit Uhrzeiten bei mir installiert.). Ich will jetzt auch keine Loesung angeben, sondern nur allgemeine Bedenken:

a) 2000 km ist ein wenig tief. Wenn man sich so tief bewegen muss, brauchen wir uns keine Gedanken ueber die Energiegewinnung durch Gravitation und Elektrolyse machen, sondern koennen effektiver die Erdwaere nutzen.

b) 2000 km ist etwas weniger als ein Drittel des Erdradius. In dieser Tiefe ist g natuerlich nicht 9,81 m/s² sondern kleiner. Ist das in die Auftriebsrechnung mit eingegangen?

c) Um den Tauchkoerper zu entleeren, muss man u. U. gegen den Luftdruck arbeiten, der in dem Elektrolysegefaess herrscht. Das ist nicht der Normaldruck sondern das ist der Normaldruck plus das, was eine 2000 km hohe Luftsaeule dazu beitraegt. Hier kann man allerdings auch nicht die barometrische Hoehenformel dazu nehmen, um das zu berechnen, denn diese gilt fuer g=9,81. Man muss beruecksichtigen, dass g lineaer mit der Tiefe abnimmt.
Tauscht man das Wasser gegen die Luft aus, muss man keine Arbeit verrichten. Allerdings hat man dann Luft unter einem "irren" Druck in dem Tauchgefaess. Die Masse der Luft bei so einem Druck ist nicht vernachlaessigbar und mindert den Auftrieb. Wenn man absolutes Pech hat, ist die Luft unter den Bedingungen sogar fluessig ;-)

d) Die Temperatur des Wassers duerfte in den Tiefen deutlich ueber 4 °C liegen. Wie hoch sie ist haengt natuerlich mit der Umgebung zusammen. Denn in solch einer Tiefe befindet man sich in der Naehe zum aeusseren Erdkern. Wasser darf natuerlich unter Druck eine hoehere Temperatur als 100 °C haben, ohne zu sieden (Bsp.: Dampfdrucktopf).

Die Punkte b) und c) wirken sich natuerlich stoerend auf die Energiebilanz aus und vermindern deutlich den Wirkungsgrad.

Gruss,

Zap

Zap
26.03.2005, 19:00
Bei diesem Beispiel ist es unnoetig, sich Gedanken zu machen, ob eine Entropieverletzung (Perpetuum Mobile 2. Art) vorliegt. Denn in diesem Beispiel handelt es sich nicht um ein geschlossenes System! Denn der Tauchkoeper muss aktiv mit Salzwasser beschickt werden, welches einen hoehere Dichte als die Umgebung hat. Somit fuehrt man dem System von aussen Energie zu.

Nachtrag:
Man koennte sich auch Gedanken machen, das System zu einem geschlossenen zu machen. Man nimmt dazu einfach an, dass der Tauchkoerper aus einem Material ist, das eine geringfuegig groessere Dichte als das Wassers hat. D. h., dass der Tauchkoerper geflutet von alleine sinken wuerde. Danach entledigt er sich unter Wasser nach der bekannten Methode seiner Fracht und wird mit Luft geflutet. Danach steigt er nach oben und wird an der der Oberflaeche wieder mit normalen Salzwasser gefuellt. Hoert sich erstmal gut an. Aber warum klappt das nicht? Damit dieser Prozess zyklisch laeuft, muss durch den Auftrieb soviel el. Energie erzeugt werden, dass das gesamte Wasser im Elektrolysebehaelter umgesetzt wird. Ansonsten laeuft der Elektrolysebehaelter langsam voll, so dass der Tauchkoerper seine Fracht nicht mehr loswerden kann. Somit ist der Zyklus unterbrochen. Und es ist nicht moeglich, durch den Auftrieb soviel Energie zu erzeugen.
Okay, jetzt ueberlegen wir mal weiter. Wir nehmen mal an, dass der Elektrolysebehaelter ein wesentlich groesseres Volumen hat als der Tauchkoerper, und die Elektrolyse vernachlaessigen wir mal, weil sie den Behaelter nicht wirklich leert. Was wird man guenstigstenfalls feststellen? Man wird feststellen, dass der Zyklus mit dem Tauchkoeper einige male laeuft. Aber wo bezieht denn dieser Tauchkoeper denn nun fuer die wenigen Zyklen Energie her? Das ist ganz einfach. Denn in dem Elektrolysegefaess mit seinen Rohren steckt genuegend potentielle Energie. Denn man musste ja Arbeit aufwenden, um es unter Wasser zu druecken. Diese wird durch das Befuellen mehr oder weniger verdeckt angezapft.

