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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hitzetod - Kältetod - Ewigkeit



ispom
15.12.2006, 10:40
Als Kind habe ich ein Weltbild vermittelt bekommen, zu dem ich mich immer wieder hingezogen fühle:
Das Weltall ist unendlich in Raum und Zeit.
Nach langem Irren verfestigt es sich wieder so,
nur daß für „Weltall“ jetzt „Multiversum“ steht,
denn unser Universum ist ein vergängliches Ding:

erstmals wurde mein ursprünglich heiles Weltbild durcheinandergeworfen, als ich in der Schule gelernt habe:
Alle Energie verwandelt sich in Wärme, das Universum stirbt den Wärmetod.
Dann las ich in einem Buch über die Flucht der Galaxien mit der Folge:
das Universum expandiert immerzu, als Folge ist der Kältetod unausweichlich.
Dann dominierte das „zyklische Universum“ die populärwissenschaftliche Literatur:
irgendwann kommt es zum „big crunch“, also wieder der Hitzetod !

Jetzt ist die dark energy up to date, die das Univerum auseinandertreibt, proportional dem Volumen, je größer um so schneller, exponentiell.
Der Raum zwischen den Galaxien expandiert mit Überlichtgeschwindigkeit, wir werden bald keine Galaxien mehr am Himmel sehen,
die Energie verdünnt sich über ein unvorstellbar großes Universum und der große Kältetod ist unser unausweichliches Schicksal!

Wie gut für meine Seele, daß die Stringtheoretiker das Multiversum entdeckt haben.
alles bei uns verändert sich, stirbt den Hitze- oder Kältetod,
aber im Multiversum gilt das kosmologische Prinzip von Ewigkeit zu Ewigkeit

amen
sagt Ispom

Toni
16.12.2006, 00:18
Hi ispom,

tja, ich weis gar nicht so recht, wo ich hier zuerst ansetzen soll ...? :( Bei diesem von Dir eröffneten Thema (mal wieder :D ) handelt es sich doch eindeutig um eine philosphische Grundfrage, obwohl ich gar keine Frage als solche entdecken kann ... :confused:

Nun ja, dann will ich einfach mal meinen "Sempf" dazugeben. :)

Ich persönlich vermute ja eigentlich immer noch, obwohl die Lehrmeinung derzeit eine andere ist, dass wir in einem zyklischen Universum Leben. Es gibt zwar derzeit keine Möglichkeit, dies messtechnisch wie theorethisch nachzuprüfen, doch meiner Meinung nach hängt dies alles mit der Dimension "Zeit" zusammen (in einem älteren Beitrag, dessen Suche ich jetzt überdrüssig bin, hatte ich dies schon einmal erklärt).

Es wird immer wieder von wissenschaftlicher Seite her gezeigt, dass die Zeit eine geradlinige Konstante ist, doch viele alte Völker waren der festen Überzeugung, dass besagte Zeite in Zyklen verläuft. Nicht dass sie zu ihrem Anfangspunkt zurückkehren würde, dies wird wiederum falsch von den Wissenschafts-Vertretern ausgelegt, nein, Zeiträume verlaufen in den Vorstellungen dieser alten Völker wie ein zyklisches Pulsieren. Der philosophische Ausspruch "Geschichte wiederholt sich" hat sich schon viel zu oft im Kleinen (also in unserem Mikrokosmos) wie auch im Großen (also im uns umgebenden Makrokosmos) bewahrheitet. - Bestes Beispiel: die vier aufeinanderfolgenden Eiszeiten, oder: die periodisch auftretenden Asteroiden-Einschläge der letzten Jahrmilliarde.

Ebenso erscheint es mir am plausibelsten, das sich unser Universum zyklisch ausdehnt und wieder zusammenzieht, in Zeiträumen so um die 50 Mrd. Jahre, ähnlich dem Pulsieren des Sterns Mira. Physikalisch und logisch betrachtet tut die Natur nichts "umsonst". Ein massereicher Stern wird nie höherwertigere Elemente als Eisen erbrüten, weil dies keinen Nutzen, keinen Energiegewinn mehr bringen würde. - Und so "handelt" das Universum insgesamt, vermute ich, auch: es geschieht nichts für umsonst! Würde sich der Raum bis in alle Ewigkeit weiter ausdehnen, bis alle Sterne verglüht sind und darüber hinaus, so wäre dieser ganze Akt des Urknalls umsonst und sinnlos verschwendete Energie gewesen. Diese jedoch wäre bei einem Wiederzusammenziehen des Universums nicht verloren, sondern könnte durch Rückgewinnung aus der erzeugten Materie erneut bei einem "in-etwa-Urknall" eingesetzt werden. - Deshalb plädiere ich für ein zyklisches Universum, auch wenn es derzeit noch nicht feststell- und errechenbar ist.

Philosophisch viel zu hochtrabende Grüße von
Toni

ispom
16.12.2006, 08:59
weißt Du Toni,
wenn ich mir mein persönliches Weltbild zurechtlege (meine Philosphie :) )
dann lege ich strikt das Prinzip zugrunde:
es darf den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zuwider laufen.

Ich baue mir zwar manchmal sehr spekulative Zusammenhänge ein,
(wie in meiner Vorstellung über die Seele)
deren wissenschaftliche Grundlagen erst noch ihrer Entdeckung harren,
schließlich erfolgen revolutionäre Umwälzungen in der Physik im Abstand von einigen Jahrzehnten,
aber die bisherige Physik bleibt immer als Spezialfall gültig,
und mein Weltbild darf nicht auf unhaltbaren Annahmen beruhen.

Ein triviales Beispiel wäre der Glaube an die Zeitskala der Bibel,
ein eher diskussionswürdiges Weltbild wäre das eines zyklischen Universums,
aber imho sind beide durch Erkenntnisse widerlegt.

Das Multiversum - Weltbild teile ich sogar mit hochangesehenenPhysikern, die es noch nicht beweisen , aber immerhin gut theoretisch untermauern konnten.

Und: es gibt kein besseres, allen anderen (wie auch dem zyklischen U.) stehen Beobachtungsbefunde entgegen,
und das einfache Urknall-Universum hat den ganz erheblichen philosophischen Mangel, daß es die Frage:
was war davor ?
mit dem lapidaren:
"die Frage ist sinnlos, die Zeit begann erst mit dem Urknall, davor gab es keine zeit", basta !
erledigt.

zeitlich unbegrenzte Grüße von Ispom

Toni
16.12.2006, 13:54
Hallöchen ispom,

ach jaaa (*stöhn*), das Multiversum ...
Was ist das eigentlich ...?
Das Multiversum ist doch das aus allen(?) Universen bestehende Ganze? Der Kosmos an sich!

Das Multiversum ist noch nicht bewiesen (wie auch?:D ) und deshalb bleibt es für mich eine wunderschöne Ausrede der Physiker, zwar eine wunderschöne, aber dennoch nur eine Ausrede für Dinge und Ebenen des Kosmos, die man einfach noch nicht imstande ist zu erklären. Das gleiche gilt übrigens für die Schöpfungsakte aller Religionen. Sie sind meist wunderschön erzählt, aber dennoch nur Ausreden für Dinge, die sich die Menschen damals wie heute nicht erklären können und konnten.

Die Geschichte vom Urknall ist übrigens genauso eine Schöpfungsreligion, zwar eine äußerst moderne, aber dennoch eine durchaus religiös angehauchte Erklärung der physikalischen Schöpfung. :cool:

Übrigens! Multiversum und zyklisches Universum schließen sich nicht gegenseitig aus! - Im Gegenteil. - Sie brauchen einander genauso wie die Urknall-Theorie ein Multiversum braucht. :eek:

Ich sehe das mit dem zyklischen Universum übrigens nicht so eng und als physikalisch ad acta gelegt. Ein zyklisches Universum muss nicht auf ewig und immer zu einer Existenz verdammt sein. Es kann erst mal aus einem Urknall entstanden sein, mehrmals pulsiert haben und dann in einem großen Zusammenbruch enden.

Die Zeiträume, in den so etwas abläuft, werden allerdings so gewaltig sein, dass wir das mit unseren Mitteln nicht mehr messen oder theorethisch nachweisen können. - Da wird wohl alles auf immer und ewig Spekulation bleiben ... :o

Mit vielen Spekulatius angereicherte Grüße von
Toni

ispom
16.12.2006, 15:05
ach jaaa (*stöhn*), das Multiversum ...
Was ist das eigentlich ...?
Das Multiversum ist doch das aus allen(?) Universen bestehende Ganze? Der Kosmos an sich!

richtig Toni, das Multiversum ist die gesamtheit der Universen,
man kann auch sagen: der Kosmos.

Zwar heißt "Universum" = das alles umfassende,
aber der Terminus ist nun mal für "unser" Universum schon vergeben,
das ist unsere vierdimensionale raumzeit, die mit dem Urknall (beim Zusammenstoß zweier Branen in der vierten raumdimension) entstanden ist.


Das Multiversum ist noch nicht bewiesen (wie auch? ) und deshalb bleibt es für mich eine wunderschöne Ausrede der Physiker, zwar eine wunderschöne, aber dennoch nur eine Ausrede für Dinge und Ebenen des Kosmos, die man einfach noch nicht imstande ist zu erklären. Das gleiche gilt übrigens für die Schöpfungsakte aller Religionen.

ich vertraue da auf die progressiven Physiker (--> Brian Greene), die sich Gedanken über experimentelle Nachweise machen,
und ich werde immer wieder daran erinnert, daß selbst Einstein den Nachweis von Gravitationswellen für unmöglich hielt,
Schwarze Löcher sind auch noch nicht nachweisbar.

Der indirekte Beweis für Gravitationswellen ist erbracht, auch der für Schwarze Löcher, der experimentelle Nachweis wird bald mit LISA und LIGO möglich sein,
auch SL wird man spätestens dann experimentell bestätigen, wenn eine sonde dorthin gelangt.

Nun entzieht es sich meiner Vorstellungskraft, wie man ein Paralleluniversum experimentell nachweisen will
(obwohl ein sehr guter Roman: Asimov: Lunatico
dies schon beschreibt.

auf die Physiker vertrauende grüße von Ispom

ps
es gibt immer (und muß es auch geben) seriöse Physiker, die alles in Abrede stellen,
aber durch sie wird die komplette manifestierung einer revolutionären Idee erst provoziert

Toni
17.12.2006, 01:50
Fröhliche Vorweihnachtszeit ispom,


Nun entzieht es sich meiner Vorstellungskraft, wie man ein Paralleluniversum experimentell nachweisen will (obwohl ein sehr guter Roman: Asimov: Lunatico) dies schon beschreibt. den habe ich leider noch nicht gelesen. :(
Warum redet man eigentlich immer von einem "Parallel-Universum"? :confused: Schon allein dieser Begriff ist mir irgendwie suspekt. Was sollen wir mit einem Universum, welches parallel zu unserem existiert, wo alles, was es in unserem Universum schon gibt, noch einmal ganz genau so existiert wie bei uns? Wo es auch eine Milchstraße gibt, einen Andromeda-Nebel vielleicht, eine Sonne wie die unsere, und eine Erde wie die unsere, mit genau den gleichen Menschen darauf, die fast genau so existieren wie wir, die gleichen Fehler machen wie wir und ein zu unserem paralleles Leben führen. - Was soll das Ganze? Nur um noch mehr benötigte Dimensionen erklären zu können? Um die fehlende Masse im Universum erklären zu können? Um das Phänomen "Zeit" besser erklären zu können? Um derzeit vorherrschende Theorien mathematisch "beweisen" und somit besser erklären zu können?? - Das will mir alles irgendwie nicht in den Kopf.

Wenn Physiker komplett neue Universen brauchen, um uns ihre oftmals reichlich verworrenen Theorien erklären zu können, dann kommt mir das doch recht spanisch vor. - Vielleicht sollten wir einfach mal neue Physiker kreieren, bevor wir dies mit ganzen Universen machen müssen, nur um deren Theorien (die der Physiker) zu erhalten?! :rolleyes:

Warum eigentlich "Parallel"- und nicht "Partner"-Universum? So etwas würde ich noch verstehen. Ein "Partner-Universum" außerhalb unseres Universums - so etwas klingt plausibel! Unser Universum als eines von "unendlich" vielen, welche alle gleichberechtigt neben unserem existieren und Nachbarn unseres Universums sind, mit wesentlich mehr oder auch wesentlich weniger Galaxien darin. - Und dann würden auch die von den Wissenschaftlern propagierten "Wurmlöcher" von einem supermassivem Schwarzen Loch in unserem Universum zu einem supermassivem Schwarzen Loch in einem Partner-Universum Sinn machen, ohne dass wir dafür "X" andere Dimensionen bräuchten!


es gibt immer (und muß es auch geben) seriöse Physiker, die alles in Abrede stellen, aber durch sie wird die komplette manifestierung einer revolutionären Idee erst provoziert Sehr weise ausgedrückt, ispom! - Aber der Ausspruch galt nicht mir, nee? Ich bin nämich keen Phisiker. :D

Physikalisch logisch nachdenkende Grüße von
Toni

Aurora
19.12.2006, 09:37
Hallo Zusammen,

Gut, will auch mal meinen Senf dazu geben - Hitzetod, Kältetod, Urknall - das alles passt mir nicht so richtig. Ok, da ist die Hintergrundstrahlung aus der sich so manches errechnen lässt, da ist ein Horzont über den wir nicht hinaus sehen können liegt so um die 13, 8 Mrd. Ly. Da sind aber auch Ungereimtheiten, wie das Entstehen der Galaxien und Halaxienhaufen, die nicht so richtig in die Urknalltheorie passen wollen, von wegen Zeit nicht ausreichend, wird z.B. von Margaret Geller vertreten.
Ja und die Frage nach dem Davor ist ketzerisch, die sollte man nicht stellen, auch nicht nach dem, was da nun "urknallte" und warum.
Toni sprach von moderner Schöpfungs"theorie". Irgendwie stimmt das auch. In der Schule haben wir mal was von Ernergierhaltungssatz gelernt. Irgendwie verstößt die Urknalltheorie dagegen, denn da entsteht eigentlich aus dem Nichts etwas Riesengroßes das voll mit Energie und Materie ist.
Irgendwie klingt da auch etwas von Perpeduum Mobile an. Energie aus dem Nichts.
Es mag sehr unbedarft klingen, aber irgend einen Anstoß muss es gegeben haben, der die Prozesse, die zur Entstehung des Universums in Gang setzte.
Da gibt es die Hypothese mit den Banen, deren Zusammentreffen oder Überschneiden einen Urknall auslösen könnten. Dazu brauchts dann aber entweder ein "Superversum" oder Multiversum, das irgendwie pulsiert und in gewissen Abständen duch Kollision die Prozesse in Gang setzt.

Wie war der Spuch doch gleich, aus Hamlet, glaube ich: "Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als unsere Schulweisheit ..."

Gruß Aurora

ispom
19.12.2006, 10:39
dieser Hamlet-Spruch wird immer wieder bestätigt durch ständige spektakuläre und revolutionäre Erkenntnisse der Physik und der Kosmologie, Aurora.


In der Schule haben wir mal was von Ernergierhaltungssatz gelernt. Irgendwie verstößt die Urknalltheorie dagegen, denn da entsteht eigentlich aus dem Nichts etwas Riesengroßes das voll mit Energie und Materie ist.


es mutet an wie ein Trick, wenn die Kosmologen erklären, man muß nur die gesamte Gravitationsenergie der Materie negativ ansetzen, und schon stimmt die Rechnung wieder.

Mein bescheidener physikalischer Verstand aber sagt mir:
Wenn all das, was wir im Universum beobachten, das schon als Materie=Energie eine gewaltige Summe ergibt,
wenn das nun also auch noch alles zusammenkrachen würde,
erhielten wir nicht unterm Strich Null sondern
die vorhandene Ruheenergie der Materie plus das, was die heutige Gravitationsenergie ausmacht.

Und diese gesamtenergie muß (nach Energieerhaltungssatz) beim Urknall irgendwo hergekommen sein.

Ein Grund mehr, warum ich in der Stringtheorie mit ihrem Multiversum einen Lichtblick erkenne

einen ausblick aus dem Dilemma sehende Grüße von Ispom

Aurora
19.12.2006, 13:57
Hi Ispom,


es mutet an wie ein Trick, wenn die Kosmologen erklären, man muß nur die gesamte Gravitationsenergie der Materie negativ ansetzen, und schon stimmt die Rechnung wieder.


mmmmmh Negativenergie. Klingt wirklich wie ein Trick, nachgewiesen hat die noch niemand.


Und diese gesamtenergie muß (nach Energieerhaltungssatz) beim Urknall irgendwo hergekommen sein.


Und das wirft wieder die Frage auf was und warum. Was war davor?
Da wäre dann möglicherweisedie Hypothese mit den Branen und den Kollisionen doch eine Erklärung. Universum endlich und doch unendlich. Expandiert bis zu einem bestimmten Punkt, kollidiert, kracht in sich zusammen und alles beginnt von vorn.


Ein Grund mehr, warum ich in der Stringtheorie mit ihrem Multiversum einen Lichtblick erkenne


Stringtheorie, Superstringtheorie, is mir ehrlich gesagt zu hoch, auch wenn Michio Kaku das in seinem Buch "Hyperspace - Einsteins Rache", auch für "Dumme", einleuchtend erklärt.

Bleibt uns nur abzuwarten, was mit Hilfe moderner Teleskope so alles rausgefunden wird.:)

Gruß Aurora

Schnapprollo
19.12.2006, 14:49
Hallo Aurora,




Zitat:
es mutet an wie ein Trick, wenn die Kosmologen erklären, man muß nur die gesamte Gravitationsenergie der Materie negativ ansetzen, und schon stimmt die Rechnung wieder.


mmmmmh Negativenergie. Klingt wirklich wie ein Trick, nachgewiesen hat die noch niemand.


Naja, das ist bei Energien und Energiepotentialen immer so, dass sie relativ zur Umgebung sind. Nimm beispielsweise eine stino 1,5V-Batterie. Der ist es ziemlich egal, ob die Spannung von der Distanz 1V <-> 2,5V oder -0,75V <-> +0,75V ausgeht (siehe galvanische Spannungsreihe). Das Potential ist immer 1,5V (eigendlich ohne Vorzeichen).

Vielleicht hilft das zum Verständnis ;)

Gunter

VooDoo
19.12.2006, 17:08
hallo zusammen

dann werde ich mein bescheidenes wissen dar&#252;ber mit euch teilen :D

Es gibt Theorien, die besagen, dass das Materie und Energie Produkt den Physikalischen Regeln entspricht, also 0 ergibt unterm strich. Das erkl&#228;ren sie sich mit einer (Raum)Zeitlichen Verschiebung - &#228;hnlich wie im Vaakum immer 2 Teilchen entstehen, die sich sogleich wieder aufheben (der Name ist mir entfallen, leider). Das heisst, es gibt genau so viel Antimaterie wie Materie, nur dass man von dieser noch nichts merkt.
ich kann die Theorie hier nicht ausf&#252;hrlich beschreiben, weil ich sie selber nicht ganz verstanden habe und es mir auch schwer f&#228;llt diese Sachen zu glauben ;) eben WEIL man es nicht verstehen kann.

verwirrende gr&#252;sse -.-

VooDoo

Schnapprollo
19.12.2006, 18:41
Hallo VooDoo,

... die 'ausgleichende Gerechtigkeit' am Ende des Films ist sogar Bestandteil fast aller ernstzunehmenden Theorien. Der Nachteil ist, dass man dazu manchmal gehörig um die Ecke denken muss und der 'Gegenspieler' nicht immer das Spiegelbild des Originals ist.

Mal zu deinen Ausführungen:


ähnlich wie im Vaakum immer 2 Teilchen entstehen, die sich sogleich wieder aufheben (der Name ist mir entfallen, leider).

Das ist der Effekt, den man die Krafübertragung im Vakuum zuschreibt. Also 2 elektrisch gleichnahmige Objekte stoßen einander ab. Auf der Erde kein Problem, könnte ja durch die Luft übertragen werden. Im Vakuum is aba nix. Also hat man das Vakuum untersucht und festgestellt, dass es da noch mehr 'Merkwürdigkeiten' gibt. 2 dünne Metallplatten die sehr eng beieinander stehen werden durch unsichtbare Kräfte weiter zusammengedrückt (siehe Casimireffekt). Ganz so als wären im Vakuum Teilchen die durch ihre Brownsche Bewegung eine Kraft auf die Platten ausüben. Diese 'Als-wären-Teilchen' sind allgemein in die Theorien eingegangen als 'virtuelle Teilchen'. Nach der Entdeckung der Heisenbergschen Unschärfen war auch klar, dass es möglich ist, dass diese 'Teilchen' entweder räumlich, energetisch, zeitlich oder als Impuls in erscheinung treten können jedoch nie als Gesamtheit, dann wären es reale Teilchen. Ein Herr Feynman, Richard Phillips, nahm die Möglichkeiten dieser virtuellen Teilchen und konnte so berechnen, wie die elektrostatischen Kräfte auch im Vakuum übertragen werden können (in seinen Feynmann-Diagrammen). Dazu ist es aber nötig, dass die Teilchen nicht wie massive Körper im Stück durch das Vakuum geschossen werden (denn dazu hätten sie durch die Unschärfe nicht genügend Zeit), sie müssen sich umwandeln. Und zwar in kurzen Abständen in einer Energie- und eine Masseform. In Feynman's Diagrammen ist das immer der Übergang von Wellenlinie zur Geraden. Bestätigt wird das am Verhalten realer Teilchen.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass aus Licht, genauer 2 Photonen, ein Paar von Teilchen entsteht - z.Bsp. ein Elektron und ein Positron. Bringt man beide wieder zusammen verschwinden die aber nicht einfach zu NIX sondern es entstehen wieder 2 Photonen.
Das blöde an diesen Photonen ist jetzt, dass sie nicht nur das Potential haben Materie und Antimaterie zu erzeugen, sondern sie können sich tatsächlich ebenso gegenseitig durch Interferenz auslöschen obwohl sie prinzipiell keine Gegenspieler sind.

Es ist eben nicht ganz so einfach, dass man mit Antimaterie die Materie zu NULL aufhebt.

Gunter

Toni
19.12.2006, 19:16
Hi Gunter,


Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass aus Licht, genauer 2 Photonen, ein Paar von Teilchen entsteht - z.Bsp. ein Elektron und ein Positron. Bringt man beide wieder zusammen verschwinden die aber nicht einfach zu NIX sondern es entstehen wieder 2 Photonen. gehört da nicht noch ein bisschen mehr dazu? :( Entstehen da nicht noch zwei Neutrinos? Das hab' ich jetzt jedenfalls so in Erinnerung ... :confused:


Das blöde an diesen Photonen ist jetzt, dass sie nicht nur das Potential haben Materie und Antimaterie zu erzeugen, sondern sie können sich tatsächlich ebenso gegenseitig durch Interferenz auslöschen obwohl sie prinzipiell keine Gegenspieler sind. Das hab' ich zu meinem Bedauern auch noch nie gehört (ich schäme mich auch dafür :o ). Wie soll denn das gehen? Funktioniert das nur mit Photonen, die einen unterschiedlichen Spin haben? Und, da ja Photonen nicht vollständig masselos sind, müsste ja die Masse auch irgendwo bleiben? Geht die in eine andere Energieform über oder entstehen hierbei auch Neutrinos?


Es ist eben nicht ganz so einfach, dass man mit Antimaterie die Materie zu NULL aufhebt. Na ja, ich denke aber schon: doch. Denn: Photonen, Neutronen, Neutrinos, (Gravitonen) usw. sind doch bei Weltmodellen aus Antimaterie genau so mit von der Partie wie bei der "normalen" Materie, oder? Es vernichtet sich bei der Anihilation doch eigentlich nur der Teil unserer Materie zu Energie, von dem es antimateriell ein entsprechendes Gegenstück gibt, oder nicht? Gibt es kein Gegenstück, so bleibt von einer Sorte irgend etwas übrig (wie beim "heiß geliebten" Urknall), aber meine eben erwähnten Teilchen existieren doch in jeder der Materieformen, denke ich mal, will ich meinen, vermute ich, glaube ich aufs heftigste ...

Meine vermutlich nicht letzten Grüße von
Toni

mac
19.12.2006, 19:23
Hallo,


Das blöde an diesen Photonen ist jetzt, dass sie nicht nur das Potential haben Materie und Antimaterie zu erzeugen, sondern sie können sich tatsächlich ebenso gegenseitig durch Interferenz auslöschen obwohl sie prinzipiell keine Gegenspieler sind.

Es ist eben nicht ganz so einfach, dass man mit Antimaterie die Materie zu NULL aufhebt.Es ist noch viel komplizierter: Die Photonen die z.B. durch Vernichtung von Elektron und Positron entstehen, können sich nicht gegenseitig auslöschen, da sie sich gleichzeitig und mit genau opponierenden Richtungen voneinander entfernen. (Wird unter anderem in Positronen-Emmissions-Tomographen ausgenutzt, um den Ort ihrer Entstehung zu bestimmen) Und sie können ihrerseits kein Elektron/Positron-Paar erzeugen, weil sie nur die Hälfte der nötigen Energie haben.

Herzliche Grüße

MAC

Schnapprollo
19.12.2006, 19:46
Hi Toni,

... natürlich hast du recht und die ganze Sache ist eigendlich noch defizieler wenn man auch noch die Spinausrichtungen der entstandenen Elementarteilchen und die Impulswinkel berücksichtigen will. Aber denktst du nich dass das in einer Forums-Diplom-Arbeit endet?

Aber:


Das hab' ich zu meinem Bedauern auch noch nie gehört (ich schäme mich auch dafür :o ). Wie soll denn das gehen? Funktioniert das nur mit Photonen, die einen unterschiedlichen Spin haben? Und, da ja Photonen nicht vollständig masselos sind, müsste ja die Masse auch irgendwo bleiben?

Nein, dass ist ja grade der Haken. Photonen haben keine Masse, sie tragen mit ihrer Energie (die sich auch noch durch Rotverschiebung eher einer räumlichen Komponente entspricht) nur ein Masse-Energie-Äquivalent (bedeutet = gleicher Betrag aber nicht das selbe; 3€ -> Äquivalent zu -> 3kg Orangen bei EDEKA im Angebot ;) ).
Das Photon an sich muss masselos sein, sonst könnte es sich nämlich nicht mit c bewegen. Wenn die c-Grenze besteht (und es deutet ja vieles darauf hin) unterliegt das Photon noch nicht mal der Zeit, weil sich für seine Geschwindigkeit der relativistische Faktor aufhebt (Geschwindigkeit * relativistischer Faktor = 0). Das Photon ist ja eben, auch nach seiner Herkunft, kein normales Elementarteilchen sondern ein 'übertragbarer Energiewert'.

Und auch auf deinen letzten Satz zu kommen. Die Teilchen - Antiteilchen-symetrie funktioniert halt nur bei massiven Teilchen (und auch da nicht zu 100%). Wie sollte auch ein 'Antiphoton' funktionieren? Es hat sich ja in Beschleunigern gezeigt, dass auch Antimaterie keine Antigravitation erzeugt und Positronen an die Decke schleudert.

Also, so schön wie es gewesen wäre, so einfach isses nu mal nich.

Gruß
Gunter

Toni
19.12.2006, 21:10
Hi Gunter,


Aber denktst du nich dass das in einer Forums-Diplom-Arbeit endet? oh ja, das denke ich auch! :D


Photonen haben keine Masse, sie tragen mit ihrer Energie (die sich auch noch durch Rotverschiebung eher einer räumlichen Komponente entspricht) nur ein Masse-Energie-Äquivalent (bedeutet = gleicher Betrag aber nicht das selbe; 3€ -> Äquivalent zu -> 3kg Orangen bei EDEKA im Angebot). Is klar, daran hatte ich nicht gedacht. :o Der Vergleich aber ist super! :D


Das Photon ist ja eben, auch nach seiner Herkunft, kein normales Elementarteilchen sondern ein 'übertragbarer Energiewert'. Genau. Das ergibt sich ja dann daraus. Wie kommt es aber zu der gegenseitigen Auslöschung von Photonen? Ich glaub', da habe ich was verpasst ... :o


Die Teilchen - Antiteilchen-symetrie funktioniert halt nur bei massiven Teilchen (und auch da nicht zu 100%). Wie sollte auch ein 'Antiphoton' funktionieren? Es hat sich ja in Beschleunigern gezeigt, dass auch Antimaterie keine Antigravitation erzeugt und Positronen an die Decke schleudert. Eben, von "Antiphotonen" habe ich auch noch nichts gehört.
Und das mit der Antimaterie und eventueller Antigravitation ... Dass Positronen von ihren Negatronen (Antiprotonen) nicht abgestoßen werden, ist mir auch klar. Hat man wirklich schon genau nachweisen können, dass antimaterielle Atome keine negative Gravitation auf unsere Materie ausüben? Stoßen die genau so mit "normalen" Atomen zusammen, wie Materie-Atome untereinander, oder braucht es dazu eine spezielle Energiezufuhr, um Materie und Antimaterie anihilieren zu lassen? - Würde mich mal interessieren.

Ansonsten habe ich zum Thema "Antimaterie" noch so viele andere Fragen, aber das gehört ja eigentlich nicht hierher ...

Antimateriell positive Grüße von
Toni

mac
19.12.2006, 22:26
Hallo Toni,


Der Vergleich aber ist super!vorallem v&#246;llig Stabil und ohne Mehrwertsteuer! :D


Wie kommt es aber zu der gegenseitigen Ausl&#246;schung von Photonen? Ich glaub', da habe ich was verpasst ... nicht wirklich, nur durch Interferenzen. Wie bei Wasserwellen aus zwei verschiedenen Ursprungsorten. Da wo Wasserberg und Wassertal zusammentreffen, heben sie sich gegenseitig auf, aber ohne sich im weiteren Verlauf zu beeinflussen. Die 3D-Abbildungen in Glasw&#252;rfeln kann man z.B. so herstellen.


Dass Positronen von ihren Negatronen (Antiprotonen) das Antiteilchen vom Positron nennt man Elektron. ;)



Sto&#223;en die genau so mit "normalen" Atomen zusammen, wie Materie-Atome untereinandernein, denn zwei Protonen oder zwei Elektronen sto&#223;en sich ab, w&#228;hrend Proton und Anti-Proton und Elekton und Positron sich gegenseitig anziehen, sie tragen ja jeweils die gegensinnige elektrische Ladung.


oder braucht es dazu eine spezielle Energiezufuhr, um Materie und Antimaterie anihilieren zu lassen? - W&#252;rde mich mal interessieren. kommen sie sich nahe genug, dann vernichten sie sich. Und zwar immer, wenn man sie nicht aktiv daran hindert (Speicherring)

Herzliche Gr&#252;&#223;e

MAC

Toni
20.12.2006, 06:49
Hi MAC (alias "Schnapprollo"? :rolleyes: ),


vorallem völlig Stabil und ohne Mehrwertsteuer! Hi - hi - hi!!! - Suuuper!!! :D


Wie bei Wasserwellen aus zwei verschiedenen Ursprungsorten. Da wo Wasserberg und Wassertal zusammentreffen, heben sie sich gegenseitig auf, aber ohne sich im weiteren Verlauf zu beeinflussen. Dacht' ich's mir doch schon! - Vielen Dank für die bildhafte Erklärung!


das Antiteilchen vom Positron nennt man Elektron. Dat weeßick. ;)


nein, denn zwei Protonen oder zwei Elektronen stoßen sich ab, während Proton und Anti-Proton und Elekton und Positron sich gegenseitig anziehen, sie tragen ja jeweils die gegensinnige elektrische Ladung. So was in der Art hatte ich mir auch schon gedacht. Nur, wie die kompletten Atome zueinander stehen, war mir nicht ganz klar. Sie besitzen also keine speziellen Anziehungs- oder Abstoßungskräfte.

Ach, und die Anti-Protonen: werden die nicht auch Negatronen genannt?

Vielen Dank übrigens nochmal für die Erklärungen MAC, oder vielleicht doch Schnapprollo??? :o

Völlig antimateriell eingestellte Grüße von
Toni

Aurora
20.12.2006, 08:30
Naja, das ist bei Energien und Energiepotentialen immer so, dass sie relativ zur Umgebung sind. Nimm beispielsweise eine stino 1,5V-Batterie. Der ist es ziemlich egal, ob die Spannung von der Distanz 1V <-> 2,5V oder -0,75V <-> +0,75V ausgeht (siehe galvanische Spannungsreihe). Das Potential ist immer 1,5V (eigendlich ohne Vorzeichen).