Wie man sieht, ist das Ding denkbar ungeeignet, um Energie zu erzeugen. Es vernichtet eher welche ;-)

Gruss,

Zap

krzyzape
27.03.2005, 03:07
könnte auch an dem zu alten Viderocodec liegen.


Erst mal vielen,vielen Dank für deine Mitarbeit Zap.
Endlich mal einer der sich richtig Gedanken gemacht hat.
Das mit dem Luftdruck hatte ich nicht bedacht.


Jetzt weiß ich endlich, daß das nicht funktioniert und ich kann wieder ruhig
schlafen.

Als naiver Laie kann kann ich ein solch komplexes Problem nicht alleine lösen. Danke nochmals für deine Hilfe.

Ich wusste nicht, daß Wasser unter Druck eine so hohe Temperatur haben kann.
(Hab in Physik immer geschlafen)

Ein paar Zusatzfragen hab ich noch.
Warum wird die Druckwärme die bei so einer Tiefe entsteht nicht einfach zur
Oberfläche abgeleitet und in Änderung des Aggregatzustandes (verdampfen) gesteckt?

Wird dann permanent durch den Wasserdruck Wärmeenergie produziert?
Dann würde die Temperatur des Planeten immer höher werden ????
Wo kommt die Energie her, ich blick gar nicht mehr durch.



Was die Planetenbeschleunigung betrifft, das hängt ja auch vom Radius des Planeten ab oder?

Nochmals Danke für die Lösung des Problems.

War ein nettes Gedankenexperiment.

Bynaus
27.03.2005, 11:48
Jetzt brauch ich ja gar nicht mehr zu rechnen, Zap hat das sehr kompetent und ohne Rechnung beantwortet.

Natürlich wird Wärme durch Druck nicht "produziert", sondern unter Druck braucht es einfach viel mehr Energie, um Wasser zu verdampfen (Moleküle werden "zusammengequetscht") als bei "Normaldruck". Deshalb kann Wasser unter Druck eine wesentlich höhere Temperatur aufweisen als normalerweise. Dass die Wassertemperatur bei einem so extremen Beispiel nach unten zunimmt, liegt ganz einfach daran, dass das Wasser den gewaltigen Druck von 2000 km Wassersäule aushalten müsste - eine Gegenkraft muss her, die bei diesen Verhältnissen nur durch eine schnellere Teilchenbewegung (=höhere Temperatur) aufrecht erhalten werden kann (Kraft kommt dann von dem "Ausdehnungsdruck" des heissen Wassers).

Ich hoffe, ich hatte das noch richtig in Erinnerung, Thermodynamik liegt schon etwas zurück... sonst bitte ich um Korrektur.

krzyzape
27.03.2005, 12:02
Eine Schlüsselfrage:
Es muß doch irgenwo ne Formel geben um sagen zu können wie hoch
die Temperatur in 2000 km Wassertiefe ist.
Auf der Erde in 11 km Tiefe beträgt sie ca 4 Grad Celsius.

Wo ist die Formel.
Alles andere sind für mich Vermutungen.


Danke

Peter

Zap
27.03.2005, 16:28
Eine Schlüsselfrage:
Es muß doch irgenwo ne Formel geben um sagen zu können wie hoch
die Temperatur in 2000 km Wassertiefe ist.
Auf der Erde in 11 km Tiefe beträgt sie ca 4 Grad Celsius.


Diese Formel existiert so nicht. Denn dass sich die Temperatur bei Erhoehung des Druckes auch erhoeht, gilt nur fuer kompressible Medien. So beobachtet man beim "Zusammendruecken" von Gasen durchaus eine Temperaturerhoehung. Das kann man sich qualitativ dadurch erklaeren, dass die frei Wegstrecke der Atome/Molekuele reduziert wird und die Teilchen einfach oefter an die Gefaesswand stossen. Genau berechenbar wird dieses durch das allgemeine Gasgesetz.
Fluessigkeiten sind im Gegensatz zu Gasen nicht kompressibel. Somit erhoeht sich zwar der Druck in ihnen, aber nicht die Temperatur. Die Temperatur von Wasser in 11 km Tiefe ist also die der Umgebung und keine Funktion des Druckes. Was allerdings bei Erhoehung des Druckes in Fluessigkeiten passiert, ist eine Erhoehung der Siedetemperatur. Als Stichwort moechte ich da den Dampfdruck des Wassers nennen, dem der hydrostatische entgegenwirkt. Dem Wasser wird es also erschwert, in die gasfoermige Phase ueberzutreten.

Gruss,

Zap

krzyzape
27.03.2005, 17:19
Also kann es theoretisch einen abgekühlten Planeten mit 16000 km Durchmesser , 2000 km tiefen Meer und ca. 4 Grad Wassertemperatur geben.
Dann würde das Gegenargument mit den 4000 Kelvin flachfallen oder?