Is schon klar. Ich bkeibe aber dennoch ketzerisch, irgendwas muss diesen Urknall initiert haben. Die Urkanlltheorie ist recht gut erklärt, beginnt aber eben mit demselben. Was ihn initiert haben könnte, darüber schweigt man. Raum und Zeit entstanden erst mit dem Urknall - Ende aus. Danach enstanden Materie/Antimaterie, mit geringem Materieüberschuss - aus dem dann usw usf. Irgendjemand (Grove?) brachte Higginsteilchen ins Gespräch, (so richtig schlau beworden bin ich daraus nicht) die den Urknall ausgelöst haben könnten. Momentan wird über Dunkle Materie/Dunkle Energie gegrübelt, was sie eigentlich sind und welche Rolle sie spielen. Ob unser Universum nun in einem Big Chrunch oder in ewiger Expansion endet, hängt wohl von der Gesantenergie/-materie ab. Weiß also noch niemand so genau, wird auch durchaus zugegeben.

Warum wird die Frage nach Davor und Warum nicht zugelassen?

Um zu dem Hamletspruch zurückzukehren, sicher finden wir immer mehr heraus, steigt unser Wissen Tag für Tag und dennoch wirft dieses Wissen immer nue Fragen auf, bringt jede neue Erkenntnis neue Rätsel mit sich. So doof ist der gar nicht. Ist aber die Natur des Menschen neugierig zu sein, Fragen zu stellen und für den Moment Unerklärbares vorzufinden.
Ok, Raum und Zeit, wie wir sie kennen/definieren, entstanden erst mit dem Urknall, aber auf die Frage nach dem Davor, sollte man doch zugeben können wir wissen es (noch) nicht.

Gruß Aurora

mac
20.12.2006, 09:57
Hallo Toni,


Hi MAC (alias "Schnapprollo"? :rolleyes: ), also hier irrst Du! Und in meiner Wahrnehmung noch nicht einmal nachvollziehbar. Was nicht heißt, daß ich mich jetzt gekränkt fühle, im Gegenteil! :) Ich bin nur in diesem Forum angemeldet, lese sehr selten in anderen Foren und verwende nur MAC als Nick. Zu meiner Person habe ich im Vorstellungsthread ein wenig aufgeschrieben.

So weit ich das überhaupt sagen kann, kenne ich niemanden hier persönlich.



Ach, und die Anti-Protonen: werden die nicht auch Negatronen genannt? dieser Ausdruck ist meines Wissens zumindest nicht gebräuchlich.


So was in der Art hatte ich mir auch schon gedacht. Nur, wie die kompletten Atome zueinander stehen, war mir nicht ganz klar. Sie besitzen also keine speziellen Anziehungs- oder Abstoßungskräfte.wenn sich Atome nahe genug kommen, dann stoßen sich ihre Elektronenhüllen gegenseitig ab. Da aber die Elektronenladung und die Protonenladung in der Regel ausgeglichen sind, ist ein Atom von weiter weg gesehen, elektrisch neutral, also weder Anziehung noch Abstoßung (durch elektrisches Feld).

Ist die Energie (Geschwindigkeit) der Atome bei einer Annäherung groß genug, dann können verschiedene Prozesse ablaufen: Meistens wird auf ein oder auch mehrere Elektronen des/der Atome genügend Energie übertragen, so daß dieses 'sein' Atom verlassen kann. (wie beim Billiard mit verschieden schweren Kugeln) das geschieht so lange, bis die kinetische Energie so weit aufgebraucht ist, daß sie für einen solchen Prozess nicht mehr ausreicht.

Es kann aber auch sein, daß sich die beiden Atomkerne nahe genug kommen um sich gegenseitig zu 'schubsen' die dabei verbratene Energie wird in Form von Röntgenstrahlen abgestrahlt. Das funktioniert auch, wenn nur ein Elektron im elektrischen Feld eines Atomkerns kinetische Energie abgibt (Röntgenröhre, Elektronenbeschleuniger)

Noch seltener, und nur möglich, wenn die kinetische Energie des Atoms hoch genug ist, kann die elektromagnetische Abstoßung der beiden Atomkerne die sich genau genug treffen überwunden werden. Dann kann es z.B. zur sogenannten Spallation kommen. Dabei wird das zertrümmert, was vorher mal durch Fusion aufgebaut worden war. Es kann aber auch zu einer Reihe weiterer Prozesse kommen. In Wicki sind einige davon ganz gut beschrieben. (z.B. Kernphotoeffekt, Neutroneneinfang, Spallation, ...)

Herzliche Grüße

MAC

ispom
20.12.2006, 10:27
Warum wird die Frage nach Davor und Warum nicht zugelassen?



weil die Urknalltheorie (im bisherigen Sinne) keine Antwort weiß.
Das ist so, als ob man in einem hermetisch abgeschotteten Raum sitzt und nichts über das "draußen" in Erfahrung bringen kann,
dann sagt man:
es gibt kein Draußen, es gibt nur diesen Raum als Realität, die Frage wird nicht zugelassen.


Ok, Raum und Zeit, wie wir sie kennen/definieren, entstanden erst mit dem Urknall, aber auf die Frage nach dem Davor, sollte man doch zugeben können wir wissen es (noch) nicht.


aber es gibt in diesem Raum auch einige Physiker, die begnügen sich mit dieser Antwort nicht und sagen:
das kann nicht sein, es muß ein Draußen geben, die welt kann nicht an der wand zu Ende sein!

und dann denken sie sich die Stringtheorie aus, und die eröffnet eine gewaltige welt außerhalb der undurchdringlichen wände.

Aber die konservativen sagen:
das ist alles nur Spinnerei, niemals werden wir ein Loch in die Wand kriegen, denn es gibt kein dahinter.


So stelle ich mir das Problem mit der Zeit vor dem Urknall vor.
Natürlich gibt es ein davor. Es ist aber nicht unsere zeit,
so wie das Draußen im obigen vergleich eben außerhalb des zuns zugänglichen Raums war.

Es gibt andere Universen mit einer anderen Zeit,
vielleicht auch mit zwei zeiten?

nicht mit drei entfalteten Raum- und einer Zeitdimension, sondern möglicherweise mit vier Makrodimensionen und einer zweiten Zeit, die für uns unvorstellbar ist, so wie eben auch die vierte Raumdimension.

visionäre Grüße von Ispom

Toni
21.12.2006, 21:09
Ho, ho, ho, ispom,

(oder wie begrüßt man sich in der jetzigen Zeit?) :rolleyes:

Es gibt andere Universen mit einer anderen Zeit,
vielleicht auch mit zwei zeiten? joi, ganz schön kühn von Dir, das so fest zu behaupten, was andere vielleicht nur zu vermuten wagen ... ;)


nicht mit drei entfalteten Raum- und einer Zeitdimension, sondern möglicherweise mit vier Makrodimensionen und einer zweiten Zeit, die für uns unvorstellbar ist, so wie eben auch die vierte Raumdimension. Das ist wirklich "visionär"! :cool: Und aus eben diesem Grund (andere Zeit oder mehrere Zeitdimensionen) wird für uns zeitlich eindimensionale Wesen eine Reise in andere Universen wahrscheinlich nie möglich sein. :(

Multidimensionale Grüße von
Toni

ispom
21.12.2006, 22:09
Zitat von ispom
Es gibt andere Universen mit einer anderen Zeit,
vielleicht auch mit zwei zeiten?

joi, ganz schön kühn von Dir, das so fest zu behaupten, was andere vielleicht nur zu vermuten wagen ...

nein Toni, ich behaupte es ja nicht,
ich stelle es mir nur vor,
aber es gibt größere Köpfe, die stellen sich das auch vor :)

und eine "Reise" in andere Universen scheint selbst mir ;)
unvorstellbar

den Optimismus etwas dämpfende grüße von Ispom

Toni
22.12.2006, 06:37
Fröhliche Vorweihnachtszeit, ispom!


und eine "Reise" in andere Universen scheint selbst mir ;) unvorstellbar Na ja, um so etwas wirklich durchführen zu können, müssen wir uns als Menschen wahrscheinlich erst noch eine ganze Stufe höher entwickeln, vergleichbar mit dem Quantensprung vom tierischen Dasein eines Australopithecus zum Homo Sapiens Sapiens. :cool: Das bedeutet aber gleichzeitig, dass wir uns diese Höherentwicklung genauso wenig vorstellen können wie damals diese Australopithecinen, die absolut keine Ahnung davon hatten, was eine Höherentwicklung sein sollte. :rolleyes:

Nun aber nochmal zurück zu Deinem Thema! Wir hatten den Begriff "Ewigkeit" überhaupt noch nicht erwähnt, geschweige denn besprochen. Was hattest Du denn nun genaueres im Sinn, als Du diesen Begriff in die Überschrift intergriertest? War die Ewigkeit des gesamten Universums damit gemeint? :confused:
"Ewigkeit" ist ja der analoge Begriff der Dimension Zeit, der in den drei Raumdimensionen für "unendlich" steht. "Unendlich" auf eine Raumdimension bezogen heißt: von einem bestimmten Punkt an in eine Richtung, ohne dass es dort ein definiertes Ende gibt. Von diesem Punkt an kann man aber auch das Gleiche von der Gegenrichtung behaupten, nur halt mit negativem Vorzeichen bei der mathematischen Berechnung.
Wenn man dies auf die Dimension "Zeit" überträgt, dann bedeutet dies doch, das Zeit mit dem Begriff "Ewigkeit" in der einen Richtung unendlich weiterläuft und in der Gegenrichtung (der Vergangenheit) ebenfalls. Diese Gegenrichtung bringt uns aber irgendwann an Zeitpunkte auf dieser Linie vor dem Urknall! Da wird manch einer ein Problem mit haben ...

Zeitlich unbegrenzte Grüße von
Toni

ispom
22.12.2006, 16:08
Diese Gegenrichtung bringt uns aber irgendwann an Zeitpunkte auf dieser Linie vor dem Urknall! Da wird manch einer ein Problem mit haben ...

so ist es ,Toni.
aber ich gebrauche den begriff der Ewigkeit nur auf das Multiversum bezogen.
Unser universum hat mit dem Beginn seiner existenz seine eigene Zeit "aufgespannt",
andere Universen tun das wohl ebenso,
ob in jedem Universum der Zeitpfeil gegen unendlich läuft,
darüber streiten sich noch die gelehrten.

Aber diejenigen, die meinen, es gibt keine ewigkeit, alles hat einaml angefangen, also auch das Multiversum,
die sollten mit der Frage
"was war vor dem anfang"
eigentlich mehr Probleme haben als mit der Ewigkeit.

Das ist wie mit der Frage nach dem Schöpfer,
die Vorstellung
"das Multiversum war schon immer, es ist nicht entstanden und wird nicht vergehen"
bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als die Vorstellung von einem Schöpfer, der den Schöpfer geschöpft hat usw usw.

schöpfende Grüße von Ispom

Toni
22.12.2006, 17:46
Hi ispom,


aber ich gebrauche den begriff der Ewigkeit nur auf das Multiversum bezogen. das ist wahrscheinlich auch völlig richtig.


ob in jedem Universum der Zeitpfeil gegen unendlich läuft, darüber streiten sich noch die gelehrten. Das hängt ja auch in erster Linie davon ab, ob man ein Universum bevorzugt, das von einem Urknall ausgehend bis in "alle Ewigkeit" expandiert, oder ob es womöglich gar keinen Urknall in bisheriger Deutung gab, sondern unser hiesiges Universum einem pulsierenden Herzen gleicht, welches sich rhythmisch zusammenzieht und wieder ausdehnt. Der rhythmische Schrumpfungsprozess kann ja von mir aus insgesamt so weit gehen, dass Urknall-ähnliche Prozesse ablaufen und es danach beginnt, sich erneut auszudehnen. In dem Fall haben wir nämlich auch für nur ein Universum den Fall der "Ewigkeit" in der Vergangenheit vorliegen. - Frei nach dem Hit von Stefan Remmler: "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!" - Wobei die "Wurst" in dem Fall dieses Universum darstellen würde. :D

Vielleicht ist die Vorstellung von der "Ewigkeit" in beiden zeitlichen Richtungen ja gar nicht so falsch, wie uns unser derzeitiges Weltbild weismachen will ...? :( Schließlich "wussten" stein- und bronzezeitliche Völker auch schon über die "Ewigkeit" des Zeitflusses in beide Richtungen zu berichten, da sie sich diese in periodisch wiederkehrenden Äonen vorstellten. Die Zeit wäre demnach zyklisch und würde einem Kreislauf entsprechen, dem der gesamte Kosmos unterworfen wäre. Es gäbe also immer wieder ein "Ende" vor dem "Anfang" und einen "Anfang" nach dem "Ende". - Ewigkeit in eben beiden Richtungen.


die Vorstellung "das Multiversum war schon immer, es ist nicht entstanden und wird nicht vergehen" bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als die Vorstellung von einem Schöpfer, der den Schöpfer geschöpft hat usw usw. Mir geht es genau so. ;) Und die Sache mit dem Schöpfer des Schöpfers wird ja von einigen Religionen so ausgelegt, dass man sich den Ursprungs-Schöpfer als ewig währendes Wesen ohne Beginn und ohne Ende vorstellt. Man setzt den Schöpfer ja dann auch außerhalb des Uni- oder Multiversums an, da wir in der Forschung mittlerweile so weit gediehen sind, einen solchen Schöpfer nicht mehr innerhalb solcher Universen zu vermuten bzw. nachzuweisen. - Also außerhalb und über jedwede Erforschung seines Wesens erhaben.

Nun gut, dann will ich Dich mal wieder zu Wort kommen lassen. - Wenn ich hier weiter so hochtrabende Sprüche vom Stapel lasse, mutiere ich noch zu einem Philosophen! :o

Philosophisch durchdrungene Grüße von
Toni

ispom
22.12.2006, 19:51
.

Das hängt ja auch in erster Linie davon ab, ob man ein Universum bevorzugt, das von einem Urknall ausgehend bis in "alle Ewigkeit" expandiert, oder ob es womöglich gar keinen Urknall in bisheriger Deutung gab, sondern unser hiesiges Universum einem pulsierenden Herzen gleicht, welches sich rhythmisch zusammenzieht und wieder ausdehnt.

Als das zyklische Universum noch up to date war ((man nicht wußte, ob denn nun offen oder geschlossen,
und wenn geschlossen dann oscillierend,
von Urknall über max. Ausdehnung zum big crunch und dann das ganze von neuem)
da hat man herausgefunden, daß es in diesem fall nur so gehen kann, daß jeder zyklus kürzer als der vorhergehende sein muß, jede max ausdehnung geringer ausfällt als die vorige.

dh, auch in diesem falle wäre das Universum mal zu Ende mit "seiner Zeit",
dann gäbe es unseren raum nicht mehr und unsere zeit nicht mehr.

Wer weiß, vielleicht kommt bald eine Erklärung, wie auch bei der jetzt aktuellen beschleunigten Expansion die Zeit zu Ende gehen könnte,

oder:
vielleicht finden die String-theoretiker heraus, daß es neben den kompaktifizierten raumdimensionen auch noch eine kompaktifizierte Zeitdimension gibt...

nach der rasanten Entwicklung der Kosmologie und der eng damit zusammenhängenden Physik der Struktur der Materie halte ich jede Überrraschung für möglich.

auf alles gefaßte grüße von Ispom

Toni
27.12.2006, 01:30
Als das zyklische Universum noch up to date war (man nicht wußte, ob denn nun offen oder geschlossen, und wenn geschlossen dann oscillierend, von Urknall über max. Ausdehnung zum big crunch und dann das ganze von neuem) da hat man herausgefunden, daß es in diesem fall nur so gehen kann, daß jeder zyklus kürzer als der vorhergehende sein muß, jede max ausdehnung geringer ausfällt als die vorige. Also, ich stelle mir die Ausdehnung unseres Universums auf der Zeitskala wie eine Sinuskurve vor. Wenn wir z.B. diese Kurve beginnend mit -1 am Zeitpunkt 0 Mrd. Jahre anfangen zu ziehen (dies muss nicht der Anfang sein, wäre aber jetzt ca. 13 Mrd. Jahre vor unserer Zeit) und diese Kurve einen kompletten Zyklus von, sagen wir mal, ungefähr 50 x 3,14 (Pi) Mrd. Jahre hätte, so würden wir uns heute logischerweise bei 13 Mrd. Jahren im Bereich des ersten (aufsteigenden) Viertels von rund 40 Mrd. Jahren befinden. Unser Kurvenabschnitt würde immer steiler ansteigen und sich bei etwa 40 Mrd. Jahren wieder beginnen abzuschwächen. Bei 80 Mrd. Jahren wäre schließlich die größte Ausdehnung beim Kurvenwert +1 erreicht, wonach alles (erst ganz langsam und unmerklich, doch dann immer rasanter) wieder in sich zusammenstürzen würde. Jedoch nicht komplett! Beim Erreichen einer gewissen Maximaldichte der gesamten Materie nach ca. 160 Mrd. Jahren würde sich dieser Prozess wieder komplett umkehren und von neuem beginnen.

Warum die Zyklen nach der von Dir beschriebenen Variante früherer Jahrzehnte immer kürzer und die Ausdehnungen immer geringer ausfallen sollen, ist mir leider nicht verständlich, ispom. Dies wäre ja mit einem gewissen Energie- oder Materieverlust gleichzusetzen, den es aber in dieser Form nicht geben kann, da das Universum innerhalb des Multiversums als geschlossenes Ganzes betrachtet werden muss. - Es sei denn, ...? - Es sei denn, es gibt "Schlupflöcher" in andere Universen, durch die Energie oder Materie aus unserem entweichen könnte ... :eek:


vielleicht finden die String-theoretiker heraus, daß es neben den kompaktifizierten raumdimensionen auch noch eine kompaktifizierte Zeitdimension gibt... Ich bin ja schon lange der Meinung, dass es neben unserer uns bekannten Zeit-Dimension noch zwei andere Zeit-Dimensionen geben muss, denen möglicherweise auch wiederum jeweils drei weitere Raumdimensionen zugeordnet werden müssen. Und um von unseren Raumzeit-Dimensionen zu den anderen Raumzeit-Dimensionen zu gelangen, müsste man sich seitwärts oder auf-/abwärts durch die beiden anderen Zeit-Dimensionen bewegen können. Ob uns aber dies als zeitlich eindimensionale Wesen jemals gelingen wird, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

Wahrscheinlich geht es uns dabei genau so wie den berühmten zweidimensionalen Scherenschnitt-Figuren, die zwar in unserem dreidimensionalen Raum eingebettet sind, aber selbst nur ihre zwei Raum-Dimensionen erkennen können. Sie könnten sich auch nie richtig eine dritte Dimension vorstellen, dazu fehlte ihnen womöglich das Verständnis, maximal philosophisch beschreiben könnten sie es. Um sich in unserem dreidimensionalen Raum überhaupt bewegen zu können, müssten sie nämlich ihre Zweidimensionalität überwinden und dreidimensionale Figuren werden - und dies geht leider nur mit Hilfe von außerhalb, von dreidimensionalen Wesen.

Multidimensionale Grüße von
Toni

ispom
28.12.2006, 15:13
Warum die Zyklen nach der von Dir beschriebenen Variante früherer Jahrzehnte immer kürzer und die Ausdehnungen immer geringer ausfallen sollen, ist mir leider nicht verständlich, ispom. Dies wäre ja mit einem gewissen Energie- oder Materieverlust gleichzusetzen, den es aber in dieser Form nicht geben kann, da das Universum innerhalb des Multiversums als geschlossenes Ganzes betrachtet werden muss. - Es sei denn, ...? - Es sei denn, es gibt "Schlupflöcher" in andere Universen, durch die Energie oder Materie aus unserem entweichen könnte ...
ich habs vergessen, Toni.
ist schon über 10 Jahre her :(
aber ich bin sicher, es gab eine andere Erklärung.
Parallel Universen waren da nicht im Spiel,
immerhin war es die Zeit, als man noch hoffte, die kritische dichte würde so groß sein, daß unser Universum geschlossen ist, damit es wieder „zurückfallen“ kann.

mit den dimensionen geht es mir auch so.
Selbst die berühmten künstlerischen Darstellungen wie
die von Dali
(Christus Hypercubus)
helfen mir da nicht weiter.
Salvador Dali zeigt Jesus, der auf einem tesseract gekreuzigt ist.
mal sehen ob ich ein bild im web finde.


http://www.sfwriter.com/corpus.htm

hypercubische Grüße von Ispom

ispom
30.12.2006, 09:43
unser Universum wird ja nun wohl nach neuestem Kenntnisstand keinen Hitzetod sterben,
bleiben die beiden anderen Devisen:
Kältetod, Ewigkeit.

(da das Universum eine kosmologische Konstante besitzt)

es wird sich ewig ausdehnen,
die Temperatur kann aber nicht unter die Gibbons-Hawking-Temperatur fallen
10^-29 K, das ist das Endstadium des Kältetodes.
die Bestandteile der "Leptonenwüste" werden zwar immer mehr verdünnt, aber es kann keine Abkühlung mehr stattfinden,
da sind ganz neue Denkansätze gefragt für die Physiker, die sich mit
der "Physik der Ewigkeit" beschäftigen...

meint Ispom

Toni
30.12.2006, 20:43
Hi ispom,


unser Universum wird ja nun wohl nach neuestem Kenntnisstand keinen Hitzetod sterben, bleiben die beiden anderen Devisen:
Kältetod, Ewigkeit.
(da das Universum eine kosmologische Konstante besitzt)
es wird sich ewig ausdehnen, die Temperatur kann aber nicht unter die Gibbons-Hawking-Temperatur fallen 10^-29 K, das ist das Endstadium des Kältetodes. den Kältetod würde ich so nicht unbedingt als Endstadium sehen. Vielleicht ist sogar diese Minimaltemperatur, die Gibbons-Hawking-Temperatur, der Gipfelpunkt auf meinem Sinuskurven-Modell (auf der Skala die Höhe +0,9999 ;) - siehe "Tafelwerk" den Sinus-Wert für 89,9°), bei dessen Erreichen die das Universum auseinander treibenden Kräfte zum Stillstand kommen, nur noch gravitative Kräfte wirksam sind und diese somit das Universum ganz allmählich wieder in sich zusammenfallen lassen ...? - Dann jedoch nicht so weit wie bis zur hypothetischen Urknall-Dichte, sondern einiges darüber.

Wer sagt uns eigentlich, dass es unbedingt diesen "urtümlichen Knall" gegeben haben muss? Kann denn unser heutiges Universum nicht schon viele Male aus solch einem nahe dem Urknall ähnlichen Zustand heraus entstanden sein?? Muss es in jedem Fall einen Urknall gegeben haben, nur weil der liebe Gott mit dem Finger schnippte und sagte: "Es werde Licht!" :mad:

Aus diesem Grund bin ich auch nicht mit dem herkömmlichen Weltmodell rundherum einverstanden, denn es erklärt uns das Universum nach wie vor (auch wenn es etwas wissenschaftlich dargestellt erscheint) aus biblischer Sichtweise heraus! "Was einen Anfang hat (Urknall, Hitzegeburt), muss auch ein Ende haben (ewige Ausdehnung, Kältetod)." - Damit will ich mich nicht abfinden, weil diese ganze Welt-Erklärung einen imaginären Schöpfer oder einen übernatürlichen Schöpfungsmechanismus voraussetzt.
Außerdem, wenn es anderen Universen da draußen genau so ergehen würde, wäre das gewisse "da draußen" bald überfüllt mit sinnlos erschaffenen, aufgeblasenen und völlig erkalteten Universen und der "Schöpfer" müsste sich nach gewisser Zeit allmählich Gedanken darüber machen, in welche Wiederaufbereitungsanlage er seinen Universums-Schrott bringen muss, um neuen Platz für weitere "Finger-Schnipp-Experimente" zu bekommen. :D

Solche "Finger-Schnipp-Universen" sind genauer betrachtet eigentlich nicht "ewig", weil sie ja einen Anfang hatten. Und ob der Kältetod ein Synonym für die Ewigkeit ist, wäre auch noch diskussionswürdig, denn diesen hat mit Sicherheit noch niemand, noch kein Forscher erlebt und bestimmt auch nicht simulieren können.


die Bestandteile der "Leptonenwüste" Was waren doch Leptonen gleich nochmal? :o Ich hab's im Augenblick vergessen und keine Zeit und Lust mehr, herumzugoogeln.

Blitzknallernde Grüße von
Toni

ispom
30.12.2006, 22:03
Leptonen sind Elementarteilchen, die im Gegensatz zu den Hadronen nicht die starke Kernkraft
(eine der vier Grundkräfte) spüren,
also : elektronen, myonen, tauonen
und die entsprechenden Neutrinos aus diesen familien
(natürlich plus die entsprechenden Antiteilchen)

ich habe mir aus verschiedenen Übersichts-Tabellen eine Tabelle der Elementarteilchen zusammengebastelt,
die zumindest ich wirklich für übersichtlich halte, sie ist in word,
wenn mir jemand sagen kann, wie ich sie hier reinkriege,
mache ich sie gern allen zugänglich

Gruß von Ispom

ispom
30.12.2006, 22:14
Außerdem, wenn es anderen Universen da draußen genau so ergehen würde, wäre das gewisse "da draußen" bald überfüllt mit sinnlos erschaffenen, aufgeblasenen und völlig erkalteten Universen und der "Schöpfer" müsste sich nach gewisser Zeit allmählich Gedanken darüber machen, in welche Wiederaufbereitungsanlage er seinen Universums-Schrott bringen muss, um neuen Platz für weitere "Finger-Schnipp-Experimente" zu bekommen. :D

Solche "Finger-Schnipp-Universen" sind genauer betrachtet eigentlich nicht "ewig", weil sie ja einen Anfang hatten.



weißt du, toni, ich stelle mir das nicht vor als einen begrenzten Raum, der allmählich voll wird mit Luftballons, die sich immer stärker aufblasen,
sondern als einen riesigen unbegrenzten Raum (wie unser Universum),
in dem ein hauchdünnes Blatt Papier eine immer größere Fläche einnimmt.
Es mögen unzählige solcher Papierbögen durchs Universum flattern, da sie aber zweidimensional sind, wird es kein gedränge geben.

So wird also unser Universum bei seiner Aufblähung über alle Maßen in ferner, ferner Zukunft den vierdimensionalen unbegrenzten Raum, in den hinein es sich aufbläht, nicht in bedrängnis bringen....

also
unser expandierendes Universum --> (im Modell) Papierblatt
dehnt sich aus in (im Modell) einen riesigen Raum like unser universum

aufgeblasene grüße von Ispom

Toni
31.12.2006, 01:14
ich stelle mir das Universum (...) als einen riesigen unbegrenzten Raum vor, in dem ein hauchdünnes Blatt Papier eine immer größere Fläche einnimmt. Es mögen unzählige solcher Papierbögen durchs Universum flattern, da sie aber zweidimensional sind, wird es kein gedränge geben. Gut, auch eine Möglichkeit, ispom. :cool: - In diesem Fall hätte ich meinen "Schöpfer" dann wohl nicht wegen Überfüllung des unendlichen Multiversums an die "Verschrottung" der den Kältetod "gestorbenen" Universen denken lassen müssen, sondern der Grund wäre dann wohl eher: er hätte schlicht und einfach den Überblick verloren. :rolleyes: Und um sich nicht ewig durch abgestorbene Universen wühlen zu müssen, wenn er an seine soeben geschnippten Neu-Universen herankommen wollte, dann bliebe ihm nur, was jedes unordentliche Kind einmal machen muss: er muss sein Zimmer (Multiversum) aufräumen :o und Spielsachen wegschmeißen, für die er entweder zu alt geworden ist, oder die im Laufe der Zeit "schrottreif" wurden.


So wird also unser Universum bei seiner Aufblähung über alle Maßen in ferner, ferner Zukunft den vierdimensionalen unbegrenzten Raum, in den hinein es sich aufbläht, nicht in bedrängnis bringen.... ... können. - Niemals." - So wolltest Du doch fortsetzen, stimmt's?


ich habe mir aus verschiedenen Übersichts-Tabellen eine Tabelle der Elementarteilchen zusammengebastelt, die zumindest ich wirklich für übersichtlich halte, sie ist in word, wenn mir jemand sagen kann, wie ich sie hier reinkriege, mache ich sie gern allen zugänglich Ach ja, das wär' nicht schlecht, ispom ...
Ich kann mich aber erinnern, dass mir (ich glaube, es war jonas ...?) jemand während eines längeren Threads ("Pyramiden"?) eine Möglichkeit mithilfe einer Internetseite zeigte, dass dies möglich ist. Man schickt dabei seinen Text (oder was auch immer) an diese Seite und verlinkt diese dann hier im Forums-Beitrag. Leider habe ich den Namen der Seite vergessen.

Dann könnte ich z.B. auch allen Interessierten meine Sternnamen-Tabelle oder die Liste der 500 nächstgelegenen Sterne (ebenfalls beides Tabellen in Word 2000) zur Verfügung stellen. :)

Weiterhin die Themen durchwühlende Grüße von
Toni

jonas
31.12.2006, 03:35
Hi Toni :)

Du hast mich per PM um diese Internetseite gebeten, die es erm&#246;glicht eigene Dateien jedermann frei zug&#228;nglich zu machen. Ich poste es mal auch hier, falls noch andere Interesse haben: http://www.rapidshare.de/

Edit: Nochmal die Warnung, nix urheberrechtlich gesch&#252;tztes dort hochladen, und wenn, dann auf eigene Gefahr ;)

jonas
31.12.2006, 04:58
Irgendwie hat hier niemand den Big Rip erw&#228;hnt als m&#246;gliches finale showdown. Wie w&#228;re es denn damit? Alles wird zerrissen und treibt vor sich hin ...

Mir pers&#246;nlich w&#228;re das zirkul&#228;re Universum am sympathischsten: Bl&#228;ht sich auf und kollabiert dann wieder, um danach sich erneut aufzuplustern ... aber ohne Energieverlust! Ewig zyklisch, ohne an maximaler Ausdehnung abzunehmen.

Wenn man mal den Energieerhaltungssatz, der dem Urknall irgendwie widerspricht, - was den Anfang betrifft - in den Orcus tritt, dann w&#228;re ein pulsierendes Universum eigentlich das Wahrscheinlichste. Also: Einmal entstanden lebt es f&#252;r immer, st&#228;ndig aufs Neue.

Den Urgrund erkl&#228;rt diese Vorstellung nat&#252;rlich nicht. Aber wie w&#228;re es damit? : Null schwankt immer hin und her, und ab und zu kommt es zu einem Kondensat, das gewisse Wesen als Universum bezeichnen. Zumindest f&#252;r ein paar milliarden Jahre. Sie erdenken sich ein h&#246;heres Wesen, das dies angestossen hat, aber trotzdem war es nur eine Nullpunktschwankung.

Mal ein agnostischer Gedanke zur Nach-Weihnachtszeit ;)
Gruss
Jonas

ispom
31.12.2006, 09:49
<<<Leider sind alle Festplatten von RapidShare.de derzeit voll….
Die Uploads werden zum ca. 6.1.2007 für unsere Kunden wieder möglich sein.>>>

ich habe einen anderen webhoster gefunden

http://imageshack.us/

der macht aber nur Bilder

also, warten bis 6.1. oder es weiß jemand einen webhoster, der nicht überladen ist :)

ispom
31.12.2006, 10:47
Und um sich nicht ewig durch abgestorbene Universen wühlen zu müssen, wenn er an seine soeben geschnippten Neu-Universen herankommen wollte, dann bliebe ihm nur, was jedes unordentliche Kind einmal machen muss: er muss sein Zimmer (Multiversum) aufräumen

nunja, toni:
so wie wir hier spekulieren, so tuns die Koniferen der Kosmologie auch nur,
mit dem Unterschied, daß sie ihre Phantasien in eine
sophisticated mathematic gloriole
verpacken.

Also, da diese Leute auch nicht mehr wissen als wir,
die wir uns in den Schriften kundig gemacht haben,
will ich mal weiter ausschweifen:
vielleicht löst sich ein ins unermeßliche aufgeblähter dreidimensionaler Raum,
(unser Universum im „Endstadium“)
in dem die Materie bis zur Unkenntlichkeit verdünnt ist,
irgendwie in der vierten dimension auf,
hört allmählich auf zu existieren, ist nicht mehr als „individuum“ zu erkennen,
so wie im Ozean eine Kaulquappe mit einer unendlich dehnbaren außenhaut,
die man aufbläst bis ihre Hülle so dünn und durchlässig ist,
daß sie praktisch nicht mehr existiert.

Sicher kann das ein mathematisch versierter Kosmologe auch in eine Form bringen,
die vom AphJ akzeptiert wird,
diese meine Plausibilitätserklärung werden sie wohl nicht veröffentlichen :(

unmathematische aber plausible Grüße von Ispom

ispom
31.12.2006, 11:06
Wenn wir uns vor Augen halten, daß unsere nur wenige Jahrhunderte alte Wissenschaft angesichts astronomischer Zeitspannen gerade erst angefangen hat,
sollten wir darauf vertrauen, daß die geballte Intelligenz der denkenden Wesen in unserem Universum,
in deren erlauchten Kreis irgendwann auch die Menscheit aufgenommen wird,
einen Ausweg findet, der immerhin erst in vielen Milliarden Jahren benötigt wird.