Wo ist denn dann der Haken an der Sache?



Gruß

Peter

Zap
27.03.2005, 17:26
Also kann es theoretisch einen abgekühlten Planeten mit 16000 km Durchmesser , 2000 km tiefen Meer und ca. 4 Grad Wassertemperatur geben.
Dann würde das Gegenargument mit den 4000 Kelvin flachfallen oder?
Rein theoretisch waere das so moeglich. Allerdings gelten unter diesen Druecken so perverse Zustaende, dass das Wasser sicher in irgendeiner Art entartet ;-) Ob man das dann noch Wasser nennen kann und wie seine Eigenschaften sind, dazu kann ich keine Aussagen machen.

Gruss,

Zap

krzyzape
28.03.2005, 01:58
Mit dieser Methode könnte man dann eigentlich so einen imaginären
Planeten zum Leben erwecken, auch wenn er keine Sonne hätte.

Gruß

Peter
:rolleyes:

Bynaus
28.03.2005, 07:42
Nicht nur der Siedepunkt steigt, sondern auch der Schmelzpunkt. In einem 2000 km tiefen Ozean wäre das Wasser in dieser Tiefe mit Sicherheit in fester Form (Eis). Ich erinnere mich, mal einen Artikel über "Ozean-Planeten" gelesen zu haben, in dem stand, dass bei einer Ozeanoberflächentemperatur von rund 25°C das Wasser bereits in 250 km Tiefe in Eis übergeht.

krzyzape
28.03.2005, 10:21
Du hast Recht!
Das fällt in die Rubrik "Zustandsdiagramm des Wassers".
bei ungefähr 200 km Wassertiefe ist Schluß.
Sehr merkwürdiges Vehalten vom Wasser.
Damit ist das Thema wohl gegessen.
Danke für die Lösung des Problems.Hat ca. 4 Tage gedauert.

Was mach ich mit den Beiträgen löschen oder stehen lassen?

Gruß Peter :mad:

Bynaus
28.03.2005, 14:17
Stehen lassen natürlich! (ich bin mir sicher, dass das der Admin auch so sieht...) :)

Das ist ja auch der Sinn des Diskussionsforums, wäre ja noch schöner, wenn die ganze Mühe umsonst gewesen wäre...

krzyzape
15.05.2005, 06:10
Fortsetzung:
hab mir überlegt, daß man den Tk = Tauchkörper statt durch Elektrolyse
durch den normalen Luftdruck leeren könnte.
Der Normaldruck beträgt ca.1 Bar was einer Wassertiefe von 10m entspricht.
Angenommen der Tk ist ein Würfel von 1m *1m *1 m.
Im Wasser ist ein Druckbehälter von 1m *1m *10m .
Er steht senkrecht komplett im Wasser und ist mit gleichem gefüllt.
Oben koppel ich meinen Tk an ,und fülle ihn mit 1 m^3 Wasser aus dem 10 m^3 Behälter.
Dann lasse ich den Tk absinken und koppel in 10 Metern Tiefe an den Behälter.
Ich koppel nun einen Luftschlauch an den Tk und presse mit 1Bar das Wasser
aus dem Tk in den großen Behälter. Dieser hat dann wieder seine 10 m^3 Wasser.
Da der Tk jetzt leer ist kann er nun durch Auftrieb 10 m^3 Wasser *10 m
Energie erzeugen.
Der Tk taucht auf und das Spiel beginnt vom neuen.
Wenn man das mit sehr viel Wasser machen würde käm man auf viel Energie.
Frage: Wo ist mein Denkfehler?


Gruß

Peter :confused:


Hab dafür einen neuen Thread aufgemacht.

krzyzape
14.03.2006, 14:05
Aufgabe
Gedankenspiel:

Ort: Ozeanplanet mit Luftatmosphäre und einen Durchmesser von 12000
Kilometer .

Angenommen ich veranker senkrecht eine 3000km Stahlröhre mit 10m

Durchmesser.

Dann werfe ich einen 20m Eisblock der an ein Nylonseil hängt
diese Röhre runter. Das Seil treibt einen Generator an und erzeugt
Strom.
Ist der Eisblock angekommen wird er aufgetaut und mittels
Elekrolyse zerlegt. Der erzeugte Wasserstoff würde aufgrund seiner

Dichte wieder nach oben steigen. Das wäre der Energieträger und
könnte mittels Brennstoffzelle wieder Strom für die Elektolyse

erzeugen. Dann das Spiel von neuem.

Ab 2200km ist die Potenzielle Energie sogroß wie ich für die
Elektrolyse der gleichen Masse bräuchte.

Energiespender wäre die Gravitationskraft.

Würde sowas nicht den Energieerhaltungssatz killen?

MfG