Möglicherweise findet sich in der „galaktischen Enzyklopedie“, die Carl Sagen uns in „Cosmos“ so plastisch beschreibt,
schon eine technische Lösung für den „fall X“
gegen die aber die scifi-Lösung von Greg Bear in „Äon“ mit seinem „Dimensionstor“ wie der „Nautilus“ von Kapitän Nemo gegen ein Atom-Uboot erscheint….

der Royal Astronomer Sir Martin Rees hat in
“unsere letzte Stunde” (Bertelsmann 2003)
geschrieben:
„Wurmlöcher, zusätzliche Dimensionen und Quantencomputer eröffnen spekulative Szenarien, die unser ganzes Universum schließlich in einen lebendigen Kosmos (Multiversum) verwandeln könnten“

spekulative grüße von Ispom

Toni
31.12.2006, 15:01
Vielen Dank jonas, vielen Dank ispom!

Tja, leider ist der Speicher bei "rapidshare" momentan voll, aber das soll sich ja ab 6.1. ändern. Muss man da eigentlich immer was löhnen oder geht das auch kostenlos? ;)


so wie wir hier spekulieren, so tuns die Koniferen der Kosmologie auch nur, mit dem Unterschied, daß sie ihre Phantasien in eine
sophisticated mathematic gloriole verpacken. ... und dann dafür auch noch Geld bekommen! :eek: - Stell Dir mal vor, ispom, wenn wir für jede Theorie, die wir hier vorlegen, ein paar Mille Provision kriegen würden? Wir wären in ein paar Monaten schon Millionäre!! :cool:


vielleicht löst sich ein ins unermeßliche aufgeblähter dreidimensionaler Raum, (unser Universum im „Endstadium“) in dem die Materie bis zur Unkenntlichkeit verdünnt ist, irgendwie in der vierten dimension auf, hört allmählich auf zu existieren, Ich muss zugeben, das wäre auch eine akzeptable Lösung. - Warum eigentlich nicht? Schwarze Löcher sollen sich ja, wenn sie keine neue "Nahrung" mehr bekommen, auch so ganz allmählich auflösen, ihre enorme Masse im Nichts verschwinden! - Diese Theorie klingt viel unplausibler als Deine, ispom!


diese meine Plausibilitätserklärung werden sie wohl nicht veröffentlichen Davon ist stark auszugehen. :o Diese Leute sind lieber unter sich und dulden keine neuen Konkurrenten mit nagelneuen, gewagten Theorien! - Und deswegen werden wir auch wohl kein Geld für unsere klitzekleinen, aber äußerst plausiblen Theoriechen kriegen.

Ärmlich gebliebene Grüßchen vom viel zu kleinen
Tonilein

Toni
31.12.2006, 15:19
Hi jonas,

nochmals vielen Dank für den erneuten Hinweis des bei meinem Computer-Wechsel verloren gegangenen Links zu "Rapidshare"!


Irgendwie hat hier niemand den Big Rip erwähnt Ist das was zum Essen??? :rolleyes: - Irgendwie dachte ich sofort an ein Zwischending, an einen Mix aus "Big Mac" und Mac Rip". :D


Alles wird zerrissen und treibt vor sich hin ... Also, ich hätte dann geschrieben: "Alles wird zerbissen und rutscht in mich 'rinn"! :D - Aber nun mal im Ernst. - Ein trostloses, kaltes und vor allem dunkles Universum also? - Ist das nicht so, wie uns die Wissenschaftler derzeit vorschlagen, dass es wohl so sein soll?


Mir persönlich wäre das zirkuläre Universum am sympathischsten: Bläht sich auf und kollabiert dann wieder, um danach sich erneut aufzuplustern ... aber ohne Energieverlust! Ewig zyklisch, ohne an maximaler Ausdehnung abzunehmen. Mir persönlich wäre es ja auch am liebsten, aber ob wir damit gegen eine solche Übermacht an Wissenschaftlern durchkommen, die alle etwas anderes behaupten?


Wenn man mal den Energieerhaltungssatz, der dem Urknall irgendwie widerspricht, - was den Anfang betrifft - in den Orcus tritt Was ist ein "Orcus"?? - Eine neue Art von Zahnwalen?? :rolleyes:

Heute nicht ganz so ernst gemeinte, aber trotzdem erheiterte Grüßchen von
Toni

jonas
31.12.2006, 17:28
Da rapidshare anscheinend seine Schotten dichtmacht, und nur noch kostenpflichtige accounts zulassen will, habe ich mal einen anderen free webhoster gesucht. Er funktioniert &#228;hnlich wie rapidshare: http://www.uploading.com/de/

ispom
31.12.2006, 19:08
so, dann habe ich mal meinen Teilchenzoo hochgeladen,
und folgende Adresse bekommen

http://www.uploading.com/files/HWBTU35P/teilchenzoo.doc.html

mal sehen ob's geklappt hat

hofft Ispom

hmmm....
da stand doch


Nachdem die Datei geladen worden ist, erscheint der Link, mit dem Sie die Datei abrufen k&#246;nnen. Sie k&#246;nnen diesen in den Foren und Websites usw. bekannt geben.

warum kriege ich die tabelle nicht zu sehen ???

zweiter Versuch

http://www.uploading.com/files/KYFO90PW/teilchenzoo.doc.html

scheint nicht zu klappen, oder seht ihr die Tabelle?

jonas
31.12.2006, 19:38
Die Tabelle steht zum download bereit. Man muss eine dreistellige Zahl eingeben und "Start Download" klicken. Danach erh&#228;lt man ein ticket und nach wenigen Sekunden (die heruntergez&#228;hlt werden) erscheint: "Click here to download".

Also, zumindest ich konnte Deinen Teilchenzoo problemlos herunterladen und mit Word dann &#246;ffnen :)

mac
31.12.2006, 20:15
Hallo Ispom,

hat auch bei mir geklappt! :)

Vielen Dank!

Etwas umst&#228;ndlich (die Prozedur) und etwas aufdringlich (die Werbung) aber f&#252;r 3 mal pro Jahr noch akzeptabel ;)

Herzliche Gr&#252;&#223;e und alles Gute und Gesundheit f&#252;r das neue Jahr

MAC

ispom
31.12.2006, 21:16
ach ja, jetzt nachdem ich noch einen kräftigen Schnaps getrunken habe, jetzt gehts bei mir auch....

also dann, have a lot of fun mit den teilchen aus meinem Zoo for the next year,

wünescht Ispom

ispom
12.01.2007, 09:57
um nochmals auf den "big rip" oder "big crunch" zurückzukommen, der sich in einem zyklischen Universum immer mit einem "big bang" abwechselt:

da wäre schonein schönes und zufriedenstellendes weltbild,
man hat es zu einer Zeit propagiert, als noch Unsicherheit über die Materiedichte im Universum bestand,
(Omega größer oder kleiner eins)
wäre Omega größer als eins, würde das Universumnach einer gewissenZeiot wieder zusammenstürzen,
wäre es etwa gleich 2, hätten wir den big crunch in 50 milliarden jahren.

Aber es hat sich leider erwiesen, daß Omega deutlich kleiner als eins ist, wie genau, ist nicht bekannt, aber so etwa um 0,3 (selbst wenn die dark matter mit eingerechnet ist)

aber es hat auch einen Vorteil:
bei einem big crunch gäbe es für Leben und Intelligenz keine Rettung vor dem Untergang, da sind sich alle Wissenschaftler einig,
während für das heute gültige Weltbild vom immerwährenden Expansionsvorgang immer noch Überlebenschancen bestehen, auch für Billionen von Jahren,
und für die Anhänger der Stringtheorie gibt es noch die Hoffnung, in ein anderes Universum auszuweichen...

universonautische Grüße von Ispom

messias
12.01.2007, 16:40
Da ich neu bin, und zuvor wohl im falschen Forum geantwortet habe, möchte ich meine theorie hier nochmals ausbreiten, .....:)
Also:
Energie vergeht ja nicht, sondern wandelt sich nur.
Also muss Energie schon immer vorhanden gewesen sein. In welcher Form auch immer.

Man sollte auch mal darüber nachdenken, ob dieses Universum vielleicht nicht das erste ist. Sehen wir es mal als ein Herz.
Pumpend. Momentan blähen wir uns auf. Doch wie weit? Unendlich?
Unwahrscheinlich! Es müsste irgendwann platzen, ...aber wo hinein oder hinaus?
Ergo, es zieht sich wieder zusammen. Und das so weit, bis sich alles in einem energiegeladenen (ich nenn´s mal) Plasma von unvorstellbarer Dichte wie Masse wieder vereint.
Materie, Wasserstoff, Helium, Deuterium, Lithium, alles uns bekannte vereint sich unter diesem unvorstellbaren Druck und wandelte sich so in einen anderen Zustand, einem hochenergetisch geladenem Schleim, wenn man so will. Dieser jedoch ist zunächst einmal ohne höhere Temperatur.

Gehen wir also davon aus, ganz am Anfang war nur reine ungebündelte Energie vorhanden. Nennen wir diese mal Grids.
Diese Grids unterteilt man nun in positiv und negativ geladene Energiegrids. Die positiv geladenen Grids vereinigten sich mit anderen positiven Grids und verschmolzen zu einem positiv geladenen, energetischen Plasma. Erste elementare Verbindungen entstanden. Das selbe galt für die negativ geladenen Grids. Je mehr Grids sich als Plasma zusammenfand, desto stärker wurde ihr Massenfeld. Als beide Plasmen, sämtliche ihrer jeweilig gleichgeladenen Grids vereinnahmt hatten, und es nur noch das gegensätzlich geladene Plasma gab, zogen sich beide Massen gegenseitig an. Noch ehe eine Berührung, also Austausch oder Fusion, statt finden konnte, entstand ein magnetisches Kraftfeld, in welchem sich nun das Plasma mischte. Doch durch das massige Kraftfeld konnte keine Reaktion, also auch keine Ausdehnung statt finden.
Dieses Kraftfeld hatte, wie jedes Kraftfeld, einen Negativen und einen positiven Pol.
Nun war also dieses immens energetische Plasma eingeschlossen, vom eigenen entstandenen magnetischen Feld. Doch es arbeitete im Innern. Positiv contra Negativ, das eine Elementarteilchen mit und gegen das andere und sammelten sich so ihrer Ausrichtung entsprechend. Und mit der Zeit, die, vielleicht nicht in unserem Sinne, aber dennoch, existiert haben muss, (Nur weil niemand die Zeit wahrnahm heißt lange noch nicht, dass der Vorgang „ZEIT“ nicht existierte) kippten die Pole des magnetische Feldes von Plus zu Minus. Doch dieser Prozess schwächte das gesamte Feld, und bevor es vollzogen war, hatte das Feld nicht mehr die Kraft, die immense plasmische Energie zusammenzuhalten.
So befreite sich diese unvorstellbare Energie im Urknall und dehnt sich weiterhin aus. Elemente entstanden und verbanden sich zu neuen Elementen. Positive Teilchen verschmolzen mit negativen und bildeten so neue Elemente und Teilchen, die sich wiederum mit Teilchen und Elementen verbanden oder verschmolzen und wiederum Neue entstehen ließen. Die ersten darunter waren, Wasserstoff, Helium, Deuterium und in Spuren auch Lithium. Sehr viel später sollten Galaxien und Sonnensysteme daraus entstehen. Diese Vergingen wieder, und Neue entstanden. Doch das Magnetfeld an sich bestand weiterhin und dämmte die Ausdehnung auch weiterhin ein. Nun jedoch mit vertauschten Polen und geringer Kraft.
So lange und bis zu jenem Punkt, an welchem die Energie der Ausdehnung, der des magnetischen Feldes, an Stärke unterliegen sollte. Nun müsste sich das magnetische Feld, dass nun auf das äußerste Angespannt wäre, mit nun immenser Kraft wieder zusammen ziehen.
Das so weit, bis sich, Materie, Wasserstoff, Helium, Deuterium, Lithium, alles bekannte in einem energiegeladenen Plasma von unvorstellbarer Dichte und unter unvorstellbar hohem Druck in einen Zustand hochenergetisch geladenem Schleim (oder sonstigen Aggregatzustandes) , wiedervereint, oder total vernichtet würde. Doch die Energie als solches bliebe. Und so würde das Eine oder das Andere zwangsläufig auf einer Widerholung basieren, oder daraus hinauslaufen


von Jonas:
Mir persönlich wäre das zirkuläre Universum am sympathischsten: Bläht sich auf und kollabiert dann wieder, um danach sich erneut aufzuplustern ... aber ohne Energieverlust! Ewig zyklisch, ohne an maximaler Ausdehnung abzunehmen.
wäre doch ne Erlärung, ...oder??

Nehmen wir den Vergleich mit einem Ei auf.
Die Schale ( als dehnbar angenommen) das elektomagnetische Feld.
Im innern: Eigelb (Materie), Eiweiß (dunkle Materie), Luftblase (Antimaterie)
Wir komprimieren das Innere, welches sich mischt, aufs minimalste.
Ein anderer Aggregatzustand, Form und Masse sei erreicht!
Nun geben wir es frei. Ergebnis: Trennung, und oder Fusion, in einer Ausdehnung! Dunkle Materie, gespickt mit Materie. Verstreut, Antimaterie.

Zum Umpolen des elektromagnetischen Feldes als Beispiel an Mutter Erde.
(So gesehen Routine im Universum)

Man weiß, dass sich das Erdmagnetfeld im Mittel etwa alle 250.000 Jahre umkehrt. Zuletzt vor 780.000 Jahren.
Der Polsprung, also die magnetische Feldumkehr, dauert etwa 4.000 bis 10.000 Jahre (Computersimulationen gehen von etwa 9.000 Jahren aus). Offenbar verursachen Störungen im Geodynamo die Aufhebung der ursprünglichen Polarität. Umpolungen sind bis vor etwa 100 Millionen Jahren gut dokumentiert. Da das Magnetfeld derzeit abnimmt, könnte in nicht allzu ferner Zukunft eine Umpolung bevorstehen (Schätzung: Jahr 3000 – 4000), diese Vermutung ist wissenschaftlich jedoch noch nicht gesichert. Allgemein ist zu beobachten, dass die Häufigkeit der Polsprünge in den letzten 120 Millionen Jahren zugenommen hat.

ispom
12.01.2007, 17:55
Zitat:

von Jonas:
Mir persönlich wäre das zirkuläre Universum am sympathischsten: Bläht sich auf und kollabiert dann wieder, um danach sich erneut aufzuplustern ... aber ohne Energieverlust! Ewig zyklisch, ohne an maximaler Ausdehnung abzunehmen.
wäre doch ne Erlärung, ...oder??

nein, Messias, eben nicht!

davon konnte man noch vor zwanzig Jahren ausgehen, als man Hoffnung hatte, es gibt soviel energie und Materie in unserem Universum, daß es immer langsamer expandiert und dann wieder zusammenfällt.

Sprechen aber erst einmal die Experimente oder beobachtungsdaten gegen eine theorie, ist sie erledigt,
das zyklische Universum
(auch ich war einmal davon begeistert)
hat ausgedient, keiner der großen Koniferen der Kosmologie redet mehr davon,
vielleicht einzelne Außenseiter....

mainstream-Grüße von Ispom

mac
13.01.2007, 01:42
Hallo messias,

zunächst mal herzlich willkommen hier und lass mich der Hoffnung Ausdruck geben, daß Dein Nick nicht Programm ist! ;)

Ich antworte Dir, wie ich einem Erwachsenen antworten würde. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Du nicht vielleicht doch ein Teeny bist. Sollte das der Fall sein, würde ich ganz andere Dinge hervorheben und meine Antwort sähe völlig anders aus.



ich will nicht auf alles eingehen was Du uns geschrieben hast, was aber nicht bedeutet, daß ich damit dann auch einverstanden bin.


Sehen wir es mal als ein Herz.
Pumpend. Momentan blähen wir uns auf. Doch wie weit? Unendlich?
Unwahrscheinlich! Es müsste irgendwann platzenfür das Herz stimme ich zu, aber als Vergleich für das Universum kommst Du zu einem Schluß, den Du weiter begründen mußt und nicht nur mit dem Herzen. Konkret, warum sollte ein fortdauerndes Ausdehnen des Universums zum Platzen desselben führen?


Ergo, es zieht sich wieder zusammen.warum? Welche Beobachtungen sprechen dafür?

Bei dem Text von Dir, der zwischen dem letzten und dem nächsten Zitat liegt, kann ich leider überhaupt nicht erkennen, was Du meinst, deshalb auch: kein Kommentar.



Als beide Plasmen, sämtliche ihrer jeweilig gleichgeladenen Grids vereinnahmt hatten, und es nur noch das gegensätzlich geladene Plasma gab, zogen sich beide Massen gegenseitig an.Welche Kraft hat sie daran gehindert, sich vorher auch schon so zu verhalten?



(Nur weil niemand die Zeit wahrnahm heißt lange noch nicht, dass der Vorgang „ZEIT“ nicht existierte)Ja.




Von
kippten die Pole des magnetische Feldes von Plus zu Minus. Doch dieser Prozess schwächte das gesamte Feld, und bevor es vollzogen war, hatte das Feld nicht mehr die Kraft, die immense plasmische Energie zusammenzuhalten. .......... bis
....... Doch das Magnetfeld an sich bestand weiterhin und dämmte die Ausdehnung auch weiterhin ein. Nun jedoch mit vertauschten Polen und geringer Kraft. hier habe ich den Eindruck dass Du das Geschehen auf der Erde, also die Umpolung des Erdmagnetfeldes versuchst analog auch auf den Zustand vor dem Urknall projizierst? Mit welcher Grundlage?



Hier will ich erst mal aufhören, denn es wäre mir schon wichtig zu wissen, ob ich einem Erwachsenen oder einem jüngeren Jugendlichen antworte.

Herzliche Grüße

MAC

messias
13.01.2007, 17:44
Hallo mac, Zun&#228;chst, ich bin sogenannter Erwachsener, und mein Nick ist nicht ;-) Programm !
Auch bin ich wie du last, keinexperte, und kann nicht mit mathematischen Formeln gl&#228;nzen.
Dennoch m&#246;chte ich auf deine Anmerkungen, meiner Theorie nach, antworten.
Der Vergleich zum Herz.
Als es also "knallte" entstanden die gr&#246;ssen Raum und Zeit.
Zun&#228;chst dehnte sich der Raum knapp unterhalb der Lichtgeschwindigkeit aus.G&#228;be es nun keine Krag die diese Ausdehnung behindert, so m&#252;ssten wir doch weiterhin mit dieser Geschwindigkeit expandieren. Also muss es meiner Meinung nach eine Kraft geben, die diese Ausdehnung bremst. Wenn dies wiederum so sei, m&#252;ssten wir irgendwann einen Ausdehnungsstop ereichen.
Da diese (ich nenne sie mal eind&#228;mmende Kraft) nun an einem 0 Punkt mit der expandierenden Ktaft liegt. Nun aber die eind&#228;mmende Kraft wieder entgegenwirkt, somit oberhand gewinnt, und alles wieder zusammenpresst.
Warum es nicht quasi platzen kann! Das etwas gewesen sein muss, vor dem Knall, denke ich sehen wir beide. Denn sonst w&#228;ren wir nicht da, .....(Lassen wir Gott mal aus dem Spiel) Und nun sehen wir das was da war mal als eine andere Dimension ! Wir kennen Vier. Vorne - hinten, rechts - links, oben - unten, ...und die Zeit.
In diese f&#252;nfte Dimension also w&#252;rden wir quasi reinplatzen. Sollte es so sein
w&#228;re das, wie ich denke, die totale Vernichtung. aber etwas m&#252;sste bleiben, ...denn energie vergeht ja nicht!
Und so, w&#252;rde es wieder von vorne beginnen, .....denn am Anfang war reine Energie, ....einzelne Strings, ...wenn Du so willst.




Bei dem Text von Dir, der zwischen dem letzten und dem n&#228;chsten Zitat liegt, kann ich leider &#252;berhaupt nicht erkennen, was Du meinst, deshalb auch: kein Kommentar.

Ich denke wir sind uns einig, dass das was da mal war kurz vor dem Knall,
eine ungeheure Dichte und Masse haben musste. Vieleicht aber auch nur einen anderen Aggregatzustand. Jedoch, ...energetisch! Energie, in welcher uns bekannten Form auch immer, hat eine Ladung. Selbst Atome. Einen Kern, Elektron, Neutron, Protonen.
Welch ungeheure Kraft in einem kleinen unbedeutendem Atom irgendeines Gegenstandes. Spalten wir diesen Kern jedoch,....Wow !
So k&#246;nnten wir doch, zwar nicht einer Spaltung, aber zumindest einer Fusion entsprungen sein. Was hatten wir zu Fusionieren, .....Energie! Besser enregetisch geladenes (Ursprungsmaterial) (von mir Grids genannt) jedoch mit einer Ladung! die Vier gr&#246;&#223;en die wir kennen sind G, Em, S und W (gravity, elektromagnetismus, starke und schwache Strahlung.
So sollte man doch davon ausgehen, das diese Gr&#246;&#223;en auch Bestandteil dessen war, welches den Knall ausl&#246;ste.
Also hatten wir eine Masse f&#252;r G, elektromagnetismus als Em, und Strahlung.
Die wir aber zun&#228;chst aussen vor lassen. So bleibt eine Masse, und elektromagnetismus, ...

Welche Kraft hat sie daran gehindert, sich vorher auch schon so zu verhalten?
Die Masse G. Erst eine gewisse Masse birgt gen&#252;gent G.

Wieviele meiner sogenannten Grids es gibt, ...und ob, ....wenn eine gewisse Masse (dann Plasma gennant)(k&#246;nnte auch &#180;n Stein sein, ...:) erreicht ist, m&#246;glicher weise immer neue Universen entstehen k&#246;nnten, ...wer weiss.....!

hier habe ich den Eindruck dass Du das Geschehen auf der Erde, also die Umpolung des Erdmagnetfeldes versuchst analog auch auf den Zustand vor dem Urknall projizierst? Mit welcher Grundlage?
Mit der Grundlage, ...das wenn ein magnetisches oder elektromagnetisches Feld vorhanden ist, was ja die Grundlage meiner Theorie ist, diese Feld sich durch innere aktivit&#228;t durchaus Umpolen kann. Ich denke da ist die Erde an sich, keine Ausnahme, sondern Norm. Warum also nicht auch bei dem was da vor dem Knall war.
Und, nicht analog gedacht, sondern eher in Anlehnung!
So, ....ich hoffe ich komm nicht allzu bl&#246;d r&#252;ber, ...:)
Erwarte aber mit Spannung Deine Meinung.
Mfg, Euer (ergebener) Messias, ....:)

ispom
13.01.2007, 18:03
Na denn mal hurtig, Mac!

für Dein Profi-Meisterstück wirst Du hier keine leichten Nüsse zu knacken haben...

auf Deine Meinung bin ich ebenso gespannt wie der Messias,

es kaum erwarten könnende Grüße von Ispom

messias
13.01.2007, 21:53
2 Dinge noch kurz.
Zum Ersten die Ausdehnung.
3 M&#246;glichkeiten sehe ich.
1. Ausdehnung ohne Ende, ...und bis &#252;bern Sanktnimmerleinstag hinaus, ...
Das kann ich nur schwer glauben. Aber wenn, ....m&#252;sste es ganz sch&#246;n dunkel und schweine kalt sein, ...und dann bleibt ja immer noch die Energie, ....die, ...wie man h&#246;rt, ...ja nicht vergehen kann, ...wo soll die den nun sein, ...???
Halt doch verbraucht, ...????!!!
Oder ist diese Energie vielleicht doch in mein theoretisch erdachtes Kraftfeld &#252;bergegangen, ......welches nun alles wieder zusammenpresst.?.!
Alles uns bekannt energetische hat doch auch ein Kraftfeld, ...ob magnetisch, wie unsere Erde, ...oder eben elektromagnetisch, wenn eine Ladung hinzukommt, oder schon da ist.
Bei einer solchen Masse und Energie, wie ich sie annehme, ist ein Spannungsfeld quasi Programm!!! (Meiner Meinung nach, ....eben, ...)
Jedoch k&#246;nnte meine Theorie des "Ursprungs" auch hierauf zutreffen. (der, zumindest noch, ...einzelne Ausenseiter, ...;-))

2. Entweder es gibt einen Raum in dem wir uns Ausdehnen. In welcher Form auch immer. Die Begr&#228;nzung w&#228;re mit der f&#252;llung diesen Raumes erf&#252;llt,-oder wir dehnen uns bis zu einem gewissen Punkt aus, ...das wars.
In beiden f&#228;llen m&#252;sste meinem Verst&#228;ndniss nach, ...alles Einfrieren.
Denn, ...Keine Bewegung, Keine freigesetzte Energie.

3. Die Theorie der Umkehr. Also auch, momentan jedenfalls noch, ...die Meine.
(lasse mich gerne eines Besseren belehren:) )
Nun zum Anderen.
Dem elektromagnetischen Feld als Eind&#228;mmung unseres Universums.
Stell Dir alle Energie vor, die es in unserem Universum gibt. (ich weiss, f&#228;llt schwer, ....) (aber so in etwar, ...:cool: )
Was glaubst Du, wie stark dieses Feld w&#228;re, welches ich beschreibe, ...???
Und das elektromagnetische Felder dehnbar sind, also auch bis zu einem gewissen Bereich ein Inneres abschirmen k&#246;nnen, .....?!
Ist die Idee wirklich so doof, .....&#228;hnliches sehen wir doch tagt&#228;glich in unserer Natur, ....oder ist durch Forschung und Wissenschaft bekannt, ...???
Hmmmm, .....
PS: Hay ispom, ...(:) ), ....

mac
14.01.2007, 05:21
Hallo,

da die Diskussion mit messias die Kriterien 'Gegen den Mainstream' erfüllt, hab' ich meine nächste Antwort hier (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=18504#post18504) gepostet.


Obwohl dies mein 1000 ter Post hier ist, bitte ich Euch von Glückwünschen oder Schlimmerem abzusehen, ist es doch eher ein Nachweis meiner Geschwätzigkeit.

Nicht versäumen möchte ich allerdings, mich bei Euch allen ganz herzlich zu bedanken!

Für die Zeit die Ihr mir geschenkt habt, die Teilhabe an Euren auch ganz persönlichen Gedanken, die Ihr mir gestattet habt, die riesige Menge an Informationen die ich durch Euch nicht erst mühsam suchen mußte, die Anerkennung der Arbeit, die ich mir mit großem Vergnügen für Euch machen durfte und nicht zuletzt für die spannenden, interessanten, geduldigen, freundlichen, nachsichtigen Diskussionen mit Euch.

Besonders für die Arbeit der Betreuer und Initiatoren dieser Plattform, ohne die ich heute noch nach Leuten suchen würde, die sich für 'sowas' interessieren.

Herzliche Grüße

MAC

Toni
14.01.2007, 13:47
Hallo messias,

auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum!
Deine Idee vom Zyklischen Universum ist übrigens nicht nur Deine. :rolleyes: Ich selbst habe hier kurz vor Weihnachten in eben diesem Thread auf den Seiten 1 und 3 genau diese Idee vertreten und veranschaulicht! Nun gut, Du hast eine elektromagnetische Komponente mit ins Spiel gebracht, doch das ist wahrscheinlich schon der einzige Unterschied. Ich persönlich bin allerdings weder mit einem Big Bang, noch mit einem Big Crunch zufrieden zu stellen. Dies würde auch irgendwie mit den Theorien über Neutronensterne und Schwarze Löcher nicht richtig zusammen passen.

Das nun folgende Zitat stammt aus den Beiträgen der Seiten 1 und 3, welches ich "damals" mit ispom und später auch mit anderen geführt hatte. Ich habe es zur besseren Lesbarkeit zu einem zusammengefasst.

Das hängt ja auch in erster Linie davon ab, ob man ein Universum bevorzugt, das von einem Urknall ausgehend bis in "alle Ewigkeit" expandiert, oder ob es womöglich gar keinen Urknall in bisheriger Deutung gab, sondern unser hiesiges Universum einem pulsierenden Herzen gleicht, welches sich rhythmisch zusammenzieht und wieder ausdehnt. Der rhythmische Schrumpfungsprozess kann ja von mir aus insgesamt so weit gehen, dass Urknall-ähnliche Prozesse ablaufen und es danach beginnt, sich erneut auszudehnen. In dem Fall haben wir nämlich auch für nur ein Universum den Fall der "Ewigkeit" in der Vergangenheit vorliegen.

Vielleicht ist die Vorstellung von der "Ewigkeit" in beiden zeitlichen Richtungen ja gar nicht so falsch, wie uns unser derzeitiges Weltbild weismachen will ...? :( Schließlich "wussten" stein- und bronzezeitliche Völker auch schon über die "Ewigkeit" des Zeitflusses in beide Richtungen zu berichten, da sie sich diese in periodisch wiederkehrenden Äonen vorstellten. Die Zeit wäre demnach zyklisch und würde einem Kreislauf entsprechen, dem der gesamte Kosmos unterworfen wäre. Es gäbe also immer wieder ein "Ende" vor dem "Anfang" und einen "Anfang" nach dem "Ende". - Ewigkeit in eben beiden Richtungen.

Also, ich stelle mir die Ausdehnung unseres Universums auf der Zeitskala wie eine Sinuskurve vor. Wenn wir z.B. diese Kurve beginnend mit -1 am Zeitpunkt 0 Mrd. Jahre anfangen zu ziehen (dies muss nicht der Anfang sein, wäre aber jetzt ca. 13 Mrd. Jahre vor unserer Zeit) und diese Kurve einen kompletten Zyklus von, sagen wir mal, ungefähr 50 x 3,14 (Pi) Mrd. Jahre hätte, so würden wir uns heute logischerweise bei 13 Mrd. Jahren im Bereich des ersten (aufsteigenden) Viertels von rund 40 Mrd. Jahren befinden. Unser Kurvenabschnitt würde immer steiler ansteigen und sich bei etwa 40 Mrd. Jahren wieder beginnen abzuschwächen. Bei 80 Mrd. Jahren wäre schließlich die größte Ausdehnung beim Kurvenwert +1 erreicht, wonach alles (erst ganz langsam und unmerklich, doch dann immer rasanter) wieder in sich zusammenstürzen würde. Jedoch nicht komplett! Beim Erreichen einer gewissen Maximaldichte der gesamten Materie nach ca. 160 Mrd. Jahren würde sich dieser Prozess wieder komplett umkehren und von neuem beginnen.

Warum die Zyklen nach der von Dir, ispom, beschriebenen Variante früherer Jahrzehnte immer kürzer und die Ausdehnungen immer geringer ausfallen sollen, ist mir leider nicht verständlich. Dies wäre ja mit einem gewissen Energie- oder Materieverlust gleichzusetzen, den es aber in dieser Form nicht geben kann, da das Universum innerhalb des Multiversums als geschlossenes Ganzes betrachtet werden muss. - Es sei denn, ...? - Es sei denn, es gibt "Schlupflöcher" in andere Universen, durch die Energie oder Materie aus unserem entweichen könnte ... :eek: So, ich glaube, nun kannst auch Du sehen, dass dieses Thema schon läger hier diskutiert wird. Ob sich letztendlich die Urknall-, die Steady-State- oder eine andere Theorie (wie eben jene vom zyklischen Universum) durchsetzen wird oder einige miteinander kombiniert werden müssen, wird wohl erst die mittelfristige Zukunft zeigen. :)

Zyklisch kombinierte Grüße von
Toni

ispom
14.01.2007, 14:02
...???
Hmmmm, .....
PS: Hay ispom, ...(:) ), ....

Hay Leute,

big crunch is out -also kein Hitzetod
accelerating expansion - bedeuted Kältetod
the multiverse - Garant für die Ewigkeit

gutes Schlußwort ?
fragt Ispom

messias
14.01.2007, 15:32
Hallo Toni und Ispom!
Zunächst, ..freut mich, von Dir zu lesen Toni !

....oder ob es womöglich gar keinen Urknall in bisheriger Deutung gab, sondern unser hiesiges Universum einem pulsierenden Herzen gleicht, welches sich rhythmisch zusammenzieht und wieder ausdehnt.
nein, Messias, eben nicht!

davon konnte man noch vor zwanzig Jahren ausgehen, als man Hoffnung hatte, es gibt soviel energie und Materie in unserem Universum, daß es immer langsamer expandiert und dann wieder zusammenfällt.

den Vergleich mit dem Herzen machte ich ja auch. Jedoch Unterscheidet sich meine Vorstellung von der eines Big Crunch.
Beim Big Crunch zieht es sich durch welche Kraft auch immer (angenommene G) wieder zusammen. Ich glaube nicht, ...dass diese angenommene Kraft dafür ausreichen würde. (dies ist glaub ich gelesen zu haben) auch wissenschaftlich belegt, ...weil irgendwas kleiner ist, ....und deswegen Omega, ...und so, ...
Das interessiert mich im meiner Theorie aber keineswegs, ...da meine Kraft ja quasi von ausserhalb einwirkt.
Also, Big Crunch in deren oder eurem Sinne, NEIN !
Also, ich stelle mir die Ausdehnung unseres Universums auf der Zeitskala wie eine Sinuskurve vor....etc,....Netter Gedanke, aber eine Sinuskurve beschreibt ja eine Schwingung, ...? Was wäre die treibende Kraft, ..der Motor, ..?
Macht mich im allgemeinen nicht glücklich diese These, ...
zum Multiversum, ...meiner Meinung nach, ...wahrscheinlich.
Die Ewigkeit, ...hmm, ...mit unserem (meinem) schmalen Verstand ja quasi ein Wiederspruch in sich, Drum, .......göttlich, ...oder nich, ...
Euer (stets lernwilliger) messias :)

Toni
14.01.2007, 15:51
Hallo messias,

wir sollten unseren Meinungsaustausch in dem von MAC eröffneten Thread "Messias' pulsierendes Universum" fortsetzen, denke ich, oder? Deshalb nur eine einzige, klitzekleine, spitzfindige Frage von mir: :rolleyes:

Hallo Toni und Ispom!
Zunächst, ..freut mich, von Dir zu lesen Toni ! Bei dieser Begrüßungszeile war ich zunächst etwas erstaunt. :confused: "Kennt der mich etwa???", dachte ich so bei mir. "Ist er vielleicht gar nicht so 'NEU' hier im Forum?" :o (Wär' ja nicht das erste Mal ...)

Aber letztenendes vermute ich mal, dass Du Dich nur gefreut hast, dass nun auch ich auf Dein Thema eingegangen bin, wenn ich Dir vielleicht auch auf jeden Fall und bei weitem nicht so wissenschaftlich antworten kann wie unser "Neu-Profi" MAC! :D - Bis gleich also im anderen Thread!

Immer noch rätselnde und nachgrübelnde Grüße von
Toni

ispom
16.01.2007, 12:57
meinem "Schlußwort" möchte ich noch hinzufügen:

was bleibt, wenn sich die ST nicht überprüfen läßt,
wenn sie sich nicht verifizieren , nicht falsifizieren ließe,
oder wenn die Experimente negativ ausgehen?

Unser derzeitiges Weltbild:
vor 14 mrd y ging die Zeit los,
unser Universum blüht und gedeiht,
in eingen hundert millarden y geht alles zu Ende, alles stirbt den Kältetod
das Universum wird zur Leptonen- Wüste.

ein deprimierendes Weltbild ist das,
es sei denn,
man glaubt an Gott,
der irgendwann ein neues Experiment macht (vielleicht….)

twr
21.01.2007, 17:00
Hi,

was ich erkenntnistheoretisch von "Multiversen", ist hinreichend bekannt. Was mich aber hier stört, ist der Begriff "Ewigkeit". Denn das setzt voraus, dass es "immer" eine Zeit gab.
Und dies halte ich für falsch. Es gab im Grundzustand keine Zeit - ergo keine Ewigkeit. Wie sollt man die "Ewigkeit" auch definieren ohne Zeit? Heißt: es gibt Bewegung ohne Zeit, aus die das Umiversum quasi emergiert.

SG TWR

P.S.: Empfehle hierzu "Der Webstuhl der Zeit. Warum es die Welt gibt (http://www.amazon.de/Webstuhl-Zeit-Warum-Welt-gibt/dp/3499608847/sr=8-10/qid=1169395147/ref=sr_1_10/303-5744568-5994621?ie=UTF8&s=books) von Peter Eisenhardt.

twr
21.01.2007, 17:04
Warum wird die Frage nach Davor und Warum nicht zugelassen?

Wird mittlerweile und man kann durchaus ernsthaft darüber nachdenken. Folgend Prämissen lege man zugrunde:

- es gibt nicht "Nichts"
- es gint IMMER eine gewisse Ordnungsstruktur
- Der Grundzustand des Universums ist einfach
- Es gibt Bewegung ohne Zeit

SG TWR

ispom
21.01.2007, 18:30
Hi,

was ich erkenntnistheoretisch von "Multiversen", ist hinreichend bekannt. .

der Plural ist ein unsinniger Begriff, twr, da stimme ich dir zu,

aus wiki:


A multiverse is the hypothetical set of multiple possible universes (including our universe) that together comprise all of physical reality. The different universes within a multiverse are called parallel universes.

A multiverse has been envisaged within the 11-dimensional extension of string theory.

weiterhin wird erkl&#228;rt:

According to Max Tegmark the existence of other universes is a direct implication of cosmological observations. Tegmark describes the set of related concepts which share the notion that there are universes beyond the familiar observable one, and goes on to provide a taxonomy of parallel universes organized by levels.

Level I: (Open multiverse)
Level II: (Andrei Linde's bubble theory)
Level III: (Hugh Everett ‘s many-worlds interpretation)
Level IV: (The ultimate "Ensemble theory" of Tegmark)

ich denke, LI und LII sind &#252;berholte Konstrukte,
LIII ist suspekt, reine Phantasie , niemals &#252;berpr&#252;fbar.

LIV l&#228;uft auf die Aussagen der ST hinaus.


Was mich aber hier st&#246;rt, ist der Begriff "Ewigkeit". Denn das setzt voraus, dass es "immer" eine Zeit gab.

die gab es vermutlich auch immer, es war nicht unsere Zeit, denn die begann mit unserm Urknall, es war eben eine andere,
vielleicht ist „Ewigkeit“ keine gute physikalische formulierung, aber sie dr&#252;ckt anschaulich aus, mas gemeint ist.

Gru&#223; von Ispom

Toni
21.01.2007, 18:50
Hi ispom,


der Plural ist ein unsinniger Begriff, twr, da stimme ich dir zu ich Dir ebenfalls! ;) Auch ich habe niemals den Plural verwendet und mich immer dagegen verwahrt. :)


die gab es vermutlich auch immer, es war nicht unsere Zeit, denn die begann mit unserm Urknall, es war eben eine andere, vielleicht ist „Ewigkeit“ keine gute physikalische formulierung, aber sie dr&#252;ckt anschaulich aus, mas gemeint ist. Auch hier hast Du meine unumwundene Zustimmung! :cool:

Was ich jedoch nicht verstehe, ist die Behauptung von twr:

- Es gibt Bewegung ohne Zeit "Bewegung" ist doch eindeutig definiert und ohne den Vektor "Zeit" nicht m&#246;glich?! :(

Sollte twr's Behauptung stimmen, so m&#252;ssten wir doch etliche physikalische Gesetzm&#228;&#223;igkeiten und Formeln &#252;ber den besagten Haufen werfen und eine v&#246;llig neue Physik erfinden, oder wie?!

Nicht ganz so erfinderische Gr&#252;&#223;e von
Toni


PS: Ach, &#228;h, ispom, wer ist eigentlich "Lilith" (aus Deinem neuen Thread "Gr&#252;&#223;e")?

mac
21.01.2007, 20:06
Hallo ispom,


was ich erkenntnistheoretisch von "Multiversen", ist hinreichend bekannt. der Plural ist ein unsinniger Begriff, twr, da stimme ich dir zu,galt das nicht auch mal vor langer Zeit :rolleyes: für den Begriff Universum? ;)

Was macht Dich denn hier, plötzlich so sicher?

Herzliche Grüße

MAC

ispom
21.01.2007, 21:41
Hallo toni,

das hat jeder von uns mal in der Schule gelernt: Bewegung heißt Ortsveränderung oder Rotation eines Körpers, diese Ortsveränderung erfolt mit einer bestimmten geschwindigkeit
und G. ist Weg durch Zeit bzw Winkel pro Zeit

also immer ist Zeit mit dabei.
meint Ispom

Ps
Lilith ist eine Freundin, der ich "astronomische Grüße" versprochen habe :)

ispom
21.01.2007, 21:54
Hallo ispom,
galt das nicht auch mal vor langer Zeit :rolleyes: für den Begriff Universum? ;)

Was macht Dich denn hier, plötzlich so sicher?

Herzliche Grüße

MAC

vor zwanzig war das Universum so definiert wie heute das Multiversum :
"all of physical reality",

nach den dann folgenden kosmologischen Erkenntnissen hat sich nun ergeben,
daß wir mehr "physical reality" erwarten dürfen,
als in dem "prinzipiell beobachtbaren Universum" vorhanden ist.
Eigentlich ist der Begriff des Universums eingeschränkt worden,
eine Definitionsfrage also.

aber es gilt jetzt: im Multiversum ist die gesamte Realität.
früher war der Begriff "Universum" nciht sinnvoll in den Plural zu bringen,
das gilt heute für "Multiversum"

multiversale Grüße von Ispom

Toni
21.01.2007, 21:57
Hi ispom,


und Geschwindigkeit ist Weg durch Zeit bzw Winkel pro Zeit

also immer ist Zeit mit dabei. ja, ebendrum!


Lilith ist eine Freundin, der ich "astronomische Grüße" versprochen habe :) Na, dann schließe ich mich einfach mal den Grüßen an! ;)

Freundlichste "astronomische" Grüße von
Toni

twr
22.01.2007, 09:15
Nein, ist sie nicht. Es kann Bewegung ohne Zeit geben und ist Grundvoraussetzung für eine halbwegs vernünftige Interpretation der Entstehung eines Universum.

SG TWR

P.S.: Auach von einem Multiversum halte ich erkenntnistheoretisch nichts.

twr
22.01.2007, 09:20
1) Ob Multiversen oder Multiversum (beides meint dasselbe - ob Vielheitoder viel Vielheit), es ist völlig egal wie man es nennt - erkenntnistheoretisch bringt uns das nicht weiter.
2) Natürlich werden wir neue physikalische Gesetze finden müssen, um zum Ursprung vorzustoßen.
Und Bewegung kann eben auch ohne Zeit möglich sein. Nicht in unserer "Zeit", aber eben "vor" dem Beginn. Ergo: Ewigkeit ist kein allgemeingültiger Begriff.

SG TWR

Schnapprollo
23.01.2007, 06:25
Moin,


das hat jeder von uns mal in der Schule gelernt: Bewegung heißt Ortsveränderung oder Rotation eines Körpers, diese Ortsveränderung erfolt mit einer bestimmten geschwindigkeit
und G. ist Weg durch Zeit bzw Winkel pro Zeit

Irrtum: Zeit ist ein Maß für die Bewegung der Materie (und NICHT umgekehrt!). Für das menschliche Denken ist sie eine Hilfsgröße die uns erlaubt das Zusammenspiel von Ort, Energie und Impuls so zu ordnen und zu vereinfachen, dass wir daraus überlebenswichtige Schlüße ziehen können.
Es ist also kein Wunder, dass Zeit weder in der Relativitätstheorie, der Quantentheorie oder der String-, M- oder Quantengittertheorie eine obervable (beobachtbare) Größe ist und sich auch im 'wahren Leben' niemals auch nur ein Bruchteil einer Millisekunde vor oder nach dem Jetzt realisieren.

Aber ich glaube mich erinnern zu dürfen, dass wir das Thema schonmal hatten :o .

Gruß
Gunter

ispom
23.01.2007, 09:02
Die Zeit, die ich meine, ist diese:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit

In der Physik ist Zeit die fundamentale Größe, über die sich zusammen mit dem Raum die Dauer von Vorgängen und die Reihenfolge von Ereignissen bestimmen lassen

Zeit ist die fundamentale, messbare Größe, die zusammen mit dem Raum das Kontinuum bildet, in das jegliches materielle Geschehen eingebettet ist. Zeit und Raum gestatten es, kausal verknüpfbaren Ereignissen und Handlungen eine Reihenfolge zuzuordnen

Schnapprollo
23.01.2007, 10:10
HAAALLLOOO,


In der Physik ist Zeit die fundamentale Größe, über die sich zusammen mit dem Raum die Dauer von Vorgängen und die Reihenfolge von Ereignissen bestimmen lassen

NEEEIIINNN. Die Vorgänge laufen auch ohne Zeit ab. Maßgeblich ist der Verbund von Ort, Energie und Impuls. Die Reihenfolge ist die Kausalkette und hat mit Zeit überhaupsnienix zu tun.
Nehmen wir doch mal die 3 Theorien und gucken, was die aus der Zeit machen:

1. Einsteins Relativitätsfaktor kürzt sich bei c einfach weg. Vom Photon bleibt noch Energie und Impuls - da is nix mehr mit Zeit.
2. Aus den Schrödingergleichungen kürzt sich die Zeit weg, weil es alles Eigenfunktionen über die Zeit sind und man erhält eine zeitlose (instantane) Wahrscheinlichkeitsverteilung; z.B. ein Elektronenorbital.
3. Die Energie-Zeit-Unschärfe setz die Zeit außer Kraft, weil prinzipiell erst ein Energiebetrag feststeht, wenn (wie in der Schwingungslehre) eine vollständige Schwingung ausgeführt ist. Damit wird E=h/2 (Nullpunkt- oder Vakuumenergie) und die Zeit fliegt rauß und zusammen mit der Orts-Impuls Unschärfe (nochmal h/2) entsteht erst ein reales Teilchen.
4. In deiner oft beschworenen M-theorie schwingen (wie in den anderen Theorien) die Strings instantan, weil sie wie unter 3. Energiestrukturen sind.

Ließ doch bitte nochmal bei Greene nach. Vorallem den Punkt wo er von der Unschärfe auf die Strings kommt und wie er das genau mit der Zeit gemeint hat (hilfreich ist dazu die wissenschaftliche Ausgabe). Dann wird vielleicht klar, dass er mit 'anderer Zeit' eine andere Grenzgeschwindigkeit für c meint, und mit mehreren Zeiten je eine andere Grenzgeschwindigkeit für verschiedene Raumrichtungen. So wie für unser Universum in alle 3 Raumrichtungen gilt, dass das Zusammenwirken von Ort, Energie und Impuls nur eine bestimmte Auswahl an erreichbaren Orten zulässt (völlig zeitlos!). Klar verfolge ich auch nicht die Entwicklung von Energiebeträgen und Impulsrichtungen sondern fasse das als Zeit und die resultierende Ortsveränderung als Bewegung zusammen, unser Hirn ist halt nicht zum speichern so vieler Variablen geeignet, aber wenn man über die Zeit im speziellen spricht, sollte man schon mal genauer hinsehen über was man eigendlich spricht.

Und den Link kannste ja völlig knicken. Als was wird denn die Sekunde definiert? ... als soundsovielte räumliche Veränderung, nämlich der Schwingung eines definierten Energiewertes, der in eine bestimmte Richtung (Impuls) ein Cäsiumatom (Ort) verlässt -> und genau so entsteht Zeit.
Außerdem - und nur so am Rande - würde diese Definition keine kürzeren physikalischen Zeiträume als eine ~9,192... Milliardstel Sekunde zulassen was zu einer völligen Quantelung des Universums führt und Mumpitz ist. ;)


Gruß
Gunter

slapper
23.01.2007, 11:12
1. Einsteins Relativitätsfaktor kürzt sich bei c einfach weg. Vom Photon bleibt noch Energie und Impuls - da is nix mehr mit Zeit.



:confused: du hast wohl die mathematik neu erfunden??
kürze doch den rest in einsteins masse-energieformel auch noch gleich weg :p

sorry aber so ein schmarrn hab ich schon lange nicht mehr gelesen...

Schnapprollo
23.01.2007, 11:27
Hi slapper,


du hast wohl die mathematik neu erfunden??

Hallo?? Warum hat denn ein Photon keine Masse und kann sich desshalb mit c ausbreiten? Du darfst das bitte nicht mit dem Masse-Energie-ÄQUIVALENT vertauschen, denn die Bezeichnung ÄQUIVALENT bedeutet noch lange nicht das selbe!!! Wenn du zu EDEKA gehst bekommst du z.B. für 3€ das ÄQUIVALENT in 3kg Orangen.

Erst nachdenken dann meckern!

Gunter

slapper
23.01.2007, 11:40
Hi slapper,



Hallo?? Warum hat denn ein Photon keine Masse und kann sich desshalb mit c ausbreiten?


hallo gunter

soll das eine fangfrage werden?
eben weil es keine masse hat, kann es sich mit c ausbreiten, so muss es richtig lauten...

Schnapprollo
23.01.2007, 11:57
Hi slapper,


eben weil es keine masse hat, kann es sich mit c ausbreiten, so muss es richtig lauten...

Gut, darauf können wir uns einigen. Ich dachte schon du kommst mit der Geschichte Masse=Energie. Mein unten beschriebenes Photon hab ich eben langsam auf c beschleunigt, was natürlich Blödsinn ist, aber nichts am Ergebnis ändert. Und für die Geschwindigkeit von c käme es (verwendet man exakterweise auch Gamma) für die Zeit eh zum Supergau mit t=t'/0.

Gruß
Gunter

twr
23.01.2007, 21:12
Zeit ist KEINE fundamentale Größe - da kann in den populär-Lexikas stehen was will. Sie wird gewebt, vom Raum, der wiederum aus prägeometrischen Vorgängen erwächst. Wo ist bitteschön eine Kauslität in den Gesetzen Newtons zu finden? Die Gesetze gelten immer auch spiegelbildlich.

TWR

twr
23.01.2007, 21:14
Gott sei's gedankt - einer, der was von Physik und Mathe versteht. :)

Grüße TWR

Und noch was: der hochgelobten Stringtheorie stehe ich deshalb so skeptisch gegenüber, weil sie gar keine - absolut keine Erklärung für Raum (und Zeit) liefert. Das ist für die ST lediglich die Bühne vor der sich alles abspielt. Und das halte ich für höchst unbefriedigend...

Toni
24.01.2007, 20:42
Was, um alles in der Welt, sind denn ...
... prägeometrischen ... ... Vorgänge??? :confused: :confused:

Und dann denke ich doch mal, dass ...
Zeit ist KEINE fundamentale Größe - da kann in den populär-Lexikas stehen was will. Lexikas, ob populär oder nicht, stets den offiziellen Stand der Wissenschaft darstellen, auch wenn das einige nicht wahrhaben wollen! :mad: Wonach sollte sich Otto Normalbürger denn sonst wohl richten, wenn er nicht mal mehr den Lexikas vertrauen kann?! :(

Fragwürdige Grüße von
Toni

ispom
25.01.2007, 08:54
letztendlich ist alles eine Vertrauens- oder Glaubensfrage.

ich kann die Mathematik der Stringtheorie nicht verstehen, TWR auch nicht.

nun glaubt er aber, Witten, Greene, Kaku, Randall....reden Unsinn,
und ich glaube daran, da&#223; diese "Halb-G&#246;tter der theoretischen Physik" richtig liegen,
er glaubt an den Philosophen Popper....

glauben immer im Sinne von
"was die sagen erscheint mir richtig, ich vertraue darauf: die haben recht"

aber letztlich ist der Vergleich mit dem religi&#246;sen glauben an verschiedene g&#246;tter doch gar nicht so abwegig,
und jeder sollte mit seinem glauben gl&#252;cklich werden

meint Ispom

ispom
25.01.2007, 11:03
Hier dazu eine Literaturhinweis:

Zitat aus dem "Spiegel"


in der Wissenschaft gilt die Häufigkeit, mit der ein forscher zitiert wird, als Maß seiner Bedeutung.
Wenn etwas dran ist an dieser Meßmethode, dann ist der derzeit bedeutendste theoretische Physiker blond, drahtig, ziemlich klein - und weiblich


bezieht sich auf
Lisa Randall
http://www.physics.harvard.edu/people/facpages/randall.html
und ihr Buch: "verborgene Universen"
http://www.amazon.de/Verborgene-Universen-Eine-Reise-extradimensionalen/dp/3100628055

Empfehlung von Sir Martin Rees, President der Royal Astroniomical Siciety:

Lisa Randall zählt zu den führenden Theoretikern der Kosmologie

slapper
25.01.2007, 14:16
ob zeit eine fundamentale größe ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen und ist wahrscheinlich auch völlig unwichtig...
über das phänomen zeit zerbrechen sich heute noch die philosophen den kopf
wir wissen nur das sie nicht absolut ist und das sie eine enge verbindung in unserem heutigen raum-zeit-kontinum darstellt.
sie zeigt aus unserer sicht - also in der sicht des betrachters mensch - unser heutiges sichtbares universum, sie beschreibt hier maßgebend alle stattfindenden abläufe oder ist irgendwie mitbeteiligt
sicher ist ohne den faktor zeit, gäbe es uns nicht, weder uns noch dieses universum was wir kennen - damit ist sie für mich persönlich fundamental ;)

was die stringtheorie angeht, so bin ich auch nicht grad ein großer freund von dem konstrukt:) obwohl sie plausibel für viele ist und wirklich in der lage sein könnte bekannte probleme anderer theorien in sich zu vereinen.
was mich am meisten an ihr stört ist das sie in den bereits 25 jahren ihrer existenz keine nennenswerten beitrag zur erforschung bekannter probleme erbracht hat, diese kommen bekanntermaßen alle aus anderen theorien und gesetzmäßigkeiten, wie z.b. aus der quantenmechanik oder der Realitivitätstheorie um mal die bekanntesten in diesem sachverhalt anzuführen..
z.b. bin ich schon gespannt was LISA uns zeigt, ob die von Einstein vorausgesagten gravitationswellen wirklich existieren oder nicht...

ispom
25.01.2007, 17:09
was mich am meisten an ihr stört ist das sie in den bereits 25 jahren ihrer existenz keine nennenswerten beitrag zur erforschung bekannter probleme erbracht hat, ...

ich will mich hier nicht wiederholen, slapper.
Die "nennenswerten Beiträge" habe ich alle schon mal aufgezählt.
Und:
vor 25 Jahren gab es die ersten Ideen zur Stringtheorie,
es gab schließlich 6 "verschieden Stringtheorien",
die scheinbar isoliert waren und zum teil widersprüchliche aussagen machten,
bis Witten vor etwa 10 Jahren zeigte,
daß sie alle nur die Spitzen eines einzigen Eisberges sind,
und er bezeichnete die "neue" Theorie als M-theorie,
und er zeigte, daß die bisherigen Stringtheorien nur andere Betrachtungsweisen oder Spezialfälle darstellten.
seitdem wird immer wieder die Mtheorie mit einer der Vorläufertheorien durcheinandergeworfen,
kann aber nicht passieren, wenn man eins der gelinkten Bücher gelesen hat :)

stringtheoretische Grüße von Ispom

twr
25.01.2007, 20:01
Hallo,

ich bin nicht derjenige, der einem immer unverstandene Zitate :p ums Ohr haut, aber zur Prägeometrie doch. Der Begriff "Prägeometrie" stammt von Archie, genauer John Archiebald Wheeler und bedeutet eine "grundlegende Struktur", "etwas, das tiefer ist als die Geometrie, das sowohl der Geometrie als auch den Teilchen zugrunde liegt." (zitiert mach Eisenhardt.

Diese Prägeometrie kennt keine Metrik, keine Abstände, ergo auch keine Zeit. Und dies ist der Schlüssel zur "zeitlosen Bewegung".

Im übrigen ist eben der Begriff der Zeit in diesem populärwissenschaftlichen Geschreibsel eben NICHT STAND DER WISSENSCHAFT. :mad: Ok, "einige" schließt bei dir wohl einige der bedeutensten Physiker ihrer Zeit ein.

Ich lehne die Stringtheorie nicht wegen "eines Glaubens" ab,:mad: sie ist einfach überdefiniert und wird zur einer autoimmunisierenden Hypothese. Schwupps - wieder eine Dimension, und noch eine. Und nun gibt's auch noch Partonen, sozusagen Substrings. Und sie findet nicht hintergrundfrei statt, also ist sie nicht fundamental - also jetzt wird herummodifiziert bis es irgendwie doch vielleicht eventuell... Da ist die Looptheorie einfach schlüssiger.

G TWR

twr
25.01.2007, 20:03
[quote=slapper;18957]ob zeit eine fundamentale größe ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen und ist wahrscheinlich auch völlig unwichtig...

Hi,

das ist mitnichten unwichtig, wenn man sich an eine fundamentale Theorie heranpirschen will, die den Ursprung des Universums erklärt.

Grüße
TWR

ispom
27.01.2007, 11:36
Mit dem Konzept des Multiversums erleben wir jetzt einen weiteren Paradigmenwechsel, durch den das Wort „Universum“ selbst obsolet wird.
Mit dem Multiversum werden Parallelbühnen eingeführt, eine über der anderen und alle durch Falltüren und verborgene Tunnel verbunden.
In einem immerwährenden Schöpfungsprozess erzeugen Bühnen andere bühnen, und auf jeder Bühne gelten neue physikalische Gesetze…

Hat das ein Philosoph geschrieben?
nein. einProfessor für theoretische Physik und Kosmologe. Na, wer?

aber weiter:


….nicht geneug damit, daß Kopernikus die Erde aus dem Zentrum des Universums verbannt hat, Hubble entfernte die ganze Milchstraße aus dem Mittelpunkt des Universums und verpflanzte uns stattdessen in ein expandierendes Universum mit Milliarden von Galaxien….

…dunkle Materie….dunkle Energie….Inflationstheorie…

…dass das sichtbare Universum wie ein Sandkorn ist, das in ein viel größeres, flaches Universum eingebettet ist, und dass dieses Universum selbst ständig neue Universen hervorbringt…
…hättenwir uns mit der Tatsache abzufinden, daß sogar die vertraute Dimensionalität von Raum und Zeit auf elf Dimensionen aufgestockt werden muß. Nicht genug damit, daß wir aus dem Zentrumdes Universums verbannt worden sind….das sichtbare Universum nur ein winziger Bruchteil eines viel größeren Multiversums ist…
Physiker, die so philosophieren, die lobe ich mir…:)

Ispom

Toni
27.01.2007, 17:35
Ein Professor für theoretische Physik und Kosmologe. Na, wer? Ja, wer denn, ispom?? :confused: - Mach's doch nicht so spannend! ;) - Nun sag es schon!


Physiker, die so philosophieren, die lobe ich mir… Ja, ich auch. Aber wieviel ist diese Aussage wert? :( Wenn er das nur so im Raum stehen lässt, dann hat jeder andere Physiker oder Professor die Berechtigung, seine Sichtweisen auf diese Art in die Welt zu setzen - und wir sind hinterher genau so schlau wie vorher ... :rolleyes:

Dumm gebliebene Grüße von
Toni

ispom
27.01.2007, 19:10
lies das buch "im Paralleluniversum" von Michio Kaku,
aus NY !

Gruß von Ispom, der jetzt ganz schnell wieder zurück in die sauna muß:)

Toni
28.01.2007, 01:15
lies das buch "im Paralleluniversum" von Michio Kaku,
aus NY ! Ach! - Na, guck mal einer an! - :D - Und warum bin ich jetzt überhaupt nicht verwundert? :o - Da hätt' ich ja auch mal von selbst drauf kommen können, nicht wahr? (Ich alter Depp!)


Gruß von Ispom, der jetzt ganz schnell wieder zurück in die sauna muß Ich hoffe aber, Du hast den Computer draußen gelassen?! :eek: Feuchte Luft ist elektrisch besonders gut leitend!! :rolleyes:

Ach - äh, ispom! - Was ich Dich schon lange mal fragen wollte:
Mit was für einem System setzt Du Deine Beiträge eigentlich hier ins Forum? Eine Zeile ist bei Deinen Texten so gut wie nie gefüllt! Nicht nur, dass Du nach jedem Punkt einen neuen Absatz anfängst, im Prinzip auch nach allen Kommas und sogar mitten im Textfluss! - Macht das Dein Eingabegerät automatisch, oder ist das absichtlich von Dir so herbeigeführt - zwecks besserer Lesbarkeit?

Das soll auf keinen Fall irgend eine Art Kritik sein, ispom! Ich frage nur deshalb, weil mir beim Zitieren Deiner Textabschnitte immer so viele Zeilen "gefressen" werden. Du musst dies auch überhaupt nicht ändern, nur weil ich angefragt habe! Kann ja auch sein, dass dies sozusagen Dein "Markenzeichen" ist ...?

Angefressene, saunamäßig völlig verschwitzte Grüße von
Toni

ispom
28.01.2007, 09:01
Ach - äh, ispom! - Was ich Dich schon lange mal fragen wollte:
Mit was für einem System setzt Du Deine Beiträge eigentlich hier ins Forum? Eine Zeile ist bei Deinen Texten so gut wie nie gefüllt! Nicht nur, dass Du nach jedem Punkt einen neuen Absatz anfängst, im Prinzip auch nach allen Kommas und sogar mitten im Textfluss! - Macht das Dein Eingabegerät automatisch, oder ist das absichtlich von Dir so herbeigeführt - zwecks besserer Lesbarkeit?



ist eine schlechte Angewohnheit von mir.
Man hat mir mal vorgeworfen, ich schreibe zu sehr geschachtelte sätze,
da ich davon nicht lassen kann :mad: ,
trenne ich die Satzteile durch Zeilenschaltung:)

zeilentrennende grüße von Ispom

ispom
28.01.2007, 13:29
um aber mal wieder auf Schrödingers Katze zurückzukommen
und die Frage, ob sich nun in jedem Zeitintervall (nach jeder Planck-Zeit)
gemäß Everetts „viele-welten Interpretation“ der QM
zwei neue Universen auftun, eins, in dem die Katze lebt,
und eins in dem die Katze tot ist,
solange bis ein Beobachter nachsieht,
und die Wellenfunktion der Katze dadurch zum Kollaps bringt:

mit dieser Philosphie brauchten wir uns keine Gedanken über das Schicksal unserer Nachkommen zu machen,
denn es gibt immer beliebig viele Welten, in denen das katastrophale Ende nicht eintrifft.
Zu schön um wahr zu sein, aber es ist eben nur Philosophie.

Und diejenigen, die an der Realität ihres eigenen Daseins und dem ihrer Umwelt zweifeln,
können sich trösten:
so, wie der beobachtende Neugierige, der den Deckel der Kiste aufmacht ,
die wellenfunktion der Katze dadurch zum kollabieren bringt und sie in den eindeutigen Zustand „lebendig“ (hoffentlich!) versetzt,
kann sich ja vorstellen,
es gibt einen Gott, der ständig alles und jeden sieht,
die Katze in der Kiste und den an der Realität zweifelnden in seiner Studierstube,
und der Beobachter Gott bringt stets und immer alle Wellenfunktionen zum kollabieren,
dann ist auch stets und immer alles eindeutig und real,

So kann doch der Glaube an Gott den an der Realität zweifelden von der Realität überzeugen?

oder sehe ich das falsch?

Wellenkollaps übermittelnde grüße von Ispom

Toni
29.01.2007, 16:55
Man hat mir mal vorgeworfen, ich schreibe zu sehr geschachtelte sätze, Aha. Kann ich eigentlich nicht behaupten. :rolleyes: Da gibt es ganz andere Leute hier, die weder Punkt noch Komma setzen können! Das liest sich dann unmöglich, vor allem, wenn die Kommas fehlen. - Kann man bei Dir aber keinesfalls behaupten!

Na gut, ispom, jedem Tierchen sein Plaisirchen ... :D

Tierisch unernste Grüße von
Toni

ispom
03.02.2007, 10:00
Ich will mal wieder auf das Thema zurückkommen:

Gab es den Beginn "der Zeit" oder nun "unserer Zeit",
wie ist es mit dem "Kältetod"
was könnte "zyklisch" ablaufen?

Bekanntlich gibt es in der Stringtheorie nicht das Problem der Singularität am Urknall,
des Anfangszustands in herkömmlichen Inflationstheorien zum Zeitpunkt Null.

Danach ist unser Universum eine sogenannte Drei- Bran. Die Materie kann sich nur in dieser Bran bewegen und entfalten. Die Gravitation nimmt eine Sonderstellung ein und ist in der Lage, die vierte Raumdimension zwischen zwei solcher Branen zu überbrücken und uns deren Existenz anzuzeigen.

Stoßen zwei solcher Branen (Universen, die in dieser 4. Raumdimension floaten) zusammen, so resultiert aus diesem Zusammenstoß ein neuer Urknall aber mit einer endlichen Temperatur, so dass die unbequemen Eigenschaften der derzeitige verbreiteten Urknall- Theorie, eine Singularität von fast unendlich hoher Dichte und Temperatur einfach wegfallen können. Sehr elegant wird damit auch das Flachheitsproblem gelöst, aber vor allem wird erklärt, daß der Urknall eben nicht der „Beginn der Zeit“ ist, sondern der Beginn unserer Zeit, so wie die Geburt eines Menschen den Beginn seines persönlichen Zeitpfeils anzeigt.

In diesem Modell spielt auch die dunkle Energie eine natürliche und zentrale Rolle.
Sie treibt die Materie in Jahrbillionen so weit auseinander, daß das beobachtbare Universum zu fast nichts verdünnt wird und bei einem erneuten Zusammenstoß der Branen eine neue individuelle Zeit für ein neues Universum beginnen kann.

Brian Greene beschreibt in „der Stoff, aus dem der Kosmos ist“:

Wenn die kosmologische Entwicklung auf unserer Bran (in unserem Universum) von wiederholten Zusammenstößen mit benachbarten Branen vorangetrieben werden, dann umspannt die Zeit in der uns bekannten Form nur einen der vielen Zyklen des Universums, ein Urknall folgt auf den anderen, immer und immer wieder.

cyclische Grüße von Ispom